Nach der Pandemie haben sich Arbeit, wie wir arbeiten, und was Mitarbeitende von der Arbeit erwarten, grundlegend verändert.
Viele betrachten flexible, hybride Arbeitszeiten inzwischen als Norm, und die anhaltende Verbreitung dieser Arbeitsmodelle erfordert stärkere Investitionen in alternative Arbeitsplätze und flexible Gestaltungsmöglichkeiten.
Bei HED sind wir der Überzeugung, dass das ultimative Ziel darin besteht, einen Raum zu schaffen, der den Mitarbeitenden eine effiziente und bequeme Arbeitsumgebung bietet, die diese neuen Arbeitsweisen unterstützt.
Ebenso wird es entscheidend sein, evidenzbasierte Gestaltung zu nutzen – dabei werden harte Daten wie Mitarbeitendenauslastung, Produktivitätsfaktoren, Effektivität, Qualität und Kulturentwicklung berücksichtigt, um sinnvolle Büroräume zu schaffen.
Arbeitsplatz-UX
Arbeitsplatz-UX bezieht sich auf die Nutzererfahrung im Büro. Da sich Beschäftigte inzwischen an den Komfort und die Annehmlichkeiten ihres Homeoffice gewöhnt haben, hat sich die Bedeutung der Nutzererfahrung im Büro sowohl verschoben als auch verstärkt.
In einer modernen, flexiblen Arbeitsumgebung müssen Unternehmen gezielt auswählen, welche und wie viele alternative Arbeitsplätze – speziell für nicht-traditionelle Tätigkeiten konzipierte Bereiche – zur Verfügung stehen.
Zum Beispiel tendieren Mitarbeitende durch den Anstieg hybrider Arbeit mittlerweile dazu, für konzentriertes Arbeiten von zuhause zu arbeiten und kommen für Zusammenarbeit ins Büro.
Im Einklang mit Best Practices für hybride Arbeitsmodelle werden Büros mit mehr „Wir-Raum“ und weniger „Ich-Raum“ gestaltet, um den Beschäftigten gemeinschaftliche Bereiche zu bieten, die zu Hause nicht entstehen können.
Unternehmen sollten datenbasierte Entscheidungen treffen, um dieses Bedürfnis zu erfüllen.
Wie Sie mit Daten die Arbeitsplatz-UX verbessern
Daten sind ein entscheidender Faktor für die Gestaltung von Räumen, in denen Menschen gerne arbeiten.
Nutzerfeedback, Prototypen-Tests, Konzepterprobungen und Flächenauslastungsanalysen können eingesetzt werden, um das Versprechen eines modernen Arbeitsplatzes einzulösen.
Die meisten unserer aktuell in der Planung befindlichen Projekte mit Kund:innen beinhalten Mitarbeitenden-Feedback, Prototyping und Datenanalysen.
Unternehmen wie LinkedIn, H&M und Puma sind dafür bekannt, Verhaltensdaten zu verfolgen, um bessere Einblicke zu erhalten, wie Mitarbeitende beispielsweise schalldichte Pods im Büro nutzen – so kann der Mehrwert dieser Technik bewertet werden.
Werden Daten bereits beim Betreten des Gebäudes erfasst, erhalten Arbeitgeber mehr Kontrolle über Gebäudefunktionen, die Komfort erhöhen und den Energieverbrauch senken – und das alles mit minimaler Unterbrechung für die Nutzer.
Beispielsweise nutzen unsere Kund:innen durch Mitarbeitendenausweise – sobald sie das Gebäude betreten – die erfassten Daten, um etwa die Fahrzeiten der Aufzüge an Spitzenzeiten zu optimieren, die Heiz- und Kühlkreisläufe für ideale Bürotemperaturen anzupassen oder sogar White-Noise-Systeme zu steuern.
Auch intern arbeiten wir daran, mehrere unserer eigenen Büros umzugestalten und wenden dabei unsere eigenen Methoden an.
In unserem Büro in LA haben die Daten aus Mitarbeitendenbefragungen die Gestaltungsentscheidungen beeinflusst. Wir baten unsere Mitarbeitenden, die Büroausstattung zu bewerten und anzugeben, wie oft sie zur Nutzung privater Besprechungsräume ins Büro kommen – um herauszufinden, welche Räume für sie am nützlichsten sind.
Das Ergebnis war die Schaffung eines Raums namens „The HUB“ – ein offener Bereich, der sich über die gesamte Gebäudebreite erstreckt.
An einem Ende des HUB befindet sich die zentrale Steuerung der Produktionsprozesse, am anderen Ende liegt der Eingangsbereich mit Empfang, Ausstellungsfläche, Besprechungsräumen für Kund:innen, Lounge und zwanglosen Sitzgelegenheiten für Gespräche zwischen Gästen und Mitarbeitenden.
Durch die Rückmeldungen/Daten aus den Befragungen unseres Teams konnte ein Raum erschaffen werden, der exakt auf die Art der Zusammenarbeit zugeschnitten ist, die unsere Beschäftigten zum Erfolg brauchen.

Externe Einflüsse berücksichtigen
Es besteht immer die Möglichkeit, dass Daten unsere Wahrnehmung verzerren. Während Daten wertvolle Einblicke in die Erwartungen der Mitarbeitenden geben, kann schon so etwas Einfaches wie das Wetter beeinflussen, wie oft Menschen ins Büro kommen und wie ihr Arbeitsrhythmus aussieht.
Deshalb ist es wichtig, externe Faktoren bei der Analyse der Datenentwicklungen zu beachten, bevor endgültige Gestaltungsentscheidungen getroffen werden.
Weiterführende Ressourcen:
