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94 % der Unternehmer sind sich einig, dass eine großartige Unternehmenskultur für das Wachstum und den Geschäftserfolg eines Unternehmens unerlässlich ist. Aber was ist Kultur eigentlich, und wie sieht eine positive Unternehmenskultur tatsächlich aus?

Wir haben 7 Beispiele für Unternehmenskulturen von erfolgreichen Unternehmen zusammengestellt, um zu zeigen, wie ihre positive Kultur ein Schlüssel zu ihrem Erfolg war.

Was ist Unternehmenskultur und warum ist sie wichtig?

Die Unternehmenskultur beschreibt die soziale Ordnung einer Organisation und ihre gemeinsamen Vorstellungen, Werte und Verhaltensweisen. 

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Diese Merkmale prägen, was in einer Organisation gefördert und akzeptiert wird, wie beispielsweise Kommunikationsstil, Kleidung, soziale Dynamik und Arbeitserwartungen. 

Eine gesunde und funktionierende Organisationskultur ist eine, in der Einzelpersonen befähigt werden, ihre beste Arbeit zu leisten, und Teams effektiv zusammenarbeiten, um die Organisationsziele zu erreichen. Noch besser: Eine positive Unternehmenskultur kann das Engagement der Mitarbeitenden steigern.

Im Gegensatz dazu kann eine dysfunktionale Unternehmenskultur toxisch werden und zu geringer Mitarbeiterzufriedenheit, niedriger Mitarbeiterbindung und sinkender Moral führen – all das schadet dem Unternehmenserfolg. 

Es gibt auch einen Unterschied zwischen Arbeitserlebnis und Unternehmenskultur. Snacks im Büro oder gemütliche Sofas im Pausenraum können zu einem positiven Arbeitserlebnis beitragen, aber sie machen eine Unternehmenskultur nicht besonders.

Die Unternehmenskultur wird von der Unternehmensführung geprägt und in Kultur-Trainings wiederholt. Schauen wir uns nun einige Beispiele an.

7 Beispiele für Unternehmenskultur

Unternehmen mit einer starken Kultur sind innovativ, attraktiv als Arbeitgeber und beständig. Sehen wir uns Beispiele erfolgreicher Unternehmen an und wie ihre bewusste Herangehensweise an das Pflegen und Verbessern ihrer Unternehmenskultur zu ihrem Erfolg beigetragen hat.

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1. Patagonia

Patagonia ist eine beliebte Outdoor- und Lifestyle-Marke, die 1973 von Yvon Chouinard, einem begeisterten Bergsteiger, gegründet wurde. Die Unternehmenskultur spiegelt ihr Engagement für Umweltaktivismus und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden wider, was sich mit breiteren regionalen Kulturtrends in Kalifornien deckt.

Chouinard wollte ein „Un-Unternehmen“ schaffen, das sich um Mitarbeitende, Kundschaft und vor allem um den Planeten kümmert.

Das Mitarbeiterhandbuch trägt den Titel „Let My People Go Surfing“ (der Titel allein sagt schon viel über die lockere Kommunikation aus) und ermutigt Mitarbeitende, surfen, Ski fahren oder einfach rauszugehen, wann immer die Bedingungen gut sind. 

Ziemlich cool, oder? Das unterstützt das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und stellt sicher, dass jedes Teammitglied – jetzt und in Zukunft – der Natur verbunden ist. Die Mitarbeitenden von Patagonia sind in der Regel Kernanwender der Produkte und Naturfreunde, sodass Innovation nah an den Endnutzenden und den Gründungswerten bleibt.

Das bedeutete, dass als das Unternehmen versuchte, ein Problem mit einem Produkt zu lösen, das das Versprechen zum Naturschutz brach, ein/e Direktor/in für gesellschaftliche und Umweltverantwortung, eine Qualitätsfachkraft, ein/e Einkaufsmanager/in und eine Einkaufsdirektion alle gleichberechtigt mitentschieden, mit welchen Lieferanten Patagonia zusammenarbeitet. Schließlich konnte ein Gleichgewicht zwischen Preis, Qualität und Umweltauswirkungen gefunden werden.

Patagonia gilt weithin als eines der innovativsten Unternehmen der Welt und die Fluktuationsrate der Mitarbeitenden liegt gerade einmal bei 4 %. Das ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass die Unternehmenskultur sowohl in die Produktentwicklung als auch in den Umgang mit den Mitarbeitenden einfließt.

2. Google

Google schätzt Mitarbeitende, die kreativ, kooperativ und initiativ sind. Diese Werte werden nicht nur von den Mitarbeitenden erwartet, sondern bestimmen auch die Ausrichtung des gesamten Unternehmens. 

Die Unternehmenswerte von Google sind eher eine Philosophie. Ihre Seite mit dem Titel „Zehn Dinge, von denen wir wissen, dass sie wahr sind“ listet jeden der Kernwerte des Unternehmens auf. Besonders wichtig ist dabei der Glaube daran, dass Arbeit eine spaßige Herausforderung sein sollte. 

Wie sie schreiben, ist die „Atmosphäre zwar locker, aber sobald neue Ideen irgendwo – sei es in der Cafeteria, bei einem Teammeeting oder im Fitnessstudio – entstehen, werden sie ausgetauscht, getestet und mit atemberaubender Geschwindigkeit umgesetzt.“

Die Geschwindigkeit, mit der neue Ideen entstehen und auf die Probe gestellt werden, zeigt sich deutlich an einem Projekt wie Google Stadia. Google kündigte an, auf neuartige Weise in die lukrative Videospielbranche einzusteigen: Nutzer:innen erhalten die Möglichkeit, Spiele direkt aus dem Chrome-Browser zu streamen – ohne weitere Hardware-Anforderungen. Google kündigte Stadia im Oktober 2018 an und startete noch im selben Monat einen Betatest.

Über Googles Philosophie hinaus gibt es auch die Bereitschaft, sich um die Menschen im Unternehmen zu kümmern. Als Daten zeigten, dass die meisten Kündigungen mit neuen Müttern in Verbindung standen, begann Google beispielsweise an, 18 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub anzubieten.

3. Pixar

Pixar möchte „großartige Filme mit großartigen Menschen machen“. Dieses Streben, bedeutungsvolle und wunderschöne Geschichten zu erzählen, spiegelt sich auch in der Unternehmenskultur wider. Es wird Exzellenz angestrebt – jedoch nur auf einem Fundament aus Gemeinschaft, Zusammenarbeit, Vertrauen und Kreativität, die durch ehrliches Feedback und Brainstorming-Sessions gefördert werden.

In seinem Buch, Creativity Inc.: Die unsichtbaren Kräfte überwinden, die echte Inspiration verhindern, schrieb Pixar-Mitbegründer Edward Catmull, dass „es nicht die Aufgabe der Führungskraft ist, Risiken zu verhindern. Es ist die Aufgabe der Führungskraft, es sicher zu machen, Risiken einzugehen.“ 

Was bedeutet das genau? Es bedeutet, dass eines von Pixars Hauptzielen darin besteht, eine offene Kreativkultur zu fördern, in der Ego und Angst vor dem Scheitern nicht im Weg stehen, wenn es gilt, unvergessliche Geschichten zu erschaffen.

Ein Beweis für diese positive Innovationskultur ist der beispiellose Erfolg der Pixar-Filme seit dem Start mit Toy Story 1995 (fühlst du dich schon alt?), der inzwischen 26 Filme und 210 Auszeichnungen umfasst. Alle Werke entstehen im eigenen Haus, Drehbücher werden nie gekauft, und das Unternehmen hält weltweit 507 Patente in Film- und Animationstechnologie.

4. REI

Im Jahr 2019 feierte REI, dass das Unternehmen auf Fortunes 100 Besten Unternehmen zum Arbeiten gelistet wurde. Das ist für sich genommen schon bemerkenswert, aber es war bereits das 22. Mal in Folge, dass REI auf dieser Liste erschien. Wie schafft es ein Unternehmen, 22 Jahre am Stück auf einer so renommierten Liste zu stehen?

REI möchte outdoor-orientierte Mitarbeitende gewinnen, die sich dem Umweltschutz, der Gemeinschaft und der Freizeitgestaltung im Freien verpflichtet fühlen. Zudem bemüht sich das Unternehmen, seine Mitarbeitenden in den Mittelpunkt der Unternehmenskultur zu stellen. Mit einer Mitarbeiterbindung von über 85 % und einer Fluktuation, die nur halb so hoch wie der Branchendurchschnitt ist, kann man mit Fug und Recht sagen, dass REIs Strategie funktioniert.

Um die Mitarbeitermotivation und die Ausrichtung zur Marke zu erhalten, nehmen die Beschäftigten an Challenge Grants teil, bei denen sie eigene Outdoor-Herausforderungen vorschlagen und dabei die Chance haben, REI-Ausrüstung zu gewinnen.

5. Starbucks

Vor allem anderes stützen sich die Unternehmenswerte von Starbucks auf das Prinzip der Inklusion. 

1991 führte das Unternehmen Bean Stocks ein, um Mitarbeitenden eine Teilhabe am finanziellen Erfolg des Unternehmens zu ermöglichen. Kurz gesagt, Bean Stocks werden nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit in Starbucks-Aktien umgewandelt.

Um zu zeigen, dass die Mitarbeitenden nun am Unternehmenserfolg beteiligt sind, bezeichnet Starbucks sie als „Partner:innen“. Wie Starbucks dazu sagt, „nennen wir unsere Mitarbeiter:innen Partner:innen, da wir gemeinsam Erfolg haben.“ Damit stellt Starbucks sicher, dass die Beschäftigten motiviert sind, exzellenten Kundenservice zu bieten und sich auf das Wachstum des Unternehmens zu fokussieren.

Neben Investitionen in die Mitarbeiterschulung und Anreizen wie Aktienoptionen oder Krankenversicherung, feiert Starbucks die Vielfalt seiner Beschäftigten und fördert ein integratives und verantwortungsvolles Arbeitsumfeld durch Fördermaßnahmen, gemeinnützige Organisationen und Aufbau von Partnerschaften in der Gemeinschaft.

6. Shopgate

Shopgate, eine erfolgreiche Mobile-Commerce-Plattform, verfolgt ein einfaches Ziel: den Kund:innen ein hervorragendes Produkt zu bieten, das auf dem Fundament einer selbstbewussten und kollaborativen Teamkultur aufgebaut ist. 

Shopgate nutzt die Kreativität und das Know-how ihrer Mitarbeitenden – beides Kernwerte – durch eine horizontale Hierarchie. So werden alle Beteiligten gleich wertgeschätzt und geehrt, was eine positive Unternehmenskultur der Offenheit und einer gemeinsamen Vision schafft.

Das hilft dem Unternehmen, effektiv über verschiedene Zeitzonen und Nationalitäten hinweg zu arbeiten und fördert abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Zum Beispiel fühlt sich ein:e Produktmanager:in wohl dabei, neue Ideen mit dem Buchhaltungsteam zu besprechen, um eine frische Perspektive für ein Problem zu erhalten.

7. Buffer

Positivität fördern. Dankbarkeit zeigen. Sich kontinuierlich verbessern. Dies sind nur einige der Unternehmenswerte von Buffer, die die Philosophie des Unternehmens zu Inklusion und den Fokus darauf hervorheben, Mitarbeitende dazu zu ermutigen, mutig zu gestalten.

Mit der festen Überzeugung, dass Wachstum nur durch konstruktives und ehrliches Feedback möglich ist, konzentriert sich Buffer auf Transparenz und Ehrlichkeit. Ob im Umgang mit Kunden oder Mitarbeitenden – diese Werte bleiben erhalten.

Von Buffers Werten steht Transparenz besonders im Mittelpunkt – sie führt sogar die Liste an. Buffer sieht Transparenz als ein Werkzeug, um anderen zu helfen.

In der Praxis bedeutet das, dass Buffer so gut wie alles teilt: vom Jahreseinkommen bis zu den individuellen Gehältern der Mitarbeitenden, und alle werden über sämtliche Unternehmensentscheidungen informiert.

Kultur ist wichtig

Wie die obigen Beispiele zeigen, ist Unternehmenskultur – das heißt, einer gemeinsamen Vision und gemeinsamen Werten treu zu bleiben – ein Schlüssel zum Erfolg einer Organisation.

Denken Sie an Ihr eigenes Unternehmen: Werden die Werte tagtäglich gelebt? Gibt es Bereiche, bei denen Sie Verbesserungsbedarf sehen?

Hier sind einige hilfreiche Ressourcen: