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Die Lohn- und Gehaltsabrechnung kann eine der komplexesten und zeitaufwendigsten Aufgaben für jede Organisation sein.

Zwischen der Gewährleistung genauer und pünktlicher Zahlungen, der Einhaltung sich ändernder Steuervorschriften und dem Umgang mit sensiblen Mitarbeiterdaten können selbst kleine Fehler zu kostspieligen Strafen und verärgerten Mitarbeitern führen.

Lohnabrechnungsteams stehen außerdem vor Herausforderungen wie falsch klassifizierten Arbeitskräften, manuellen Dateneingabefehlern und Systemausfällen – all das kann den Betrieb schnell stören.

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Doch durch die Einrichtung klarer Systeme, die Nutzung von Technologie und die Planung von Notfallszenarien können Unternehmen die Lohn- und Gehaltsabrechnung von einem Problem in eine zuverlässige und effiziente Funktion verwandeln.

Nutzen Sie diese erprobten Best Practices, um Prozesse zu optimieren, die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen, Fehler bei der Gehaltsabrechnung zu reduzieren und das Vertrauen der Mitarbeiter zu stärken.

11 Best Practices für die Lohn- und Gehaltsabrechnung

1. Richtlinien und Verfahren für das gesamte Abrechnungssystem erstellen

Die Einführung klarer Lohn- und Gehaltsrichtlinien und -verfahren schafft einen konsistenten Rahmen, dem alle Beteiligten folgen können. 

Die Richtlinien sollten Verantwortlichkeiten, Schritt-für-Schritt-Prozesse, Genehmigungshierarchien und Compliance-Anforderungen festlegen.

Ein gut dokumentiertes System verringert das Risiko von Fehlern, die durch uneinheitliche Verfahren oder spontane Entscheidungen entstehen.

Richtlinien sollten alles abdecken – von der Erhebung und Aktualisierung von Mitarbeiterdaten bis hin zur Handhabung von Sonderzahlungen, Abzügen und Korrekturen.

Die Erstellung dieser Leitlinien gemeinsam mit den Gehaltsabrechnungsmitarbeitern und relevanten Führungskräften sorgt für Abstimmung und Transparenz zwischen den Abteilungen.

Ein umfassendes Lohnabrechnungshandbuch wird so zu einer wertvollen Referenz für Schulungen, Audits oder beim Onboarding neuer Lohnbuchhalter.

2. Eine Checkliste für die Lohnabrechnung erstellen

In Anlehnung an das oben Genannte hilft eine Checkliste für die Lohnabrechnung dabei, während jedes Abrechnungszyklus keine wichtigen Schritte zu übersehen.

Sie sollte Aufgaben wie die Überprüfung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter, die Kontrolle der Abzüge, die Freigabe von Anpassungen und die Bestätigung der Zahlungsübermittlung abdecken.

Die Verwendung einer Checkliste schafft Konsistenz, reduziert Fehler und dient als Sicherheitsnetz, wenn mehrere Personen in die Gehaltsabrechnung eingebunden sind. 

Mit der Zeit wird dieses Tool auch zu einer wertvollen Referenz für die Einarbeitung neuer Lohn- und Gehaltsabrechnungsmitarbeiter und sorgt für reibungslose Abläufe.

Wie Edward Hones, Arbeitsrechtler und Gründer von Hones Law PLLC, hervorhebt: „Aus meiner rechtlichen Perspektive ist Genauigkeit Ihr bester Schutz vor Strafen und Mitarbeiteransprüchen. Erstellen Sie eine Checkliste für die häufigsten Risiken, zum Beispiel für die Endabrechnung von Boni, die Abstimmung von Sozialleistungsabzügen und die Überprüfung von Steuersätzen, und benennen Sie einen zweiten Prüfer, um Fehler zu erkennen.“

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3. Setzen Sie Lohnabrechnungssoftware ein

Moderne Lohnabrechnungssoftware kann den manuellen Aufwand erheblich reduzieren, indem sie Berechnungen, Steueranmeldungen und Compliance-Updates automatisiert.

Wenn Sie ein System wählen, das sich mit Ihrem HRIS, Ihrer Zeiterfassung und Buchhaltungssoftware integriert, minimieren Sie doppelte Dateneingaben und verhindern widersprüchliche Aufzeichnungen.

Viele Plattformen bieten außerdem Mitarbeiter-Self-Service-Portale, die die HR-Abteilung entlasten, da Mitarbeiter Gehaltsabrechnungen selbst herunterladen oder ihre Daten aktualisieren können.

Automatisierte Benachrichtigungen und Berichte können Unregelmäßigkeiten wie unerwartete Überstunden oder falsche Abzüge aufdecken.

Zudem gewährleisten cloudbasierte Lösungen eine sichere Datenspeicherung und einen ortsunabhängigen Zugriff – besonders hilfreich für hybride oder verteilte Teams. Die Investition in die richtige Software verbessert Effizienz, Genauigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit.

Profi-Tipp

Profi-Tipp

Nutzen Sie Automatisierung für Berechnungen, Steuertabellen und Leistungsabzüge – aber verzichten Sie niemals auf Validierungen nach dem Ausführen der Lohnabrechnung. Führen Sie nach jedem Abrechnungslauf eine finale Überprüfung durch: Prüfen Sie Lohnabrechnungszusammenfassungen, kontrollieren Sie stichprobenartig einige Mitarbeiterdaten und bestätigen Sie die Gesamtsummen, bevor Gelder ausgezahlt werden.—BJ Anderson, Director of Payroll & Leave Management, Humareso

4. Führen Sie regelmäßige Audits durch

Korrekte Mitarbeiterdaten sind die Grundlage einer effizienten Lohnabrechnung, und regelmäßige Lohnabrechnungsaudits sind entscheidend für die Sicherstellung dieser Genauigkeit. 

Bei diesen Audits sollte überprüft werden, ob persönliche Daten, Steuerinformationen und Bankverbindungen aktuell und korrekt sind. 

Ohne regelmäßige Kontrollen können Fehler wie falsch eingestufte Stunden, fehlerhafte Überstundenabrechnungen oder veraltete Mitarbeiterunterlagen unbemerkt bleiben.

Die Einführung eines konsistenten Prüfplans stellt sicher, dass Probleme erkannt werden, bevor sie zu kostspieligen Fehlern oder Compliance-Risiken führen.

5. Führen Sie ein Vier-Augen-Prinzip ein

Wie Katrina Magdol, Gründerin von Amalou Consulting, empfiehlt: „Gestalten Sie den Prozess so, dass (mindestens) zwei verschiedene Personen die Vorschau (oder das vorbereitende Register) vollständig überprüfen, bevor es eingereicht wird. Wenn zwei Personen alle Details überprüfen, ist das eine der effektivsten Methoden, um Fehler zu vermeiden.“

Manuelle Korrekturen, wie Sonderabzüge oder Boni, sind anfälliger für menschliche Fehler und können leicht zu fehlerhafter Bezahlung führen.

Wenn eine zweite Person Änderungen prüft, erhöht das die Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit. Diese Vorgehensweise verringert zudem das Risiko von Betrug oder unautorisierten Anpassungen, die unbemerkt bleiben könnten.

Ein starkes Vier-Augen-Prinzip minimiert nicht nur Fehler, sondern stärkt auch das Vertrauen der Mitarbeiter, dass ihre Gehaltsabrechnung mit Sorgfalt und Präzision behandelt wird.

6. Interne Kontrollen implementieren

Starke interne Kontrollen verringern das Risiko von Gehaltsbetrug und schützen sensible Mitarbeiterdaten. 

Eine Trennung der Zuständigkeiten ist entscheidend: Beispielsweise sollte – wenn möglich – eine Person die Daten eingeben, eine andere sie prüfen und eine dritte den finalen Lauf freigeben.

Sichere Zugriffsrechte stellen sicher, dass nur autorisiertes Personal Gehaltsinformationen einsehen oder ändern kann. 

Gehaltsberichte sollten zudem mit der Buchhaltung abgeglichen werden, um frühzeitig Unstimmigkeiten zu erkennen. Die regelmäßige Überwachung von Prüfprotokollen kann verdächtige Änderungen hervorheben, etwa unautorisierte Gehaltserhöhungen oder doppelte Zahlungen. 

Diese Maßnahmen schützen nicht nur die Finanzen des Unternehmens, sondern stärken auch das Vertrauen der Mitarbeitenden in das Lohnabrechnungssystem.

7. ​​Benachrichtigungen für Fristen einrichten

Auch mit einem Kalender sind Erinnerungen und Warnungen unerlässlich, um die Lohnabrechnung planmäßig durchzuführen. 

Automatisierte Benachrichtigungen über Lohnabrechnungssoftware, Projektmanagementtools oder sogar E-Mail-/Kalender-Erinnerungen stellen sicher, dass keine wichtigen Aufgaben vergessen werden. Diese Erinnerungen können sowohl für Lohnabrechnungs-Administratoren als auch für Führungskräfte, die Stundenfreigaben oder Sonderfälle bestätigen müssen, eingerichtet werden. Dabei kann auch künstliche Intelligenz in der Lohnabrechnung unterstützen.

Gerade bei großen oder verteilten Teams sind gestaffelte Erinnerungen – etwa eine Woche vorher, drei Tage vorher und am selben Tag – besonders effektiv. Benachrichtigungen reduzieren zudem die Abhängigkeit vom Gedächtnis, was wichtig ist, wenn viele Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden müssen.

Profi-Tipp

Profi-Tipp

Es ist sinnvoll, den Kalender aus Ihrer Lohnsoftware zu exportieren und in Ihren eigenen Kalender zu übernehmen – von den einzelnen Zahlläufen und wann diese eingereicht werden müssen bis hin zu den Fälligkeitsdaten für Steuerzahlungen und Abrechnungsberichte. Wenn der Lohnkalender im Hauptarbeitskalender hinterlegt ist (Microsoft Outlook, Google Workspace, usw.), hilft das einer Lohn- oder Buchhaltungsleitung, jederzeit den Überblick über die verschiedenen Fristen und Erinnerungen zu behalten.—Kimberly DeCarrera, Fractional CFO, Springboard Legal

8. Klare Kommunikation ermöglichen

Eine klare Kommunikation zur Lohnabrechnung fördert Transparenz und Vertrauen zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden. 

Der Zugang zu digitalen Lohnabrechnungen, Steuerformularen und Leistungsübersichten versetzt Mitarbeitende in die Lage, ihre Vergütung besser zu verstehen. 

Ebenso wichtig ist es zu erklären, wie sich Abzüge für Leistungen, Steuern oder Altersvorsorge berechnen, damit niemand überrascht wird.

Ein leicht zugänglicher Kommunikationskanal bei Fragen rund um die Lohnabrechnung kann Verwirrung reduzieren und die Zufriedenheit erhöhen.

Regelmäßige Informationen über Fristen oder bevorstehende Änderungen – zum Beispiel neue Steuersätze – helfen den Mitarbeitenden bei der Planung. Wer gut informiert ist, hinterfragt die Lohnabrechnung seltener und schenkt dem System mehr Vertrauen.

Profi-Tipp

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Durch die heutige asynchrone Kommunikation kann es leicht passieren, dass Gehaltsänderungen und Updates übersehen werden. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, für jeden Zahltag eigene Ordner anzulegen. Erhalten Sie Informationen zu Änderungen bei Vergütungen, Abzügen, Sonderzahlungen oder anderen Aspekten, die in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden müssen, speichern Sie diese in dem entsprechenden Ordner. So können Sie bei der Lohnabrechnung prüfen, ob alle Punkte vor dem Lauf korrekt umgesetzt wurden.—Eric Mochnacz, Operations Director bei Red Clover HR

9. Planen Sie für Notfälle

Lohn- und Gehaltsabrechnungen müssen unabhängig von unvorhergesehenen Ereignissen reibungslos ablaufen, weshalb eine Notfallplanung unerlässlich ist. 

Es empfiehlt sich daher, mindestens eine zusätzliche Vertretung zu schulen, die einspringen kann, falls der oder die Hauptverantwortliche für die Lohnabrechnung ausfällt. 

Bewahren Sie außerdem gesicherte, cloudbasierte Backups aller Lohnunterlagen auf, um Datenverlust durch Systemausfälle oder Cyberangriffe vorzubeugen.

Ebenso ist es ratsam, einen manuellen Gehaltsabrechnungsprozess für Notfälle festzulegen, damit Mitarbeitende auch dann bezahlt werden, wenn Systeme ausfallen.

10. Ziehen Sie Outsourcing in Betracht

Das Outsourcing der Lohn- und Gehaltsabrechnung kann eine sehr wirksame Methode sein, den administrativen Aufwand zu verringern und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten – insbesondere, wenn Ihr Unternehmen Mitarbeitende in mehreren Bundesländern oder Ländern beschäftigt. 

Verschiedene Staaten und Länder haben jeweils eigene Steuergesetze, Meldevorschriften und arbeitsrechtliche Vorgaben, die ohne spezifisches Fachwissen schwer intern zu steuern sind. 

Durch die Zusammenarbeit mit einem globalen Payroll-Anbieter oder einem Employer-of-Record-Service stellen Sie sicher, dass lokale Vorgaben korrekt umgesetzt werden und Mitarbeiter pünktlich, in der richtigen Währung und mit den korrekten Abzügen bezahlt werden.

Outsourcing ermöglicht zudem, dass sich Ihre HR- und Finanzteams auf strategischere Ziele konzentrieren, anstatt viele Stunden mit der Bewältigung komplizierter Anforderungen der Lohnabrechnung zu verbringen. 

Darüber hinaus bieten externe Anbieter oft Technologien, Automatisierung sowie dedizierte Unterstützung, die besonders kleineren oder wachsenden Unternehmen intern fehlen. Durch die Nutzung von Expertenwissen minimieren Unternehmen Risiken, stellen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicher und können mit Zuversicht in neue Märkte expandieren.

11. Bieten Sie regelmäßige Schulungen an

Regelungen, Software-Systeme und Unternehmensrichtlinien zur Gehaltsabrechnung ändern sich häufig – regelmäßige Schulungen sorgen dafür, dass Ihr Payroll-Team auf dem neuesten Stand bleibt. Wiederkehrende Trainings helfen dabei, die Genauigkeit zu sichern, die Effizienz zu steigern und die Einhaltung sich wandelnder Steuer- und Arbeitsgesetze zu gewährleisten.

Fortbildungen befähigen Ihr Team zudem, die Funktionen der Payroll-Software optimal auszuschöpfen und Abhängigkeiten von manuellen Prozessen zu verringern.

Mit Investitionen in die fachliche Weiterbildung verfügen Sie über ein kompetentes Payroll-Team, das sich schnell anpassen und kostspielige Fehler minimieren kann.

Profi-Tipp

Profi-Tipp

Schulungen sind entscheidend – aber bitte nicht langweilig! Ich entwickle für die Lohnteams meiner Kunden Workshops auf Basis von Praxisszenarien. Wir bearbeiten echte Fälle, etwa zu bundeslandübergreifenden Steuerfragen oder Änderungen von Benefits während des Jahres. Das praktische Üben macht den Unterschied.—Andrew Lokenauth, Fractional CFO und Finanzberater

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