Recruiting-Teams spielen innerhalb von Organisationen eine äußerst wichtige Rolle. Sie sind dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass die richtigen Talente an den richtigen Stellen eingesetzt werden, um die Ziele der Organisation zu erreichen.
Nutzen Sie diesen Leitfaden, um die wichtigsten Rollen und Verantwortlichkeiten zu verstehen und welche Optionen es für das Outsourcing gibt.
7 Zentrale Rollen im Recruiting-Team
Recruiting ist ein Mannschaftssport, der Beiträge von mehreren Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten erfordert, damit alles reibungslos abläuft. Je nach Organisation sind folgende Personen beteiligt:
1. Der Recruiter
Der Recruiter steuert den gesamten Einstellungsprozess, von der Veröffentlichung der Stellenbeschreibung über das Sichten der Lebensläufe, das Führen von Vorstellungsgesprächen bis hin zur Angebotserstellung.
Er fungiert als Bindeglied zwischen den Kandidaten und dem Unternehmen, sorgt für eine positive Candidate Experience und arbeitet eng mit den einstellenden Managern zusammen, um Verbesserungen zu erzielen.
In manchen Unternehmen gibt es einen dedizierten Recruiter, während in anderen das Recruiting vom Personalmanager (HR Manager) übernommen wird.
Eine starke Position als Recruiter baut darauf auf, dass Ihr Team grundlegende Recruiting-Schulungen absolviert hat.
2. Der einstellende Manager
Der einstellende Manager definiert die Anforderungen der Stelle und erarbeitet gemeinsam mit dem Recruiter den Interviewprozess. Er führt Vorstellungsgespräche, um die fachliche und kulturelle Passgenauigkeit zu prüfen, und trifft die endgültige Einstellungsentscheidung. Außerdem unterstützt er beim Onboarding-Prozess neuer Mitarbeiter.
Im Startup-Recruiting übernimmt der einstellende Manager oftmals zusätzlich Recruiting-Aufgaben.

3. Der Recruiting-Koordinator
Der Recruiting-Koordinator übernimmt die Organisation des Prozesses, zum Beispiel das Planen von Interviews und die Koordination der Kommunikation zwischen Kandidaten und dem Interview-Team. Er sorgt dafür, dass der Interviewprozess reibungslos verläuft, übernimmt die kontinuierliche Pflege, um Ihr Recruiting-System funktionsfähig zu halten, und unterstützt Recruiter mit weiteren administrativen Aufgaben.
4. Der Employer Brand Marketer
Employer Brand Marketer erstellen und bewerben Inhalte, die die einzigartige Marke und Unternehmenskultur sichtbar machen, um Talente anzuziehen. Sie betreuen Recruiting-Marketing-Kanäle wie die Karriereseite des Unternehmens, Social Media und Stellenanzeigen, und sorgen dafür, dass die Arbeitgebermarke mit den Recruiting-Aktivitäten übereinstimmt.
5. Talent-Scout
Ein Talent-Scout ist verantwortlich für das Identifizieren, Ansprechen und den Aufbau eines Talentpools potenzieller Kandidaten, also das Active Sourcing.
Sie recherchieren proaktiv in verschiedenen Kanälen wie Sourcing-Software, LinkedIn, Jobbörsen, Social Media und Networking-Events nach Kandidaten.
Talent-Scouts konzentrieren sich auf passiv wechselwillige Kandidaten, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, nehmen die Erstansprache vor und führen die Vorauswahl durch, bevor sie geeignete Kandidaten an Recruiter weitergeben.
6. Fachexperten im Team
Im Rahmen eines kollaborativen Einstellungsprozesses beteiligen sich manchmal Teammitglieder an Interviews, um sowohl die kulturelle als auch die fachliche Eignung zu bewerten und dem Kandidaten Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen und das Team kennenzulernen.
Zusätzlich können Fachexperten helfen, Kandidaten durch Empfehlungen zu gewinnen oder beim Recruiting-Marketing mitzuwirken.
7. Gründer oder Geschäftsführer
In kleineren Unternehmen ist der Gründer oder Geschäftsführer oft stark in die Entwicklung der Einstellungsstrategie eingebunden, führt Interviews für Führungspositionen durch und stellt sicher, dass die Neueinstellungen mit der Firmenmission und den Werten übereinstimmen. Sie geben möglicherweise die endgültige Freigabe für wichtige Neueinstellungen und prägen den generellen Ansatz im Recruiting.
So bestimmen Sie die passende Größe Ihres Recruiting-Teams
Die Größe Ihres Recruiting-Teams hängt im Wesentlichen von den folgenden Faktoren ab:
1. Einstellungsvolumen
- Berücksichtigen Sie Ihre jährlichen Einstellungsziele. Je mehr Personen Sie einstellen müssen, desto größer sollte das Recruiting-Team sein. Ein gängiger Richtwert ist 1 Recruiter für jeweils 25-40 Einstellungen pro Jahr, dies kann jedoch je nach Komplexität der Position variieren.
- Schätzen Sie die Arbeitslast pro Recruiter ein. Recruiter können je nach Einstiegs-, mittlerem oder hochspezialisiertem Job unterschiedliche Einstellungsvolumina bewältigen.
2. Rollenkomplexität
- Technische oder spezialisierte Positionen. Schwer zu besetzende oder Nischenrollen benötigen in der Regel mehr Zeit bei der Rekrutierung. Dies bedeutet, dass mehr Recruiter oder Sourcing-Spezialisten erforderlich sein könnten.
- Positionen mit hoher Fluktuation. Für Stellen mit hoher Fluktuation benötigen Sie möglicherweise zusätzliche Rekrutierungskapazitäten, um der ständigen Nachfrage gerecht zu werden.
3. Unternehmenswachstumsphase
- Startup vs. etabliertes Unternehmen. Startups haben oft ein kleines, flexibles Recruiting-Team, das sich je nach Bedarf vergrößern kann, während größere oder schnell wachsende Unternehmen ein strukturierteres Team mit spezifischen Aufgabenbereichen (Recruiter, Sourcer, Koordinatoren) benötigen.
- Geplante Expansion. Wenn Sie sich auf starkes Wachstum oder den Eintritt in neue Märkte vorbereiten, benötigen Sie ein größeres Team, um den Anstieg der Einstellungen zu bewältigen.
4. Effizienz des Rekrutierungsprozesses
- Technologie und Tools. Wenn Ihr Unternehmen ein Bewerbermanagementsystem (ATS) oder KI-gestützte Tools nutzt, können Teile des Prozesses automatisiert werden, sodass ein kleineres Team mehr Bewerber betreuen kann.
- Auslagerung und Agenturen. Wenn Sie bestimmte Positionen an Personalagenturen auslagern oder externe Recruiting-Dienstleistungen nutzen, können Sie ein schlankeres internes Team beibehalten.
5. Branchen-Benchmarks
- Berücksichtigen Sie Branchenstandards. Recherchieren Sie das typische Verhältnis von Recruiting-Mitarbeitern zu Beschäftigten in Ihrer Branche. In Technologieunternehmen ist das Verhältnis oft niedriger (1:15-1:25), während die Quoten im Einzelhandel oder Gastgewerbe höher liegen (1:50 oder mehr).
6. Arbeitgebermarke und Candidate Experience
- Fokus auf Arbeitgebermarke. Wenn Ihr Unternehmen besonderen Wert auf die Arbeitgebermarke legt, benötigen Sie eventuell ein größeres Team für Content-Erstellung, Social-Media-Management und die Aktivierung von Kandidaten – insbesondere in wettbewerbsintensiven Branchen.
- Priorität auf Candidate Experience. Ein Recruiting-Team, das auf eine besonders persönliche Candidate Experience Wert legt, benötigt unter Umständen mehr Ressourcen, darunter Koordinatoren für Terminplanung und Kommunikation.
Aufbau des Recruiting-Teams
Kein Unternehmen arbeitet identisch, aber so sind Recruiting-Teams typischerweise bei kleinen, mittleren und großen Unternehmen aufgestellt.
1. Startups
- Aufbau: Kleine, sehr flexible Teams, bei denen die Aufgaben oft kombiniert werden.
- Teamstruktur: Meist besteht das Team aus 1-2 Recruitern oder manchmal sogar nur einer Person, die HR und Recruiting gemeinsam betreut. In Startups in einer sehr frühen Phase erledigen häufig die Gründer oder Bereichsleiter Einstellungen. Sourcer und Recruiting-Koordinatoren sind selten, das Recruiting übernimmt die verantwortliche Person komplett. Der Fokus liegt meist darauf, Schlüsselkräfte schnell einzustellen, und alle Teammitglieder helfen, wo sie gebraucht werden.
- Merkmale: Agilität und Anpassungsfähigkeit stehen im Zentrum. Das Team konzentriert sich darauf, Schlüsselstellen zu besetzen, um Wachstum zu ermöglichen. Die Abläufe sind wenig formalisiert und bauen auf persönliche Netzwerke, Empfehlungen und Direktansprache.
2. Mittlere Unternehmen
- Aufbau: Strukturiert, mit der Entwicklung erster Spezialisierungen.
- Teamstruktur: Dedizierte Recruiter, bei einigen Unternehmen kommen Sourcer oder Recruiting-Koordinatoren dazu, um ein höheres Volumen in der Einstellung zu stemmen. Die Zusammenarbeit mit HR bei Onboarding und Bindung nimmt zu; oft gibt es eine Teamleitung oder einen Recruiting-Manager mit Gesamtüberblick über den Prozess.
- Merkmale: Das Team balanciert Effizienz und Spezialisierung, kann bei Bedarf skalieren, ohne dass die Komplexität stark zunimmt.
3. Schnell wachsende Unternehmen
- Konfiguration: Skalierbare, hoch strukturierte Teams mit klar definierten Rollen.
- Teamstruktur: Eine Kombination aus Recruitern, Sourcing-Spezialisten, Koordinatoren und Employer-Brand-Marketingexperten. Recruiting-Leads oder Manager können für die Überwachung bestimmter Teams oder Abteilungen verantwortlich sein, um sicherzustellen, dass die Rekrutierung mit den schnellen Einstellungsanforderungen Schritt halten kann. Gelegentlich werden auch freiberufliche Recruiter oder Personalvermittlungsagenturen zur Besetzung dringender Positionen hinzugezogen.
- Merkmale: Schnelle, großvolumige Einstellungen erfordern gut koordinierte Teams, die mit effizienten Prozessen schnell skalieren können.
4. Große Unternehmen
- Konfiguration: Hochgradig strukturiert, mit klar abgegrenzten Rollen und Abteilungen.
- Teamstruktur: Einschließlich spezialisierter Recruiter für verschiedene Geschäftsbereiche (z. B. Technik, Vertrieb, Betrieb), dedizierte Sourcing-Spezialisten, Recruiting-Koordinatoren, Employer-Brand-Teams und Datenanalysten. Es kann regionale oder abteilungsbezogene Recruiting-Leiter geben; ein Recruitment-Operations-Team beaufsichtigt Prozesse, Compliance und Reporting. Employer Branding und Talent-Akquise-Strategie können eigenständige Abteilungen sein.
- Merkmale: Hohe Komplexität, mit Fokus auf Effizienz und Skalierung, mit klar definierten Prozessen und Tools wie Bewerbermanagement- (ATS) und CRM-Systemen, um das Volumen an Bewerbern und Stellen zu bewältigen.
Definition von Kennzahlen und KPIs
Was gemessen wird, wird auch gemanagt. Hier sind einige gängige Recruiting-Kennzahlen und KPIs, die von Recruiting-Teams verwendet werden, um Schwachstellen zu erkennen und den Prozess zu optimieren.
1. Einstellungsdauer/Besetzungsdauer
- Definition:
- Einstellungsdauer bezeichnet die Anzahl der Tage zwischen dem Eintritt eines Kandidaten in die Pipeline (z. B. Bewerbungseingang) und der Annahme des Jobangebots.
- Besetzungsdauer ist die Gesamtdauer in Tagen zwischen der Veröffentlichung einer Stelle und der endgültigen Einstellung eines Bewerbers.
- Bedeutung: Diese Kennzahlen messen die Effizienz des Recruitings. Kürzere Einstellungsdauer/Besetzungsdauer bedeuten schnellere Besetzungen und können Produktivitätslücken vermeiden sowie die Recruiting-Kosten senken.
2. Qualität der Neueinstellung
- Definition: Eine Kennzahl, die den Mehrwert eines neuen Mitarbeiters für das Unternehmen bewertet, häufig auf Basis von Leistungsbeurteilungen, Bindungsraten und der Geschwindigkeit, mit der wichtige Meilensteine erreicht werden.
- Bedeutung: Dies ist ein zentraler Indikator für die Effektivität der Rekrutierung und misst, wie sehr Neueinstellungen zum Unternehmenserfolg beitragen.
3. Anzahl der Bewerber
- Definition: Die Gesamtzahl der Kandidaten, die sich auf eine bestimmte Stelle oder auf alle offenen Stellen bewerben.
- Bedeutung: Diese Kennzahl hilft, die Reichweite und Attraktivität von Stellenanzeigen sowie die Wirksamkeit der Sourcing-Kanäle zu bewerten. Eine hohe Bewerberzahl kann ein Indiz für gutes Arbeitgebermarketing sein, dennoch sollte das Verhältnis von Quantität zu Qualität berücksichtigt werden.
4. Anzahl der Interviews
- Definition: Die Anzahl der durchgeführten Interviews pro offener Stelle – von der Vorauswahl bis zu den finalen Gesprächsrunden.
- Bedeutung: Die Nachverfolgung dieser Kennzahl gibt Aufschluss über die Effizienz im Interviewprozess. Wenn zu viele Interviews nötig sind, kann dies auf einen zu komplexen Prozess oder Schwierigkeiten bei der Auswahl der passenden Kandidaten hinweisen. Sie kann auch potenzielle Engpässe aufzeigen.
5. Konversionsrate
- Definition: Der Prozentsatz der Kandidaten, die von einer Stufe des Rekrutierungsprozesses zur nächsten gelangen, z. B. vom Screening zu Interviews oder von Interviews zu Angeboten.
- Bedeutung: Dies hilft Recruitern zu erkennen, an welchen Punkten Kandidaten im Recruiting-Trichter ausscheiden. Hohe Abbruchraten auf einer bestimmten Stufe können auf Probleme bei der Passung, unklare Stellenbeschreibungen oder fehlerhafte Interviewprozesse hinweisen.
6. Quellenqualität
- Definition: Misst die Effektivität verschiedener Rekrutierungskanäle (z. B. Jobbörsen, Mitarbeiterempfehlungen, LinkedIn) bei der Gewinnung qualitativ hochwertiger Kandidaten. Sie bewertet, aus welchen Quellen erfolgreiche Einstellungen stammen, und verfolgt deren Leistung oder Verbleib im Unternehmen.
- Wichtigkeit: Das Verständnis darüber, welche Quellen die besten Kandidaten liefern, hilft, die Beschaffungsbemühungen zu optimieren. Recruiter können sich so auf die effektivsten Kanäle konzentrieren, Kosten senken und die Time-to-Fill reduzieren.
7. Kosten pro Einstellung
- Definition: Die Gesamtkosten, die mit der Einstellung eines neuen Mitarbeiters verbunden sind. Dazu zählen u. a. Werbemaßnahmen, Gebühren für Personalagenturen, Gehälter für Recruiter, Hintergrundüberprüfungen und andere einstellungsbezogene Ausgaben, geteilt durch die Anzahl der getätigten Einstellungen.
- Wichtigkeit: Diese Kennzahl hilft Unternehmen, ihr Rekrutierungsbudget zu verwalten und zu optimieren. Das Ziel ist häufig, die Kosten pro Einstellung zu senken und gleichzeitig die Qualität der Neueinstellungen zu halten oder zu steigern.
8. Zufriedenheit der Kandidaten
- Definition: Ein Maß dafür, wie zufrieden Kandidaten mit dem Bewerbungsprozess sind. Dies wird meist nach dem Vorstellungsgespräch oder nach der Einstellungsentscheidung über Umfragen erfasst.
- Wichtigkeit: Die Zufriedenheit der Kandidaten spiegelt das gesamte Bewerbererlebnis wider und wirkt sich auf die Arbeitgebermarke aus. Eine hohe Zufriedenheit kann weitere Top-Talente anziehen – selbst wenn der Kandidat nicht eingestellt wurde, könnte er Ihr Unternehmen weiterempfehlen oder sich erneut bewerben.
Ausgelagerter Rekrutierungsprozess (Recruitment Process Outsourcing)
Manchmal entscheiden sich Organisationen dafür, ausgewählte Teile des Rekrutierungsprozesses auszulagern, insbesondere die Kandidatensuche. Beim Auslagern des Rekrutierungsprozesses gibt es zahlreiche Optionen, die den meisten Anforderungen gerecht werden:
On-Request-RPO (Recruitment Process Outsourcing)
- Definition: On-Request-RPO bietet flexible, kurzfristige Rekrutierungsunterstützung, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Es eignet sich besonders zur Bewältigung spezifischer Einstellungsspitzen, zum Beispiel bei einem vorübergehenden Bedarf an weiteren Recruitern während saisonaler Einstellungen oder bei Sonderprojekten.
- Wie es funktioniert: Ein Unternehmen arbeitet mit einem RPO-Anbieter zusammen, um die interne Rekrutierung bei zusätzlichem Bedarf zu ergänzen. Der Anbieter stellt Recruiter bzw. Sourcer bereit oder setzt auch eigene Technologien und Tools für einen begrenzten Zeitraum ein, um das Recruiting zu unterstützen.
- Vorteile:
- Skalierbarkeit und Flexibilität, um plötzliche Personalbedarfe ohne langfristige Verpflichtungen abzudecken.
- Kosteneffizient, da Leistungen nur bei tatsächlichem Bedarf genutzt werden.
- Schnellere Einstellungen, ohne das interne Recruitingteam dauerhaft vergrößern zu müssen.
- Am besten geeignet für: Unternehmen mit gelegentlichen Einstellungsspitzen, projektbezogenem Personalbedarf oder begrenzten internen Rekrutierungsressourcen.
Funktionsgruppenbasiertes RPO
- Definition: Das funktionsgruppenbasierte RPO beinhaltet das Auslagern der Rekrutierung für eine bestimmte Abteilung, Berufsgruppe oder Geschäftseinheit im Unternehmen (z. B. IT, Vertrieb, Marketing usw.). Dies ist ein gezielter Ansatz zum Outsourcing für spezielle Rollen oder Gruppen.
- Wie es funktioniert: Der RPO-Anbieter übernimmt die Rekrutierung für eine spezifische Funktion oder ein Team innerhalb der Organisation. Er verantwortet alles – von der Suche und Auswahl über Interviews und Onboarding bis hin zum Employer Branding für diesen Bereich. Das interne HR-Team kümmert sich um die übrigen Bereiche, während der RPO-Anbieter als Erweiterung des internen Talent-Acquisition-Teams für diese Gruppe agiert.
- Vorteile:
- Spezialisierte Expertise bei der Rekrutierung bestimmter Funktionen, was zu hochwertigeren Kandidaten führt.
- Ermöglicht es internen Recruitern, sich auf andere Geschäftsbereiche zu konzentrieren.
- Skalierbar und anpassbar an die Anforderungen einer bestimmten Abteilung oder Division.
- Am besten geeignet für: Organisationen, die spezialisierte Rekrutierungsunterstützung in Bereichen mit hohem Bedarf an Nischenkenntnissen oder -kompetenzen benötigen, wie etwa technische oder Vertriebspositionen.
3. Vollständiges RPO
- Definition: Vollständiges RPO liegt vor, wenn ein externer HR-Dienstleister den gesamten Rekrutierungsprozess für eine Organisation übernimmt. Dies umfasst alles von der Talentsuche, Vorauswahl, Interviews, Angebotsmanagement und Onboarding bis hin zu Talentstrategie und Arbeitgebermarkenbildung.
- Wie es funktioniert: Der RPO-Anbieter integriert sich vollständig in das Unternehmen und verwendet dabei häufig die Marke und Tools des Unternehmens, um alle Rekrutierungsaktivitäten zu steuern. Er wird zu einem langfristigen strategischen Partner und übernimmt alle Aufgaben der Talentakquise im gesamten Unternehmen. Dies schließt oft den Einsatz fortschrittlicher Technologien, Rekrutierungsanalysen und Arbeitgebermarkenstrategien mit ein.
- Vorteile:
- Umfassende Unterstützung im Rekrutierungsprozess, sodass sich interne HR-Teams auf andere Bereiche konzentrieren können.
- Expertise im Management groß angelegter Rekrutierungs- und Talentakquisestrategien.
- Zugang zu fortschrittlichen Tools, Technologien und Marktkenntnissen.
- Kann zu hochwertigeren Einstellungen, verkürzter Einstellungsdauer und allgemein verbesserten Rekrutierungsprozessen führen.
- Am besten geeignet für: Größere Unternehmen mit hohem Personalbedarf, Unternehmen mit schnellem Wachstum oder solche, die ihren Rekrutierungsprozess vollständig optimieren und auslagern möchten.
Optionen für RPO umfassen spezialisierte RPO-Dienstleister, Professionelle Arbeitgeberorganisationen oder, insbesondere für internationale Einstellungen, einen offiziellen Arbeitgeber.
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