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Das Arbeiten von zu Hause aus mag zurückgehen, da Rückkehr-ins-Büro-Vorgaben die Mitarbeitenden zumindest teilweise zurück in ihre Büros zwingen, aber die Anzahl der Menschen, die im Homeoffice arbeiten, ist nach wie vor deutlich höher als vor der Pandemie.

Auch wenn die Arbeit auf Distanz Vorteile wie Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance mit sich bringt, erfordert sie einen neuen Umgang mit der Arbeit. 

Hier findest du 32 Tipps, wie du beim Arbeiten im Homeoffice konzentriert und produktiv bleibst.

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Step 1 of 3

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#1 – Erstelle einen Zeitplan und halte dich daran

Für Remote-Mitarbeitende verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben oft. Wenn du nicht aufpasst, kannst du dich nach Feierabend verzetteln und dir nicht bewusst genug Zeit für Erholung oder soziale Kontakte nehmen.

Ein Tagesablauf setzt klare Grenzen für deinen Arbeitstag. Du weißt genau, wann du mit der Arbeit beginnst, wann du Pausen machst und wann dein Tag endet. So kannst du einen täglichen Rhythmus entwickeln und Erwartungen auch gegenüber deinem Remote-Team setzen.

Du verbringst weniger Zeit damit, zu entscheiden, was du tun wirst. So verringerst du die Entscheidungsmüdigkeit und steigerst deine Produktivität.

Mache deinen Arbeitsplan für deine Kolleginnen und Kollegen sichtbar, damit sie wissen, wann du im Arbeitsmodus bist:

  • Google Kalender ermöglicht es dir, geteilte Kalender zu erstellen, sodass alle wissen, was du an welchem Tag machst.
  • Calendly macht es einfach, sich auf Besprechungszeiten zu einigen, ohne endlose E-Mails hin und her zu schicken.

#2 – Feierabend ist Feierabend

Im Büro verlässt du am Ende des Tages das Gebäude und gehst nach Hause – das bedeutet automatisch das Ende der Arbeitszeit. Ein Ortswechsel signalisiert deinem Gehirn, sich auf eine neue Aufgabe zu konzentrieren, aber das gilt nicht fürs Homeoffice. Wenn Arbeit und Privatleben im selben Raum stattfinden, schleichst du dich vielleicht zu jeder Zeit nochmal ins E-Mail-Postfach oder in den internen Chat.

Das ist ein sicheres Rezept für Burnout.

Wir wissen bereits, dass die Mehrheit (70 %) der Mitarbeitenden sagt, ihr Unternehmen müsse mehr tun, um Burnout vorzubeugen. Aber du kannst auch selbst etwas tun, damit es gar nicht so weit kommt.

Beende deinen Arbeitstag konsequent. Führe ein kleines Abmelden vom Tag durch: Schließe deine Browser-Tabs, fahre deinen Laptop herunter und räume deinen Arbeitsplatz auf, sodass er am nächsten Morgen wieder bereit ist.

Wenn du ein separates Arbeitszimmer oder einen eigenen Bereich hast, verlasse diesen Raum. Widme dich dann bewusst deinem Feierabend, sodass dein Kopf abschalten und Erholung finden kann.

#3 – Zieh dich fürs Homeoffice an

Einer der großen Vorteile der Arbeit von zu Hause aus ist, dass du keinen Anzug tragen musst. Dennoch ist es zwar verlockend, im Schlafanzug zu arbeiten, aber wissenschaftliche Studien zeigen, dass dein Arbeitseifer steigt, wenn du dich "richtig anziehst".

Das nennt sich enclothed cognition. Genauso wie ein Anzug ein Gefühl von Stärke verleiht, lässt ein Kittel oder eine Arztkleidung den Träger verantwortungsbewusster und empathischer fühlen.

Sich anzuziehen, hilft dir außerdem mental, den Tag aktiv anzugehen und dich stärker einzubringen. Gleichzeitig ziehst du so eine Grenze zwischen entspanntem Schlummern und konzentrierter Arbeit.

#4 – Teile deine Erwartungen mit deinem Umfeld

Personen, die das Zuhause mit dir teilen (Mitbewohner, Kinder usw.), müssen wissen, was du von ihnen erwartest. Kommuniziere deine Arbeitszeiten und deinen festen Arbeitsplatz zuhause.

Informiere sie über deine Abläufe, insbesondere wenn du hybrid arbeitest und an manchen Tagen ins Büro fährst. Hilf deinem Haushalt, sich auf deinen flexiblen Arbeitsplan einzustellen, indem du deine Grenzen und Bedürfnisse klar machst – so wird deine Zeit nicht für Besorgungen, Spielen mit deinen Kindern usw. beansprucht.

Autor Glenn Fleishman empfiehlt:

  • Führe Gespräche mit Familienmitgliedern oder Mitbewohnern, damit sie wissen, wie du arbeitest
  • Halte dich an einen festen Arbeitsplan, damit alle wissen, wann du arbeitest
  • Nutze ein Zeichen oder Signal, das verdeutlicht, dass du arbeitest (geschlossene Tür, Kopfhörer etc.)

#5 – Halte Routinen ein

Die meisten von uns haben Rituale und Routinen, bevor wir mit der Arbeit beginnen. Wir trinken Kaffee, machen Sport oder lesen die Schlagzeilen. Wenn wir diese Routinen durchlaufen, signalisieren wir unserem Gehirn und Körper, dass es Zeit ist, mit der Arbeit zu beginnen. Sie werden zu Gewohnheiten und schaffen in gewisser Weise mentale "Rillen". Diese mentalen Rillen erleichtern es, tatsächlich anzufangen.

Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass Routinen den Schlafrhythmus verbessern, was wiederum hilft, Stress zu reduzieren und die psychische Gesundheit zu fördern.

Bei einem Remote-Job liegt es an dir, dir ein eigenes Vor-Arbeits-Ritual zu schaffen, das dir hilft, dich mental auf produktives Arbeiten einzustellen. Vielleicht besteht dieses Ritual darin, eine Tasse Tee zu trinken und joggen zu gehen. Vielleicht meditierst du mit einer App wie Headspace oder Calm.

Je mehr du Routinen nutzt, desto leichter fällt es dir, deinen Arbeitstag zu beginnen.

#6 – Mache regelmäßige Pausen während der Arbeitszeit

Als Remote-Mitarbeiter vergisst man oft, Pausen zu machen. Man arbeitet einfach immer weiter, isst vielleicht sogar das Mittagessen am Laptop. Das ist ein sicherer Weg zu Burnout und Erschöpfung.

Im Laufe des Tages durchläuft dein Körper mehrere Zyklen hoher und niedriger Energie, sogenannte "ultradiane Rhythmen". Diese Zyklen wiederholen sich alle 90 – 120 Minuten und beeinflussen stark, wie produktiv du bist. Am Höhepunkt des Zyklus ist deine Energie am höchsten und am Tiefpunkt am niedrigsten.

Daraus folgt: Du bist am produktivsten, wenn du mit deinem Körper – und nicht gegen ihn – arbeitest. Konzentriere dich darauf, Dinge zu erledigen, wenn dein Energielevel hoch ist, und gib dir Zeit zur Erholung, wenn es niedrig ist.

Nimm dir bewusst regelmäßige Pausen in deinen Tagesablauf auf und sorge dafür, sie auch zu machen. Widerstehe der Versuchung, einfach weiterzumachen oder schnell die Frage eines Kollegen zu beantworten. Setze Abwesenheitsnotizen in Microsoft Teams oder Slack, um zu signalisieren, dass du eine Stunde Mittagspause machst, und gib dir die Erlaubnis, den Laptop für eine Pause am Tag auch wirklich zu schließen.

Weiterführende Lektüre: 9 Wege, um Schichtarbeit für Ihre Mitarbeitenden noch besser zu gestalten

#7 – Richte dir deinen eigenen Arbeitsplatz ein

Gesteigerte Produktivität ist das Ergebnis von Gewohnheiten, und zahlreiche Studien zeigen, dass Gewohnheiten durch Assoziationen entstehen. Wir handeln, beobachten das Ergebnis und wiederholen die Handlung, wenn das Ergebnis positiv ist. Je öfter wir das tun, desto stärker wird die Gewohnheit.

Wenn du dein Büro oder deinen Arbeitsplatz betrittst, weißt du, dass es Zeit ist, produktiv zu sein. Jetzt ist nicht die Zeit, Filme zu streamen oder in sozialen Medien zu surfen. Es besteht eine direkte Verknüpfung zwischen deinem Arbeitsplatz und Produktivität in deinem Kopf.

Richte dir zu Hause einen festen Arbeitsplatz ein – sei es ein ganzes Zimmer oder auch nur eine Ecke – die ausschließlich für deine Arbeit vorgesehen ist. Du kannst auch deinen Arbeitgeber fragen, ob er vielleicht einen Co-Working-Space für Remote-Mitarbeitende übernimmt.

Wenn du immer an einem bestimmten Ort arbeitest, verknüpft dein Gehirn diesen Platz mit Arbeit und dem Erledigen von Aufgaben.

#8 – Mache deinen Arbeitsplatz gemütlich

Du wirst viel Zeit an deinem Arbeitsplatz verbringen, also gib dein Bestes, damit er komfortabel ist. Wenn du dich dort nicht wohlfühlst, wird es schwer, produktiv zu sein.

Besorge dir einen Stuhl, den du magst und der eine gute Sitzhaltung unterstützt. Achte darauf, dass dein Arbeitsplatz gut beleuchtet ist, am besten mit Tageslicht. Zünde eine Kerze an, damit es angenehm riecht, und stelle ein paar Fotos auf. Du kannst sogar einen Bereich einrichten, in dem du Videoanrufe für Zoom oder Google Hangouts durchführen kannst, sodass du weißt, dein Hintergrund ist immer sauber und ordentlich.

Vielleicht bietet dein Arbeitgeber auch ein Remote-Arbeitsbudget, das die Anschaffung notwendiger Büroartikel ermöglicht.

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#9 – Besorge dir das richtige Arbeitswerkzeug

Wenn du von zu Hause aus produktiv arbeiten möchtest, brauchst du die passenden Werkzeuge für deinen Job.

Vielleicht musst du einen Laptop oder ein Tablet oder ein anderes Hilfsmittel kaufen. Es kann auch sein, dass du in eine schnellere Internetverbindung investieren musst, wenn du viele Dateien überträgst oder einen Bürocomputer fernsteuerst. Um Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und deinen Workflow effizient zu halten, kann auch elektronische Signatursoftware hilfreich sein.

Du benötigst außerdem die richtigen Kommunikationstools, um mit deinen Kollegen zu chatten und an Projekten zusammenzuarbeiten. Anwendungen wie Slack, Google Docs, Dropbox und Loom helfen dir, mit anderen in Verbindung zu bleiben.

Verwandter Artikel: 10 beste Remote Working Software für verteilte Teams

#10 - Führe eine Aufgabenliste

Büroangestellte stehen ständig mit dem Chef in Kontakt, der ihnen hilft zu wissen, was wann erledigt werden muss. Beim Arbeiten aus dem Homeoffice fehlt diese räumliche Nähe. Du hast eine größere Verantwortung, wichtige Aufgaben selbst zu erkennen und sie zu erledigen.

Eine Aufgabenliste hilft dir, Fristen einzuhalten. Priorisiere jeden Morgen vor Arbeitsbeginn deine Aufgabenliste und kläre offene Fragen zu Deadlines frühzeitig ab.

In seinem Buch The ONE Thing: Die überraschend einfache Wahrheit über außergewöhnliche Ergebnisse, schreibt Gary Keller:

"Außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen, hängt davon ab, einen Dominoeffekt im eigenen Leben zu erzeugen. Dominosteine umzuwerfen ist im Grunde recht einfach. Man stellt sie auf und stößt den ersten an... Hoch erfolgreiche Menschen wissen das. Sie ordnen daher jeden Tag ihre Prioritäten neu, suchen den wichtigsten Dominostein und arbeiten so lange daran, bis er fällt."

Mit einer Aufgabenliste erzeugst du genau diesen Dominoeffekt. Sie stellt sicher, dass du jeden Tag das Wichtigste erledigst – das führt zu außergewöhnlichen Ergebnissen.

#11 - Erledige die wichtigsten Aufgaben bei höchster Produktivität

Es gibt Zeiten am Tag, in denen man am effektivsten arbeitet. Dann ist man besonders konzentrationsfähig und erledigt Aufgaben am effizientesten.

Erkenne, wann deine Hochleistungsphasen sind, um in dieser Zeit die wichtigen Projekte voranzutreiben. Wenn du morgens am produktivsten bist, darfst du diese wertvolle Zeit nicht für Nebensächlichkeiten wie E-Mails verschwenden. Fokussiere dich auf die Aufgabe mit dem größten Impact.

So gelingt es Autor Stephen King, Jahr für Jahr Bestseller zu schreiben. Wie Mason Curry in Daily Rituals: How Artists Work beschreibt, schreibt King jeden Tag, ab etwa 8:00 Uhr morgens, bis er 2.000 Wörter erreicht hat. Erst dann widmet er sich weniger wichtigen Dingen.

#12 - Multitasking vermeiden

Für Remote-Mitarbeitende ist es leicht, in die Multitasking-Falle zu tappen. Eben arbeitet man noch, im nächsten Moment räumt man schon die Küche auf oder erledigt schnell Besorgungen.

Das schadet der Produktivität. Immer wieder haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Multitasking die Effizienz stark mindert. Das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Aufgaben erfordert mehr geistige Energie, erhöht das Fehlerrisiko und verlängert die benötigte Zeit.

Versuche daher, dich möglichst auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Arbeite in klar abgegrenzten Zeitblöcken und widme dich pro Block nur einer Sache (das nennt man "Time Blocking"). Lass dich nicht ablenken.

#13 - Nutze die Pomodoro-Methode für mehr Produktivität

Die Pomodoro-Methode ist eine bewährte Technik, bei der du in konzentrierten Arbeitsphasen arbeitest und deinem Gehirn anschließend eine Pause gönnst. Sie funktioniert wie folgt:

  • Bestimme deine wichtigste Aufgabe.
  • Stelle einen Timer auf 25 Minuten ein.
  • Arbeite 25 Minuten lang an dieser Aufgabe (eine Pomodoro-Session).
  • Mache eine Pause von 5 Minuten.
  • Nach vier Pomodoro-Sessions folgt eine längere Pause von 15-20 Minuten.

Mit dieser Technik bleibst du konzentriert an einer Aufgabe, kannst deine Energie gezielt einsetzen und vermeidest Überlastung, indem du regelmäßige Pausen machst.

#14 - Nutze White Noise, um Ablenkungen auszublenden

Wenn du im Homeoffice arbeitest, wird es immer wieder Ablenkungen geben. Wenn Kinder oder Mitbewohner da sind, kann es durchaus laut werden. Hast du kein separates Büro, in dem du die Tür schließen kannst, erschwert dieses Grundrauschen das effektive Arbeiten.

Eine recht einfache Lösung: Besorge dir Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung und höre Hintergrundmusik oder entspannende Umgebungsklänge, die dich nicht aus der Konzentration bringen. Hier ein paar Hör-Tipps:

#15 - Zeitfressende Webseiten blockieren

Soziale Medien gehören zu den größten Zeitfressern. Eben arbeitest du noch konzentriert, im nächsten Moment bist du gefangen im endlosen Scrollen.

Wenn du Schwierigkeiten hast, der Versuchung von Tiktok oder anderen Lieblingsseiten zu widerstehen, solltest du eine Anwendung nutzen, die dich physisch daran hindert, diese URLs aufzurufen: Freedom und Rescue Time ermöglichen es dir, bestimmte Webseiten für festgelegte Zeiträume zu blockieren, damit du produktiv und ablenkungsfrei arbeiten kannst.

#16 - Nachrichten gesammelt beantworten

Um zu beweisen, dass du fleißig arbeitest und produktiv bist, bist du vielleicht versucht, jede Nachricht oder schnelle Frage eines Kollegen sofort zu beantworten. Dein Postfach piept, du unterbrichst deine aktuelle Tätigkeit und schickst eine Antwort zurück.

Das ist verständlich, kann dich aber von deiner eigentlichen Arbeit ablenken oder dazu führen, dass du den Fokus und den Arbeitsfluss verlierst.

Versuche, Nachrichten gesammelt zu beantworten. Egal ob E-Mails, Slack-Nachrichten oder Pings auf MS Teams – du kannst Benachrichtigungen für konzentrierte Arbeitsphasen blockieren und dann zu festgelegten Zeiten oder zwischen Arbeitsblöcken auf Fragen reagieren.

#17 - Geh nach draußen

Beim Arbeiten im Homeoffice kann es passieren, dass du dich viel zu lange drinnen aufhältst. Ohne den täglichen Arbeitsweg oder gemeinsame Stunden mit Kollegen findest du dich möglicherweise nur noch in Innenräumen wieder– was weder der Stimmung noch der Gesundheit guttut.

Zahlreiche Studien haben die Vorteile des Aufenthalts im Freien belegt. Dazu gehören:

  • Weniger Stress
  • Stärkere Immunabwehr
  • Bessere Konzentration
  • Stärkere mentale Gesundheit
  • Verbessertes Kurzzeitgedächtnis.

Außerdem wird durch den Aufenthalt im Freien die Menge an Vitamin D im Körper erhöht, was essentiell ist (ca. 42 % der Amerikaner haben einen Vitamin-D-Mangel).

Versuche, jeden Tag das Haus zu verlassen. Geh spazieren. Lies ein Buch in einem Café. Triff dich mit Freunden auf einen Drink. Es erscheint vielleicht widersinnig, aber wenn du deinen Arbeitsplatz verlässt, wirst du tatsächlich produktiver.

#18 - Nimm dir auch im Homeoffice Krankentage

Gerade in den USA haben Angestellte eine besondere Abneigung dagegen, sich krankzumelden. In einer Kultur ständiger Produktivität erscheint ein Krankheitstag wie Schwäche – dabei ist genau das Gegenteil der Fall.

Wer sich keine Krankentage gönnt, riskiert sogar, dass sich eine Erkrankung unnötig in die Länge zieht, weil der Körper nicht ausheilen kann. Das wurde während der Präsidentschaftswahl 2016 deutlich, als Hilary Clinton beinahe körperlich zusammengebrochen ist aufgrund einer Lungenentzündung. Ohne Pause wurde aus einem Husten eine viel schwerwiegendere Erkrankung.

Und die Moral von der Geschichte? Kümmere dich um dich selbst.

Wenn du krank bist, nimm dir die Zeit, dich auszuruhen und zu genesen. Versuche nicht, dich durchzubeißen. Flexibles Arbeiten heißt nicht, dass du mit dem Laptop im Bett arbeiten musst. Nimm einen Krankheitstag und lass deinen Körper komplett genesen. Deine Arbeit wird besser, wenn deine Gesundheit besser ist.

#19 - Ernähre dich gesund

Beim Arbeiten von zu Hause ist die Speisekammer nie weit entfernt. Die Versuchung, gedankenlos zu naschen – vor allem Süßes – ist riesig. Das kann sich schnell auf den Hüften bemerkbar machen und beeinträchtigt deine kognitive Leistungsfähigkeit und dein Energielevel.

Es gibt verschiedene Strategien, wie du dich zu Hause gesund ernähren kannst:

  • Lege bestimmte Zeiten fest, zu denen du snackst, und halte dich strikt an diese Zeiten
  • Decke dich mit gesunden Snacks ein, die Gelüste stillen, aber sich nicht auf die Hüfte legen
  • Bereite Mahlzeiten und Snacks am Vorabend vor, damit du nicht in Versuchung gerätst, einfach das Erstbeste zu nehmen
  • Halte eine Wasserflasche griffbereit, damit du ausreichend trinkst
  • Nutze die " Healthy-Plate-Methode", um die Portionsgrößen besser im Blick zu behalten
  • Verwende eine App wie MyFitnessPal, um deine aufgenommenen Kalorien zu verfolgen

#20 - Regelmäßig Sport treiben

Nur wenige Dinge verbessern die Produktivität so sehr wie Bewegung. Sie macht den Kopf frei, steigert die Energie und hebt die Stimmung. Eine aktuelle Studie der Universität Briston untersuchte die unmittelbare Auswirkung von Sport auf die Produktivität und verglich Arbeitstage mit und ohne Bewegung.

An Tagen mit Training berichteten die Beschäftigten von mehr Konzentration, einer effektiveren Zeitplanung und deutlich mehr Motivation.

Baue einen Spaziergang oder Jogging in deinen Tagesablauf ein. Ist das Wetter schlecht, lade dir eine Workout-App wie Nike Training Club herunter oder probiere eine Yoga-Klasse auf Youtube. Wer konsequent Sport treibt, verbessert das Arbeiten von zuhause erheblich.

#21 - Kontakte zu Menschen pflegen

Einsamkeit ist eine Berufskrankheit beim Arbeiten von zuhause. Man kann nicht mehr einfach mit Kollegen über Sport oder den aktuellen Film plaudern. Virtuelle Meetings ermöglichen zwar die Verbindung im Team, sind aber oft nicht förderlich fürs Sozialleben.

Langanhaltende Einsamkeit und Isolation können zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, darunter:

  • Bluthochdruck
  • Depression
  • Kognitive Beeinträchtigungen
  • Angstzustände
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Fettleibigkeit
  • Und mehr

Im Interesse deiner körperlichen und psychischen Gesundheit solltest du dich ein paar Mal pro Woche mit Menschen austauschen. Verabrede dich zum Mittagessen mit Freunden oder geh mit Nachbarn einen Kaffee trinken.

Du kannst dich auch mit befreundeten Kollegen zu kurzen Gesprächen über Video-Tools wie diese treffen:

Soziale Kontakte mit Kollegen sind enorm wichtig für den Aufbau einer Teamkultur und die Schaffung von Verbundenheit.

#22 - Kommuniziere, kommuniziere, kommuniziere

Kommunikation wird noch wichtiger, wenn man nicht mehr im Büro arbeitet. Es gibt keinen regelmäßigen Kontakt zu Vorgesetzten oder Teams, vieles kann in E-Mail- und Nachrichtenthreads untergehen.

Teile deinem Chef und deinen Kollegen deinen Zeitplan mit. Informiere sie, wenn du eine Aufgabe abschließt. Gib Bescheid, wenn du Urlaub nimmst. Kommuniziere die gleichen Anliegen per Chat, E-Mail, Videokonferenz usw. Du kannst auch deine Arbeitszeiten im Kalender eintragen.

Besser zu viel als zu wenig kommunizieren. Zu wenig Kommunikation führt zu Missverständnissen, verpassten Deadlines und viel Frust.

#23 - Halte schriftliche Nachrichten positiv

Tonfall und Körpersprache gehen bei digitaler Kommunikation im Remote-Team verloren. Die Menschen sehen dein Gesicht nicht, hören deine Stimme nicht. Es ist sehr leicht, dass Botschaften negativ aufgefasst werden, selbst wenn das nicht beabsichtigt war.

Laut Inc. schreibt Jacquelyn Smith:

...Tonfall kann leicht missverstanden werden, wenn die Kontextinformationen fehlen, die man durch Stimmlage und Mimik erhält. Entsprechend ist es leicht, schroffer zu wirken, als eigentlich beabsichtigt war – man meinte ‚direkt‘, das Gegenüber liest ‚wütend und kurz angebunden‘. [...] Für beste Ergebnisse sollte man eindeutig negative Wörter (wie ‚Fehler‘, ‚falsch‘ oder ‚vernachlässigt‘) vermeiden und immer ‚bitte‘ und ‚danke‘ sagen.“

Wenn du per E-Mail oder Chat kommunizierst, halte den Ton locker und positiv. Vielleicht kannst du ab und zu einen Scherz einbauen oder bei passender Gelegenheit dein Lieblings-Emoji oder -GIF verwenden. Solche Kleinigkeiten helfen enorm dabei, gute Beziehungen zu deinen Kolleg:innen aufrechtzuerhalten.

#24 – Mach dich für Videocalls zurecht

Ein großer Vorteil der Arbeit von zu Hause aus ist, dass du bequeme Kleidung tragen kannst. Dennoch solltest du bei Videokonferenzen professionell erscheinen.

Ob es einem gefällt oder nicht: Das eigene Aussehen ist direkt mit dem beruflichen Erfolg verbunden. Studien legen nahe, dass das äußere Erscheinungsbild eine wirklich bedeutende Rolle beim beruflichen Aufstieg spielt. Versuche daher bei Interaktionen mit anderen Mitarbeitenden, auch wenn es „nur“ ein Videocall ist, möglichst gepflegt aufzutreten.

Trage kein ausgewaschenes T-Shirt und hab nicht die Haare in alle Richtungen abstehend. Zieh ein angemessenes Oberteil an, kämm dir die Haare, rasiere dich usw. Zeige, dass dir wirklich etwas an deiner Arbeit liegt.

#25 – Nutze ein VPN für sicheres WLAN

Als Remote-Arbeiter:in kannst du überall arbeiten: im Café, in der Bibliothek oder im Co-Working-Space. Wenn du jedoch öffentliches WLAN nutzt, ist Sicherheit besonders wichtig – verwende deshalb unbedingt ein VPN. 

Ein VPN bietet eine sichere Internetverbindung und stellt sicher, dass niemand wichtige Unternehmensinformationen stiehlt. Das Letzte, was du dir wünschst, ist eine Sicherheitsverletzung – ein VPN hilft, das zu vermeiden.

Einige effektive VPN-Apps sind:

#26 – Baue deine Fähigkeiten aus

Schulungen und Weiterbildung gehören im Büro fest zur Mitarbeiterbindung. Doch als Remote-Arbeiter:in liegt es an dir, zusätzliches Training zu absolvieren oder dich für weitere Kurse anzumelden. 

Dein Unternehmen könnte Weiterbildungsangebote für remote Beschäftigte haben, und manche Firmen bieten sogar kostenlosen Zugang zu Online-Kursen über andere Anbieter, wie SkillShare oder Lynda Learning.

Du kannst dir aber auch selbst passende Kurse auf verschiedenen Online-Plattformen mit fundierten Lehrinhalten suchen. Probiere zum Beispiel:

#27 – Probleme besser per Telefon lösen

Wenn du das Gefühl hast, dass ein Problem aufkommt, versuche nicht, es per E-Mail oder Chat zu lösen. Bei diesen Kommunikationswegen entstehen leicht Missverständnisse und die Situation kann sich schnell verschärfen.

Um Konflikte zu klären, greife lieber zum Telefon oder starte einen Video-Chat und sprich direkt mit allen Beteiligten.

Kevin Hart, SVP und Managing Director bei EMA Boston, sagt :

Menschen zur Verantwortung zu ziehen oder schwierige Gespräche zu führen, klappt am besten persönlich. Man bekommt ein besseres Gefühl für den Tonfall und kann Körpersprache wahrnehmen. Außerdem gibt es mehr Raum für echten, beidseitigen Austausch. Wir empfehlen, Konflikte von Angesicht zu Angesicht zu klären. Ist das nicht möglich, ist ein Telefongespräch die nächstbeste Möglichkeit, um herauszufinden, wie man weiter vorgehen sollte.“

#28 – Nach oben managen

Für das Arbeiten im Homeoffice sind offene Kommunikation und Eigeninitiative im Team besonders wichtig. Verschaffe dir einen Überblick über Deadlines und Erwartungen, indem du nach oben managst – und sprich offen mit deiner Führungskraft.

Frage nach, was aus ihrer Sicht gut läuft und was nicht. Notiere dir das Feedback und versichere deinem Chef bzw. deiner Chefin, dass du so effizient wie möglich sein willst.

Teile deinem Vorgesetzten außerdem mit, wenn du mit besonderen Herausforderungen konfrontiert bist, die du im Büro nicht hast. Gibt es irgendwelche Engpässe? Benötigst du bestimmte Tools? Ein solcher offener Dialog sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft und du motiviert bleibst.

#29 – Klare Kenntnis der Unternehmensrichtlinien

Dein Unternehmen hat wahrscheinlich spezifische Richtlinien und Vorgaben für das Arbeiten von zu Hause aus. In manchen Fällen hat die Krise sogar als Katalysator gewirkt und Unternehmen dazu veranlasst, Richtlinien vollständig zu überdenken und in eine völlig neue Richtung zu verschieben. Neue Vorschriften können alles umfassen – von den Arbeitszeiten, zu denen du erreichbar sein musst, bis hin dazu, wofür du deinen Firmenlaptop verwenden darfst.

Stelle sicher, dass dir diese Regelungen absolut klar sind. Wenn du genau weißt, was dein Unternehmen von dir erwartet, lassen sich Missverständnisse vermeiden. Außerdem sorgt dies dafür, dass du und dein Vorgesetzter auf derselben Wellenlänge seid. Wenn du Fragen zu bestimmten Richtlinien hast, schaffe so schnell wie möglich Klarheit.

#30 – Anerkenne harte Arbeit

Im Büro bleiben wir durch die Nähe von Vorgesetzten und unter dem Einfluss von Kollegen meistens fokussiert und für unsere Arbeitsergebnisse verantwortlich. Beim Arbeiten im Homeoffice benötigst du jedoch Eigenmotivation. Stelle dir also die Frage: "Was würde dich motivieren?"

Für viele reicht schon so etwas Einfaches wie die Anerkennung von Leistung.

Strategien zur Mitarbeiteranerkennung stärken nicht nur die Unternehmenskultur, sondern motivieren auch. Im Homeoffice fehlt dir unter Umständen das sofortige, positive Feedback deiner Führungskraft oder Kollegen.

Wenn du eine Aufgabe erledigt hast, sprich mit deinem Vorgesetzten darüber und teile deinen Einsatz mit. Ebenso solltest du deine Kollegen loben, wenn sie tolle Arbeit geleistet haben! Damit förderst du eine positive, motivierende Teamkultur.

Du kannst auch dein Team oder deinen Vorgesetzten gezielt nach Feedback fragen. Vorgesetzte können dies mit einem Leistungsmanagement-Tool im Blick behalten, um Fortschritte und Entwicklungen zu erfassen und so deine Arbeit zu würdigen. Software zur Mitarbeiteranerkennung hilft übrigens auch den Kollegen dabei, sich gegenseitig regelmäßig Feedback zu geben.

#31 – Probiere dich aus

Es kann eine Weile dauern, bis du herausgefunden hast, wie das Arbeiten von zu Hause am besten für dich funktioniert. Erwarte nicht, dass alles von Anfang an reibungslos klappt. Du musst selbst herausfinden, was zu dir und deinem Arbeitsstil passt.

Experimentiere ruhig mit deinem Zeitplan, deinem Arbeitsplatz, deiner Aufgabenliste, mit Verwaltungstools und Abläufen. Der größte Vorteil am Homeoffice ist, dass du die Freiheit hast, all das selbst zu beeinflussen. Optimiere deinen Arbeitstag ganz nach deinen Vorstellungen, um möglichst produktiv zu sein.

#32 – Sei freundlich zu dir selbst

Es dauert eine Weile, bis man sich an das Arbeiten von zu Hause gewöhnt hat. Es ist eine neue Arbeitsumgebung, die neue Fähigkeiten erfordert. Du wirst Zeit brauchen, deinen eigenen Rhythmus zu finden. Manche Tage werden produktiver sein als andere, und das ist völlig in Ordnung.

Sei nachsichtig mit dir selbst. Gib dir Zeit und Raum, dich umzustellen. Mit der Zeit wird alles leichter. Sei bis dahin einfach freundlich zu dir selbst.

Bereit, im Homeoffice produktiv zu bleiben?

Egal ob du hybrid oder vollständig remote arbeitest: Den besten Weg zu finden, produktiv zu bleiben, ist ein Prozess – aber mit der richtigen Einstellung absolut machbar. 

Finde die Routine, die zu dir passt, richte dir einen festen Arbeitsplatz ein und vergiss nicht: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren – mit deinem Team und deinem Vorgesetzten.

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