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Der Umstieg auf hybride und vollständig remote Arbeitsmodelle hat dazu geführt, dass Schulungsteams Zeit, Budget und Energie in die Gestaltung, Entwicklung und Durchführung moderner, virtual-first Remote-Schulungserlebnisse für das Upskilling neuer Mitarbeitender investieren mussten.

Als L&D-Leiter mit Erfahrung sowohl in Großunternehmen als auch in schnell wachsenden Tech-Firmen habe ich aus erster Hand erlebt, wie wichtig die berufliche Weiterentwicklung von Remote-Beschäftigten durch Online-Schulungen ist, um Talente zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten.

In diesem Artikel teile ich meine Erkenntnisse und Strategien zur Entwicklung umfassender virtueller Trainingsprogramme, mit denen Sie das Potenzial Ihrer Remote-Mitarbeitenden maximieren und ihre Kompetenzen erweitern können. 

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Ob Sie nun Kleinunternehmer oder leitender Angestellter sind – dieser Leitfaden hilft Ihnen, erfolgreiche Trainingsprogramme zu entwickeln, die sich in messbaren Ergebnissen niederschlagen.

Im Folgenden erfahren Sie:

Los geht's.

Die spezifischen Trainingsbedarfe von Remote-Beschäftigten identifizieren

Zu Beginn sollten wir anerkennen, dass alte, pauschal übertragene Schulungen aus präsenzbasierten, lehrerzentrierten Formaten für eine Remote-Belegschaft weder besonders effektiv noch nachhaltig sind. Ihre Lernmaterialien müssen sich wandeln, um wirksam zu werden!

Remote-Beschäftigte haben spezielle Anforderungen und Kompetenzlücken, die sich von denen nicht-remoter Mitarbeitender unterscheiden. Daher ist es wichtig, zunächst die Kernkompetenzen zu verstehen, die Remote-Mitarbeitende in Ihrer Organisation benötigen.

Nachfolgend finden Sie einige Aspekte, die speziell für Remote-Teams relevant sind, wenn Sie Ihr Remote-Trainingsprogramm entwickeln.

Digitale Kompetenz bewerten

Was ist digitale Kompetenz? Laut Microsoft ist es die „Fähigkeit, sich mit Lese-, Schreib-, technischen Kenntnissen und kritischem Denken in unserer digitalen Welt zu orientieren. Es bedeutet, Technologie – wie Smartphone, PC, E-Reader und mehr – zu nutzen, um Informationen zu finden, auszuwerten und zu kommunizieren.“

Diese Fähigkeit ist für jede Remote-Kraft entscheidend und Kompetenzlücken in diesem Bereich sollten prioritär identifiziert werden.

Auch wenn von den meisten Remote-Beschäftigten erwartet werden kann, dass sie zumindest grundlegende digitale Kompetenzen besitzen oder diese mit der Zeit erwerben, darf dies nicht für alle als selbstverständlich angenommen werden.

Das digitale Kompetenzniveau lässt sich einfach durch Umfragen, Fokusgruppen und Interviews mit wichtigen Interessensgruppen oder einer zufälligen Auswahl von Remote-Mitarbeitenden ermitteln.

Unterstützung für den ständig wachsenden Technologie-Stack bieten

Der Anstieg von Remote-Arbeit hat auch zu einem verstärkten Einsatz virtueller Tools bei remote-orientierten Organisationen geführt. So kamen im Durchschnitt 2015 in Unternehmen 58 neue Anwendungen oder Tools zum Einsatz, während es 2022 bereits 89 waren. Bei Großunternehmen liegt dieser Wert sogar bei 187 (laut einem aktuellen Freakonomics-Podcast)!

Diese Art von Investitionen in virtuelle Tools erfordert ebenso einen entsprechenden Mitteleinsatz, um Mitarbeitende effektiv im Umgang mit diesen Anwendungen zu schulen. Das unterstützt die Nutzung und Akzeptanz bei der Einführung neuer Tools. Upskilling in diesem Bereich ist besonders für neue Mitarbeitende wichtig, die mit Remote-Arbeiten noch nicht vertraut sind.

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Remote-Zusammenarbeitskompetenzen stärken

Remote-Beschäftigte stehen vor besonderen Herausforderungen bei der Zusammenarbeit, da sie sich häufig in unterschiedlichen Zeitzonen befinden, asynchron kommunizieren, tagsüber weniger Berührungspunkte mit Kolleg:innen haben und überwiegend per E-Mail, Instant Messaging oder Video kommunizieren müssen.

Deswegen sollte das Training für Remote-Mitarbeitende insbesondere auf folgende Kompetenzen abzielen, um wirkungsvolle Kommunikationsprozesse und -normen in einer Remote-Arbeitsumgebung zu etablieren und aufrechtzuerhalten:

  • Kommunikationsrichtlinien—geben Sie eine Struktur für Themen wie die Nutzung verschiedener Kommunikationskanäle (z. B. Slack vs. E-Mail) für unterschiedliche Zwecke vor, legen Sie fest, wie schnell die Antwortzeiten in den verschiedenen Kanälen sein sollten und zu welchen Tageszeiten Sie beispielsweise für Meetings erreichbar sind. Dies hilft, Erwartungen zu steuern und zu verdeutlichen, an welche bewährten Kommunikationspraktiken man sich halten sollte.
  • Kollaborationswerkzeuge—geteilte Laufwerke, Projektmanagement-Software, gemeinsame Kalender, Design-Thinking-Produkte und Messaging-Plattformen ermöglichen es Remote-Mitarbeitenden, Informationen unkompliziert miteinander zu teilen, bleiben so untereinander vernetzt und können standortübergreifend zusammenarbeiten. Werkzeuge, die für das Team wertvoll sind, sollten – wann immer sie Nutzen stiften – eingesetzt werden, da sie die Zusammenarbeit fördern können. 
  • Inklusion fördern—um Inklusion für Remote-Mitarbeitende zu praktizieren, sollten alle Schulungsangebote auch für Mitarbeitende mit Behinderung zugänglich sein, zum Beispiel durch Untertitel bei Trainingsvideos. Menschen in virtuellen Umgebungen müssen zudem gezielt darauf achten, dass alle ihre Sichtweisen einbringen können. Klare Prozesse, wie Gedanken, Ideen und Kommentare asynchron geteilt werden können, stellen sicher, dass alle Stimmen gehört werden. Das sollte direkt am ersten Tag, also während des Onboardings, beginnen, damit sich neue Mitarbeitende auch schon beim Durcharbeiten der Lernmaterialien willkommen fühlen.

Entwicklung einer Remote-Trainingsstrategie

Grafik zur Entwicklung einer Remote-Trainingsstrategie

Nach allen ersten Analysen bezüglich der Bedürfnisse Ihrer Remote-Mitarbeitenden ist es an der Zeit, die Prioritäten für das künftige Remote-Training klar festzulegen und einen Umsetzungsweg zu definieren. 

Wenn Sie externe Dienstleister wie eine professionelle Arbeitgeberorganisation oder einen Employers of Record Service einsetzen, müssen Sie mit ihnen die Organisation und Koordination von Schulungen, etwa zu gesetzlichen Vorgaben, abstimmen.

Es ist entscheidend, einen Aktionsplan zu entwerfen, um eine klare Vision und ein gemeinsames Zielverständnis zu erzeugen und zu verdeutlichen, warum die Teilnahme an diesen Trainings wichtig ist.

Es gibt viele Aspekte für eine erfolgreiche Trainingsstrategie, aber einige besonders relevante für Remote-Mitarbeitende sind:

Schlüsselkompetenzen und Fokusbereiche

Legen Sie klar dar, welche Kompetenzlücken festgestellt wurden, wie wichtig diese Fähigkeiten sind und wie Trainings auf diesen Feldern zur Unternehmensstrategie beitragen oder Remote-Mitarbeitenden einen Nutzen bringen. Es sollte hierbei um den Zweck und Mehrwert des Vorgehens gehen, nicht nur um die Fähigkeiten selbst. 

Wenn Sie beispielsweise feststellten, dass Teammitglieder in Sachen Priorisierung und Zeitmanagement im Homeoffice geschult werden sollten, erklären Sie, wie diese Skills dazu führen, dass Mitarbeitende ihre Aufgaben effektiver und effizienter erledigen können – das reduziert Stress für die Mitarbeitenden und erhöht die Produktivität im gesamten Unternehmen. 

Wenn diese Fähigkeit auch auf ein größeres strategisches Ziel einzahlt, z. B. Metas „Jahr der Effizienz“, sollten Sie verdeutlichen, wie dieses spezifische Training zur Umsetzung dieser Strategie beiträgt. 

Wenn Sie Ihre Upskilling-Initiative an ein strategisches Unternehmensziel knüpfen, fördert das die Nutzung und Akzeptanz der angestrebten Kompetenzen.

Lernformen

Wie werden Remote-Mitarbeitende Ihre Lerninhalte abrufen? Wie erreichen Sie sie? Bieten Sie ausschließlich live-virtuelle Workshops an, nutzen Sie Mischformen oder vielleicht asynchrones Training per E-Learning und andere Online-Lernmaterialien? Welche Tools stehen Ihnen zur Verfügung? 

Das Beantworten dieser Fragen hilft Ihnen, Ihre Trainingsentwicklung und die Zugänglichkeit für Remote-Mitarbeitende gezielt vorzubereiten. 

Schulungsteams haben in der Regel Zugriff auf mindestens ein Autorentool für Inhalte und können Trainingssoftware wie ein Learning Management System (LMS) oder andere Wissensmanagement-Plattformen nutzen, um ihre virtuellen Trainings bereitzustellen. 

Kommunikation

Klare Richtlinien, wann und wie großflächige Kommunikation verschickt wird, helfen dabei, dass Ihre Trainingskommunikation möglichst wirkungsvoll ist, ohne die Remote-Mitarbeitenden mit zu vielen unwirksamen Nachrichten zu überfluten.

Ihre Strategie sollte genau festhalten, welche Kommunikationskanäle für welche Nachrichtenformate vorgesehen sind.

Zum Beispiel sollten E-Mails nur für unternehmensweite oder abteilungsweite Mitteilungen genutzt werden und das höchstens ein- bis zweimal im Quartal, während unmittelbare Ansprachen besser über Tools wie Slack oder Teams erfolgen. Wenn Lerninhalte direkt weitergegeben werden, über welche Kanäle macht das am meisten Sinn?

Außerdem sollten diese Nachrichten einprägsam genug sein, um auf einer virtuellen Kommunikationsplattform aufzufallen und sich gegen all die Ablenkungen durchzusetzen, die die Arbeit im Homeoffice mit sich bringt. 

Zum Beispiel ist es effektiver, mit einer Statistik, einer Geschichte oder einer Frage einzusteigen, um die Menschen für Ihr Training zu gewinnen, als einfach nur mit dem Lernmaterial zu beginnen. 

Eine Nachricht mit „Neues Training zu Priorisierung & Zeitmanagement!“ zu beginnen, ist sehr unterschiedlich zu einem Einstieg wie: „Fällt es Ihnen schwer, sich bei der Arbeit zu konzentrieren? Sind Sie überwältigt von konkurrierenden Prioritäten? Wir unterstützen Sie …“ 

Umsetzungsplan

Skizzieren Sie die exakte Art der Lernmaterialien oder Ressourcen, die erstellt und wann sie bereitgestellt werden, sowie die Art der Bereitstellung und den Zeitplan, damit Fachkräfte im Bereich Lernen und Entwicklung einen klaren Plan zum Befolgen haben.

Bestandteile dieses Plans, wie Ihr Trainingsplan, können es Remote-Mitarbeitern ermöglichen, Einblick in ihre Trainingsmöglichkeiten zu erhalten, was die Teilnahme an Ihren Angeboten fördert. 

Dies ist besonders wichtig für neue Mitarbeitende im Onboarding-Prozess. Sie profitieren enorm davon, wenn für sie ein klarer Plan zu Beginn ihrer Lernreise dargestellt wird.

Laufende Unterstützung

Wie wird die Schulung langfristig gefestigt und unterstützt? Während Präsenztrainings meist umfassendere, ganztägige Veranstaltungen sind, können Remote-Mitarbeiter in einer virtuellen Lernumgebung nicht so lange aufmerksam bleiben.

Daher sollte Inhalt, der früher in langen Sitzungen angeboten wurde, aufgesplittet und als kontinuierliches Microlearning angeboten werden, um die Lernreise kontinuierlich zu begleiten. Ein stetiger Microlearning-Fluss kann helfen

Darüber hinaus bieten virtuelle Tools zahlreiche Möglichkeiten, diesen Prozess zu automatisieren. Beispielsweise sind viele LMS in der Lage, nach Abschluss eines E-Learning-Kurses zeitgesteuert Ressourcen zu versenden.

Evaluation und Kennzahlen

Wie werden die Auswirkungen Ihrer Trainingsinitiativen gemessen? Machen Sie die erwarteten Ergebnisse Ihres Online-Trainings deutlich, formulieren Sie Ziele und geben Sie an, wo und wie Sie diese Kennzahlen erfassen und teilen. 

Dies ist ein entscheidender letzter Schritt Ihrer Strategie. 

Beispielsweise kann die Priorisierung eines Zeitmanagement-Trainings helfen, bestimmte Werte von Engagement-Umfragen oder messbare Ergebnisse einer Abteilung zu verbessern. Wenn neue Mitarbeitende spezielle Kompetenzen ausbauen, sollte auch der mögliche Einfluss dessen durchdacht werden.

Sie können sich auch auf Arbeitsüberwachungs-Software stützen, um klarere Daten zu gewinnen.

Ziele können zudem dazu genutzt werden, die Teilnahme an Ihrem Training zu fördern. Wenn eine Führungskraft die Initiative unterstützt, sie an die Unternehmensstrategie koppelt und ein Ziel von 75% Teilnehmenden bekanntgibt, ist die Teilnahmequote wahrscheinlich höher, als wenn dies nicht kommuniziert worden wäre.

Remote Mitarbeitende schulen: Best Practices in der Praxis

training remote employees best practices in action graphic

Das effektivste Remote-Training wird so gestaltet und durchgeführt, dass es Remote-Mitarbeitenden sowohl ermöglicht als auch motiviert, das neu erworbene Wissen nach Abschluss des Trainings in die Praxis umzusetzen.

Lassen Sie uns ein paar Best Practices durchgehen, um sicherzustellen, dass dies bei jedem Trainingsvorhaben gelingt. 

Die Reise berücksichtigen

Remote-Schulungen sollten kein einmaliges Ereignis sein, sondern als eine Reihe gut kuratierter Ressourcen (Artikel, Podcasts, Videos, Bücher, Arbeitshilfen etc.) verstanden werden, die durch kleinere Trainingseinheiten ergänzt werden.

Warum melden Sie Ihr Remote-HR-Team beispielsweise nicht für einen digitalen Payroll-Workshop an? Suchen Sie gezielt nach Online-Konferenzen, Veranstaltungen und Präsentationen, um kontinuierliche L&D-Strategien für Remote-Beschäftigte zu fördern.

Lernexperten gehen mehr und mehr davon ab, eine einzelne Lernerfahrung anzubieten und investieren stattdessen in viele interaktive Lerngelegenheiten, die über einen gewissen Zeitraum verteilt sind.

Trainieren Sie Remote-Mitarbeitende nicht einfach nur und wenden sich dann ab. Erstellen Sie stattdessen einen Plan, wie Sie sie trainieren, unterstützen und stärken wollen. Dies ermöglicht Übung und Reflexion – das fördert den tatsächlichen Kompetenzerwerb.

Beispielsweise könnten Sie anstelle eines Drei-Tages-Intensivtrainings ein neues Format wählen, bei dem Sie zu Beginn der Woche eine Trainingseinheit anbieten, mit begleitenden selbstgesteuerten Inhalten während der Woche, und am Ende eine Gruppencoaching-Session via Zoom oder anderer Videokonferenz-Plattform zur Anwendung des Gelernten, bevor es zum nächsten Thema in der Folgewoche geht. 

Zugänglichkeit sicherstellen

Schulungen für Remote-Mitarbeiter sollten leicht zugänglich sein und idealerweise immer eine Komponente enthalten, die bei Bedarf sofort abrufbar ist, um im entscheidenden Moment zu unterstützen. 

Wie bereits erwähnt, erschwert der stetig wachsende Technologie-Stack, der die Zusammenarbeit unter Remote-Mitarbeitern ermöglicht, häufig das Auffinden von Informationen – dieses Problem betrifft praktisch alle Mitarbeitenden.

Ihre selbstgesteuerten Schulungsangebote und zusätzliche Ressourcen sollten, soweit möglich, an einem zentralen Ort verfügbar sein. Wenn Remote-Lernende zwischen unterschiedlichen Trainingstools wechseln müssen, um Informationen oder Trainings zu finden, entstehen dadurch unnötige Hürden.

Schulungen im Arbeitsfluss

Die von uns genutzten Systeme und Tools entwickeln sich so rasant, dass wir Schulungen direkt in die Arbeitsabläufe integrieren können – so ist Training im Bedarfsfall sofort und unkompliziert zugänglich. 

Geht es um Trainingsmethoden für Teammitglieder, die ein neues System, eine App oder Plattform für ihre tägliche Arbeit nutzen müssen, können Produkte wie WalkMe die digitale Akzeptanz fördern.

Direkte Unterstützung bei häufigen Problemen im Arbeitsalltag trägt dazu bei, die Effizienz zu steigern, Frustration zu reduzieren und die Anzahl der IT-Supportanfragen für vermeintliche Fehler, die zumeist menschlichen Ursprungs sind, zu senken.

Auch bei Routineaufgaben, die jede:r erledigen muss – zum Beispiel Mitarbeitergespräche – kann gezielte Hilfestellung direkt im Tool eingebettet werden. 

Wenn jemand beispielsweise Schwierigkeiten beim Verfassen einer Selbsteinschätzung hat, muss er oder sie nicht die aktuelle Tätigkeit unterbrechen: Eine Anleitung für das Verfassen einer wirksamen Selbsteinschätzung kann direkt im Tool eingebettet oder dort verlinkt sein, sodass die benötigte Information unmittelbar bei der Aufgabe zur Verfügung steht. 

Trainer:innen sollten sich daher möglichst immer überlegen, wie sich ihre Inhalte direkt in die Werkzeuge integrieren lassen, in denen Mitarbeitende arbeiten.

Fassen Sie sich kurz

Eintägige Präsenzschulungen am Unternehmensstandort lassen sich nicht einfach 1:1 in virtuelle Formate übertragen – und funktionieren dort auch nicht nach dem gleichen Prinzip.

Oft fällt es virtuell schwerer, die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden länger als ein paar Stunden am Stück zu halten (ideal sind 90 Minuten), selbst wenn sie regelmäßig Pausen und abwechslungsreiche Aktivitäten einplanen. Deshalb ist zugänglicher, kompakter Inhalt über die gesamte Lernreise hinweg meist wirkungsvoller als der Versuch, alles auf einmal zu vermitteln.

Vieles, das früher nur vor Ort vermittelt werden konnte, lässt sich heute in andere Formate überführen und kann als Vorbereitung (Pre-Work) eingesetzt werden – das Prinzip des "Flipped Classroom". 

Remote-Mitarbeitende können dazu angehalten werden, Inhalte vor einer Live-Sitzung zu lesen oder anzuschauen – dadurch bleibt während der Sitzung Zeit für Aktivitäten mit Kolleg:innen, Diskussionen und das eigentliche Üben der Fähigkeiten, anstatt sie rein theoretisch zu behandeln.  

Austausch ermöglichen

Virtuelle Trainings bieten eine hervorragende Möglichkeit für Remote-Mitarbeitende, zusammenzukommen und gemeinsam zu lernen, was die spätere Kommunikation, den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit fördert. 

Deshalb sollten in jedes virtuelle Live-Training gezielt Phasen für den Austausch unter den Teilnehmenden eingebunden werden. Weil es im Alltag weniger natürliche Berührungspunkte gibt, sollten ausreichend Aktivitäten eingeplant werden, die Menschen zusammenbringen.

Trainings für Remote-Mitarbeiter:innen sollten immer auch den Nebeneffekt haben, Beziehungen zu stärken. Zum Beispiel bieten Mentoring-Programme eine hervorragende Möglichkeit, Kontakte zwischen Remote-Mitarbeitenden zu ermöglichen, deren persönliche Entwicklung zu fördern und eine Lernkultur zu etablieren.

Fazit: Alles zusammenführen

Die Bereitstellung angemessener Schulungen ist eine der Herausforderungen beim Führen einer Remote-Belegschaft.

Wenn Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeitenden jedoch genau kennen, können Sie sicherstellen, dass diese die nötigen Fähigkeiten und das Wissen haben, um ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen.

Mit passenden Schulungen können Mitarbeitende optimal vorbereitet werden – so tauchen typische Stolpersteine, wie sie beim Arbeiten im Homeoffice häufig vorkommen, gar nicht erst auf.

Darüber hinaus trägt strategische Weiterbildung dazu bei, die Mitarbeitendenbindung und das Engagement zu fördern und wirkt sich damit positiv auf Ihr Unternehmen aus. Vielleicht genügt dazu zu Beginn schon ein einfacher Remote-Work-Kurs.

Insgesamt kann die Investition in die Weiterbildung von Remote-Teams, sofern richtig umgesetzt, einen großen Beitrag dazu leisten, das Potenzial von verteilten Mitarbeitenden maximal auszuschöpfen. 

Weitere Ressourcen zur Steigerung der Trainingseffektivität:

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