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Das Konzept der Workplace Experience (Arbeitserfahrung am Arbeitsplatz) hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, da Unternehmen erkennen, welche entscheidende Rolle sie für die Mitarbeiterzufriedenheit, Produktivität und den Gesamterfolg des Unternehmens spielt. 

Workplace Experience umfasst weit mehr als nur das physische Büro, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der auch Unternehmenskultur, Technologien und die täglichen Interaktionen der Mitarbeitenden einschließt – unabhängig davon, ob sie aus dem Homeoffice, im Büro oder hybrid arbeiten.

Was ist Workplace Experience?

Workplace Experience beschreibt die Gesamteinschätzung der Mitarbeitenden bezüglich ihres Arbeitsumfeldes. Das beinhaltet sowohl die physischen Gegebenheiten, als auch die kulturellen und technologischen Aspekte. Eine positive Workplace Experience kann Leistungs- und Engagementprobleme bei Mitarbeitenden später vermeiden.

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Sie geht über die Gestaltung von Büroräumen und ergonomischen Möbeln hinaus und bezieht mit ein, wie Mitarbeitende die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen, den Führungsstil im Unternehmen und die Leichtigkeit der Arbeitsbewältigung mit bereitgestellter Technologie empfinden.

Unabhängig davon, ob Sie ein hybrides Modell eingeführt, eine Rückkehrpflicht ins Büro festgesetzt oder komplett auf Remote-Arbeit gesetzt haben – Workplace Experience bleibt entscheidend dafür, dass Angestellte sich unterstützt, eingebunden und ausgerüstet fühlen, um ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen. 

Ein bedeutender Anteil der Unternehmen hat eine hybride Arbeitsumgebung eingeführt und konzentriert sich zunehmend darauf, ein stimmiges, einheitliches Erlebnis für alle Mitarbeitenden zu schaffen – unabhängig davon, von wo aus sie arbeiten.

Mit Tools wie Hot Desk-Buchungssoftware und modernen Videokonferenzlösungen wird dieses Erlebnis von Tag zu Tag reibungsloser und integrativer.

Warum ist Workplace Experience wichtig?

Eine überzeugende Workplace Experience steht in direktem Zusammenhang mit wichtigen Unternehmensergebnissen, wie Mitarbeiterengagement, Produktivität und Bindung. Ein positives Arbeitserlebnis fördert das Zugehörigkeitsgefühl und Wohlbefinden und motiviert Mitarbeitende, sich sinnvoll ins Unternehmen einzubringen. 

Wer Zahlen als Beweis braucht: Eine von Gallup durchgeführte Studie zeigte, dass Unternehmen mit engagierten Belegschaften um 21% profitabler sind als Unternehmen mit unengagierten Mitarbeitenden. 

Vergleichen Sie das Design Ihrer Workplace Experience mit Knoblauch in einem Rezept für Unternehmenskultur. Sie könnten zwar auch ohne auskommen, aber das Ergebnis wäre weit weniger überzeugend.

Wer Top-Talente anziehen und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber positionieren möchte, muss früher oder später viel Sorgfalt in die Gestaltung der Workplace Experience investieren. 

Bestandteile der Workplace Experience

Verschiedene Faktoren formen das gesamtheitliche Arbeitserlebnis. Werfen wir einen genaueren Blick auf einige davon. 

Physische Umgebung

Die Gestaltung und Aufteilung des Büros spielen eine entscheidende Rolle dafür, wie sich Mitarbeitende bei der Arbeit fühlen. Aspekte wie ergonomische Möbel, natürliches Licht und Bereiche für Zusammenarbeit steigern Komfort, Kreativität und Produktivität. 

Auch im Homeoffice spielt die physische Umgebung eine wichtige Rolle. Einheitlichkeit zu schaffen, ist dabei sehr wertvoll. Unternehmen können beispielsweise ergonomische Stühle oder Zuschüsse für die Ausstattung des heimischen Arbeitsplatzes bereitstellen, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende komfortabel arbeiten können.

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Technologie

Wie eingangs erwähnt, ist der Zugang zu den richtigen Technologien und Tools essenziell für optimierte Arbeitsabläufe und die Umsetzung hybrider Arbeit.

Unabhängig vom Standort der Mitarbeitenden können bereitgestellte Technologien – etwa Projektmanagement-Plattformen, Kommunikationstools und Videokonferenzlösungen – das Mitarbeitererlebnis positiv oder negativ beeinflussen.

Ein sinnvoll aufgebauter Technologiestack reduziert Frustrationen und ermöglicht Mitarbeitenden, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. 

„Ich würde sagen, eines der schwierigsten Dinge für die Menschen ist tatsächlich, die Software zum Laufen zu bringen, sie aufzusetzen, zu implementieren und dann die Mitarbeitenden dazu zu bringen, sie täglich zu nutzen“, sagte Andrew Swiler, Gründer und CEO von Lanteria, in einer aktuellen Folge des People Managing People Podcasts

„Das Interessante an den meisten HR-Software-Lösungen ist, dass sie neben E-Mail oft die einzige Software ist, mit der wirklich alle im Unternehmen irgendwann arbeiten müssen. Man sollte deshalb darauf achten, Software bereitzustellen, die benutzerfreundlich und intuitiv ist. Andernfalls erhält die Personalabteilung sehr viele Tickets beim Helpdesk“, so Swiler weiter.

Sie müssen zudem stets die Interessen des Unternehmens im Blick behalten und gegebenenfalls auch Tools wie Mitarbeiterüberwachungssoftware in Erwägung ziehen. Dabei geht es nicht nur ums "Überwachen" – einer der Hauptvorteile von Mitarbeiterüberwachungssoftware ist, dass Sie erkennen, wo Mitarbeitende Schwierigkeiten haben, und gezielt Unterstützung bieten können, bevor daraus größere Probleme entstehen.

Kultur

Die Unternehmenskultur umfasst Führungsstile, Kommunikationspraktiken und Inklusion am Arbeitsplatz. Eine positive Arbeitsplatzkultur zeichnet sich durch transparente Kommunikation, Wertschätzung von Mitarbeiterbeiträgen und ein Gefühl der Gemeinschaft aus. 

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist entscheidend für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Flexible Arbeitszeiten, Angebote zur psychischen Gesundheit und Programme zur Mitarbeitergesundheit unterstützen Beschäftigte dabei, ihre verschiedenen Verpflichtungen besser zu bewältigen. 

Untersuchungen der American Psychological Association zeigen, dass Mitarbeitende, die bei der Erreichung einer Work-Life-Balance unterstützt werden, zufriedener sind und stärker motiviert sind, ihre Aufgaben erfolgreich zu erfüllen.

Ein gutes Arbeitserlebnis

Ein gutes Arbeitserlebnis ist geprägt von einer unterstützenden Umgebung, in der Beschäftigte die nötigen Ressourcen, Autonomie und Anerkennung erhalten, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen:

  • Starke Kommunikation: Regelmäßiges Feedback, transparente Führung und offener Dialog zwischen Teammitgliedern und Führungskräften.
  • Zugang zu Ressourcen: Mitarbeitende verfügen über die nötigen Werkzeuge und Technologien, um ihre Arbeit effizient zu erledigen.
  • Mitarbeiteranerkennung: Eine Kultur der Anerkennung feiert individuelle Erfolge und würdigt sowohl individuelle als auch Teamleistungen.
  • Unterstützende Umgebung: Förderung von Zusammenarbeit, Innovation und persönlicher Weiterentwicklung.

Unternehmen wie Google und Salesforce werden häufig dafür genannt, ein außergewöhnliches Arbeitserlebnis zu schaffen – und das zu Recht. Sie investieren sowohl in ihre physischen Büroräume als auch in das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter, stellen innovative Arbeitsplätze bereit, bieten umfassende Gesundheitsprogramme an und fördern eine Kultur der Inklusion und Kreativität.

Niemand wird es Ihnen verdenken, wenn Sie als Startup oder Kleinunternehmer nicht in dem Ausmaß wie Google oder Salesforce in Gesundheitsprogramme investieren, aber Studien zeigen, dass bereits kleine Schritte in diesem Bereich große Wirkung zeigen können. 

Untersuchungen von Statista zeigen, dass nur etwa ein Viertel der Mitarbeitenden das Gefühl hat, dass sich ihr Arbeitgeber für ihr Wohlbefinden interessiert. Jeder Schritt in Richtung passender Angebote, die das Wohlbefinden fördern, hilft Ihnen also, sich vom Wettbewerb abzuheben. 

Ein schlechtes Arbeitserlebnis

Andererseits kann ein schlechtes Arbeitserlebnis gravierende negative Folgen haben. Warnsignale für ein schlechtes Arbeitsumfeld sind:

  • Mangelnde Kommunikation: Mitarbeitende fühlen sich außen vor gelassen; das führt zu Verwirrung, Spekulationen und Rückzug.
  • Unbearbeitete Mitarbeitendenanliegen: Wenn das Management auf Feedback oder Anliegen der Mitarbeitenden nicht eingeht, wächst die Unzufriedenheit und Entfremdung.
  • Toxische Arbeitskultur: Ein negatives Umfeld, in dem wenig Vertrauen, Unterstützung oder Zusammenarbeit zwischen Teammitgliedern herrscht, kann zu einer toxischen Arbeitsumgebung führen.

Die Folgen eines schlechten Arbeitserlebnisses können gravierend sein. Beispielsweise sind hohe Fluktuationsraten, demotivierte Mitarbeitende und ein beschädigter Ruf des Unternehmens typische Konsequenzen.

Wenn Sie die Daten zum Prozentsatz der Menschen untersuchen, die aufgrund schlechter Arbeitserfahrungen ihren Arbeitgeber verlassen, finden Sie zahlreiche Studien, die dies mit Zahlen stützen, zum Beispiel: 

  • 54 % der Mitarbeitenden, die kündigen, gaben an, sich nicht wertgeschätzt zu fühlen – 52 % davon fühlten sich insbesondere von ihrer Führungskraft nicht wertgeschätzt. (McKinsey)
  • 43 % der Personen, die ein Unternehmen innerhalb der ersten drei Monate verlassen, tun dies aufgrund nicht übereinstimmender Erwartungen, 32 % nennen eine schlechte kulturelle Passung. (Achievers)
  • 40 % der Stellenwechsel erfolgen aufgrund von Stress. (AssuredPartners

Vorteile eines guten Arbeitserlebnisses

Genug von den negativen Aspekten. Wenn Sie dies lesen und über das Arbeitserlebnis nachdenken, sind Sie sich wahrscheinlich sehr bewusst, wie eine schlechte Erfahrung der Unternehmenskultur und jeder HR-Initiative, die Sie umsetzen, die Energie entzieht. 

Schauen wir uns stattdessen einige der Vorteile an: 

Gesteigerte Produktivität

Mitarbeitende, die sich unterstützt und wertgeschätzt fühlen, sind produktiver und motivierter, ihr Bestes zu geben. Eine Studie der Universität Oxford aus dem Jahr 2019 zeigte, dass glückliche Mitarbeitende 13 % produktiver sind als ihre unzufriedenen Kolleg:innen.

Auch wenn sich seit der Pandemie vieles am Arbeitsplatz verändert hat, ist der klare Zusammenhang zwischen Arbeitserlebnis und Arbeitsleistung geblieben – ganz gleich, ob Mitarbeitende nun im Büro oder remote arbeiten.

Höhere Mitarbeiterbindung

Ein positives Arbeitserlebnis führt zu geringeren Fluktuationsraten, da Mitarbeitende ein Unternehmen, in dem sie Wertschätzung erfahren und ihre Zeit respektiert wird, seltener verlassen. Erkenntnisse von Konferenzen zum Mitarbeitererlebnis können wertvolle Einblicke in Bindungsstrategien liefern. So wird die langfristige Loyalität gestärkt und die Kosten für die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender sinken.

Steigendes Mitarbeiterengagement

Engagierte Mitarbeitende tragen mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Unternehmenserfolg bei. Ein positives Arbeitserlebnis ermutigt dazu, Verantwortung für Ergebnisse zu übernehmen, effektiv zusammenzuarbeiten und Innovation voranzutreiben.

Anziehung von Top-Talenten

Unternehmen, die für ein hervorragendes Arbeitserlebnis bekannt sind, ziehen automatisch hochwertige Bewerber:innen an. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs um die besten Talente verschaffen sich Organisationen, die das Arbeitserlebnis priorisieren, Vorteile bei der Rekrutierung der klügsten Köpfe.

Best Practices zur Verbesserung des Arbeitserlebnisses

Die Verbesserung des Arbeitserlebnisses ist ein fortlaufender Prozess, der Engagement für durchdachte und wirkungsvolle Strategien erfordert. 

Hier einige Best-Practices für Unternehmen, die das Mitarbeitererlebnis gezielt verbessern möchten:

Offene Kommunikation fördern

Regelmäßiges Feedback und transparente Kommunikationskanäle zwischen Mitarbeitenden und Führung schaffen. So wird sichergestellt, dass Mitarbeitende sich gehört und wertgeschätzt fühlen.

In Technologie investieren

Stellen Sie Mitarbeitenden die richtigen HR-Technologien & Apps bereit, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Cloudbasierte Kollaborationslösungen, Videokonferenz-Plattformen und Projektmanagement-Software sind unerlässlich für ein reibungsloses Arbeitserlebnis – besonders in hybriden Arbeitsumgebungen.

Eine inklusive Kultur schaffen

Fördern Sie Vielfalt und Inklusion, indem Sie allen Mitarbeitenden unabhängig vom Hintergrund gleiche Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Eine inklusive Unternehmenskultur lässt alle Mitarbeitenden Wertschätzung und Respekt erfahren.

Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden priorisieren

Bieten Sie Unterstützung im Bereich psychische Gesundheit, flexible Arbeitszeiten und Gesundheitsprogramme an, die das körperliche und emotionale Wohlbefinden stärken. Wer die ganzheitliche Gesundheit der Mitarbeitenden fördert, sorgt für höhere Zufriedenheit und Produktivität.

Häufig gestellte Fragen

Welche Faktoren tragen zu einem guten Arbeitserlebnis bei?

Ein gutes Arbeitserlebnis wird durch eine Kombination aus physischem Raum, dem Zugang zu Technologie, Unternehmenskultur und die Unterstützung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden geprägt.

Wie können Unternehmen das Arbeitserlebnis messen?

Unternehmen können das Arbeitserlebnis durch Mitarbeiterumfragen, Feedback-Plattformen und die Auswertung von Kennzahlen wie Engagement, Bindung und Produktivität messen.

Welchen Einfluss hat das Arbeitserlebnis auf den Unternehmenserfolg?

Ein positives Arbeitserlebnis führt zu höherem Mitarbeiterengagement, geringerer Fluktuation und größerer Produktivität – alles Faktoren, die zum langfristigen Unternehmenserfolg beitragen.

Wie geht es weiter?

Möchten Sie mit den neuesten Trends rund um das Mitarbeitererlebnis Schritt halten? Dann sollten Sie einen Kurs zum Thema Mitarbeitererlebnis besuchen oder sich zumindest für den People Managing People Newsletter anmelden. So erhalten Sie aktuelle Einblicke, Methoden und Technologietipps direkt in Ihr Postfach.