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Die Einführung von HR-Software bedeutet, ein neues System zur Verwaltung der Personalprozesse Ihres Unternehmens zu implementieren. Ein reibungsloser Ablauf kann dabei einen großen Unterschied machen. In diesem Artikel teile ich praktische Strategien und Tipps, damit Sie HR-Software erfolgreich einführen, häufige Stolperfallen vermeiden und schnell Ergebnisse sehen können.

Wie funktioniert die Einführung von HR-Software?

Die Einführung von HR-Software ist der Prozess der Integration eines neuen HR-Systems in den bestehenden HR-Technologie-Stack und die Abläufe Ihrer Organisation. Das Ziel ist, die HR-Prozesse zu optimieren, die Datenqualität zu verbessern, die Mitarbeitererfahrung zu steigern und die Gesamteffizienz zu erhöhen. 

„Die Einführung von HR-Software, die auf die Ziele Ihrer Organisation zugeschnitten ist, kann durch eine verbesserte Verwaltung und Weiterentwicklung Ihrer Belegschaft deren Wachstum und Erfolg fördern“, sagt Kyle Berry, Principal bei Sendero Consulting. „Durch die Optimierung von Arbeitsabläufen, die Verbesserung der Mitarbeitererfahrung und die Nutzung von Datenanalysen bietet HR-Software einen Weg, Produktivität, Engagement, Bindung und die Gesamtleistung Ihres Unternehmens zu steigern.“

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Eine enge Zusammenarbeit mit HR-Software-Anbietern während der Implementierungsphase ist entscheidend, um einen reibungslosen Übergang sowie eine effektive Nutzung des Systems zu gewährleisten.

Heutzutage steht Unternehmen eine große Auswahl an HR-Software zur Verfügung. Ein kurzer Blick auf den HR-Softwaremarkt zeigt, dass sich daran wohl auch zukünftig wenig ändern wird.

Für diesen Artikel gehen wir jedoch davon aus, dass es um die Implementierung einer HRIS-, HRMS- oder HCM-Software-Lösung geht. Der Implementierungsprozess für eine dieser Lösungen umfasst gründliche Recherche- und Testphasen, um eine Option auszuwählen, die zu den geschäftlichen und technischen Anforderungen passt.

Hier finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Faktoren, die Sie bei der Einführung von HR-Software berücksichtigen müssen, damit Sie alle Vorteile von HCM-Software erhalten.

  • Wer: HR-Fachkräfte, IT-Mitarbeitende, Abteilungsleitungen und ein dediziertes Implementierungsteam, das eventuell jemanden wie einen HRMS-Analysten mit spezialisiertem Systemwissen umfasst.
  • Was: Ein Implementierungsprozess umfasst die Installation der Software, die Konfiguration der Einstellungen, die Migration von Daten und die Schulung der Mitarbeitenden für Self-Service-Module.
  • Wann: Üblicherweise in einer weniger arbeitsintensiven Zeit geplant, um Störungen zu minimieren.
  • Wo: Die Implementierung findet im gesamten Unternehmen statt, primär jedoch in den HR- und IT-Abteilungen.
  • Warum: Um zentrale HR-Funktionen zu verbessern, Compliance sicherzustellen und die Mitarbeitererfahrung durch bessere Datenverwaltung und automatisierte Prozesse zu erhöhen.

Checkliste für die Implementierung eines HRIS

Ob Sie ein neues HRIS-System einführen, HR-Buchhaltungssoftware aufrüsten oder mit einer neuen Plattform für Mitarbeiterengagement experimentieren: Sie müssen einen klaren Schritt-für-Schritt-Prozess befolgen, um Umfang und Schulungsbedarf des Projekts zu definieren, die es zu erfüllen gilt. 

In diesem Fall ist eine HRIS-Implementierungs-Checkliste entscheidend, um sicherzustellen, dass bei der Umsetzung sämtliche Aspekte berücksichtigt werden. Hier ist eine grundlegende Übersicht über die wichtigsten Punkte, an die Sie denken müssen. 

  1. Bedarf ermitteln: Analysieren Sie Ihre aktuellen HR-Prozesse und identifizieren Sie Verbesserungsmöglichkeiten.
  2. Software auswählen: Wählen Sie eine HR-Software, die den Anforderungen Ihrer Organisation entspricht. Brauchen Sie beispielsweise eine Lösung mit Mehrfachfunktion oder etwas Dynamisches, wie etwa HR-Software mit integrierter Lohnabrechnung? Denken Sie jetzt darüber nach.
  3. Budgetplanung: Planen Sie nicht nur Kosten für den Erwerb der Software ein, sondern auch für die gesamte Gesamtkosten von HR-Software, inklusive Implementierung, Schulung und laufender Unterstützung.
  4. Daten sammeln: Erfassen und bereinigen Sie alle notwendigen Mitarbeitendendaten für die Migration.
  5. Implementierungsteam bilden: Beziehen Sie HR, IT und wichtige Stakeholder ein.
  6. Projektplan erstellen: Skizzieren Sie den Zeitplan, Meilensteine und Aufgaben.
  7. Kommunikationsplan erstellen: Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Implementierungsteam eine transparente Kommunikationsstrategie für das Change Management.
  8. Schulungmaterialien vorbereiten: Erstellen Sie Anleitungen und planen Sie Schulungen.
  9. Tests durchführen: Führen Sie Tests durch, um die korrekte Funktionsweise der Software sicherzustellen.
  10. Rollout: Setzen Sie die Software gemäß einem klar definierten und kommunizierten Zeitplan ein.
  11. Laufende Unterstützung: Richten Sie ein Supportsystem für Fehlerbehebung und Updates ein.

Benötigen Sie Hilfe bei der Auswahl der passenden HR-Software? Chatten Sie mit unseren Experten.

Entwicklung einer Implementierungsstrategie

Berücksichtigen Sie bei der Erstellung einer Implementierungsstrategie für Ihr HRIS die folgenden Faktoren, um Betriebsstörungen im Tagesgeschäft zu minimieren.

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Einbindung der Stakeholder

Beteiligen Sie wichtige Stakeholder von Beginn an, um deren Unterstützung zu sichern und Bedenken frühzeitig anzusprechen.

„Ihre Teams ins Boot zu holen, ist die größte Herausforderung, insbesondere für diejenigen, die Veränderungen gegenüber zurückhaltend sind“, sagt Mike Kealey, Managing Director bei Vero HR. „Während der Implementierung sollten Sie mit anderen Bereichen des Unternehmens zusammenarbeiten und sich nicht scheuen, um Unterstützung zu bitten. Verstehen Sie die Bedürfnisse der Beteiligten frühzeitig, beziehen Sie sie von Anfang an ein, um ihre Zustimmung zu gewinnen, und identifizieren Sie schnelle Erfolge, wie z. B. einen nützlichen Bericht für Ihr Finanzteam oder ein informatives, übersichtliches Dashboard für den CEO.“

So geht's: Identifizieren und integrieren Sie Schlüsselpersonen frühzeitig in den Prozess. Dazu gehören HR-Leitungskräfte, IT-Spezialisten, Abteilungsleiter und Endnutzer. Erläutern Sie den geschäftlichen Nutzen und die Ziele beim Wechsel zur neuen HR-Plattform. Vereinbaren Sie ein erstes Treffen, um deren Feedback zu sammeln und Bedenken zu klären. Halten Sie die Stakeholder durch regelmäßige Updates über Fortschritte und Änderungen auf dem Laufenden, damit sie engagiert und motiviert bleiben.

Klare Kommunikation

Bewahren Sie während des gesamten Prozesses eine transparente Kommunikation, damit alle informiert und abgestimmt bleiben. Die Integration einer Kommunikationsstrategie für das Change Management ist ein entscheidender Schritt, um Transparenz vor, während und nach der Implementierung sicherzustellen. 

Kyle Berry headshot

Transparente Kommunikation ist entscheidend

“Die Begleitung der Stakeholder durch den Prozess der Anpassung an neue Technologien, Abläufe und Arbeitsweisen ist entscheidend für einen reibungslosen Übergang. Unternehmen müssen Change-Management-Strategien implementieren, die Widerstände minimieren und die Akzeptanz maximieren, indem sie während aller Phasen des Übergangsprozesses transparent mit den Stakeholdern kommunizieren. Durch das Fördern einer Unternehmenskultur, die Veränderungen begrüßt, stellen Unternehmen sicher, dass die Unternehmensziele des neuen Systems mit minimalen Störungen erreicht werden.” ~Kyle Berry, Principal bei Sendero Consulting

 

So geht's: Entwickeln Sie einen Kommunikationsplan, der festlegt, welche Informationen, wann und an wen weitergegeben werden müssen. Nutzen Sie verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mails, Meetings, Workflow-Software für People Operations und Projektmanagement-Tools, damit alle informiert bleiben. Erstellen Sie ein zentrales Dokumentationsarchiv mit aktuellen Unterlagen und Updates, das allen Teammitgliedern zugänglich ist.

Vorgehensweise bei der Implementierung

Setzen Sie die Software auf eine Weise um, die am besten zu den Bedürfnissen Ihres Unternehmens passt. Die Einführung kann auch phasenweise erfolgen, um Anpassungen zu ermöglichen und Auswirkungen auf das Tagesgeschäft zu minimieren.

Laut Berry „kann dieser Ansatz modulweise erfolgen, nach einzelnen Geschäftsbereichen gestaffelt oder als Kombination beider Möglichkeiten. Es kann aber auch sinnvoll sein, alle Module unternehmensweit im Rahmen eines ‚Big Bang‘ gleichzeitig einzuführen.“

So geht's: Bewerten Sie Risiken, Zeitpläne und Kosten, die mit verschiedenen Implementierungsansätzen verbunden sind. Prüfen Sie bei einem modulweisen Vorgehen, welche temporären Integrationen notwendig sind, um die Geschäftsprozesse zu unterstützen. Bei einer Einführung nach Geschäftsbereichen gilt es, Auswirkungen von Plattformunterschieden im Unternehmen zu verstehen. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: Legen Sie klare Zeitpläne und Meilensteine fest, um den Fortschritt zu überwachen.

Schulung und Support

Software ist erst dann effektiv, wenn sie unternehmensweit genutzt wird. Das ist aber nur möglich, wenn Ihre Teams wissen, wie sie dadurch ihre Aufgaben erledigen, was ihre neuen Rollen bedeuten und an wen sie sich wenden können, wenn sie Unterstützung benötigen.

Nach Ansicht von Kealey sollten Sie Ihre Schulungen individuell anpassen, damit sie für Ihr Unternehmen maximal relevant sind.

"Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf generische Support-Guides", sagte er. "Stattdessen sollten Sie gezielt Zeit für Schulung und Einführung einplanen. Passen Sie die Benutzerhandbücher individuell an, sodass jede Seite für Ihr Personal relevant ist, und bieten Sie jeder Abteilung Trainings sowie häufige 'Drop-in'-Gelegenheiten nach der Einführung an."

So geht’s: Überprüfen Sie Benutzerhandbücher, Videoanleitungen und Schnellreferenzhilfen darauf, ob der Inhalt für verschiedene Nutzergruppen relevant ist. Planen Sie praktische Trainingssitzungen und stellen Sie fortlaufende Unterstützung durch einen Helpdesk oder ein spezialisiertes Support-Team sicher. Fördern Sie eine Kultur des kontinuierlichen Lernens, indem Sie Auffrischungskurse und Updates zu neuen Funktionen anbieten.

Akzeptanz sichern

Einer der größten Stolpersteine bei der Einführung von HR-Software ist die Resistenz gegenüber Veränderungen. Um dies zu überwinden, müssen Sie die Akzeptanz der Software fördern und die Vorteile sowie das Potenzial aufzeigen, wie sie die Arbeit der Mitarbeitenden erleichtert.

Kyle Berry headshot

Change Champions fördern

„Eine der effektivsten Methoden, die Akzeptanz zu fördern, besteht darin, ein Netzwerk von „Change Champions“ zu schaffen – das sind Meinungsbildner innerhalb der Organisation. Binden Sie diese Change Champions während des gesamten Einführungsprozesses ein, damit sie sich zuerst selbst mit den Veränderungen identifizieren und dadurch die Kommunikation und weitere Akzeptanz erleichtert wird.“ ~Kyle Berry, Principal bei Sendero Consulting

So geht’s: Um die Softwareakzeptanz zu maximieren, heben Sie hervor, wie sie die Arbeit der Angestellten einfacher und effizienter macht, und holen Sie die Unterstützung des jeweiligen Managers ein. Erstellen Sie ein Benefits Realization Framework, das die Vorteile der Veränderungen aufzeigt, erklärt, warum es sich um Vorteile handelt, und veranschaulicht, wie diese erreicht und erhalten werden können. Sammeln Sie regelmäßig Feedback, um Probleme oder Widerstände anzugehen.

Datenqualität

Ob es sich nun um eine Einführung von Recruiting-Software, Lohnabrechnung, Leistungsmanagement oder eine andere HR-Software handelt: Sie wird scheitern, wenn die Datenqualität schlecht ist. Wie es so schön heißt: Garbage in, garbage out. Best Practices für Daten erfordern es, strikte Richtlinien einzuhalten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

So geht’s: Führen Sie vor der Migration eine gründliche Datenbereinigung und -validierung durch. Setzen Sie Richtlinien für Data Governance ein, um die Datenintegrität langfristig zu gewährleisten, oder holen Sie sich Unterstützung von einem Data-Governance-Berater für diesen Schritt.

Das Implementierungsteam

Ein effektives Implementierungsteam umfasst nicht nur Mitglieder der Personalabteilung. Ihr Team sollte beinhalten:

  • HR-Leitende: Geben Einblicke in HR-Prozesse und Anforderungen.
  • IT-Spezialisten: Übernehmen technische Aspekte und Integration.
  • Projektmanager: Leitet das Projekt und stellt sicher, dass es im Zeitplan bleibt.
  • Abteilungsvertreter: Geben Rückmeldung und stellen sicher, dass die Software die Anforderungen der verschiedenen Teams erfüllt.

Wenn Sie ein umfangreiches System einführen, beispielsweise eines mit Funktionen auf Enterprise-Niveau oder globalen Fähigkeiten, sollten Sie darüber nachdenken, auch einen HR-Technologieberater in Ihr Implementierungsteam aufzunehmen, um von Anfang an alles richtig zu machen.

Das Team vorbereiten

Um die operative Effizienz zu gewährleisten, sollten Sie das Projektteam vorbereiten. Dies kann einige Teambuilding-Aktivitäten beinhalten, aber darüber hinaus sollten Sie Folgendes beachten.

  1. Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen: Dies verhindert Überschneidungen und sorgt dafür, dass alle ihre konkreten Aufgaben und Beiträge kennen.
  2. Schulungen anbieten: Stellen Sie sicher, dass alle Teammitglieder die neue HR-Software und ihre Rolle im Implementierungsprozess verstehen. Organisieren Sie Trainings zu Funktionen und Best Practices der Software.
  3. Klare Erwartungen setzen: Kommunizieren Sie die Projektziele, Zeitpläne und angestrebten Ergebnisse an das Team. Halten Sie sie regelmäßig über Vorgänge und Veränderungen auf dem Laufenden, um alle auf denselben Stand zu bringen.
  4. Zusammenarbeit fördern: Nutzen Sie Projektmanagement-Tools, um die Koordination zu erleichtern und Fortschritte zu verfolgen.

Der Projektplan

Ein umfassender Projektplan ist entscheidend für eine erfolgreiche HR-Software-Einführung, insbesondere während des HRIS-Einführungsprozesses. Die Bedeutung der Planung und Umsetzung der Roll-Out-Phase kann nicht genug betont werden. Der Plan sollte enthalten:

  • Zeitrahmen: Definieren Sie einen realistischen Zeitrahmen mit wichtigen Meilensteinen und Fristen.
  • Aufgaben: Unterteilen Sie den Implementierungsprozess in überschaubare Aufgaben.
  • Ressourcen: Identifizieren Sie die erforderlichen Ressourcen, einschließlich Personal, Budget und Werkzeuge.
  • Risikomanagement: Planen Sie für potenzielle Risiken und entwickeln Sie Strategien zur Risikominderung.

Datenmigration

Datenmigration ist ein entscheidender Schritt bei der Implementierung von HR-Software und oft nicht der einfachste. Matt Erhard, Managing Partner bei der kanadischen Personalvermittlungsfirma Summit Search Group, hat dies kürzlich erlebt.

Obwohl Erhard und sein Team mit einem komplexen Prozess gerechnet hatten, ahnten sie nicht, wie viel Zeit und Aufwand tatsächlich erforderlich sein würde, um alle ihre Daten auf die neue Oberfläche zu übertragen. Die Situation wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass die Summit Search Group mehrere Büros in ganz Kanada betreibt, von denen jedes vor der Systemeinführung eigene interne Systeme führte. Die Implementierung von Lohnabrechnungssoftware erfordert eine sorgfältige Planung, um potenzielle Komplikationen wie diese zu vermeiden.

Betrachten Sie die Daten frühzeitig und regelmäßig

Betrachten Sie die Daten frühzeitig und regelmäßig

“Beginnen Sie früher als gedacht mit der Sammlung und Aufbereitung aller relevanten Informationen, deutlich vor der eigentlichen Software-Einführung. Geben Sie sich selbst genügend Zeit, die Daten nicht nur zu sammeln, sondern sie vor der Implementierung auch zu überprüfen. Das ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, doppelte Informationen oder nicht mehr benötigte Daten auszusortieren und sich einen genauen und vollständigen Überblick darüber zu verschaffen, welche Informationen tatsächlich übertragen werden.” – Matt Erhard

Testphase

Umfassende Tests sind vor dem vollständigen Rollout unerlässlich. Führen Sie mehrere Testläufe durch, um sicherzustellen, dass die Software korrekt funktioniert und sich problemlos in bestehende Systeme wie Lohnbuchhaltung oder Zeiterfassungssoftware integriert.

Kyle Berry headshot

Paralleles Testen der Lohnabrechnung ist unerlässlich

Wenn die Lohnabrechnung Teil Ihres Deployments ist, sollten Sie unbedingt Zeit für paralleles Testen der Lohnläufe und die Behebung eventueller Abweichungen einplanen.“ ~Kyle Berry, Principal bei Sendero Consulting

Sie sollten die Funktionalität auch für verschiedene Mitarbeitergruppen und Anwendungsfälle testen, so Soumya Mahapatra, CEO des Med-Tech-Start-ups Essenvia für regulatorische Informationsverwaltung.

Sonderfälle

Sonderfälle

“Die Herausforderung bei jeder HR-Software sind letztlich die Sonderfälle. Sobald Sie Ihre aktuellen Vollzeitmitarbeiter eingepflegt haben, sollten Sie versuchen, neue Mitarbeitende, kürzlich in Rente Gegangene, Freiberufler, Menschen mit Funktionswechseln usw. einzubeziehen. Wir haben tatsächlich eine Dummy-Liste mit Mitarbeitenden mit unterschiedlichen besonderen Eigenschaften entwickelt, um jedes HR-System vorab darauf zu testen – genau deswegen. Das erspart uns später das Improvisieren bei tatsächlichen Problemen im Arbeitsalltag.” – Soumya Mahapatra.

Rollout

Führen Sie die Software gemäß dem Ansatz und Zeitplan ein, der zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Situation passt. Stellen Sie ein Soforthelfer-Team auf, das eventuelle Probleme direkt beheben kann. Legen Sie einen Notfall- und Risikominderungsplan für den Fall fest, dass der erste Lohnlauf fehlschlägt.

Wartung

Nach der Implementierung ist eine regelmäßige Wartung notwendig, damit die Software weiterhin effektiv bleibt. Planen Sie regelmäßige Updates, führen Sie periodische Audits durch und bieten Sie fortlaufende Schulungen an, um den Anschluss an neue Funktionen und Best Practices nicht zu verpassen.

Tipps zur Optimierung des Implementierungsprozesses

  1. Frühe Einbindung: Beziehen Sie wichtige Interessengruppen frühzeitig in den Prozess ein, um Zustimmung zu erhalten und Bedenken anzusprechen.
  2. Klare Dokumentation: Führen Sie eine detaillierte Dokumentation, in der Herausforderungen, getroffene Entscheidungen und durchgeführte Maßnahmen festgehalten werden.
  3. Regelmäßige Updates: Halten Sie das Team über Fortschritte und Änderungen am Plan auf dem Laufenden.
  4. Nutzerfeedback: Sammeln Sie Feedback von Nutzern und nutzen Sie dieses, um das neue System kontinuierlich zu verbessern.
  5. Flexibles Planen: Seien Sie bereit, den Plan bei Bedarf auf Grundlage von Tests und Rückmeldungen anzupassen.
  6. Kontinuierliches Lernen: Fördern Sie ständiges Lernen und die Anpassung an neue Softwarefunktionen und Updates.

Die Einführung von HR-Software muss nicht überfordernd sein. Wenn Sie diese Strategien und Tipps befolgen, können Sie eine reibungslose und erfolgreiche Implementierung sicherstellen, die Ihre HR-Prozesse verbessert und die Ziele Ihrer Organisation unterstützt. 

Die Wahl der richtigen HR-Software ist entscheidend, da sie das Personalmanagement vereinfachen und die Effizienz steigern kann. Um sicherzustellen, dass Sie die für Sie beste Software auswählen, empfehle ich, Ihr Verständnis für die wichtigsten Unterschiede zwischen HRIS, HRMS und HCM-Systemen aufzufrischen, bevor Sie Ihre endgültige Wahl treffen.

David Rice

David Rice ist ein erfahrener Journalist und Redakteur, der sich auf Themen rund um Personalwesen und Führung spezialisiert hat. Im Lauf seiner Karriere widmete er sich verschiedenen Branchen für Print- und Digitalmedien in den USA und Großbritannien.