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Key Takeaways

Werte statt nur Zahlen: Leistungsbeurteilungen betonen nun die Übereinstimmung mit den Unternehmenswerten neben den Ergebnissen und fördern so eine Kultur von Sinnhaftigkeit, Verantwortlichkeit und Engagement.

Stärkung der Verantwortlichkeit: Durch die Betonung von Werten fördern Unternehmen Verantwortungsbewusstsein und motivieren Mitarbeitende dazu, für ihre Beiträge und ihr Verhalten einzustehen.

Engagement durch Werte: Die Ausrichtung der Leistung an den Kernwerten stärkt das Engagement der Mitarbeitenden, da sie sich stärker mit der Mission des Unternehmens verbunden fühlen.

Leistungsbeurteilungen basieren nicht nur auf Zahlen – immer stärker geht es auch darum, wie gut Mitarbeitende die zentralen Unternehmenswerte verkörpern. Wertebasierte Beurteilungen erfassen sowohl die Ergebnisse, die ein Mitarbeitender erzielt, als auch die Verhaltensweisen, die die Unternehmenskultur widerspiegeln. Dieser Ansatz fördert Sinn, Verantwortlichkeit und stärkere Bindung. 

Dennoch kämpfen Führungskräfte und HR mitunter mit Subjektivität, mangelnden Beispielen und der Messung von wertebasierten Handlungen – besonders, wenn ihre Leistungsmanagement-Tools es nicht ermöglichen, die Art von Verhaltensdaten und Feedback zu sammeln und auszuwerten, die für solche Beurteilungen notwendig sind. 

In diesem Artikel liefern wir umsetzbare Erkenntnisse und Beispiele, damit Sie wertbasierte Beurteilungen einführen können, die die Entwicklung der Mitarbeitenden fördern und die Unternehmenskultur bereichern.

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Warum wertebasierte Beurteilungen?

Die Ausrichtung der Mitarbeitendenleistung an den Unternehmenswerten ist ein strategischer Ansatz, der die Unternehmenskultur signifikant stärken kann. Indem Kernwerte in die Leistungsbeurteilung verankert werden, stellen Unternehmen sicher, dass Mitarbeitende nicht nur ihre beruflichen Ziele erreichen, sondern auch zur übergeordneten Vision und Mission des Betriebs beitragen.

Untersuchungen von Gallup zeigen, dass Mitarbeitende, die glauben, dass ihr Unternehmen ihre Werte widerspiegelt, 3,7-mal stärker engagiert bei der Arbeit sind. Dieses gesteigerte Engagement führt zu mehr Produktivität, höherer Arbeitszufriedenheit und letztlich geringeren Fluktuationsraten. Umso enttäuschender, dass nur 21 % der Arbeitnehmer in den USA sich mit der Unternehmenskultur verbunden fühlen.

Auswirkung auf Bindung und Engagement der Mitarbeitenden

Wertebasierte Leistungsbeurteilungen bieten die Möglichkeit, Mitarbeitenden sichtbar zu machen, dass das Unternehmen Verhaltensweisen wie Integrität, Teamarbeit und Innovation wirklich wertschätzt. Dies führt dazu, dass sie sich motivierter und engagierter für ihre Aufgaben fühlen. 

Das deckt sich direkt mit den Daten der Work Futures Studie von Dexian, wonach werteorientierte Unternehmen höhere Bindungsraten und bessere Stimmung im Team erfahren. Mitarbeitende möchten für Organisationen arbeiten, die ihre Werte teilen und ihnen eine sinnvolle Beteiligung ermöglichen.

Praktische Vorteile von wertebasierten Beurteilungen

Wertebasierte Beurteilungen sorgen für Konsistenz bei Entscheidungen und helfen, Erwartungen an das Verhalten auf allen Ebenen des Unternehmens zu klären. Wenn Werte klar mit den Leistungskennzahlen verknüpft sind, verstehen Mitarbeitende nicht nur, welche Ergebnisse erwartet werden, sondern auch, wie sie sich in ihrer Rolle verhalten sollen. Diese Klarheit fördert Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und Fairness.

Wenn Sie Mitarbeitende nur nach Output bewerten, entgeht Ihnen das größere Bild. Wertebasierte Beurteilungen bringen individuelles Verhalten mit der Unternehmenskultur in Einklang, was zu stärkeren Teams und effektiverer Führung führt. Fangen Sie damit an, und Sie gewinnen passende Menschen, binden Talente und schaffen eine Grundlage für nachhaltigen Erfolg.

Mike white
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Gründer von Secchi.io

Die zentralen Werte Ihres Unternehmens bestimmen

Der erste Schritt, Werte in Leistungsbeurteilungen zu integrieren, besteht darin, die Kernwerte Ihres Unternehmens klar zu definieren. Dies kann beinhalten:

  • Workshops für Führungskräfte: Veranstalten Sie Sitzungen, in denen Führungsteams gemeinsam die wichtigsten Werte identifizieren, die sich an den Unternehmenszielen orientieren.
  • Mitarbeitendenbefragungen: Holen Sie Rückmeldungen von Mitarbeitenden aller Ebenen ein, um zu erfassen, welche Werte intern besonders bedeutsam sind.
  • Rückmeldungen von externen Stakeholdern: Überlegen Sie, wie Kunden, Partner und Investoren Ihre Marke wahrnehmen, um sicherzustellen, dass die Werte auch mit externen Erwartungen übereinstimmen.
Verhalten zusammen mit Werten definieren

Verhalten zusammen mit Werten definieren

“Definieren Sie, wie jeder Wert aktiviert wird, um Normen aufzustellen, die widerspiegeln, wie Mitarbeitende diese Werte intern und extern annehmen, umsetzen und verkörpern sollen. Durch die klare Formulierung beobachtbarer Verhaltensweisen wissen Teammitglieder, was von ihnen erwartet wird, und Führungskräfte sind besser darauf vorbereitet einzuschätzen, wie die Unternehmensprinzipien im Rahmen von Leistungsbeurteilungen tatsächlich gelebt werden.” – Marie Unger, CEO von Emergenetics International

Beispiele für zentrale Werte

Hier sind einige Beispiele für gängige Kernwerte und wie sie sich im Arbeitsalltag widerspiegeln können:

  • Integrität: Steht zu eigenen Fehlern, wahrt Vertraulichkeit und hält sich bei der Arbeit an ethische Standards.
  • Innovation: Überschreitet Grenzen, probiert neue Ideen aus und trägt aktiv zur Verbesserung von Prozessen und Produkten bei.
  • Zusammenarbeit: Hört Kolleg:innen aktiv zu, teilt Wissen und ist offen für Feedback, um den Erfolg des Teams zu sichern.
  • Verantwortung: Übernimmt Aufgaben, hält Zusagen ein und lernt aus Fehlern.
  • Kundenorientierung: Setzt sich besonders dafür ein, die Herausforderungen der Kund:innen zu verstehen, reagiert prompt auf Anfragen und bietet herausragenden Service.
  • Respekt: Fördert eine inklusive Umgebung, hört aufmerksam zu, schätzt unterschiedliche Meinungen und löst Konflikte diplomatisch.
  • Nachhaltigkeit: Schlägt umweltfreundliche Initiativen vor, reduziert Abfall und berücksichtigt die umfassendere Wirkung der eigenen Arbeit.
  • Exzellenz: Liefert konstant qualitativ hochwertige Ergebnisse, ist stolz auf die eigene Arbeit und sucht gezielt nach Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Perfektion.
  • Empathie: Schafft unterstützende Arbeitsumgebungen, bietet Kolleg:innen Hilfe an und zeigt Mitgefühl in herausfordernden Situationen.
  • Agilität: Blüht in dynamischen Umgebungen auf, passt Prioritäten schnell an und scheut sich nicht, bei neuen Herausforderungen Kursanpassungen vorzunehmen.

Verknüpfung von Werten mit Unternehmenszielen

Die Werte Ihres Unternehmens sollten mit den übergeordneten Geschäftszielen übereinstimmen. Ist zum Beispiel Innovation ein Kernwert, sollte sich das in Zielen wie der Verbesserung von Produkten, der Steigerung der operativen Effizienz oder der Förderung von Kreativität in Teams widerspiegeln. 

Eine klare Übereinstimmung von Werten und Zielen sorgt dafür, dass Werte für Mitarbeitende umsetzbar und bedeutsam sind.

Beispiel: Unternehmen wie Google haben ihre zentralen Werte erfolgreich in Leistungsmanagementsysteme integriert und somit ein Umfeld geschaffen, in dem Innovation nicht nur gefördert, sondern im Rahmen der Mitarbeiterleistung aktiv gemessen wird.

Die Verbindung schaffen

Die Verbindung schaffen

“Ich empfehle, zu bewerten, welches Gewicht auf verhaltensorientierte Werte im Vergleich zu anderen Leistungsindikatoren auf individueller oder Team-Ebene gelegt wird. Wenn es in Unternehmen eine Diskrepanz zwischen der erklärten Ideologie und dem Arbeitsalltag der Mitarbeitenden gibt, liegt das oft daran, dass kurzfristige Ergebnisse gegenüber allen anderen Kompetenzen bevorzugt werden. Legen Führungskräfte jedoch auf das “Wie” und das “Was” gleichermaßen Wert, entsteht eine Unternehmenskultur, die die Prinzipien tatsächlich widerspiegelt.” – Marie Unger, CEO von Emergenetics International

Wie Sie Werte in Leistungsbeurteilungen nutzen

Werte in Leistungsbeurteilungen zu integrieren klingt sinnvoll, aber letztlich versucht man, ein Ideal zu messen, indem man das Verhalten darauf abstimmt. Das ist nicht so simpel, wie es zunächst erscheint.

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Werte in messbare Kennzahlen umsetzen

Um Kernwerte wirklich in Leistungsbeurteilungen einzubinden, ist es wichtig, jeden Wert mit spezifischen, messbaren Verhaltensweisen zu verknüpfen, die bewertet werden können. So werden Werte greifbar und zu beobachtbaren Merkmalen, die im Laufe der Zeit verfolgt werden können. 

Hier einige Beispiele, wie sich Kennzahlen rund um messbare Verhaltensweisen für jeden der oben genannten Kernwerte festlegen lassen. Viele dieser Kriterien basieren auf beobachtbaren Verhaltensweisen und erfordern 360-Grad-Feedback sowohl von Führungskräften als auch von Kolleg:innen, um eine Einschätzung zu ermöglichen.

Zusammenarbeit:

  • Messwert 1: Verfolgen Sie die Teilnahme an bereichsübergreifenden Projekten und dokumentieren Sie, wie oft Mitarbeitende sich freiwillig melden oder zu Initiativen außerhalb ihres direkten Verantwortungsbereichs beitragen.
  • Messwert 2: Beurteilen Sie, wie häufig ein:e Mitarbeitende:r konstruktives Feedback während Teammeetings oder Brainstorming-Sitzungen teilt.
  • Messwert 3: Fordern Sie Manager:innen und Kolleg:innen auf, die Fähigkeit der Person zu dokumentieren, Konflikte innerhalb von Teams zu vermitteln oder zur kollaborativen Problemlösung beizutragen. 

Integrität:

  • Messwert 1: Prüfen Sie Fälle, in denen Mitarbeitende mit vertraulichen Informationen umgehen müssen, und bewerten Sie, wie gut sie Unternehmensrichtlinien zum Schutz der Vertraulichkeit (z. B. Datenschutz, vertrauliche Gespräche) einhalten.
  • Messwert 2: Messen Sie die Transparenz in der Kommunikation, indem Sie beobachten, ob Mitarbeitende relevante Stakeholder über Projektfortschritte, Herausforderungen und Verzögerungen informieren.
  • Messwert 3: Prüfen Sie, ob Mitarbeitende auch bei Herausforderungen oder in Interessenskonflikten ethische Standards einhalten.

Innovation:

  • Messwert 1: Zählen Sie die Anzahl neuer Ideen, die Mitarbeitende während Brainstormings, Sitzungen oder bei der Produktentwicklung einbringen.
  • Messwert 2: Bewerten Sie, wie häufig Mitarbeitende neue Prozesse, Tools oder Technologien einführen oder testen, die die Teamleistung oder Kundenergebnisse verbessern.
  • Messwert 3: Messen Sie die Anpassungsfähigkeit eines Mitarbeitenden, z. B. wie schnell er oder sie neue Software, Prozesse oder Feedback in die tägliche Arbeit integriert.

Verantwortungsbewusstsein:

  • Messwert 1: Messen Sie, wie oft Mitarbeitende Verantwortung für Aufgaben und Projekte übernehmen, besonders wenn etwas nicht nach Plan läuft. Dies lässt sich durch regelmäßige Fortschrittsberichte, Aufgabenverfolgung oder Projektergebnisse erfassen.
  • Messwert 2: Beobachten Sie, ob Mitarbeitende Fristen einhalten und Zusagen nachkommen, etwa das Erreichen von Lieferzielen und das regelmäßige Informieren des Teams.
  • Messwert 3: Bewerten Sie, wie Mitarbeitende mit Fehlern umgehen – suchen sie aktiv nach Lösungen und übernehmen sie Verantwortung oder versuchen sie, Fehler zu verschweigen?

Kundenorientierung:

  • Messwert 1: Verfolgen Sie Kundenzufriedenheitswerte, wie Net-Promoter-Score (NPS) oder Feedbackumfragen, und ordnen Sie diese einzelnen Mitarbeitenden mit direktem Kundenkontakt zu.
  • Messwert 2: Messen Sie die Reaktionszeit auf Kundenanfragen und die Servicequalität, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende schnell und empathisch handeln.
  • Messwert 3: Beurteilen Sie, wie gut Mitarbeitende Kundenbedürfnisse vorausschauend erkennen und darauf eingehen, etwa indem sie Verbesserungsvorschläge für bestehende Prozesse machen oder individuelle Lösungen anbieten.

Respekt:

  • Messwert 1: Dokumentieren Sie die Beteiligung des Mitarbeitenden an inklusiven Verhaltensweisen, wie das Fördern vielfältiger Perspektiven in Meetings oder das Ermöglichen von Diskussionen, in denen alle Stimmen gehört werden.
  • Messwert 2: Messen Sie, wie gut Mitarbeitende Konflikte lösen oder schwierige Gespräche führen, und sammeln Sie Feedback von Kolleg:innen dazu, wie professionell und einfühlsam sie mit sensiblen Themen umgehen.
  • Messwert 3: Bewerten Sie die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Teams – sind sie durchweg unterstützend, freundlich und rücksichtsvoll gegenüber anderen?

Nachhaltigkeit:

  • Messwert 1: Messen Sie die Nutzung nachhaltiger Praktiken im Arbeitsalltag, etwa durch Abfallvermeidung, den Einsatz energieeffizienter Werkzeuge oder Recycling.
  • Messwert 2: Dokumentieren Sie die Teilnahme an Umweltinitiativen, wie das Vorschlagen oder Einführen umweltfreundlicher Alternativen in Projekten, Abläufen oder Lieferketten.
  • Messwert 3: Bewerten Sie das Engagement für Nachhaltigkeit in Teambesprechungen, etwa ob Mitarbeitende Umweltaspekte bei geschäftlichen Entscheidungen einbringen.

Exzellenz:

  • Messwert 1: Beurteilen Sie die Arbeitsqualität der Mitarbeitenden, einschließlich Genauigkeit, Sorgfalt und Einhalten etablierter Standards.
  • Messwert 2: Messen Sie das Engagement für kontinuierliche Verbesserung, beispielsweise ob aktiv Feedback eingeholt, zusätzliche Schulungen besucht oder Branchenseminare zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten besucht werden.
  • Messwert 3: Bewerten Sie die Wirkung der Arbeit: Wie oft trägt das Ergebnis direkt zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele bei?

Empathie:

  • Metrik 1: Erfassen Sie Feedback von Kollegen und Kunden bezüglich der Fähigkeit des Mitarbeiters, deren Bedürfnisse auf eine einfühlsame Weise zu verstehen und darauf zu reagieren.
  • Metrik 2: Messen Sie, wie oft ein Mitarbeiter Kollegen in persönlichen oder beruflichen Herausforderungen unterstützt – sei es durch Mentoring, Hilfsangebote oder einfach als Zuhörer.
  • Metrik 3: Bewerten Sie, wie gut sie mit emotional aufgeladenen Situationen umgehen, insbesondere hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Spannungen abzubauen und positive Arbeitsbeziehungen zu bewahren.

Agilität:

  • Metrik 1: Bewerten Sie, wie schnell sich Mitarbeitende an Änderungen im Projektrahmen, bei Fristen oder Teamdynamiken anpassen. Dies kann an ihrer Reaktionsfähigkeit auf sich ändernde Prioritäten oder kurzfristige Anfragen gemessen werden.
  • Metrik 2: Verfolgen Sie ihre Bereitschaft, mit neuen Ideen, Werkzeugen oder Methoden zu experimentieren, um Probleme zu lösen und die Teamleistung zu verbessern.
  • Metrik 3: Messen Sie ihre Fähigkeit, mehrere Aufgaben oder widersprüchliche Prioritäten zu managen und ihre Arbeitsbelastung in Zeiten der Unsicherheit effektiv auszubalancieren.

Führungskräfte darin schulen, leistungsorientiert nach Werten zu bewerten

Eine der größten Herausforderungen bei der Einführung von wertebasierten Leistungsbeurteilungen ist es, Führungskräfte darin zu schulen, immaterielle Eigenschaften zu bewerten. Führungskräfte benötigen Anleitung, um Verhaltensweisen zu erkennen und zu beurteilen, die die Unternehmenswerte widerspiegeln, und diese so zu dokumentieren, dass sie messbarer werden. 

Regelmäßige Schulungen zur Leistungsbewertung, Workshops und klare Bewertungssysteme können Führungskräften helfen, diese Verhaltensweisen objektiv zu beurteilen.

Tipp der Autorin

Tipp der Autorin

Geben Sie Führungskräften konkrete Beispiele, wie Integrität am Arbeitsplatz aussieht – etwa Fehler zuzugeben oder offen mit Kunden zu kommunizieren. Am besten ist es jedoch, die Werte vorzuleben. Wenn die Führungsetage die propagierten Werte nicht lebt, ist es Zeitverschwendung, von anderen zu erwarten, dass sie es tun.

Werte und traditionelle Kennzahlen ausgewogen betrachten

Es ist wichtig, wertebasierte Bewertungen mit traditionellen Leistungskennzahlen zu kombinieren. Ein Mitarbeiter kann beispielsweise sein Verkaufsziel übertreffen (traditionelle Kennzahl), aber nicht effektiv mit dem Team zusammenarbeiten (wertorientierte Kennzahl) oder ein Teammitglied mit Schwierigkeiten nicht unterstützen (wertorientierte Kennzahl). 

Durch die Balance beider Ansätze schaffen Sie einen ganzheitlicheren Beurteilungsprozess, der sowohl Ergebnisse als auch Verhalten widerspiegelt.

Beispiele für wertebasierte Leistungsbeurteilungen

Es gibt einige großartige Beispiele für wertebasierte Leistungsbeurteilungen auf dem Markt, insbesondere von führenden Unternehmen, die als Inspiration dienen können. Hier sind drei, die mir aufgefallen sind und sich lohnen, betrachtet zu werden. 

1. Patagonia: Engagement für Nachhaltigkeit und Werteorientierung

Patagonia integriert seine zentralen Werte – insbesondere Nachhaltigkeit – in alle Unternehmensbereiche, einschließlich der Leistungsbewertung. Sie stellen sicher, dass die Mitarbeitenden nicht nur ihre individuellen Aufgaben erfüllen, sondern auch zu den Umwelt- und Sozialzielen des Unternehmens beitragen. 

Dieser wertebasierte Ansatz ist tief in der Unternehmenskultur verwurzelt – von der Rekrutierung bis hin zum Performancemanagement.

Wesentliche Erfolgsaspekte:

  • Klare Werteintegration: Patagonia verknüpft die individuelle Leistung ausdrücklich mit den Unternehmenswerten Umweltschutz und soziale Verantwortung. Mitarbeitende werden nicht nur danach bewertet, wie sie Geschäftsziele erreichen, sondern auch danach, wie sie zum breiteren Umwelt- und Sozialengagement des Unternehmens beitragen.
  • Nachhaltigkeitskennzahlen: Patagonia verwendet spezifische, messbare Ziele im Bereich Nachhaltigkeit – wie Abfallreduzierung, Minimierung des CO2-Fußabdrucks und Verbesserung ethischer Beschaffungspraktiken. Diese Ziele sind Teil des Leistungsbeurteilungsprozesses für Mitarbeitende auf allen Ebenen.
  • Mitarbeiter-Empowerment: Das Unternehmen ermutigt Mitarbeitende, Eigeninitiative im Bereich Nachhaltigkeit zu ergreifen. Wer dies tut, wird anerkannt und belohnt. Dadurch können sie ihre täglichen Aufgaben mit der übergeordneten Mission des Unternehmens in Einklang bringen.
  • Kulturelle Konsistenz: Indem Werte sowohl in formelle als auch informelle Prozesse (einschließlich Feedback, Anerkennung und Zielsetzungsprozesse) integriert werden, schafft Patagonia eine Unternehmenskultur, in der die Werte nicht nur verkündet, sondern von den Mitarbeitenden wirklich gelebt werden.

2. Google: Innovation als Kernwert

Bei Google ist es bekannt, dass Innovation das Herzstück aller Unternehmensaktivitäten bildet und fest in die Leistungsbeurteilungen integriert ist. Mitarbeitende werden nicht nur hinsichtlich ihrer technischen Fähigkeiten oder des Erfolgs ihrer Produkte bewertet, sondern auch hinsichtlich ihrer Fähigkeit, kreativ zu denken und Grenzen zu überschreiten. 

Googles Leistungsbeurteilungsprozess ist darauf ausgerichtet, Risikobereitschaft und Ideenfindung zu fördern – beides Grundpfeiler der von Innovation getriebenen Unternehmenskultur.

Wichtige Erfolgsaspekte:

  • Fokus auf Kreativität: In den Beurteilungen wird darauf geachtet, wie Mitarbeitende neue Ideen einbringen, kalkulierte Risiken eingehen und Herausforderungen mit kreativen Lösungen begegnen. Sie werden darin bestärkt, außerhalb konventioneller Muster zu denken, und werden dahingehend bewertet, wie innovatives Denken bei der Produktentwicklung und Problemlösung angewendet wird.
  • Messbare Innovationskennzahlen: Das Unternehmen nutzt klare Messgrößen zur Innovationsbewertung, wie die Anzahl eingereichter Produktideen, die Umsetzung neuer Prozesse oder die Entwicklung fortschrittlicher Lösungen. Damit bleiben die Mitarbeitenden auf Ergebnisse fokussiert, die unmittelbar mit der Unternehmensvision verbunden sind.
  • 360-Grad-Feedback: Google setzt häufig 360-Grad-Feedback ein, wobei Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte Rückmeldungen zur Kreativität und zum Innovationsbeitrag eines Mitarbeiters abgeben. Dieser ganzheitliche Ansatz misst, wie stark Mitarbeitende zur innovativen Unternehmenskultur beitragen.
  • Kontinuierliches Lernen und Entwicklung: Google legt großen Wert auf persönliches Wachstum und ermutigt dazu, sich ständig weiterzubilden. Dazu gehört das Erlernen neuer Technologien oder kreativer Methoden, was sich in den Leistungsbeurteilungen widerspiegelt und nachhaltige Innovation fördert.

3. Zappos: Kundenservice als Fundament

Bei Zappos bildet exzellenter Kundenservice das Fundament des gesamten Geschäftsmodells. Die Leistungsbeurteilungen konzentrieren sich stark darauf, ob Mitarbeitende die Kundenservicestandards von Zappos aufrechterhalten – insbesondere darauf, wie sie Kundinnen und Kunden begegnen und Kundenerwartungen übertreffen. 

Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Werte des Kundenservices in jeder Beurteilung verankert sind – unabhängig davon, ob Mitarbeitende direkt im Kundenkontakt oder in unterstützenden Funktionen tätig sind.

Wichtige Erfolgsaspekte:

  • Kundenorientierte Unternehmenskultur: Von der Einstellung bis hin zur Leistungsbeurteilung steht bei Zappos der Kundenservice im Zentrum. Mitarbeitende werden daran gemessen, wie sie die kundenorientierte Philosophie des Unternehmens verkörpern – mit Fokus auf Empathie, Problemlösung und unvergessliche Kundenerlebnisse.
  • Verhaltensbezogene Kennzahlen: Zappos verwendet Verhaltensindikatoren wie beispielsweise, wie gut Mitarbeitende Kundenbedürfnisse antizipieren oder Probleme lösen – und nicht nur Kundenzufriedenheitswerte. Das ermöglicht eine umfassendere Bewertung des Engagements für außergewöhnlichen Service.
  • Empathie und Engagement: Mitarbeitende werden daraufhin bewertet, wie gut sie sich in Kunden hineinversetzen, Beziehungen aufbauen und Herausforderungen kreativ bewältigen. Dies spiegelt Zappos' Überzeugung wider, dass herausragender Service mit Verständnis und Fürsorge beginnt.
  • Integration von Kundenfeedback: Zappos integriert echtes Kundenfeedback direkt in die Leistungsbeurteilungen. So erhalten Mitarbeitende konkrete Hinweise, wie ihr Verhalten mit den Kundenservicewerten des Unternehmens übereinstimmt und wie sie sich verbessern können.
  • Anreize und Anerkennung: Zappos belohnt Mitarbeitende, die dauerhaft durch außergewöhnlichen Kundenservice herausragen, durch Anerkennungsprogramme und Prämien. Das motiviert sie, die Kernwerte des Unternehmens in jeder Interaktion mit Kunden zu leben.

Wichtigste Erkenntnisse für den Erfolg:

  • Klarheit und Konsistenz: Diese Unternehmen stellen sicher, dass die zentralen Werte durchgängig in allen Aspekten der Leistungsbeurteilungen integriert sind – von der Zielsetzung bis zu Feedback und Entwicklung. Die Mitarbeitenden verstehen, wie ihr Verhalten mit den Unternehmenswerten übereinstimmt, und werden motiviert, diese Werte in ihrer Arbeit zu verkörpern.
  • Messbare Verhaltensweisen: Erfolg entsteht, wenn Werte in konkrete Handlungen umgesetzt werden. Indem diese Unternehmen die Unternehmenswerte mit spezifischen, messbaren Verhaltensweisen verknüpfen, stellen sie sicher, dass Werte nicht bloß abstrakte Ideale sind, sondern sich im täglichen Tun und den Beiträgen der Mitarbeitenden widerspiegeln.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Die Integration von Werten in Leistungsbeurteilungen geht häufig über das reine Feedback der Führungskräfte hinaus. Diese Unternehmen nutzen Peer-Reviews, Kundenfeedback und Selbsteinschätzungen, um ein umfassendes Bild davon zu bekommen, wie gut Mitarbeitende die zentralen Werte leben.
  • Abstimmung auf die Geschäftsstrategie: Diese Unternehmen stellen sicher, dass ihre Werte direkt mit ihren Unternehmenszielen verknüpft sind. Dadurch entsteht eine klare Verbindung zwischen der Leistung der Mitarbeitenden und dem langfristigen Erfolg des Unternehmens.

Beispiele für Feedback zu wertbasierten Leistungsbeurteilungen

An diesem Punkt fragst du dich sicher, wie das in der Praxis aussieht. Ein guter Ausgangspunkt ist, sich das Feedback anzusehen, das im Rahmen einer wertbasierten Leistungsbeurteilung gegeben wird. 

Im Folgenden habe ich einige Beispiele aufgeführt, wie solches Feedback in Situationen aussieht, die sich auf die zuvor besprochenen Werte beziehen. Für jeden Wert findest du ein Beispiel, wie positives Feedback mit Wertebezug aussieht, und ein Beispiel für konstruktives, wertorientiertes Feedback. 

Beispielszenarien nach Wert

Integrität

  • Positives Feedback:
    „Du bist sehr umsichtig und diskret im Umgang mit vertraulichen Kundendaten. Während des letzten Projekts hast du mögliche Probleme beim Zeitplan proaktiv angesprochen, das gesamte Team informiert und so sichergestellt, dass wir auf Kurs bleiben konnten. Dein Bekenntnis zu ethischen Grundsätzen ist deutlich und wird sehr geschätzt.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Auch wenn du bei Herausforderungen in deinen Projekten transparent warst, gab es einige Situationen, in denen Teammitglieder das Gefühl hatten, dass du bei gewissen Verzögerungen zögerlich mit Informationen umgegangen bist. Für die Zukunft möchten wir dich ermutigen, Rückschläge noch früher anzusprechen – so kann das ganze Team die Erwartungen anpassen und besser planen.“

Zusammenarbeit

  • Positives Feedback:
    „Du setzt dich stets besonders für eine gute Zusammenarbeit im Team ein. So hast du etwa während der quartalsweisen Planungssitzung alle Teammitglieder ermutigt, ihre Vorschläge einzubringen, damit jede*r Gehör findet. Zudem hast du eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung zwischen Abteilungen übernommen, was zu einer harmonischeren Atmosphäre und einem reibungsloseren Ablauf beigetragen hat.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Innerhalb deines direkten Teams arbeitest du sehr gut, jedoch haben wir festgestellt, dass deine Mitwirkung an abteilungsübergreifenden Projekten bislang begrenzt ist. Wir möchten dich ermutigen, dich künftig auch aktiv mit anderen Bereichen auszutauschen, deine Expertise einzubringen und insbesondere bei unternehmensweiten Initiativen stärker zusammenzuarbeiten.“

Innovation

  • Positives Feedback:
    „Deine innovativen Ideen sind ein wesentlicher Motor für die Fortschritte im Team. Zum Beispiel hat dein Vorschlag, ein neues CRM-Tool zu integrieren, unsere Effizienz und Kundenbeziehungen deutlich verbessert. Du suchst immer nach Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren und neue Blickwinkel einzubringen – das treibt das Team zu Höchstleistungen an.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Du kannst dein Potenzial in Bezug auf innovative Lösungen beim Lösen von Problemen noch stärker ausschöpfen. Du hast ein gutes Verständnis für etablierte Prozesse, doch wir möchten dich ermutigen, in Zukunft bei Team-Workshops mehr kreative Alternativen zu erproben und mit neuen Tools oder Methoden zu experimentieren, um so die Produktivität der Abteilung zu steigern.“

Verantwortung

  • Positives Feedback:
    „Du übernimmst kontinuierlich Verantwortung für deine Projekte und Aufgabenbereiche. Während des letzten Produkt-Launchs warst du nicht nur den Zeitplänen voraus, sondern hast das Team auch immer über Änderungen beim Projektumfang informiert. Deine Fähigkeit, zu Rückschlägen zu stehen und diese schnell zu lösen, ist ein Vorbild an Verantwortungsbewusstsein.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Manchmal gab es Verzögerungen in deiner Kommunikation, wenn bei deinen Aufgaben Probleme aufgetreten sind. Auch wenn du Probleme schnell angehst, sobald sie offensichtlich sind, wäre es für das Team hilfreich, wenn du Herausforderungen noch früher ansprichst, damit wir gemeinsam Lösungen entwickeln können. Proaktives Übernehmen von Verantwortung bei Herausforderungen ist ein Bereich, in dem du weiter wachsen kannst.“

Kundenorientierung

  • Positives Feedback:
    „Du zeigst eine ausgeprägte kundenorientierte Denkweise und stellst ihre Bedürfnisse stets in den Vordergrund. Deine kürzlichen Bemühungen, die Bedenken eines Kunden bezüglich der Produktlieferung auszuräumen, waren vorbildlich: Du hast dir die Zeit genommen zuzuhören, Mitgefühl zu zeigen und das Problem rasch zu lösen. Dein Ansatz hat nicht nur den Kunden beeindruckt, sondern auch unsere Beziehung zu ihm gestärkt.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Auch wenn du auf die Bedürfnisse der Kunden achtest, gab es Situationen, in denen Rückmeldungen von Kunden nicht rechtzeitig an das Team kommuniziert wurden. Um dich zu verbessern, solltest du die Einblicke der Kunden regelmäßig mit deinen Kollegen teilen, damit wir schnell auf Feedback reagieren und die Kundenerfahrung stetig optimieren können.“

Respekt

  • Positives Feedback:
    „Du zeigst deinen Kollegen gegenüber durchgehend ein hohes Maß an Respekt. Besonders in Teammeetings trägst du mit deinem aktiven Zuhören und der Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven zu einer inklusiven Atmosphäre bei. Du sorgst dafür, dass sich alle gehört fühlen, was unseren Teamgeist sowie das gegenseitige Vertrauen stärkt.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Manchmal wirken deine Beiträge in Besprechungen so, als würdest du die Ideen anderer abtun. Auch wenn das nicht deine Absicht ist, ist es wichtig, aktiv zuzuhören und konstruktives Feedback zu geben. Wenn du beim Antworten auf den Tonfall und deine Herangehensweise achtest, stärkst du weiter deine Beziehungen im Team.“

Nachhaltigkeit

  • Positives Feedback:
    „Dein Engagement für Nachhaltigkeit zeigt sich in deinen täglichen Gewohnheiten. Du schlägst regelmäßig umweltfreundliche Alternativen vor, beispielsweise durch die Reduzierung des Papierverbrauchs bei Präsentationen oder die Einführung eines effizienteren Recyclingsystems im Büro. Mit deinem proaktiven Ansatz im Bereich Nachhaltigkeit bist du ein großartiges Vorbild für das gesamte Team.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Obwohl du bereits einige Nachhaltigkeitsinitiativen vorgeschlagen hast, sind wir überzeugt, dass du deine Beiträge noch ausbauen kannst, indem du dich bei Teamdiskussionen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks noch stärker einbringst. Suche Möglichkeiten, nachhaltige Praktiken in deine Arbeitsprozesse zu integrieren und motiviere auch andere, es dir gleichzutun.“

Exzellenz

  • Positives Feedback:
    „Du lieferst konsequent hochwertige Arbeitsergebnisse, die eine exzellente Messlatte setzen. Deine Liebe zum Detail und dein Einsatz, jeden Aspekt deiner Aufgaben – insbesondere in der Quartalsberichterstattung – stetig zu verbessern, sorgen stets für ein herausragendes Endergebnis. Deine Hingabe zur kontinuierlichen Verbesserung ist inspirierend.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Obwohl deine Arbeit im Allgemeinen von hoher Qualität ist, hat es vereinzelt kleine Versäumnisse durch enge Zeitvorgaben gegeben. Künftig solltest du erwägen, bei Bedarf mehr Zeit oder zusätzliche Ressourcen anzufordern, um das hohe Exzellenzniveau zu halten, zu dem du fähig bist. Scheue dich nicht, um Unterstützung zu bitten, wenn es nötig ist.“

Empathie

  • Positives Feedback:
    „In jeder Interaktion spiegelt sich deine Empathie wider. Als vor Kurzem eine Kollegin durch ein hohes Arbeitsaufkommen überlastet war, hast du dir die Zeit genommen, Unterstützung anzubieten und dafür zu sorgen, dass sie rechtzeitig Hilfe erhielt. Deine Fähigkeit, auf die Gefühle anderer einzugehen, stärkt das Gefühl der Wertschätzung und Unterstützung im Team.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Mitunter fokussierst du dich sehr stark auf die Aufgabenerledigung und könntest davon profitieren, die Emotionen deiner Kolleginnen und Kollegen – besonders in stressigen Phasen – stärker wahrzunehmen. Wenn du dir ab und zu einen Moment nimmst, um die emotionale Dynamik im Team zu berücksichtigen, können bestehende Verbindungen gestärkt und ein unterstützendes Arbeitsumfeld gefördert werden.“

Agilität

  • Positives Feedback:
    „Deine Fähigkeit, dich flexibel auf Veränderungen einzustellen, war von unschätzbarem Wert. Als sich die Richtung unseres Projekts im letzten Monat unerwartet änderte, hast du deine Herangehensweise rasch angepasst, neue Prioritäten angenommen und mit dem Team gemeinsam unsere Anstrengungen neu ausgerichtet. Dein flexibles Denken half dem Team, trotz Veränderungen konzentriert zu bleiben und alle Fristen einzuhalten.“
  • Konstruktives Feedback:
    „Obwohl du dich grundsätzlich gut auf neue Situationen einstellst, gab es Momente, in denen du zu Beginn zurückhaltend gegenüber Veränderungen warst. Wir ermutigen dich, deinem Gespür im Umgang mit Unsicherheit zu vertrauen und bei neuen Entwicklungen mit gutem Beispiel voranzugehen. Deine Agilität setzt auch in Zukunft einen positiven Ton im Team.“

Beispiele für verschiedene Rollen anwenden

Feedback, das auf Werten basiert, kann für unterschiedliche Rollen angepasst werden – auch innerhalb desselben Unternehmens. Hier sind einige Beispiele:

  • Vertrieb: „Zeigte hervorragende Zusammenarbeit, indem er eng mit dem Marketing-Team zusammenarbeitete, um Kampagnen an Kundenfeedback auszurichten.“
  • Personalwesen: „Bewies Integrität, indem vertrauliche Mitarbeiteranliegen diskret behandelt und Vertraulichkeit in allen Personalangelegenheiten gewahrt wurden.“
  • Technische Rollen: „Hat regelmäßig innovative Lösungen zu Projekt-Brainstorming-Sitzungen beigetragen und mit funktionsübergreifenden Teams zusammengearbeitet, um das Produktdesign zu verbessern.“

Häufig gestellte Fragen

Können wertbasierte Leistungsbeurteilungen für alle Rollen in einer Organisation verwendet werden?

Ja, wertbasierte Leistungsbeurteilungen können an alle Rollen angepasst werden – von Einsteigern bis zum oberen Management – indem Werte auf rollenbezogene Erwartungen abgestimmt werden.

Mit welchen Herausforderungen sind Unternehmen bei der Einführung wertbasierter Beurteilungen konfrontiert?

Herausforderungen sind u. a. subjektive Bewertungen, die Schwierigkeit, immaterielle Verhaltensweisen zu messen, sowie die Schulung der Führungskräfte, Werte konsistent zu bewerten.

Wie wirken sich wertbasierte Beurteilungen auf die Teamdynamik aus?

Wertbasierte Beurteilungen stärken eine positive Teamkultur, indem sie die Bedeutung von Zusammenarbeit, Kommunikation und gemeinsamen Zielen hervorheben.

Wie oft sollten wertbasierte Beurteilungen durchgeführt werden?

Auch wenn die Häufigkeit variieren kann, gewährleistet mindestens eine Durchführung pro Jahr die Abstimmung mit individuellem Wachstum und Unternehmenszielen.

Welche Tools oder Software können wertbasierte Leistungsbeurteilungen erleichtern?

HR-Software wie Workday und Lattice bietet Vorlagen und Werkzeuge, um Werte in das Leistungsmanagement zu integrieren – und macht den Prozess reibungsloser und standardisierter.

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