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Key Takeaways

Das Engagement-Tief: Ein Tiefpunkt: Im Jahr 2024 erreichte das Mitarbeiterengagement in den USA einen 11-Jahres-Tiefstand und verdeutlicht damit eine erhebliche Kluft zwischen Organisationen und ihrer Belegschaft.

Flexibilität und Wachstum: Hohe Erwartungen voraus: Im Jahr 2025 sind die Erwartungen der Mitarbeiter stark gestiegen. Flexibilität, berufliche Entwicklung und allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz stehen als zentrale Prioritäten im Vordergrund.

Der Balanceakt: Produktivität vs. Zufriedenheit: Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Produktivität und Wachstum aufrechtzuerhalten und gleichzeitig auf den steigenden Bedarf an mitarbeiterorientierten Richtlinien und Praktiken zu reagieren.

Im Jahr 2024 erreichte das Engagement der US-amerikanischen Mitarbeitenden ein 11-Jahres-Tief. Und im Jahr 2026 sind die Erwartungen der Mitarbeitenden an Flexibilität, Entwicklungsmöglichkeiten und Zufriedenheit am Arbeitsplatz so hoch wie nie zuvor. Dennoch müssen Unternehmen zur Sicherung ihrer Kontinuität weiterhin Produktivität und Wachstum liefern. 

Was bedeutet das nun für den HR-Bereich?

Engagement steigern und gleichzeitig die Produktivität erhöhen und die Einhaltung von Unternehmensrichtlinien und -verfahren sicherstellen? HR ist definitiv nicht mehr der bequeme Job, den viele früher mit dieser Funktion assoziierten. 

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Was ist also das HR-Playbook für 2026, ein Jahr, das ebenso schnelllebig sein wird wie die vergangenen?

Erfolgsstrategien aus Marketing, Entwicklung und Design übernehmen

Um sowohl den Herausforderungen der Mitarbeitenden als auch des Unternehmens gerecht zu werden, muss sich HR von traditionellen Ansätzen hin zu einem Motor für organisationalen Wandel entwickeln. Das Geheimnis? Erfolgsrezepte von anderen Abteilungen übernehmen, die Innovation und Effizienz bereits gemeistert haben.

Marketing profitiert vom Prinzip „Testen und Lernen“. Entwicklungsteams haben mit agilen Methoden Arbeitsabläufe revolutioniert. Customer Success setzt auf Beziehungen, und Design Thinking fördert Kreativität und Problemlösungskompetenz. 

In diesem Artikel zeigen wir, wie HR von diesen Teams und ihren Prozessen lernen kann, um in 2026 und darüber hinaus eine dynamischere, wirkungsvollere und mitarbeiterzentrierte Organisation zu schaffen.

Das 2026 HR-Playbook

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1. Testen und Lernen als Grundhaltung

Marketer leben nach dem Motto „Testen, messen, verbessern.“ Dieser Ansatz ermöglicht ihnen, ihre Strategien kontinuierlich zu optimieren und bessere Ergebnisse zu erzielen.

Warum das für HR in 2026 wichtig ist: Die Präferenzen der Mitarbeitenden und Arbeitsplatztendenzen verändern sich rasant und stimmen nicht immer mit den Unternehmensbedürfnissen überein. HR kann es sich nicht leisten, Lösungen von der Stange auszurollen, sich nur auf Intuition zu verlassen oder die Interessen des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitenden durchzusetzen.

Wie HR das umsetzen kann:

  • Mit Engagement-Programmen experimentieren: Beispielsweise zwei verschiedene Anerkennungsprogramme für Mitarbeitende testen, um herauszufinden, welches die Zufriedenheit und Teilnahme stärker fördert.
  • Kommunikationsstrategien analysieren: Durch A/B-Tests herausfinden, welche Kanäle und Nachrichtenstile bei den Mitarbeitenden am besten ankommen.
  • Leistungspakete weiterentwickeln: Neue Benefits, wie Kinderbetreuung oder Mental-Health-Tage, in bestimmten Teams oder Standorten pilotieren und anhand von Feedback und Nutzungsraten ausweiten.

Mit einer Test-und-Lern-Mentalität kann HR kostspielige Fehltritte vermeiden und sicherstellen, dass Initiativen den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden.

2. Agile Methoden übernehmen

Agile Methoden haben die Softwareentwicklung revolutioniert, indem sie Tempo, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit fördern. Mit dem verstärkten Einsatz von KI und neuen Technologien ist Agilität keine Option mehr, sondern essenziell. KI und menschliche Intelligenz müssen zusammenarbeiten.

Warum das für HR in 2026 wichtig ist: Wirtschaftliche Unsicherheiten und hybride Arbeitswelten erfordern Flexibilität. HR muss auf veränderte Prioritäten schnell reagieren und dabei die Unternehmensziele im Blick behalten.

Wie HR das umsetzen kann:

  • Agile Sprints nutzen: Große Projekte wie die Überarbeitung von Leistungsbeurteilungen in kleinere Aufgaben aufteilen und Mehrwert schrittweise liefern.
  • Stand-up-Meetings abhalten: Lange, seltene Meetings durch regelmäßige, kurze Abstimmungstreffen ersetzen, um die Ausrichtung sicherzustellen und Herausforderungen direkt anzugehen.
  • Richtlinien kontinuierlich verbessern: Regelmäßig Feedback einholen und zum Beispiel Remote-Arbeitsmodelle oder DEI-Initiativen anhand von Mitarbeitendeninput und Markttendenzen anpassen.

Durch die Übernahme der agilen Transformation kann HR schneller und effektiver Lösungen entwickeln und so einen entscheidenden Beitrag für die Resilienz des Unternehmens leisten.

3. Den Erfolg der Mitarbeitenden in den Fokus rücken

Customer-Success-Teams sind Spezialisten für bedeutungsvolle und langfristige Beziehungen. Sie konzentrieren sich darauf, die Bedürfnisse der Kunden zu verstehen und Zufriedenheit zu sichern. Für HR kann dieser Ansatz das Engagement der Mitarbeitenden völlig neu definieren.

Warum das für HR in 2026 wichtig ist: Mitarbeitende sollten nicht als Kostenstellen mit Grundleistungen und stabilen Gehältern betrachtet werden – sie suchen nach Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und einer starken Verbindung zum Unternehmen.

So kann HR dies umsetzen:

  • Onboarding als Reise: Genauso wie der Customer Success ein reibungsloses Onboarding für Kund:innen sicherstellt, kann HR personalisierte Onboarding-Prozesse für Mitarbeitende gestalten, damit diese sich von Anfang an unterstützt fühlen.
  • Proaktive Betreuung: Regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitenden helfen, Herausforderungen oder Entwicklungsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen, bevor Probleme entstehen.
  • Kennzahlen für den Mitarbeitererfolg messen: Mit Zufriedenheitsumfragen, internem NPS oder Stay-Interviews lassen sich Stimmungen und Loyalität der Mitarbeitenden messen.

Wenn HR von der reinen Richtliniendurchsetzung zum aktiven Befürworter des Mitarbeitenden-Erfolgs wird, wird daraus ein Partner, dem die Belegschaft vertraut und den sie schätzt.

4. Probleme von Menschen kreativ lösen

Design Thinking fördert Innovationen durch Empathie, Ideensammlung und Prototyping. Es ist besonders geeignet, um komplexe, menschenzentrierte Herausforderungen im HR-Bereich anzugehen.

Warum das für HR in 2026 wichtig ist: Mitarbeitende erwarten, dass ihr Arbeitsplatz ihre individuellen Bedürfnisse und Werte in den Vordergrund stellt. Schema-F-Lösungen funktionieren nicht in einer Umgebung, in der Personalisierung und Inklusion entscheidend sind.

So kann HR dies umsetzen:

  • Mit Mitarbeitenden mitfühlen: Nutzen Sie Umfragen, Fokusgruppen und Interviews, um die Herausforderungen und Wünsche der Mitarbeitenden wirklich zu verstehen.
  • Innovative Lösungen erarbeiten: Beziehen Sie bereichsübergreifende Teams ein, um kreative Ansätze für Herausforderungen wie Burnout oder Mitarbeiterbindung zu entwickeln.
  • Ideen testen und optimieren: Bevor Sie eine größere Initiative starten, testen Sie diese im kleinen Rahmen und passen sie basierend auf dem Feedback an.

Zum Beispiel könnte HR eine inklusivere Elternzeitregelung gestalten, indem sie diese gemeinsam mit Mitarbeitenden unterschiedlicher Hintergründe entwickelt, sie zunächst einer Pilotgruppe bereitstellt und anschließend so anpasst, dass sie den realen Bedürfnissen gerecht wird.

5. Aufbau eines datengetriebenen, kollaborativen HR-Teams

Ein gemeinsames Element all dieser Strategien ist die Nutzung von Daten. Marketing, Entwicklung und Customer Success verlassen sich auf Kennzahlen für ihre Entscheidungen – und HR sollte es genauso machen.

Warum das für HR in 2026 wichtig ist: Damit HR seinen strategischen Wert belegen kann, müssen messbare Ergebnisse nachgewiesen werden – sei es verbesserte Mitarbeiterbindung, mehr Engagement oder eine schnellere Einarbeitungszeit für neue Mitarbeitende.

So kann HR dies umsetzen:

  • Kernkennzahlen erfassen: Messen Sie Fluktuationsraten, Engagement-Scores, DEI-Anteile und andere relevante KPIs.
  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit nutzen: Kooperieren Sie z. B. mit dem Marketing, um ansprechende interne Kommunikation zu gestalten, oder setzen Sie mit den Entwicklungsteams agile Tools wie Trello oder Jira ein.
  • Prädiktive Analysen anwenden: Erkennen Sie frühzeitig Trends wie Mitarbeiterabwanderung oder Qualifizierungsbedarf und steuern diesen aktiv entgegen.

Daten bestätigen nicht nur die HR-Strategien – sie ermöglichen es HR, mit Zuversicht und Weitblick zu führen.

Lassen Sie uns offen über die Herausforderungen sprechen

Natürlich versprechen viele Artikel zum Jahresbeginn bahnbrechende Veränderungen auf wenigen Seiten, doch die Realität der Umsetzung solcher neuen Strategien kann überwältigend und nahezu unmöglich erscheinen. 

Auch wenn Strategien aus Marketing, Entwicklung, Customer Success und Design Thinking das HR transformieren können, ist es wichtig, die Herausforderungen, die mit diesen Veränderungen einhergehen, anzuerkennen. 

Veränderung ist niemals einfach, besonders in einer Abteilung, die von etablierten Prozessen und Richtlinien geprägt ist. Für HR-Teams kann es sich einschüchternd anfühlen, neues Terrain zu betreten, doch mit der richtigen Einstellung und Herangehensweise lassen sich diese Herausforderungen erfolgreich meistern.

  • Klein anfangen: Beginnen Sie mit einem einzelnen Projekt oder einer Initiative, um neue Strategien zu erproben, bevor Sie diese im gesamten Unternehmen einführen.
  • In Weiterbildung investieren: Bieten Sie HR-Fachleuten Möglichkeiten zur Weiterbildung, beispielsweise in den Bereichen Datenanalyse, Agilität oder Design Thinking.
  • Cross-funktionale Teams aufbauen: Arbeiten Sie mit Expert:innen aus Marketing, Entwicklung oder Design zusammen, um von deren Erfahrungen zu lernen und ihre Unterstützung zu gewinnen. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, wenn andere Teams bereits fertige Lösungen haben.
  • Den Mehrwert kommunizieren: Stellen Sie klar dar, wie diese neuen Ansätze Mitarbeitenden zugutekommen, das Engagement steigern und sich an den Unternehmenszielen ausrichten. Belegen Sie Anwendungsfälle mit Daten.
  • Executive Sponsorship sichern: Gewinnen Sie die Unterstützung der Führungsebene, indem Sie einen überzeugenden Business Case für innovative HR-Praktiken präsentieren. Auch hier können Sie mit Daten argumentieren. 

HR als Katalysator für Wandel im 2026

Wer kümmert sich eigentlich um HR, während HR das 2026-Playbook ausrollt?

Die Wahrheit ist: HR ist ein anspruchsvoller Beruf, in dem man nicht immer auf Liebe stoßen wird, aber Resilienz ist entscheidend.

Auch wenn HR-Fachleute auf sich selbst achten müssen, kann die Anwendung cross-funktionaler Strategien in diesem Jahr die Last erleichtern und die Wirkung verbessern. 

Die HR-Leader von 2026 sind keine Administrator:innen oder bloße Umsetzer:innen von Richtlinien; sie sind Innovator:innen, Strateg:innen und Wegbereiter:innen des Wandels. Mit neuen Arbeitsweisen kann HR nicht nur beeinflussen, wie Talente gewonnen, gebunden und gehalten werden, sondern auch wie reale Geschäftsprobleme gelöst werden.

Was ist Ihr erster Schritt zur Transformation? Fangen Sie an zu experimentieren, bleiben Sie agil und stellen Sie den Erfolg der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt—denn die Zukunft von HR beginnt heute mit mutigen, innovativen Maßnahmen.

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