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Für eine Karriere ja, für einen Job nein. Vor einiger Zeit sprach ich mit einer Personalvermittlerin über einen möglichen Jobwechsel, und wir haben wie üblich über Gehaltserwartungen gesprochen. Als ich meine Erwartungen äußerte, war sie überrascht und sagte sehr direkt, dass die meisten Menschen mein damaliges Gehalt als erstaunlich ansehen würden. Ich sagte beiläufig, dass mein aktuelles Gehalt für mich nur eine Zwischenstation sei – ein Platzhalter auf meinem Karriereweg. Und hier musst du für dich selbst herausfinden, wo du gehaltstechnisch stehen willst: Wenn du bis zu 55.000 $ verdienen möchtest, ist ein Studium weniger erforderlich, als wenn du darüber hinaus verdienen und vielleicht sogar in den sechsstelligen Bereich aufsteigen willst – und ganz bestimmt dann, wenn du eine der führenden HR-Personen weltweit werden und ein Gehaltspaket im siebenstelligen Bereich erzielen möchtest. Diese Voreingenommenheit bezüglich eines Studiums habe ich schon häufiger erlebt; ich war tatsächlich an Gesprächen beteiligt, in denen frisch beförderten Mitarbeitenden klar gesagt wurde, dass sie ohne Studium nicht weiter aufsteigen könnten – das war in einer Organisation, in der die Manager sehr viel Wert auf ihre Mitarbeitenden legten.

Wie immer gibt es Ausnahmen: Ich habe HR-Teams erlebt, bei denen man ohne Studium gar nicht erst die Tür aufbekam – nicht weil wirklich ein Wissensvorsprung erforderlich war, sondern weil die Führungskraft der Meinung war, ihr Team sollte ausschließlich aus Studierten bestehen. Umgekehrt war ich schon der Außenseiter in Teams, weil ich ein Studium hatte – wenn du in so einer Situation bist, bewirb dich auf einen anderen Job, glaub mir, das funktioniert einfach nicht. Der Bedarf eines Studiums hängt also von mehreren Faktoren ab: Wie weit möchtest du die Karriereleiter hinauf? Und in welcher Branche möchtest du arbeiten? Ich habe bei mehreren Technologieunternehmen gearbeitet, da wurde ein Studium erwartet, während es in anderen Branchen weniger verbreitet sein kann. Allerdings ist ein Abschluss nicht mehr das Eintrittsbillett, das er einmal war. Wenn du also keine akademische Ausbildung hast, überlege gut, ob sich Zeit und Mühe für dich wirklich lohnen.

Wenn du in den USA lebst, sieh dir doch mal Degrees Finder an und entdecke deine Möglichkeiten fürs Studium!

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Brendan Lys

Ich arbeite an der Schnittstelle von Personalwesen und Data Science und nutze meine umfassende Fachkenntnis im Personalbereich gemeinsam mit Methoden und Herangehensweisen der Datenwissenschaft. Der Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung umsetzbarer Erkenntnisse aus Daten, beispielsweise in Bereichen wie Vergütung & Leistungen, Personalplanung, Rekrutierung, Arbeitssicherheit, Diversität und Weiterbildung. Doch wie sieht die Anwendung von Data Science auf Herausforderungen und Chancen im Personalwesen konkret aus? Im HR-Kontext stammen die analysierten Daten meist direkt aus unserem HRMIS. Ein Vorteil datenwissenschaftlicher Methoden besteht darin, dass zusätzliche interne oder externe Datenquellen einbezogen werden können – Daten, die in einer rein analytischen HR-Herangehensweise nicht zugänglich wären. Beispiel: Stellenbeschreibungen enthalten zahlreiche Informationen, die oft ignoriert werden, weil sie nicht analysierbar erscheinen. Ein Nebenprojekt, an dem ich derzeit (April 2019) arbeite, verwendet Text Mining auf Stellenanzeigen, um herauszufinden, zu welcher Berufsgruppe eine Position gehört. Die Erkenntnisse meiner Arbeit wurden von Organisationen aus verschiedensten Branchen genutzt, darunter: Behörden (Australien und Neuseeland), an der ASX und NZX gelistete Unternehmen, Versorgungsunternehmen, Non-Profit-Organisationen und Hochschulen.