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Bei Jahresendgesprächen ist es nicht immer das Feedback, das zählt.

Über die Feiertage habe ich eine Freundin gefragt – eine echte Leistungsträgerin – wie es bei ihr im Job läuft. Sie zuckte mit den Schultern und sagte: „Nun ja, mein Jahresendgespräch und der Bonus waren nicht das, was ich erwartet hatte.“ Woraufhin ich antwortete: „Ja, das gilt für dich und die Mehrheit derer, die an einen unterdurchschnittlichen Chef berichten.“  Verwirrt fragte sie: „Was hat ein mittelmäßiger Chef mit meinem Jahresendgespräch zu tun?“ 

Leider hat das alles mit deinem Jahresendgespräch zu tun. Die Wahrheit ist: Dein Feedback kann immer nur so gut sein wie dein Chef.

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Da nur 20% der Vorgesetzten von ihren direkten Mitarbeitenden exzellente Bewertungen erhalten, werden sich nur sehr wenige Beschäftigte zum Start ins 2026 wirklich motiviert und voller Tatendrang fühlen.

Tatsächlich werden die meisten Personen ins neue Jahr gehen, nachdem sie gerade eine der entmutigendsten Erfahrungen gemacht haben, die mit den restlichen 80% der Chefs einhergeht: eine durchschnittliche bis schwache Jahresendbewertung. Für Leistungsträger ist ein solches Ergebnis quasi vorprogrammiert. 

Das liegt daran, dass jene 80% der Chefs, deren Führungsstärke nur durchschnittlich bis schlecht ist, das sind, was ich „Imposter-Führungskräfte“ nenne. Imposter-Führungskräfte haben nur wenig von dem, was echte Führungspersönlichkeiten ausmacht: Vision, Vertrauen oder ein teamorientiertes Ziel. Sie nutzen ihre Position und Macht, um andere – insbesondere Leistungsträger – kleinzuhalten.

Wenn du als Leistungsträger einer Imposter-Führungskraft unterstellt bist, wirst du vermutlich eine frustrierende, wenig aussagekräftige oder verwirrende Jahresendbewertung erhalten. Vielleicht siehst du dann sogar, wie ein Kollege, der der Imposter-Führungskraft ähnelt, Auszeichnungen erhält, die eigentlich den echten Top-Performern gebühren würden.

Es scheint nicht fair zu sein – und das ist es auch nicht. Aber wenn du entschlossen bist, eine herausragende Führungskraft zu werden oder dich für den nächsten Karriereschritt und mehr Wirkung engagierst, solltest du Folgendes wissen: 

Eine einzige Imposter-Führungskraft oder eine mittelmäßige Bewertung definiert nicht deine gesamte Karriere. 

Es ist tatsächlich schwer, keine Anerkennung für Ergebnisse zu bekommen, für die man hart gearbeitet hat. Oder wenn der eigene Chef sich weder für die eigene Weiterentwicklung noch die positiven Effekte, die man auf das Team, das Unternehmen oder vielleicht sogar die Gemeinschaft hatte, interessiert. 

Falls du deine Karriere erfolgreich gestalten willst, findest du hier einige Perspektiven und Tipps, wie du optimal ins neue Jahr startest.

Leistungsträger behalten die richtige Denkweise 

Leistungsträger verstehen das Feedback anderer als Input für ihre persönliche Selbstreflexion. Ihre Schlüsselfragen sind: Was habe ich gelernt, wo bin ich gewachsen und habe Wirkung erzielt, und welche Chance brauche ich im kommenden Jahr, um diese neuen Fähigkeiten weiterzuentwickeln?

Leistungsträger nutzen Jahresendgespräche als versteckte Chance

Jede schwierige Situation ist eine Gelegenheit, neue Kompetenzen auszubauen – also nutze sie als Leistungsträger. Sieh dies als Chance, deinen guten Ruf zu stärken, indem du aktiv mit der Situation umgehst.

Beginne damit, so viel Feedback wie möglich einzuholen. Sprich mit deiner Führungskraft, einem Mentor, Förderer, Coach usw. und starte ins Gespräch mit deiner Absicht, also beispielsweise ein umfassenderes Bild zu erhalten, wie du noch positiver wirken kannst. 

Du wirst mindestens an Erkenntnis gewinnen, maximal kannst du das Feedback nutzen, um einen eigenen Plan zur Übererfüllung zu entwerfen.

Die wichtigste Frage, die du stellen solltest: Welche Chancen würden mir die Möglichkeit bieten, mein volles Potenzial auszuschöpfen? Bitte dann gezielt darum. Warum das? Weil der erste Schritt zu Übererfüllung – also einer konstant überdurchschnittlichen Leistung – die Chance selbst ist.

Leistungsträger bewahren immer die richtige Perspektive  

Chefs kommen und gehen, aber dein Lebenslauf und dein Ruf sind der ultimative Nachweis einer erfolgreichen Karriere mit Top-Performance. Tatsächlich sucht vielleicht ein anderes Unternehmen genau die Leistungen und Erfolge, die du im vergangenen Jahr erbracht hast, bei einer Führungskraft.

Egal, ob dein Chef diese hohe Leistung in diesem Jahr anerkennt oder nicht: Dein Lebenslauf und dein Ruf tun es auf jeden Fall.  

Große Führungspersönlichkeiten bleiben immer einer Leistungskultur in jeder Situation verpflichtet.

Statistiken zeigen: Im Verlauf deiner Karriere wirst du häufiger für durchschnittliche bis schwache Führungskräfte arbeiten als für große – deshalb bringt es den größten Karrieregewinn, ihre Auswirkungen zu minimieren und dein Momentum beizubehalten: nämlich Übererfüllung.

Weiterführend: Halte dein Team auf dem Weg des kontinuierlichen Lernens mit diesem Beitrag: 10 beste Learning-Management-Systeme (LMS) für Mitarbeiterschulungen