Da DEI für viele Menschen so wichtig ist, kann die Beauftragung eines DEI-Beraters, der Ihnen hilft, DEI-Themen zu identifizieren und umzusetzen, viel dazu beitragen, Ihre Organisation zu einem besseren und attraktivieren Arbeitsplatz zu machen.
Ich berate Organisationen, um HR und andere Geschäftsbereiche zugänglicher und inklusiver zu gestalten. Dies erreiche ich durch Workshops und Schulungen zu Initiativen wie einem barrierefreien Rekrutierungsprozess und der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.
Dieser Artikel informiert Sie darüber, was ein DEI-Berater ist, wie dieser Ihrer Organisation nutzen kann, woran Sie erkennen, dass Sie bereit dafür sind, und wie Sie einen Berater engagieren.
Was ist ein DEI-Berater?
DEI-Berater helfen Organisationen dabei, vielfältigere, inklusivere und gerechtere Arbeitsplätze zu schaffen, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und Innovationen zu fördern. Ein DEI-Berater kann Ihnen helfen:
- Ihre DEI-Ziele zu identifizieren und zu schärfen
- Die Bedeutung von DEI-Schulungen zu vermitteln und Sie dabei zu unterstützen, effektive Trainings rund um DEI-Themen umzusetzen
- Ihre DEI-Maßnahmen zu evaluieren und zu beurteilen.
Wie kann ein DEI-Berater Ihrem Unternehmen helfen?
Die Beauftragung eines DEI-Beraters kann Ihnen helfen:
Ihre Ziele zu erreichen
DEI-Initiativen sollten eingeführt werden, um die Gesamtziele der Organisation zu unterstützen. Ein DEI-Berater kann HR, Führungskräften und Managern helfen, die DEI-Ziele der Organisation zu verstehen und zu erkennen, wie diese mit den allgemeinen Unternehmenszielen zusammenhängen.
Ein Beispiel: Eine Strategie zur Gewinnung vielfältiger Bewerber sollte dazu beitragen, das Ziel der Organisation, die Fluktuation zu senken, zu erreichen. Die Hyatt Hotels gehörten zu den Top fünf Unternehmen für Vielfalt, und die auszeichnende Organisation stellte fest, dass führende Arbeitgeber eine deutlich geringere Fluktuation hatten.
Ein weiteres Ziel könnte sein, die Entwicklung und das Engagement der Mitarbeitenden zu erhöhen. Ein DEI-Berater könnte feststellen, dass aufgrund mangelnder Inklusion und Vielfalt im Unternehmen das Engagement niedrig ist und alle das Gefühl haben, dass nur bestimmte Typen von Teammitgliedern gefördert werden.
DEI-Initiativen können auch eine Lohngleichheitsprüfung umfassen, bei der Lohngleichheitstools genutzt werden sollten, um Vergütungsdaten zu analysieren, Ungleichheiten aufzudecken und faire und gerechte Entlohnung sicherzustellen.
Sie können zudem Schulungen zu diesen Themen durchführen, um sicherzustellen, dass alle einbezogen werden und so das Engagement steigt. Wahrscheinlich wird auch betrachtet, wen das Unternehmen fördert und wie dafür gesorgt werden kann, dass allen Mitarbeitenden Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden.
Ein weiteres Ziel vieler Unternehmen ist es, Innovation zu fördern. Innovation entsteht durch vielfältiges Denken. Daher wurde nachgewiesen, dass die Beratung durch Experten zur Förderung von Diversität und Inklusion auch zu mehr Innovation führt. Zudem lösen kognitiv diverse Teams Probleme schneller.
Sie beim Aufbau einer inklusiven Unternehmenskultur unterstützen

Neben der Bearbeitung spezifischer Themen kann ein DEI-Berater auch helfen, Ihr Unternehmen insgesamt zu einer inklusiveren Kultur zu führen.
Das bedeutet, Sie zu unterstützen, die Wahrnehmung Ihrer Beschäftigten hinsichtlich der Unternehmenskultur zu verstehen und Barrieren für das Verständnis der zugrundeliegenden DEI-Probleme in Ihrer Organisation abzubauen.
Diese Informationen helfen Ihnen, durch die DEI-Expertise eine Kultur zu fördern, in der sich alle einbezogen fühlen — etwa durch Analyse Ihres Rekrutierungsprozesses, Ihrer Richtlinien und Abläufe sowie des Arbeitsalltags.
Woran erkennen Sie, dass Sie bereit für einen DEI-Berater sind?
Sie sind wahrscheinlich bereit für einen DEI-Berater, wenn:
- Ihre Organisation hat begonnen, sich mit DEI-Arbeit zu beschäftigen, weiß aber nicht, wo sie anfangen soll.
- Vielfaltstrainings wurden begonnen, haben aber nicht effektiv gewirkt.
- Mitarbeitende beklagen sich über das Fehlen einer inklusiven Unternehmenskultur.
- Sie setzen Teammitglieder mit diversen Hintergründen dafür ein, andere über DEI-Themen aufzuklären, obwohl sie dafür nicht ausgebildet sind.
- Es gab große oder kleinere Vorfälle rund um das Thema DEI.
Wie stellt man eine:n DEI-Berater:in ein?
Sie erkennen die Vorteile und denken, Sie sind bereit, eine:n DEI-Berater:in einzustellen. Folgendes sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie eine DEI-Fachkraft für Ihre Organisation beauftragen möchten:
Die Bedürfnisse Ihrer Organisation
Damit eine DEI-Beratung erfolgreich sein kann, müssen Sie Ihre eigenen Anforderungen klar definieren. Nur so weiß der/die Berater:in, wie der gesamte Umfang aussieht, den sie ausführen und implementieren sollen.
Falls Sie sich darüber nicht sicher sind, können Sie Klarheit schaffen, indem Sie Ihre Mitarbeitenden in einer Umfrage gezielt danach fragen, wie sie Ihre DEI-Kultur wahrnehmen. Schauen Sie sich auch Ihre DEI-Kennzahlen an, wie etwa Mitarbeiterdemografie, Fluktuationsraten und Bindung innerhalb Ihrer ERGs.
Die Erfahrung des/der Berater:in
An erster Stelle sollte der/die Berater:in, den/die Sie beauftragen, ein tiefes Verständnis für die Themenfelder von DEI haben. Es ist ein komplexes Feld, und daher ist es wichtig, dass der/die Berater:in die wichtigsten Probleme kennt und weiß, wie diese am Arbeitsplatz angegangen werden können.
Es gibt viele Details, doch es ist entscheidend, dass DEI-Berater:innen Theorien, Themen und Methoden kennen, um diese zu vermitteln und Impulse zu setzen.
Erfahrungen im Bereich DEI, auf die Sie achten sollten (nicht abschließend):
- Vorherige Erfahrung in der Bereitstellung von DEI-Einsichten (idealerweise in Ihrer Branche)
- Aufbau einer inklusiven Unternehmenskultur
- Einführung und Anwendung von Systemen und Programmen
- Nutzung der eigenen gelebten Erfahrungen
- Durchführung und Implementierung von DEI-Trainings
- Unterstützung bei der Einführung einer DEI-Strategie.
Ein Warnsignal ist es, wenn ein:e DEI-Expert:in behauptet, alles zu wissen – denn niemand weiß wirklich alles.
Wichtig ist ebenfalls, dass der/die DEI-Berater:in ein fundiertes und klares Konzept sowie einen Vorschlag präsentiert, den Sie und die Führungskräfte erhalten, die mit der Auswahl beauftragt sind.
So können Sie erkennen, ob ein Umsetzungsplan erstellt wird und ob die Person ausreichende Fachkenntnisse in den Themen hat, die sie angehen soll.
Schließlich muss der/die DEI-Berater:in in der Lage sein, mit unterschiedlichen und diversen Interessengruppen zu kommunizieren. Sie sollten ihr Wissen so aufbereiten, dass verschiedene Personen in Ihrem Unternehmen beziehungsweise Ihrer Branche sie verstehen.
Um dies einzuschätzen, sollten Sie nachfragen, wie gut sich der/die Berater:in mit DEI-Themen auskennt und sich idealerweise eine Fallstudie oder klare Beispiele früherer Erfahrungen zeigen lassen, um die Kommunikationsfähigkeiten mit verschiedenen Interessengruppen zu veranschaulichen.
Kosten und Ausgaben
Eine DEI-Beratung kann teuer sein – daher ist es wichtig, vor der Beauftragung zu klären, welches Aufgabenspektrum die Person in Ihrer Organisation übernehmen soll.
So können Sie gemeinsam mit dem/der Berater:in den Preis verhandeln. Werfen wir einen Blick auf die Zahlen und die Spanne der Stundensätze, einverstanden?
| Jahre Erfahrung | Stundensätze |
|---|---|
| 1-5 | $50-100 |
| 5-10 | $100-200 |
| 10+ | $200-250 |
Das sind Durchschnittswerte dafür, was die meisten Berater:innen in Abhängigkeit ihres Erfahrungsniveaus pro Stunde berechnen; rechnen Sie aber damit, dass es je nach Umfang und Expertise auch höhere oder niedrigere Sätze geben kann.
Nächste Schritte
Ich empfehle Ihnen ausdrücklich, Ihre Organisation dahingehend zu betrachten, wo Sie im Bereich DEI gut aufgestellt sind und wo es Verbesserungsbedarf gibt.
Denken Sie daran: Es ist in Ordnung, nicht alles zu wissen. Wichtig ist, mit der Arbeit anzufangen, weiter Fragen zu stellen und sich in die verschiedenen sozialen und DEI-Themen einzuarbeiten.
Eine DEI-Beratung kann Ihnen helfen, Ihr Unternehmen besser zu verstehen und Ihre Ziele zu erreichen.
Einige DEI-Themen, über die Sie sich informieren sollten (nicht abschließend)
- Geschlechtsidentität und -ausdruck
- LGBTQ2S+
- Indigene Geschichte und Versöhnung
- Behinderung, Barrierefreiheit, Neurodiversität
- Kulturelle Kompetenz
- Mikroaggressionen und unbewusste Vorurteile
Weitere Ressourcen, die Sie bei Ihrer DEI-Arbeit unterstützen
