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Leistungsbeurteilungen sind eine wertvolle Gelegenheit für Führungskräfte, mit ihren Teammitgliedern in Kontakt zu treten sowie Feedback und Coaching zu geben, um Leistung und Engagement zu verbessern.

Es steckt viel dahinter, aber die richtigen Fragen in einer Leistungsbeurteilung zu stellen, eröffnet das Gespräch, hilft Ihnen, eventuellen Problemen auf den Grund zu gehen, und inspiriert zu kreativen Lösungen.

Nutzen Sie diesen Leitfaden, um effektive Fragen für Leistungsbeurteilungen zu entwickeln, die Vertrauen schaffen und das Potenzial Ihrer Teams freisetzen.

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Was macht eine gute Frage in der Leistungsbeurteilung aus?

Zunächst einmal sollte in einer Leistungsbeurteilung nichts eine große Überraschung sein. 

Wenn Feedback gut funktioniert, werden die meisten Themen bereits im Arbeitsalltag angesprochen. Sowohl die Führungskraft als auch die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter sollten eine klare Vorstellung davon haben, in welchen Bereichen die zu bewertende Person Erwartungen erfüllt oder verfehlt.

Das bedeutet, dass im Review Zeit ist, um tiefergehende Gespräche über spezifische – bereits angesprochene oder noch offene – Themen zu führen.

Es kann einige leichte Wahrnehmungsunterschiede oder neue Rückmeldungen geben, vor allem, wenn Selbstbewertungen und 360-Grad-Feedback genutzt werden. Aber im Großen und Ganzen handelt es sich dabei um eine Chance, Erfolge zu feiern, über Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten zu reflektieren und Ziele zu überarbeiten bzw. neue Ziele zu setzen.

Daher sollte eine gute Frage für die Leistungsbeurteilung das Gespräch leiten, indem sie offen, spezifisch und darauf ausgelegt ist, zur Selbstreflexion und zu einem konstruktiven Dialog anzuregen.

Sie sollte den Bewerteten dazu ermutigen, über seine Erfolge, Herausforderungen und Entwicklungsfelder nachzudenken, und Führungskräften Einblicke in die Perspektive und Ziele der Mitarbeitenden geben.

Hier sind wichtige Merkmale, die eine Leistungsbeurteilungsfrage effektiv machen:

  1. Regt zur Selbstreflexion an: Gute Fragen animieren Mitarbeitende, über ihren Beitrag und ihr Wachstum nachzudenken, z. B. „Auf welche Erfolge sind Sie in diesem Quartal besonders stolz?“
  2. Fördert ehrlichen Dialog: Fragen sollten Mitarbeitenden das Gefühl geben, sowohl Erfolge als auch Herausforderungen offen anzusprechen. Zum Beispiel: „Welchen Herausforderungen sind Sie begegnet und wie haben Sie versucht, diese zu meistern?“
  3. Konzentriert sich auf konkrete Ergebnisse oder Kompetenzen: Die Fragen sollten bestimmte Leistungsbereiche, Fähigkeiten oder Projekte ansprechen, z. B. „Wie sind Sie an die Einhaltung Ihrer Projektfristen herangegangen?“
  4. Fördert Wachstum und Weiterentwicklung: Effektive Fragen richten sich auf die Zukunft und regen zum Nachdenken über Verbesserungen an, etwa: „Welche Fähigkeiten möchten Sie in den nächsten sechs Monaten entwickeln?“
  5. Knüpft an Feedback und Zusammenarbeit an: Gute Fragen regen dazu an, Zusammenarbeit, erhaltenes Feedback oder benötigte Unterstützung zu thematisieren, z. B. „Wie haben Sie Rückmeldungen von Kolleg:innen oder Führungskräften in Ihre Arbeit integriert?“

Beispiel für eine schlechte Frage in der Leistungsbeurteilung

„Was möchten Sie in der Zukunft machen?“

Das ist zu vage. Was genau möchten Sie wissen? Welcher Zeitraum ist gemeint? Stellen Sie stattdessen präzisere Fragen zur Zukunft, z. B.: „Welche Fähigkeit möchten Sie als Nächstes erlernen? Wie kann ich Sie dabei unterstützen?“

„Haben Sie das Gefühl, dass Sie einen guten Job machen?“

Auch das ist keine gute Frage, da sie unpräzise bleibt, keine Reflexion anregt und keine Entwicklungspotenziale, Kompetenzen oder Zukunftsperspektiven erschließt. 

Sie wirkt zudem wie eine Fangfrage. Wenn eine Führungskraft klar zu den Erwartungen kommuniziert, sollte die bewertete Person wissen, ob sie gut arbeitet oder nicht.

Beispiel für eine gute Frage in der Leistungsbeurteilung

Eine bessere Frage wäre zum Beispiel:

„Auf welche Erfolge in dieser Periode sind Sie stolz und wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten?“

Diese überarbeitete Frage ist offen gestellt, fordert zur Reflexion über Stärken und Entwicklungsbereiche auf und eröffnet die Möglichkeit für ein produktives Gespräch über Leistung, Fortschritt und Wachstum.

Generell sind geschlossene Fragen keine gute Nutzung der Zeit, da es darum geht, ein Gespräch anzustoßen.

Sie sehen, wie die zweite Frage tatsächlich eher zum Gespräch einlädt. Sie gibt Eigenverantwortung, ohne die Verantwortung einfach abzuschieben, wie es bei „Haben Sie das Gefühl, dass Sie einen guten Job machen?“ der Fall ist.

Wie entwickelt man Fragen für Leistungsbeurteilungen?

Einige Standardfragen sind für die Vergleichbarkeit hilfreich. Trotzdem erlaubt die individuelle Anpassung der Fragen den Führunskräften, spezifisch auf Projekte, Erfolge, Herausforderungen oder Entwicklungsfelder der jeweiligen Person einzugehen.

Das erfordert natürlich Aufwand, aber es zahlt sich aus, wenn Leistungsbeurteilungen durchgeführt werden, die für Führungskräfte und Teammitglieder wirklich eine Bedeutung haben.

Um personalisierte Fragen für die Leistungsbeurteilung jedes Teammitglieds zu entwickeln, befolgen Sie diese Schritte, um sicherzustellen, dass die Fragen relevant, sinnvoll und auf die individuellen Rollen und Beiträge zugeschnitten sind:

1. Überprüfen Sie individuelle Ziele und wichtige Projekte

Beginnen Sie damit, die Leistungskennzahlen, Ziele und alle wichtigen Projekte jedes Teammitglieds zu analysieren, an denen sie gearbeitet haben.

Betrachten Sie, was ihnen als Ziele vorgegeben wurde, und entwickeln Sie Fragen, die ihren Fortschritt, ihre Erfolge und Herausforderungen beleuchten.

Beispielfrage: „Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse bei der Arbeit an [konkretes Projekt] und wie hat dies Ihre Fähigkeiten oder Ihr Vorgehen beeinflusst?“

2. Reflektieren Sie vorheriges Feedback und Entwicklungsbereiche

Berücksichtigen Sie jegliches Feedback, das Sie oder andere zuvor, entweder während Check-ins oder früherer Beurteilungen, gegeben haben, um Wachstumsbereiche oder wiederkehrende Herausforderungen zu identifizieren.

Stellen Sie Fragen, die die zu beurteilende Person dazu ermutigen, über ihren Fortschritt nachzudenken und an vorherige Gespräche anzuknüpfen.

Beispielfrage: „Welche Schritte haben Sie seit unserer letzten Beurteilung unternommen, um [bestimmte Fähigkeit oder Herausforderung] zu verbessern, und welche Ergebnisse haben Sie festgestellt?“

3. Konzentrieren Sie sich auf besondere Stärken und Erfolge

Identifizieren Sie die Stärken und einzigartigen Beiträge jedes Teammitglieds. Stellen Sie Fragen, die dazu anregen, darüber nachzudenken, wie sie diese Stärken genutzt haben und wie sie diese für künftige Erfolge noch besser nutzen könnten.

Beispielfrage: „Wie haben Sie Ihre Fähigkeiten im Bereich [Stärkenbereich] in diesem Zeitraum zum Vorteil des Teams eingesetzt und wo sehen Sie weitere Möglichkeiten, dies anzuwenden?“

4. Beziehen Sie die Karriereziele und Entwicklungspläne ein

Denken Sie an die beruflichen Ziele und Entwicklungspläne des Mitarbeiters. Formulieren Sie Fragen, die helfen, den Fortschritt dahingehend zu bewerten und eventuellen Unterstützungsbedarf zu identifizieren.

Beispielfrage: „Wie schätzen Sie Ihren Fortschritt in Bezug auf Ihre Karriereziele ein, und welche zusätzlichen Erfahrungen oder Ressourcen würden Ihnen helfen, weiterzukommen?“

5. Analysieren Sie team- und rollenspezifische Herausforderungen

Denken Sie über die besonderen Herausforderungen oder Verantwortlichkeiten innerhalb der Rolle des Mitarbeiters nach und stellen Sie Fragen, die dazu anregen, Problemlösungsansätze, benötigte Ressourcen oder gewonnene Erkenntnisse zu besprechen.

Beispielfrage: „Mit welchen Herausforderungen, die speziell Ihre Rolle betreffen, waren Sie konfrontiert und welche Strategien waren Ihrer Meinung nach am wirkungsvollsten, um diese zu bewältigen?“

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6. Beziehen Sie Feedback von anderen ein

Wenn Sie Rückmeldungen über den Mitarbeiter von Kollegen, Kunden oder anderen Teammitgliedern erhalten haben, bedenken Sie, Fragen einzubringen, die zur Selbstreflexion auf diesen Gebieten anregen. So können Mitarbeitende ihre Teamfähigkeit und Zusammenarbeit einschätzen.

Beispielfrage: „Basierend auf dem Feedback des Teams – in welchem Bereich sehen Sie Möglichkeiten, Ihre Zusammenarbeit zu stärken, und welche Ideen haben Sie zur Verbesserung?“

7. Bitten Sie ebenfalls um Feedback

Um daraus wirklich ein Gespräch zu machen, sollten Sie auch tiefergehend danach fragen, wo Sie sich allgemein oder im Hinblick auf Ihre Unterstützung verbessern können.

Beispielfrage: „Rückblickend auf die vergangene Beurteilungsperiode: In welchen Bereichen war mein Feedback hilfreich und in welchen eher weniger?“

8. Schließen Sie mit zukunftsorientierten Fragen ab

Entwickeln Sie Fragen, die den Mitarbeiter dazu ermutigen, über die Zukunft nachzudenken – zu neuen Zielen, zu entwickelnden Fähigkeiten oder Wachstumsbereichen. Das kann helfen, die Grundlage für die kommenden Leistungsperioden zu legen.

Beispielfrage: „Welche konkreten Ziele möchten Sie sich für das nächste Quartal setzen und wie kann ich Sie bei der Zielerreichung unterstützen?“

50 Beispiele für Fragen in Leistungsbeurteilungen

Wie bereits erwähnt, ist jede Bewertung anders, und es lohnt sich, die Fragen individuell auf die jeweilige Person auszurichten.

Dennoch finden Sie hier einige Beispiele, die erläutern, was ich oben beschrieben habe, und die Ihnen als Startpunkt dienen können.

Beachten Sie, dass einige dieser Fragen besser geeignet sind, um sie vor einem Review als Denkanstoß zu verschicken, während andere sich dazu eignen, während des Gesprächs tiefer einzusteigen. 

Generell ist es besser, weitreichende Fragen im Vorfeld zuzuschicken, um so eine Vorbereitungslektüre für beide Parteien zu schaffen. Ich markiere im Folgenden, welche Fragen ich als Pre-Review-Fragen betrachte.

1. Fragen zur Gesamtleistung

  • „Wie würden Sie Ihre Gesamtleistung in diesem Zeitraum einschätzen und warum?“ - Dies ist eine hervorragende Frage, auf die man sich vor dem Gespräch als Ausgangspunkt vorbereiten sollte.
  • „Welche Faktoren haben zu Ihren Erfolgen oder Herausforderungen beigetragen?“
  • „Was ist Ihrer Meinung nach gut gelaufen und was, wenn überhaupt, würden Sie an Ihrem Ansatz ändern?“
  • „Welche wichtigsten Ergebnisse haben Sie in diesem Zeitraum erzielt und wie stimmen sie mit Ihren Zielen überein?“
  • „Was denken Sie, waren verpasste Ziele oder Chancen, die Sie in diesem Zeitraum hätten verfolgen können?“

2. Fragen zu Mitarbeiterstärken

  • „Was betrachten Sie als Ihre Superkraft?“ Potenzielle Eingangsfrage vor der Bewertung
  • „Wie haben Ihre einzigartigen Fähigkeiten oder Stärken zum Teamerfolg beigetragen?“
  • „Können Sie ein Beispiel nennen, bei dem Sie Ihre Stärken genutzt haben, um eine Herausforderung zu meistern?“
  • „Wie können Sie Ihre Stärken/Superkräfte noch mehr zur Geltung bringen?“

3. Fragen zu Verbesserungsbereichen

  • „Welche konkreten Bereiche möchten Sie verbessern und welche Schritte planen Sie zu unternehmen?“ Auch dies ist eine potenzielle Vorabbefragungsfrage.
  • „Welche Herausforderungen sind Ihnen begegnet und wie können wir Sie bei deren Bewältigung unterstützen?“
  • „Gibt es eine Fähigkeit oder Kompetenz, die Sie entwickeln möchten, um in Ihrer Rolle effektiver zu sein?“
  • „Was, wenn überhaupt, hat Sie bisher davon abgehalten, an der Verbesserung dieser Bereiche zu arbeiten?“
  • „Welche Herausforderungen erwarten Sie, wenn Sie an diesen Entwicklungsbereichen arbeiten?“

4. Projektspezifische Fragen

  • „Welche spezifischen Beiträge hatten aus Ihrer Sicht den größten Einfluss auf den Erfolg des Projekts?“
  • „Was waren die größten Herausforderungen während des Projekts und wie haben Sie diese überwunden?“
  • „Wo denken Sie, war Ihr Ziel oder Projekt nicht ehrgeizig genug und wir hätten weiter gehen können?“
  • „Wenn Sie dieses Projekt noch einmal durchführen würden, was würden Sie anders machen?“

5. Fragen zur aktuellen Rolle

  • „Wie fühlen Sie sich in Ihrer aktuellen Rolle und mit Ihren Aufgaben?“
  • „Gibt es Aspekte Ihrer Rolle, die Sie besonders erfüllend oder herausfordernd finden?“
  • „Was gefällt Ihnen an Ihrer Rolle am wenigsten?“
  • „Gibt es Unterstützung oder Anpassungen, die Ihnen helfen würden, in Ihrer aktuellen Rolle bessere Leistungen zu erbringen?“

6. 360°-Feedback-Fragen

  • „Gab es Fähigkeiten oder Eigenschaften, die in den Feedbacks hervorgehoben wurden, von deren Wahrnehmung Sie überrascht waren?“
  • „Basierend auf Rückmeldungen anderer, was sind ein oder zwei zentrale Bereiche, die Sie verbessern möchten, und welche Schritte werden Sie unternehmen?“
  • „Feedback zeigt, dass Sie ein gutes Verhältnis zu Kunden/Stakeholdern haben. Welche Ansätze nutzen Sie, um diese Beziehungen aufzubauen und zu pflegen?“
  • „Wie können Sie sicherstellen, dass es beim nächsten Set an 360°-Feedback-Fragen noch mehr Personen gibt, die ich ansprechen kann, weil Sie stärkere funktionsübergreifende Beziehungen entwickelt haben?“

Für weitere solcher Fragen schauen Sie sich den ausgezeichneten Artikel von PMP zu 360°-Feedback-Fragen an.

7. Fragen zum Ausblick in die Zukunft

  • „Was sind Ihre Karriereziele für das nächste Jahr und wie können wir Sie dabei unterstützen, diese zu erreichen?“ Auch eine gute Vorab-Frage.
  • „Gibt es neue Fähigkeiten oder Erfahrungen, die Sie in Zukunft erwerben möchten?“
  • „In welcher Weise sehen Sie Ihre Rolle innerhalb des Teams oder der Organisation in Zukunft entwickelt?“

8. Fragen zu individuellen Bedürfnissen

  • „Welche Ressourcen, Tools oder Unterstützung benötigen Sie, um Ihre beste Leistung zu erbringen?“
  • „Wo war ein Mangel an Tools, Ressourcen oder Unterstützung in der letzten [Überprüfungsperiode] tatsächlich ein ernsthaftes Hindernis für Ihre Arbeit?“
  • „Gibt es etwas, das Ihrer Meinung nach Ihre Produktivität oder Zufriedenheit bei der Arbeit steigern würde?“
  • „Wie kann ich Sie als Ihre Führungskraft besser bei Ihren Zielen und Ihrer Leistung unterstützen?“

9. Fragen zum stetigen Wachstum

  • „Was haben Sie kürzlich gelernt, das Ihnen in Ihrer Rolle geholfen hat?“
  • „Welche weiteren Kenntnisse benötigen Sie Ihrer Meinung nach, um das nächste Level in Ihrer Rolle zu erreichen?“
  • „Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung möchten Sie dieses Jahr verfolgen?“
  • „Welche Schritte können Sie unternehmen, um sich in Ihrer Position weiterhin weiterzuentwickeln?“

10. Fragen zur organisatorischen Ausrichtung

  • Was verstehen Sie darunter, wie Ihre Rolle und Ihre Arbeit im letzten [Bewertungszeitraum] zur übergeordneten Mission der Organisation beigetragen haben?
  • Wie empfinden Sie die Unterstützung Ihrer Arbeit für die Ziele unseres Teams und die Mission der Organisation?
  • Gibt es Möglichkeiten, die Ausrichtung zwischen Ihren Zielen und den Zielen der Organisation zu verbessern? Welche wären das?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Rolle einen bedeutenden Beitrag zur Vision des Unternehmens leistet? Warum oder warum nicht?

11. Fragen für das Quartalsgespräch

  • Was waren Ihre wichtigsten Erfolge in diesem Quartal und wie haben diese Ihre Ziele beeinflusst?
  • Vor welchen Herausforderungen standen Sie in diesem Quartal und wie sind Sie damit umgegangen?
  • Auf welche neuen Ziele oder Anpassungen möchten Sie sich im kommenden Quartal konzentrieren?

12. Fragen für das Jahresendgespräch

  • Rückblickend, auf welche Leistungen des vergangenen Jahres sind Sie besonders stolz?
  • Welche Herausforderungen haben Sie gemeistert und was haben Sie daraus im Hinblick auf Ihre Arbeit gelernt?
  • Mit Blick auf das neue Jahr: Welche Ziele oder Wachstumsbereiche möchten Sie priorisieren?

13. Rückmeldung an Führungskräfte

  • Wie ist Ihr Gesamteindruck bei der Zusammenarbeit mit mir?
  • Was war das nützlichste und am wenigsten hilfreiche Feedback, das Sie von mir erhalten haben? Warum?
  • Was denken Sie, kann ich noch über das Thema Führung lernen?

Was ist nach dem Stellen der Frage zu beachten?

Sie haben Zeit investiert, individuelles Feedback und Fragen zu erstellen. Hier sind einige Tipps, wie Sie die Antworten verarbeiten und das Gespräch offen sowie zielgerichtet halten:

1. Hören Sie aktiv zu und machen Sie sich Notizen

Konzentrieren Sie sich voll auf das, was der Mitarbeitende sagt, vermeiden Sie Unterbrechungen und notieren Sie sich die wichtigsten Punkte (eine Mitarbeiterbewertungssoftware kann beim Erfassen von Feedback helfen).

Dies zeigt Respekt gegenüber deren Beiträgen und ermöglicht es, bei Nachfragen auf konkrete Details zurückzugreifen. Hören Sie zudem stets mit dem Ziel zu, erst zu verstehen und dann zu antworten.

2. Nachdenken, bevor Sie antworten

Nehmen Sie sich nach dem Gesagten des Mitarbeitenden einen Moment, um die Antwort vollständig zu verarbeiten. 

Eine kurze Pause hilft, die Äußerungen aufzunehmen, impulsives Reagieren zu vermeiden und eine durchdachte Folgefrage auf Basis des Gehörten zu formulieren. 

Haben Sie keine Angst vor einigen stillen Momenten – Stille kann tatsächlich dabei helfen, bessere Antworten zu erzielen.

3. Reaktionen anerkennen und wertschätzen

Beginnen Sie Folgefragen, indem Sie den Beitrag anerkennen (z. B. „Ich schätze es, dass Sie diese Herausforderung geteilt haben“ oder „Es klingt, als hätten Sie sich viele Gedanken zu diesem Projekt gemacht“). 

Wertschätzung stärkt das Vertrauen und fördert weitere Offenheit. Das bedeutet nicht, dass Sie „Partei ergreifen“, sondern vielmehr, dass Sie den Standpunkt nachvollziehen können.

4. Suchen Sie nach zentralen Themen und Mustern

Identifizieren Sie beim Zuhören wiederkehrende Themen, Stärken oder Herausforderungen, die der Mitarbeitende anspricht. 

Stellen Sie dazu gezielte Folgefragen (z. B. „Sie haben Zeitmanagement als wiederkehrende Herausforderung genannt – können Sie näher erläutern, was daran schwierig ist?“).

5. Stellen Sie offene Folgefragen, um Tiefe zu gewinnen

Stellen Sie offene Fragen, die zu ausführlicheren Antworten anregen, wie zum Beispiel: „Können Sie mir ein Beispiel nennen, wie sich das auf Ihre Arbeit ausgewirkt hat?“ oder „Was hat Ihrer Meinung nach am meisten zu Ihrem Erfolg in diesem Bereich beigetragen?“ 

Offene Fragen helfen Mitarbeitenden, umfassender zu antworten und bieten wertvolle Einblicke.

6. Fokussieren Sie bei Nachfragen auf Ziele und Weiterentwicklung

Wann immer möglich, lenken Sie Nachfragen auf konstruktive Zielsetzung oder persönliches Wachstum. Wenn Sie beispielsweise über eine Herausforderung sprechen, könnten Sie fragen: „Was würde Ihnen beim nächsten Mal helfen, dies zu überwinden?“ oder „Gibt es eine Ressource, die Sie hierbei unterstützen könnte?“

7. Stellen Sie klärende Fragen, um Annahmen zu vermeiden

Wenn etwas unklar ist, stellen Sie klärende Fragen, um die Perspektive des Mitarbeiters vollständig zu verstehen (z. B. „Können Sie näher erläutern, was dieses Projekt herausfordernd gemacht hat?“ oder „Was genau meinen Sie mit ‚effizienteren Prozessen‘ in diesem Zusammenhang?“).

8. Fordern Sie Reflexion durch ‚Was‘- und ‚Wie‘-Fragen

Folgen Sie mit Fragen, die mit „Was“ oder „Wie“ beginnen, da diese meist zur Selbstreflexion und zu lösungsorientierten Antworten anregen. Beispielsweise: „Was haben Sie aus dieser Erfahrung gelernt?“ oder „Wie würden Sie es beim nächsten Mal anders angehen?“. 

Je nach Seniorität und Problemstellung sollten Sie zudem darauf vorbereitet sein, dass nicht immer eine perfekte Antwort kommt und stattdessen eine Diskussion eingeleitet werden muss.

9. Halten Sie das Gespräch lösungsorientiert

Selbst wenn Herausforderungen thematisiert werden, versuchen Sie, Nachfragen auf konstruktive Schritte oder Verbesserungen zu lenken.

Wenn ein Mitarbeiter zum Beispiel Schwierigkeiten bei einer Aufgabe hatte, könnte eine gute Nachfrage lauten: „Welche Unterstützung würde das in Zukunft erleichtern?“

Hin zu einem kontinuierlichen Performance Management

Leistungsbeurteilungen werden erheblich erleichtert, wenn sie Teil eines Prozesses für kontinuierliches Performance Management sind.

Statt einer großen, aufwendigen jährlichen Beurteilung kommt es darauf an, ein System zur kontinuierlichen Leistungsüberwachung zu schaffen – mit Performance-Management-Techniken wie vierteljährlichen oder halbjährlichen Reviews, regelmäßigen Check-ins, Echtzeit-Daten mithilfe von Performance-Management-Tools und einer Kultur des kontinuierlichen Feedbacks.

Die Vorteile sind:

  • Geringerer Druck auf die große jährliche Beurteilung
  • Ziele und Fortschritte bleiben sichtbar, Probleme und Erfolge werden schneller erkannt
  • Regelmäßige Selbstreflexion wird gefördert
  • Ein Nachweis über Erfolge und Feedback entsteht
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung und Zielanpassungen werden erleichtert
  • Fördert eine feedbackorientierte Unternehmenskultur.

Klingt gut, oder? Einen noch tieferen Einblick erhalten Sie in Eric Grants hervorragendem Artikel über kontinuierliches Performance Management.

Vorlage für die Leistungsbeurteilung

Performance-Review

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Zum Abschluss

Wenn es um Leistungsbeurteilungen geht, denke ich oft an den Rat des HR-Leiters Joey Price zurück: „Mein wichtigster Tipp ist, dass Führungskräfte sich daran erinnern, dass das Ziel einer Leistungsbeurteilung darin liegt, Leistung genau zu bewerten und zu verbessern oder anzuerkennen.“

Ich würde ergänzen, dass es ebenso wichtig ist, Ihre Mitarbeitenden dazu zu inspirieren, ihre Leistungen fortzuführen oder sich weiterzuentwickeln.

Und um wirklich zu verstehen, was jede Person inspiriert, muss man tiefer gehen – hier kommen Ihre Fragen und diese wirkungsvollen Formulierungen für Leistungsbeurteilungen ins Spiel.

Oft verlieren wir uns in den Abläufen, Abstimmungen, Systemen und Fristen einer Leistungsbeurteilung – verlieren Sie aber nicht aus den Augen, dass es am Ende um ein Gespräch geht, nicht um das Abhaken einer Liste!

Wenn Sie diese Best Practices für Leistungsbeurteilungen befolgen, heben Sie Ihre Beurteilungen auf die Ebene inspirierender Gespräche über Wachstum und Entwicklung.