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Während sich viele Unternehmen auf die Bewertung individueller Leistungen konzentrieren, ist es ebenso wichtig zu verstehen, wie effektiv Teams zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Wie beurteilen Sie also die Teamleistung effektiv, und was sind die besten Möglichkeiten, sie zu verbessern? 

In diesem Leitfaden schauen wir uns die Grundlagen von Teamleistungsbewertungen an, warum sie wichtig sind und wie man sie richtig durchführt.

Was sind Teamleistungsbewertungen?

Teamleistungsbewertungen sind strukturierte Einschätzungen, die sich darauf konzentrieren, wie gut eine Gruppe von Mitarbeitenden zusammenarbeitet, um ihre Ziele zu erreichen. Ähnlich wie bei der individuellen Leistung gibt es Leistungsmanagement-Tools, die helfen, Team-KPIs und Verhaltensdaten zu messen.

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Im Gegensatz zu Einzelgesprächen, die sich auf die Beiträge einer Person fokussieren, nehmen Teambewertungen jedoch eine größere Perspektive ein und betrachten, wie alle zusammenwirken, um kollektive Ergebnisse zu erzielen.

Nehmen wir an, Ihr Marketingteam ist verantwortlich für die Einführung einer neuen Produktkampagne. Eine Teamleistungsbewertung würde beurteilen, wie gut das Team kreative Aufgaben koordiniert, Fristen eingehalten und während des Projekts kommuniziert hat.

Sie können sogar noch weitergehen und die Leistung des Teams im Vergleich zu den Zielen des Projekts untersuchen, welche Auswirkungen erzielt wurden und ob das Team einen neuen Ansatz ausprobiert hat.

Dies geht über individuelle Beiträge hinaus und konzentriert sich auf die Zusammenarbeit und den Gesamterfolg des Projekts.

Es gibt mehrere Arten der Leistungsbeurteilung zur Bewertung der Teamleistung, unter anderem:

  • 360-Grad-Feedback, bei dem Rückmeldungen von Teammitgliedern, Führungskräften und sogar Kund:innen eingeholt werden.
  • Leistungskennzahlen, wie zum Beispiel Projektdauer, Einhaltung des Budgets oder Umsatzwachstum.
  • Projekt-Reviews, bei denen das Team nach dem Abschluss eines größeren Projekts reflektiert, was gut und was nicht gut gelaufen ist.

Das Ziel ist, ein umfassendes Verständnis dafür zu bekommen, wie das Team als Einheit funktioniert und Feedback für das kontinuierliche Leistungsmanagement der gesamten Gruppe zu liefern.

Wann sollten Sie die Teamleistung bewerten?

Das Timing ist entscheidend, wenn es um Teamleistungsbewertungen geht. Es gibt mehrere wichtige Zeitpunkte, an denen die Bewertung Ihres Teams besonders vorteilhaft sein kann – und diese unterscheiden sich mitunter von den gewohnten Leistungsmanagement-Zyklen.

Es wäre sicherlich einfach, hier den direkten Rat zu geben wie zum Beispiel, ein quartalsweises Leistungsreview durchzuführen – das ist jedoch vielleicht nicht am relevantesten für das gesamte Team oder passt nicht zum Kontext der geleisteten Arbeit. Letztendlich muss die Bewertung auf das Team und dessen Bedürfnisse zugeschnitten werden. 

Es gibt jedoch zwei allgemeine Herangehensweisen, die von den meisten Teams als effektiv empfunden werden.

  • Quartalsweise, halbjährliche oder jährliche Bewertungen – Sie bieten kontinuierliche Einblicke in das Funktionieren des Teams und zeigen auf, wo Verbesserungen möglich sind.
  • Wichtige Meilensteine oder Projektabschlüsse – Nach dem Abschluss eines bedeutenden Projekts hilft ein Leistungsreview dem Team, Erfolge und Verbesserungsbereiche zu identifizieren. Nach einem erfolgreichen Produkt-Launch zum Beispiel kann eine Teamleistungsbewertung aufdecken, ob Fristen problemlos eingehalten wurden oder ob es Kommunikationsprobleme gab.

Bewertungen sind auch in Zeiten des Wandels entscheidend, beispielsweise beim Onboarding neuer Teammitglieder oder nach einem Führungswechsel. Diese Phasen sind oft mit Herausforderungen verbunden, und eine Bewertung in diesen Perioden kann dazu beitragen, Probleme frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. 

Laut einer Studie von Gallup sind 80 % der Mitarbeitenden, die in der vergangenen Woche aussagekräftiges Feedback erhalten haben, voll engagiert.

Regelmäßige Bewertungen können schließlich auch als proaktive Maßnahme wirken, indem sie potenzielle Probleme erkennen, bevor sie zu größeren Hindernissen werden. Indem Manager ein Auge auf die Teamdynamik haben, können sie frühzeitig eingreifen, was für einen reibungslosen Ablauf und bessere Ergebnisse sorgt.

4 Schlüsselaspekte zur Bewertung von Teamleistungen

Die Bewertung der Teamleistung muss nicht kompliziert sein, sollte jedoch gründlich und strukturiert erfolgen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie starten können.

  1. Klare, messbare Ziele: Wenn dieser Ausdruck überstrapaziert wirkt, dann deshalb, weil er so wichtig ist. Ziele sollten sich an zentralen Leistungsindikatoren (KPIs) wie Projektabschlussfristen, Umsatzzielen oder Kundenzufriedenheitsraten orientieren. Klare Ziele bieten Ihrem Team eine Messlatte für den Erfolg.
  2. Quantitative und qualitative Daten: Die Nutzung einer Mischung aus harten Daten (z. B. Projektfristen, Verkaufszahlen) und weichen Messgrößen (z. B. Teamkommunikation und Zusammenhalt) stellt sicher, dass Sie die nötige Messbarkeit erhalten, aber auch Kontext und Nuancen von Ereignissen erfassen, die die Leistung beeinflusst haben.
  3. Fördern Sie Peer-Feedback: Die Einbeziehung von Feedback aus dem Team ermöglicht es den Mitgliedern, gegenseitig Rückmeldungen zur Leistung zu geben und so einen 360-Grad-Blick auf die Teamdynamik zu erhalten. Dieses Feedback hilft, Stärken und Schwächen hervorzuheben, die Managern möglicherweise verborgen bleiben.
  4. Verwenden Sie Tools zur Leistungsüberwachung: Projektmanagement-Tools können helfen, Aufgaben zu verfolgen, Fristen einzuhalten und den Fortschritt des Teams in Echtzeit zu überwachen. Diese Plattformen erleichtern das Sammeln von Daten und das frühzeitige Aufspüren von Engpässen.

Sie haben wahrscheinlich schon viele Best Practices für das Leistungsmanagement auf individueller Ebene gesehen, aber bei Teams ist alles noch verstärkt, da jedes Mitglied Feedback durch die eigene Erfahrungswelt interpretiert. Es ist sinnvoll, alles so einfach und fokussiert wie möglich zu halten. 

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Vorteile von Teamleistungsbewertungen

Regelmäßige Teamleistungsbewertungen bringen sowohl greifbare als auch immaterielle Vorteile für Ihr Unternehmen. Hier sind einige der wichtigsten. 

Verbesserte Teamdynamik 

Bewertungen helfen dabei, Bereiche zu identifizieren, in denen das Team gut zusammenarbeitet, sowie Bereiche, in denen Verbesserungsbedarf besteht. Dies kann zu besserer Zusammenarbeit, weniger Konflikten und einem harmonischeren Arbeitsumfeld führen.

Höhere Produktivität 

Indem Ineffizienzen oder Engpässe erkannt werden, bieten Bewertungen einen Fahrplan zur Steigerung der Teamproduktivität. Beispielsweise könnte der Umstieg auf effizientere Kommunikationsplattformen den Workflow drastisch verbessern, wenn die bisherigen Tools veraltet sind.

Höhere Motivation und Engagement 

Teams, die konstruktives Feedback erhalten, sind in der Regel engagierter und motivierter. Zu wissen, dass die eigenen Beiträge anerkannt werden und dass klare Ziele verfolgt werden, erhöht die Arbeitszufriedenheit.

Eine Studie von Textio aus dem Jahr 2023 ergab zudem, dass Beschäftigte, die qualitativ minderwertiges Feedback erhalten, zu 63 % eher das Unternehmen verlassen. 

Bessere Ausrichtung an Unternehmenszielen 

Regelmäßige Bewertungen stellen sicher, dass die Arbeit des Teams auf die Gesamtziele des Unternehmens ausgerichtet ist. Wenn sich die Firmenziele verändern, müssen Projekte und Prioritäten an diese Veränderungen angepasst werden. So wird ein klarer Zusammenhang zwischen Teamleistung und Unternehmenserfolg geschaffen.

Wie Sie die Teamleistung verbessern können

Nach einer Teamleistungsbewertung ist der nächste Schritt, die Ergebnisse in die Tat umzusetzen. Um das zu tun, benötigen Sie jedoch einen Rahmen, der beschreibt, welche Rollen beim Verbesserungsprozess zu erfüllen sind. 

Die 4 Rollen, die in einem leistungsstarken Team erfüllt sein müssen

Jedes leistungsstarke Team benötigt vier Schlüsselrollen, die abgedeckt werden müssen. Diese Rollen müssen nicht zwingend von jeweils einer Person übernommen werden; die Grenzen zwischen den Aufgaben können zeitweise verschwimmen.

Im Wesentlichen geht es darum, Rollen zu identifizieren, die den Anforderungen eines leistungsstarken Teams gerecht werden.

  • Die Führungsperson: Gibt die Vision vor und sorgt dafür, dass das Team auf Kurs bleibt.
  • Die Innovatorin / der Innovator: Entwickelt kreative Lösungen und treibt Innovation voran.
  • Die Umsetzerin / der Umsetzer: Kümmert sich um die effiziente Umsetzung von Aufgaben und die Einhaltung von Fristen.
  • Die Vermittlerin / der Vermittler: Sorgt für reibungslose Kommunikation zwischen Teammitgliedern und anderen Abteilungen.

Indem Sie identifizieren, wer im Team diese Rollen natürlich übernimmt, können Verantwortlichkeiten ausgewogen verteilt und sämtliche Leistungsaspekte abgedeckt werden.

Für diese Rollen können Sie auch eine Nachfolgeplanung betreiben und die Eignung einzelner Teammitglieder beispielsweise durch ein 9-Box-Talent-Review beurteilen.

Regelmäßiges Feedback und Check-ins

Regelmäßiges Feedback ist entscheidend, um eine hohe Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Bei Google zum Beispiel verwenden Teams OKRs (Objectives and Key Results), um Fortschritte zu verfolgen und sicherzustellen, dass alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Diese häufigen Check-ins ermöglichen es Teams, sich schnell an Veränderungen anzupassen und den Fokus auf ihre Ziele zu behalten.

Was leistungsstarke Teams besser machen als andere

Was unterscheidet leistungsstarke Teams von durchschnittlichen? Mehrere Schlüsselfaktoren machen diese Teams besonders:

  • Vertrauen und Kommunikation: Leistungsstarke Teams vertrauen einander, kommunizieren offen und verfolgen gemeinsame Ziele. Dies schafft eine kollaborative Umgebung, in der sich jeder befähigt fühlt, etwas beizutragen.
  • Anpassungsfähigkeit: Leistungsstarke Teams sind in der Lage, sich bei Herausforderungen schnell umzustellen. Als zum Beispiel die Pandemie ausbrach, mussten viele Unternehmen auf Remote-Arbeit umstellen. Die Teams, die erfolgreich waren, passten sich schnell an und nutzten Kollaborationstools, um Kommunikation und Produktivität aufrechtzuerhalten.
  • Starke Führung und Ausrichtung: Großartige Führungskräfte geben nicht nur die Richtung vor, sondern erkennen auch Erfolge an und feiern sie. Das steigert die Team-Motivation und sorgt für anhaltenden Schwung.

Kurz gesagt: Leistungsstarke Teams zeichnen sich dadurch aus, dass sie starke Kommunikationskanäle aufbauen, einander vertrauen, sich an Veränderungen anpassen und auf ihre Ziele ausgerichtet bleiben.

Wie geht es weiter?

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David Rice

David Rice ist ein erfahrener Journalist und Redakteur, der sich auf Themen rund um Personalwesen und Führung spezialisiert hat. Im Lauf seiner Karriere widmete er sich verschiedenen Branchen für Print- und Digitalmedien in den USA und Großbritannien.