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Die Welt des Lernens und der Entwicklung verändert sich rasant. Mit einem Jahr voller Lerner-Trends und Wachstumsdaten im Rücken verändern wir die Diskussion und präsentieren Ihnen die wichtigsten Trends im Bereich Mitarbeiterlernen, die Ihre Strategie im Jahr 2024 prägen werden. 

Doch zunächst einmal…

Was ist Mitarbeiterlernen und warum ist es wichtig?

Mitarbeiterlernen ist ein umfassender Begriff, der eine Vielzahl von Aktivitäten umfasst, die darauf abzielen, Mitarbeitende weiterzubilden und umzuschulen. Das Spektrum reicht von der einfachen Schulung zur Ausführung einer Aufgabe bis hin zur Entwicklung eines völlig neuen Kompetenzprofils.

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Ob es darum geht, die Produktivität zu steigern, die Fluktuation zu reduzieren oder die Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit zu erhöhen – Mitarbeiterlernen wirkt sich positiv auf alle Aspekte Ihres Unternehmens aus.

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Denkweise von HR-Leitenden zu den Vorteilen von Schulungen. Quelle
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5 Trends im Mitarbeiterlernen

1. Microlearning

Einer der deutlichsten Trends im Bereich Mitarbeiterlernen ist Microlearning – eine kurze, fokussierte Lerneinheit, die darauf ausgerichtet ist, ein bestimmtes Konzept oder eine bestimmte Fähigkeit zu vermitteln. Das Format ermöglicht es den Lernenden, Inhalte in kleinen, leicht verdaulichen Teilen zu konsumieren und hilft ihnen dabei, das Gelernte zu behalten.

In einer Welt voller Informationen ist es wichtiger denn je, dass Mitarbeitende in ihrem eigenen Tempo lernen können. Der Trend zum Microlearning bedeutet, dass Kursinhalte in kleine, leicht konsumierbare Häppchen unterteilt werden, die schnell aufgenommen und verarbeitet werden können.

Ein hervorragendes Beispiel für Microlearning sind TED Talks – kurze Vorträge zu Themen von Wirtschaft und Technologie bis hin zu Kunst und Kultur, präsentiert von Expertinnen und Experten aus dem jeweiligen Gebiet. 

ted talks microlearning example screenshot
Ted Talks Microlearning-Beispiel.

Mitarbeitende können sich diese Videos in ihrem eigenen Tempo anschauen, wann immer sie während des Tages oder der Woche Zeit haben, und anschließend mit ihren Aufgaben fortfahren, während sie das Gelernte verarbeiten.

2. Personalisierung

Dies ist die Möglichkeit für Lernende, ihre Lernerfahrung individuell an ihre Bedürfnisse und Ziele anzupassen. Immer mehr Lernlösungen bieten eine Vielzahl von Personalisierungsoptionen, sodass die Lernenden ihren eigenen, persönlichen Lernpfad gestalten können.

Diese Entwicklung zur Personalisierung zeigt sich in vielen Bereichen, darunter E-Learning-Plattformen und mobile Apps, die die Flexibilität bieten, maßgeschneiderte Inhalte zu erstellen, die auf individuelle Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten sind.

Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Personalisierung effektiv im Mitarbeiterlernen eingesetzt werden kann, kommt von LaSalle Network, einer US-amerikanischen Personalvermittlungsfirma, die das Upskilling als zentralen Punkt des Mitarbeitendenwachstums und -fortschritts betrachtet. 

Das HR-Team und die Führungskräfte achten darauf, regelmäßig mit den Mitarbeitenden über ihre Interessensschwerpunkte bei der Weiterentwicklung zu sprechen. Anschließend erstellen sie für diese individuelle Lernpfade, die Online-Kurse, Workshops, Mentoring-Sitzungen usw. umfassen.

3. Gamification

Gamification ist ein beliebter Trend im Lernen und in der Mitarbeiterentwicklung. Sie kann Mitarbeitende dazu motivieren, neue Fähigkeiten zu erwerben oder Ziele zu erreichen, indem sie Spielmechanismen wie Punkte, Abzeichen, Bestenlisten und Belohnungen einsetzt. Es ist nachgewiesen, dass Gamification das Engagement und die Motivation der Lernenden steigert.

Sally Beauty ist ein Unternehmen, das Gamification für das Verkaufstraining im Einzelhandel nutzt. Sally Beauty hat maßgeschneiderte E-Learning-Module für seine Verkaufskräfte entwickelt, damit diese verschiedene Produkte sowie deren wirksamen Verkauf kennenlernen. 

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Sally Beauty Gamification-Beispiel Quelle

Die E-Learning-Module beinhalten Videoclips aus realen Situationen, in denen Kundinnen und Kunden von Sally Beauty Mitarbeitenden beraten werden, sowie Quizfragen am Ende jedes Moduls, damit die Teilnehmenden ihr Wissen testen können, bevor sie zum nächsten Modul übergehen.

Gamification bedeutet nicht nur, Abzeichen oder Auszeichnungen zu erstellen, die gegen Preise eingetauscht werden können. Vielmehr geht es darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich für ihre Arbeit engagieren und gute Leistungen erbringen wollen, weil sie Freude daran haben.

4. Peer-to-Peer

Das Konzept des „Peer Learning“ gibt es schon seit Jahrzehnten, aber in den letzten Jahren haben Unternehmen sein wahres Potenzial erkannt. Die Idee ist einfach: Unternehmen sollten das Wissen und die Expertise ihrer Mitarbeitenden nutzen, um die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen zu gestalten.

Dies hilft Mitarbeitenden, neue Fähigkeiten zu entwickeln und praktische Erfahrungen in Bereichen zu sammeln, in denen sie möglicherweise keinen direkten Zugang zu Expert*innen oder Mentor*innen haben. Zudem fördert es eine Kultur der Zusammenarbeit und des Teamworks innerhalb Ihrer Organisation, was zu einer insgesamt effektiveren Teamarbeit führt.

Cooley ist eine Organisation, die Peer-to-Peer-Lernen als Teil ihrer Strategie einsetzt. Die britische Anwaltskanzlei hat eine Online-Community aufgebaut, in der Juristinnen und Juristen bewährte Praktiken und Tipps austauschen können. 

Sie haben sogar einen internen Hashtag, mit dem sie ihre Gespräche zu bestimmten Themen oder Ereignissen wie aktuellen Fällen oder kürzlich besuchten Konferenzen organisieren können. Mitarbeitende müssen an Workshops mit ihren Kolleg*innen zu Themen von Networking-Skills bis zum Umgang mit Stress am Arbeitsplatz teilnehmen.

5. Mehr Fokus auf Soft Skills Training

Soft-Skill-Training vermittelt Mitarbeitenden, wie sie besser mit Kolleg*innen, Vorgesetzten und Kund*innen kommunizieren können.

Kommunikationsstrategien sind ein wichtiger Bestandteil der Mitarbeiter-Lernstrategie in jeder Branche, da sie dazu beitragen, dass Mitarbeitende die Bedürfnisse der anderen besser verstehen. Soft Skills Training trägt ebenfalls dazu bei, die Arbeitskultur durch die Steigerung der Moral und die Schaffung eines positiven Umfelds zu verbessern.

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Umfrage unter Recruitern zu den gefragtesten Fähigkeiten. Quelle.

Beim Spieleentwickler Solitaire Bliss ist Soft-Skill-Training Teil des Onboardings. Gründer Assaf Cohen erklärt: „Wir haben einige Spieleentwickler, die großartig im Programmieren sind, aber nie eine formale Schulung zur Kommunikation erhalten haben. Wenn wir neue Mitarbeitende einstellen, zeigen wir ihnen, wie eine ideale E-Mail-Kommunikation aussieht, und bitten sie, Muster-E-Mails zu verfassen.“

Mit dem Aufkommen der Technologie ist Kommunikation zugänglicher geworden. Es geht jedoch nicht nur darum, zu lernen, wie man eine E-Mail verfasst oder einen Anruf tätigt; Sie benötigen einen durchdachten Kommunikationsplan, um einen reibungslosen Informationsfluss innerhalb der Organisation zu gewährleisten. 

Lernen verändert sich – und damit auch die Arbeitswelt

Mit den oben genannten Trends im Blick: Wie passt L&D in Ihrem Unternehmen dazu? Vielleicht stellen Sie gerade eine offizielle Lern- und Entwicklungsstrategie zusammen oder überlegen, worauf Sie bei einem neuen Learning-Management-System achten sollten.

Weiterführende Lektüre:

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Dhruv Mehta ist ein Digital-Marketing-Experte, der als Markenberater arbeitet und Lösungen für das digitale Zeitalter anbietet. In seiner Freizeit schreibt er gerne über Marketing, SaaS und Einblicke in die Arbeitswelt. Folgen Sie ihm auf Twitter oder vernetzen Sie sich über LinkedIn.