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Das Arbeiten von zu Hause aus mag zwar rückläufig sein, da Rückkehrobligationen für das Büro die Mitarbeitenden zumindest teilweise zurück an ihren Arbeitsplatz zwingen, aber die Anzahl der Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, ist immer noch weitaus höher als vor der Pandemie.

Obwohl das Arbeiten aus der Ferne Vorteile wie Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance bietet, erfordert es dennoch einen neuen Ansatz für die Arbeit. 

Hier findest du 32 Tipps, wie du dich beim Arbeiten im Homeoffice fokussiert und produktiv hältst.

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#1 – Plane deinen Tagesablauf und halte dich daran

Bei Remote-Arbeitskräften verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben oft. Wenn du nicht aufpasst, gerätst du über deine Arbeitszeit hinaus an deine Grenzen und nimmst dir womöglich nicht bewusst genug Zeit für Erholung oder soziale Kontakte.

Eine Tagesplanung setzt klare Grenzen für deinen Arbeitstag. Du weißt, wann du anfängst zu arbeiten, wann du Pausen machst und wann du für den Tag aufhörst. So kommst du in einen täglichen Rhythmus und kannst auch Erwartungen mit deinem Remote-Team klären.

Du verbringst weniger Zeit damit, zu überlegen, was du als Nächstes machen sollst, wodurch die Entscheidungsmüdigkeit sinkt und die Produktivität steigt.

Mache deinen Arbeitszeitplan deutlich für deine Kolleginnen und Kollegen, damit sie wissen, wann du im Arbeitsmodus bist:

  • Google Kalender ermöglicht es, gemeinsame Kalender zu erstellen, sodass alle sehen, was du an welchen Tagen machst.
  • Calendly vereinfacht das Vereinbaren von Terminen, ohne dass Dutzende von Mails hin- und hergehen.

#2 – Feierabend ist Feierabend

Im Büro geht man am Ende des Tages einfach nach Hause – das setzt klare Grenzen für die Arbeitszeit. Der Wechsel des Ortes gibt dem Gehirn außerdem ein physisches Signal zum Umschalten auf eine neue Aufgabe, was im Homeoffice allerdings nicht gegeben ist. Da Arbeit und Privatleben zu Hause miteinander verschmelzen, ertappst du dich womöglich dabei, rund um die Uhr dein Postfach oder den internen Chat zu checken.

Das ist ein sicherer Weg in den Burnout.

Wir wissen schon jetzt, dass die Mehrheit (70%) der Arbeitnehmer:innen angibt, dass ihr Unternehmen mehr tun muss, um Burnout vorzubeugen. Aber du kannst auch persönlich vorbeugen.

Beende die Arbeit am Ende des Tages vollständig. Entwickle eine Routine zum Arbeitsende: Schließe offene Browser-Tabs, klappe deinen Laptop zu und räume deinen Arbeitsplatz auf, damit am nächsten Morgen alles bereit ist.

Wenn du ein separates Arbeitszimmer oder einen Arbeitsbereich hast, verlasse diesen Raum. Widme dich dann ganz bewusst dem weiteren Abend, sodass dein Gehirn weiß, dass jetzt Erholung angesagt ist.

#3 – Zieh dich auch im Homeoffice an

Einer der großen Vorteile des Arbeitens von zu Hause ist, dass man sich nicht in Schale werfen muss. So verlockend es auch ist, im Pyjama zu arbeiten – wissenschaftlich ist belegt, dass deine Produktivität steigt, wenn du dich für die Arbeit „richtig anziehst“.

Das nennt sich enclothed cognition. So wie sich eine Person im Anzug mächtiger fühlt, fühlt man sich in Arztkittel oder Berufskleidung verantwortungsbewusster und empathischer.

Sich anzuziehen bereitet dich auch mental darauf vor, den Tag aktiv anzugehen und fördert dein Engagement. Es schafft eine Grenze zwischen Relaxen im Pyjama und ernsthaftem Arbeiten.

#4 – Kommuniziere Erwartungen an dein Umfeld

Die Menschen, die mit dir zu Hause leben (Mitbewohner:innen, Kinder usw.), sollten wissen, was du von ihnen erwartest. Teile ihnen deine Arbeitszeiten und deinen offiziellen Arbeitsbereich im Homeoffice mit.

Erkläre ihnen deine Routine, besonders wenn du hybrid arbeitest und ein paar Tage in der Woche ins Büro pendelst. Hilf deinem Haushalt, sich an deinen flexiblen Zeitplan anzupassen, indem du deine Grenzen und Bedürfnisse klar benennst. So bleibt deine Zeit unangetastet und du musst keine Erledigungen, Kinderbetreuung etc. während der Arbeit übernehmen.

Autor Glenn Fleishman empfiehlt:

  • Ein Gespräch mit Familie oder Mitbewohner:innen führen, damit alle wissen, wie du arbeiten wirst
  • An einem festen Arbeitszeitplan festhalten, damit alle wissen, wann du arbeitest
  • Irgendein Zeichen oder Signal setzen, dass du gerade arbeitest (geschlossene Tür, Kopfhörer, usw.)

#5 – Halte Routinen ein

Die meisten von uns haben Routinen und Rituale, bevor wir mit der Arbeit beginnen. Wir trinken Kaffee, treiben Sport oder lesen die Schlagzeilen. Diese Routinen signalisieren unserem Gehirn und Körper, dass es Zeit ist, mit der Arbeit zu beginnen. Sie werden zu Gewohnheiten und schaffen mentale „Rillen“, gewissermaßen. Diese mentalen Rillen erleichtern es, tatsächlich loszulegen.

Zudem wurde nachgewiesen, dass Routinen den Schlafrhythmus verbessern, was wiederum hilft, Stress zu reduzieren und die psychische Gesundheit zu fördern.

In einem Remote-Job liegt es an dir, dieses Vor-Arbeitsritual zu schaffen, das dir hilft, in die richtige Stimmung zu kommen, um produktiv zu sein. Vielleicht besteht dieses Ritual darin, eine Tasse Tee zu trinken und joggen zu gehen. Vielleicht nutzt du eine Meditations-App wie Headspace oder Calm.

Je häufiger du Routinen nutzt, desto leichter wird es dir fallen, mit deinem Arbeitstag zu beginnen.

#6 – Mache regelmäßig Pausen während der Arbeitszeit

Als Remote-Mitarbeiter ist es leicht, das Pausenmachen zu vergessen. Man arbeitet einfach weiter, isst vielleicht sogar das Mittagessen vor dem Laptop. Das ist ein sicherer Weg in die Überarbeitung und Erschöpfung.

Im Laufe des Tages durchläuft dein Körper mehrere Zyklen von hoher und niedriger Energie, sogenannte „Ultradianrhythmen“. Diese Zyklen treten alle 90–120 Minuten auf und beeinflussen maßgeblich, wie produktiv du bist. Am Höhepunkt eines Zyklus ist deine Energie am höchsten, am Tiefpunkt am niedrigsten.

Die Konsequenz ist, dass du am produktivsten bist, wenn du mit deinem Körper arbeitest, anstatt gegen ihn. Konzentriere dich darauf, Aufgaben zu erledigen, wenn dein Energielevel hoch ist, und gib dir anschließend Zeit, dich zu erholen.

Plane bewusst regelmäßige Pausen in deinen Tagesablauf ein und halte sie auch ein. Widerstehe der Versuchung, einfach weiterzuarbeiten oder schnell noch die Frage eines Kollegen zu beantworten. Stelle in Microsoft Teams oder Slack Abwesenheitsnotizen ein, die signalisieren, dass du eine Stunde Mittagspause machst, und erlaube dir ganz bewusst, für eine Pause den Laptop zu schließen.

Passende Lektüre: 9 Anpassungen, die Schichtarbeit für deine Mitarbeitenden noch besser machen

#7 – Richte dir einen eigenen Arbeitsplatz ein

Höhere Produktivität ist das Resultat von Gewohnheiten und zahlreiche Studien zeigen, dass Gewohnheiten das Ergebnis von Verknüpfungen sind. Wir handeln, beobachten das Ergebnis und wiederholen die Handlung, wenn das Ergebnis gut ausfällt. Je öfter wir das tun, desto stärker wird die Gewohnheit.

Wenn du dein Büro oder deinen Arbeitsplatz im Unternehmen betrittst, weißt du, jetzt ist es Zeit produktiv zu sein. Es ist nicht die Zeit, Filme zu streamen oder soziale Medien zu checken. Dein Gehirn verbindet deinen Arbeitsplatz direkt mit Produktivität.

Schaffe dir einen festen Arbeitsplatz – sei es ein Zimmer oder auch nur eine Ecke – in deinem Zuhause, der speziell für die Arbeit gedacht ist. Du kannst deinen Arbeitgeber auch fragen, ob er vielleicht eine Mitgliedschaft in einem Co-Working-Space für das Remote-Team übernimmt.

Wenn du immer an einem bestimmten Platz arbeitest, entsteht in deinem Kopf die Verknüpfung zwischen diesem Platz und dem Erledigen von Aufgaben.

#8 – Mache deinen Arbeitsplatz komfortabel

Du wirst viel Zeit an deinem Arbeitsplatz verbringen, also tue dein Bestes, um es dir dort gemütlich zu machen. Wenn du dich an deinem Arbeitsplatz nicht wohlfühlst, wird es schwerfallen, produktiv zu sein.

Besorge dir einen Stuhl, den du gerne benutzt und der eine gute Haltung unterstützt. Stelle sicher, dass der Bereich gut beleuchtet ist, vorzugsweise mit natürlichem Licht. Zünde eine Duftkerze an, damit es angenehm riecht, und hänge vielleicht ein paar Fotos auf. Du kannst sogar einen Bereich einrichten, in dem du Videokonferenzen über Zoom oder Google Hangouts abhalten kannst, sodass du immer sicher bist, dass dein Hintergrund ordentlich ist.

Dein Arbeitgeber stellt dir vielleicht sogar ein Remote-Work-Budget zur Verfügung, um notwendige Büroausstattung zu finanzieren.

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#9 – Besorge dir die richtigen Arbeitsmittel

Wenn du zuhause produktiv sein möchtest, brauchst du die richtigen Werkzeuge für deine Arbeit.

Eventuell musst du einen neuen Laptop, ein Tablet oder andere Geräte kaufen. Möglicherweise ist eine schnellere Internetverbindung nötig, wenn du viele Dateien überträgst oder aus der Ferne auf einen Arbeitsrechner zugreifst. Um Freigabeprozesse zu vereinfachen und den Workflow im Homeoffice effizient zu halten, kannst du auf elektronische Unterschriften-Software setzen.

Du benötigst außerdem die richtigen Kommunikationstools, um mit deinen Kollegen zu chatten und gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Anwendungen wie Slack, Google Docs, Dropbox und Loom helfen dir dabei, mit deinem Team synchron zu bleiben.

Verwandte Lektüre: 10 beste Softwarelösungen für Remote-Arbeit in verteilten Teams

#10 – Führe eine Aufgabenliste

Büroangestellte sind ständig mit dem Chef in Kontakt, der ihnen hilft, zu wissen, was erledigt werden muss und wann. Beim Arbeiten im Homeoffice fehlt diese physische Nähe. Du trägst mehr Verantwortung dafür, wichtige Aufgaben selbst zu erkennen und abzuarbeiten.

Das Führen einer Aufgabenliste kann dir helfen, Fristen einzuhalten. Priorisiere jeden Tag, bevor du mit der Arbeit beginnst, deine Aufgabenliste und sprich etwaige Fragen zu Deadlines offen an.

In seinem Buch "The ONE Thing: The Surprisingly Simple Truth Behind Extraordinary Results" schreibt Gary Keller:

Außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen bedeutet, einen Dominoeffekt in deinem Leben zu schaffen. Dominosteine umzuwerfen ist ziemlich unkompliziert. Du stellst sie auf und kippst die erste um... Sehr erfolgreiche Menschen wissen das. Jeden Tag ordnen sie daher ihre Prioritäten neu, finden den wichtigsten Dominostein und arbeiten so lange daran, bis er fällt.

Eine Aufgabenliste hilft dir dabei, genau diesen Dominoeffekt zu erzeugen. So stellst du sicher, dass du die wichtigsten Dinge jeden Tag erledigst und zu außergewöhnlichen Ergebnissen kommst.

#11 – Widme dich den wichtigsten Aufgaben, wenn du am produktivsten bist

Es gibt bestimmte Phasen am Tag, in denen du effektiver arbeitest. Dann kannst du am klarsten denken und Aufgaben besonders effizient erledigen.

Sei dir bewusst, wann du dich im Höchstleistungsmodus befindest, damit du in dieser Zeit an den wichtigsten Projekten arbeitest. Wenn du morgens am frischesten bist, verschwende diese Zeit nicht mit vergleichsweise nebensächlichen Aufgaben wie E-Mails. Konzentriere deine Energie auf die Aufgabe, die die größte Wirkung hat.

So produziert der Autor Stephen King Jahr für Jahr Bestseller. Wie Mason Curry im Buch Daily Rituals: Wie Künstler arbeiten schreibt, schreibt King an jedem Tag des Jahres ab etwa 8:00 Uhr morgens und macht erst Schluss, wenn er 2.000 Wörter erreicht hat. Erst dann kümmert er sich um weniger wichtige Aufgaben.

#12 – Multitasking vermeiden

Für Remote-Mitarbeiter ist es leicht, in die Multitasking-Falle zu tappen. Eine Minute arbeitest du, in der nächsten putzt du die Küche oder erledigst schnell ein paar Besorgungen.

Das zerstört die Produktivität. Immer wieder haben Studien gezeigt, dass Multitasking deutlich weniger effizient macht. Das Hin- und Herspringen zwischen den Aufgaben kostet mehr geistige Energie, erhöht die Fehlerquote und verlängert die Zeit, die du letztlich brauchst.

Versuche, dich so weit wie möglich auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren. Arbeite mit klar abgegrenzten Zeitblöcken und widme dich in jedem Block nur einer Sache (bekannt als "Zeitblockierung"). Lass deine Aufmerksamkeit nicht zerstreuen.

#13 – Die Pomodoro-Methode für mehr Produktivität nutzen

Die Pomodoro-Methode ist eine bewährte Technik, mit der du in konzentrierten Arbeitsintervallen arbeitest und deinem Gehirn dann eine Pause gönnst. So funktioniert sie:

  • Identifiziere deine wichtigste Aufgabe.
  • Stelle einen Timer auf 25 Minuten.
  • Arbeite 25 Minuten lang an der Aufgabe (eine Pomodoro-Einheit).
  • Mach eine 5-minütige Pause.
  • Nach vier Pomodoro-Einheiten mach eine 15–20-minütige Pause.

Mit dieser Methode bleibst du an den Aufgaben dran und investierst konzentrierte Energie in das, was am wichtigsten ist. Sie hilft dir auch dabei, nicht zu lange am Stück ohne Pause durchzuarbeiten.

#14 – Weißes Rauschen gegen Ablenkungen nutzen

Wenn du von zu Hause aus arbeitest, wird es immer wieder Ablenkungen geben. Falls du Kinder oder Mitbewohner hast, kann es recht laut werden. Und wenn du kein Arbeitszimmer hast, dessen Tür du schließen kannst, macht der Lärm es wahrscheinlich besonders schwer, etwas zu erledigen.

Eine relativ einfache Lösung ist es, sich geräuschunterdrückende Kopfhörer zu besorgen und Musik oder Hintergrundgeräusche zu hören, die nicht ablenken. Hier sind einige Höroptionen, die du in Betracht ziehen kannst:

#15 - Blockiere zeitraubende Webseiten

Soziale Medien sind einer der größten Zeitfresser. Eben arbeitest du noch konzentriert, und im nächsten Moment bist du im Strudel des endlosen Scrollens versunken.

Wenn es dir schwerfällt, der Versuchung von Tiktok oder anderen Lieblingsseiten zu widerstehen, solltest du eine Anwendung in Betracht ziehen, die dich tatsächlich daran hindert, diese URLs aufzurufen: Freedom und Rescue Time ermöglichen es, bestimmte Webseiten für festgelegte Zeiträume zu blockieren, sodass du produktiv und ohne Ablenkung arbeiten kannst.

#16 - Auf Nachrichten gebündelt antworten

Um zu beweisen, dass du fleißig und produktiv arbeitest, bist du vielleicht versucht, jede Nachricht oder kleine Frage eines Kollegen sofort zu beantworten. Dein Postfach macht "Ping", du unterbrichst deine Tätigkeit und schreibst direkt zurück.

Das ist verständlich, aber es lenkt dich schnell von deiner eigentlichen Arbeit ab und lässt dich den Fokus und den Arbeitsfluss verlieren.

Versuche stattdessen, Nachrichten gebündelt zu beantworten. Egal ob E-Mails, Slack-Nachrichten oder Benachrichtigungen bei MS Teams – du kannst Mitteilungen für konzentrierte Arbeitszeit blockieren und dann zu bestimmten Tageszeiten oder zwischen Arbeitseinheiten auf eingehende Fragen antworten.

#17 - Geh nach draußen

Beim Arbeiten im Homeoffice ertappt man sich oft dabei, viel zu lange drinnen zu bleiben. Ohne den täglichen Arbeitsweg oder After-Work-Events kann es leicht passieren, dass du fast ausschließlich in geschlossenen Räumen bist – das schadet Laune und Gesundheit.

Zahlreiche Studien haben die Vorteile des Aufenthalts im Freien belegt. Das trägt zu Folgendem bei:

  • Reduzierung von Stress
  • Verbesserte Immunabwehr
  • Gesteigerte Konzentration
  • Bessere psychische Gesundheit
  • Verbessertes Kurzzeitgedächtnis.

Darüber hinaus erhöht der Aufenthalt im Freien den Vitamin-D-Spiegel im Körper, der essenziell ist (etwa 42 % der Amerikaner haben einen Vitamin-D-Mangel).

Versuche daher, jeden Tag das Haus zu verlassen. Mache einen Spaziergang, lies ein Buch im Café oder triff dich auf einen Drink mit Freunden. Auch wenn es widersprüchlich erscheint: Abstand von deinem Arbeitsplatz macht dich am Ende produktiver.

#18 - Nimm Krankentage, auch wenn du im Homeoffice arbeitest

Gerade in den USA scheinen Angestellte eine besondere Abneigung gegen Krankheitstage zu haben. In einer Kultur ständiger Leistungsbereitschaft erscheint es wie ein Zeichen von Schwäche, sich krank zu melden – dabei ist genau das Gegenteil der Fall.

Wenn du keine Krankheitstage einlegst, kann sich deine Genesung erheblich verzögern, weil dein Körper nicht vollständig regenerieren kann. Das zeigte sich beispielsweise bei der US-Präsidentschaftswahl 2016, als Hilary Clinton beinahe physisch kollabierte – ausgelöst durch eine Lungenentzündung. Weil sie sich keine Ruhe gönnte, wurde aus einem Husten eine schwerwiegende Erkrankung.

Die Moral von der Geschichte? Sorge für dich selbst.

Wenn du krank bist, gönne dir Erholung und Ruhe. Versuche nicht, dich durchzubeißen. Flexibles Arbeiten bedeutet nicht, dass du vom Bett aus arbeiten sollst. Nimm dir Zeit zur Genesung – dein Körper wird es dir danken, und deine Arbeit profitiert letztlich davon.

#19 - Ernähr dich gesund

Beim Arbeiten von zu Hause entfernt sich die Küche nie weiter als ein paar Schritte. Es ist enorm verlockend, gedankenlos zu snacken – vor allem Süßes –, was schnell zu zusätzlichen Kilos und deiner Konzentration und deinem Energielevel ernsthaft schaden kann.

Es gibt verschiedene Strategien, die dir helfen, dich auch zu Hause gesund zu ernähren:

  • Legen Sie bestimmte Zeiten für Snacks fest und halten Sie diese strikt ein
  • Lagern Sie gesunde Snacks, die Gelüste stillen, aber nicht auf die Hüften gehen
  • Bereiten Sie Mahlzeiten und Snacks bereits am Vorabend zu, damit Sie nicht in Versuchung geraten, einfach irgendetwas zu essen, was gerade verfügbar ist
  • Halten Sie eine Wasserflasche griffbereit, um ausreichend hydriert zu bleiben
  • Nutzen Sie die "Healthy Plate Method", um die Portionsgrößen zu steuern
  • Verwenden Sie eine App wie MyFitnessPal, um Ihre aufgenommenen Kalorien zu überwachen

#20 – Regelmäßig bewegen

Wenige Dinge steigern die Produktivität so sehr wie Bewegung. Sie verschafft Ihnen einen klaren Kopf, gibt Energie und hebt die Stimmung. Eine aktuelle Studie der Universität Briston untersuchte, wie sich Bewegung unmittelbar auf die Produktivität auswirkt, indem Mitarbeitende Tage mit und ohne sportliche Aktivität verglichen haben.

An Tagen, an denen sie Sport machten, konnten sich die Mitarbeitenden besser konzentrieren, gingen effektiver mit ihrer Zeit um und fühlten sich deutlich motivierter.

Integrieren Sie einen Spaziergang oder einen Lauf in Ihren Alltag. Wenn das Wetter schlecht ist, laden Sie eine Fitness-App wie Nike Training Club herunter oder probieren Sie einen Yoga-Kurs auf Youtube aus. Wer regelmäßig Sport treibt, wird die Arbeit im Homeoffice spürbar angenehmer erleben.

#21 – Knüpfen Sie Kontakte

Einsamkeit ist ein Berufsrisiko beim Arbeiten von zu Hause. Sie können nicht mal eben mit Kollegen über Sport oder den neuesten Film sprechen. Virtuelle Meetings ermöglichen zwar eine Verbindung im Team, laden aber nicht unbedingt zum sozialen Austausch ein.

Andauernde Einsamkeit und soziale Isolation können zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, etwa:

  • Hoher Blutdruck
  • Depression
  • Kognitive Beeinträchtigung
  • Angstzustände
  • Herzkrankheiten
  • Fettleibigkeit
  • Und vieles mehr

Im Interesse Ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit: Versuchen Sie, sich mehrmals pro Woche mit anderen Menschen auszutauschen. Gehen Sie mit einem Freund zum Mittagessen oder trinken Sie einen Kaffee mit einem Nachbarn.

Sie können auch kurze Gespräche mit Kollegen über Videokonferenz-Tools führen, zum Beispiel mit:

Soziale Interaktion unter Kollegen ist entscheidend für den Aufbau einer positiven Unternehmenskultur und das Gefühl der Verbundenheit.

#22 – Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren

Kommunikation wird umso wichtiger, wenn Sie nicht im Büro arbeiten. Es gibt keinen regelmäßigen persönlichen Austausch mit Vorgesetzten oder Kollegen, und Informationen können in E-Mails oder Nachrichten leicht untergehen.

Informieren Sie Ihren Chef und Ihre Kollegen über Ihren Zeitplan. Geben Sie Bescheid, wenn Sie eine Aufgabe erledigt haben. Machen Sie klar, wenn Sie Urlaub nehmen. Kommunizieren Sie dieselbe Information per Chat, E-Mail, Videokonferenz usw. Sie können Ihre Arbeitszeiten auch im Kalender eintragen.

Besser zu viel, als zu wenig kommunizieren. Zu wenig Kommunikation führt zu Missverständnissen, verpassten Fristen und viel Frust.

#23 – Halten Sie schriftliche Nachrichten positiv

Tonfall und Körpersprache gehen bei der digitalen Kommunikation mit dem Remote-Team verloren. Die Menschen sehen Ihr Gesicht nicht und hören Ihre Stimme nicht. Es ist sehr einfach, dass Ihre Worte negativ aufgefasst werden – auch wenn Sie es nicht so gemeint haben.

Laut Inc.-Autorin Jacquelyn Smith:

...Tonfall lässt sich ohne die Kontextinformationen aus Stimmfarbe und Mimik leicht missverstehen. Entsprechend wirkt man schnell abrupter, als eigentlich beabsichtigt – du meinst ‚direkt‘, sie lesen ‚verärgert und schroff‘. [...] Für beste Ergebnisse solltest du eindeutig negative Begriffe (‚Fehlschlag‘, ‚falsch‘ oder ‚vernachlässigt‘) vermeiden und immer ‚bitte‘ und ‚danke‘ sagen.“

Wenn du per E-Mail oder Chat kommunizierst, halte die Stimmung leicht und positiv. Vielleicht bringst du, wo angebracht, einen Witz oder dein Lieblings-Emoji oder -GIF ein. Solche Kleinigkeiten helfen enorm dabei, gute Beziehungen zu deinen Kolleg:innen zu pflegen.

#24 - Mach dich für Videocalls zurecht

Ein großer Vorteil der Arbeit von zu Hause ist, dass du bequeme Kleidung tragen kannst. Dennoch solltest du bei Videokonferenzen weiterhin professionell aussehen.

Ob es dir gefällt oder nicht, dein Erscheinungsbild ist direkt mit deinem Erfolg verknüpft. Forschungen legen nahe, dass das Aussehen einer Person eine sehr wichtige Rolle für ihre Karriereentwicklung spielt. Schau also möglichst gepflegt aus, wenn du mit anderen Mitarbeitenden interagierst – selbst, wenn es nur bei einem Videoanruf ist.

Ziehe kein zerlumptes T-Shirt an und lasse deine Haare nicht ungepflegt aussehen. Zieh ein passendes Oberteil an, kämme deine Haare, rasiere dich etc. Zeige, dass dir die Arbeit, die du machst, wirklich wichtig ist.

#25 - Verwende ein VPN für sicheres WLAN

Als Remote-Arbeiter:in kannst du überall arbeiten: im Café, in der Bibliothek oder im Coworking Space. Aber wenn du öffentliches WLAN nutzt, ist Sicherheit wichtig – verwende also ein VPN. 

Ein VPN verschafft dir eine sichere Internetverbindung und sorgt dafür, dass niemand wichtige Unternehmensdaten stiehlt. Das Letzte, was du willst, ist eine Sicherheitslücke – ein VPN hilft, das zu verhindern.

Einige effektive VPN-Apps sind:

#26 - Entwickle deine Fähigkeiten weiter

Lern- und Weiterbildungsangebote sind ein Klassiker zur Mitarbeiterbindung im Büro. Doch als Remote-Arbeitende:r liegt es an dir, dich weiterzubilden oder für zusätzliche Kurse anzumelden. 

Dein Unternehmen bietet möglicherweise Lern- und Entwicklungsangebote für Remote-Mitarbeitende an, und manche Firmen ermöglichen sogar kostenlosen Zugang zu Online-Kursen von externen Anbietern wie SkillShare oder Lynda Learning.

Du kannst auch selbst nach passenden Kursen auf diversen Online-Plattformen mit ausführlichen Schulungen suchen. Schau zum Beispiel hier vorbei:

#27 - Probleme besser im Telefongespräch lösen

Wenn du merkst, dass ein Problem im Entstehen ist, versuche nicht, es per E-Mail oder Chat zu lösen. Bei diesen Kommunikationswegen sind Missverständnisse häufig, und Situationen können sich leicht verschärfen.

Um Konflikte zu meistern, schnapp dir das Telefon oder starte einen Videochat – und sprich mit allen Beteiligten direkt.

Kevin Hart, SVP und Managing Director bei EMA Boston, sagt :

Menschen zur Verantwortung zu ziehen oder ein schwieriges Gespräch zu führen, gelingt am besten persönlich. So versteht man Tonalität besser und kann die Körpersprache beobachten. Außerdem entsteht mehr Raum für den beidseitigen Austausch. Wir empfehlen persönliche Treffen zur Konfliktlösung. Wo das nicht möglich ist, ist ein Telefongespräch die zweitbeste Möglichkeit, um das weitere Vorgehen zu klären.

#28 - Proaktiv mit Vorgesetzten kommunizieren

Arbeiten im Homeoffice setzt offene Kommunikation und proaktives Teamverhalten voraus. Um Fristen und Erwartungen einzuhalten, solltest du aktiv das Gespräch mit deiner Führungskraft suchen und offen informieren.

Frag, was aus ihrer Sicht gut läuft und was nicht. Notiere dir das Feedback und signalisiere deinem Chef, dass du wirklich so effizient wie möglich arbeiten möchtest.

Teilen Sie Ihrem Vorgesetzten außerdem mit, wenn Sie auf besondere Herausforderungen stoßen, die Sie im Büro nicht haben. Gibt es irgendwo Engpässe? Benötigen Sie bestimmte Tools? Ein solch offener Austausch sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft und Sie motiviert bleiben.

#29 – Klären Sie die Unternehmensrichtlinien

Ihr Unternehmen hat wahrscheinlich spezielle Richtlinien und Vorgaben für das Arbeiten von zu Hause aus. In einigen Fällen war die Krise ein Auslöser, der Unternehmen dazu bewogen hat, ihre Richtlinien grundlegend zu überdenken und in eine ganz neue Richtung zu lenken. Neue Vorgaben können alles umfassen – von den Zeiten, zu denen Sie erreichbar sein müssen, bis hin zu dem, was Sie mit Ihrem Firmenlaptop machen dürfen.

Stellen Sie sicher, dass Sie diese bis ins Detail verstehen. Genau zu wissen, was Ihr Unternehmen von Ihnen erwartet, hilft Missverständnisse zu vermeiden. Außerdem sorgt es dafür, dass Sie und Ihr Vorgesetzter sich einig sind. Wenn Sie zu bestimmten Regelungen Fragen haben, holen Sie sich so früh wie möglich Klarheit.

#30 – Würdigen Sie harte Arbeit

Im Büro, mit Vorgesetzten in der Nähe und dem Einfluss der Kollegen um uns herum, bleiben wir meist fokussierter und fühlen uns für unsere Aufgaben verantwortlich. Beim Arbeiten aus dem Homeoffice braucht es jedoch mehr Eigenmotivation – daher fragen Sie sich selbst: „Was würde Sie wirklich motivieren?“

Für viele kann das etwas so Einfaches sein wie eine Anerkennung der geleisteten Arbeit.

Strategien zur Mitarbeiteranerkennung stärken nicht nur die Unternehmenskultur, sondern motivieren auch. Und wenn Sie im Homeoffice arbeiten, erhalten Sie vielleicht nicht direkt positives Feedback von Kollegen oder Vorgesetzten.

Wenn Sie eine Aufgabe erledigt haben, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten darüber und teilen Sie Ihre Erfolge. Ganz besonders: Erkennen Sie auch die Leistungen Ihrer Kollegen an, wenn Sie etwas Bemerkenswertes sehen! Das kann helfen, eine positive und motivierende Teamkultur zu schaffen.

Sie können auch Ihre Führungskraft oder Kollegen aktiv um Feedback bitten. Führungskräfte können dies mit einem Performance-Management-Tool verfolgen, um Fortschritte und Entwicklung im Blick zu behalten und auch Ihre eigene Leistung sichtbar zu machen. Tools für Mitarbeiteranerkennung sorgen zudem dafür, dass Kollegen sich gegenseitig regelmäßig würdigen können.

#31 – Probieren Sie aus, was funktioniert

Es wird etwas Zeit brauchen, bis Sie herausgefunden haben, was beim Arbeiten von zu Hause für Sie persönlich am besten funktioniert. Erwarten Sie nicht, dass sofort alles reibungslos läuft. Sie müssen Ihren eigenen Stil und eine individuell passende Arbeitsweise finden.

Erlauben Sie sich, mit Ihrem Tagesablauf, Arbeitsplatz, Aufgabenlisten, Management-Tools oder Ihrer Routine zu experimentieren. Das Schöne am Homeoffice ist, dass Sie die Freiheit haben, diese Dinge zu verändern. So können Sie Ihren Arbeitstag optimal auf maximale Produktivität ausrichten.

#32 – Seien Sie nachsichtig mit sich selbst

Es braucht Zeit, bis man sich an das Arbeiten zu Hause gewöhnt hat. Die neue Arbeitsumgebung erfordert neue Fähigkeiten. Bis Sie Ihren Rhythmus gefunden haben, dauert es etwas. Manche Tage werden produktiver sein als andere – und das ist völlig in Ordnung.

Seien Sie mitfühlend mit sich selbst. Geben Sie sich Zeit und Raum, um sich einzugewöhnen. Mit der Zeit wird vieles leichter. Bis dahin: Gehen Sie freundlich mit sich selbst um.

Bereit, produktiv zu bleiben beim Arbeiten von zu Hause?

Egal, ob Sie als Hybridkraft tätig sind oder vollständig remote arbeiten: Den besten Weg für anhaltende Produktivität zu finden, ist ein Prozess – aber mit der richtigen Einstellung definitiv machbar. 

Finden Sie Ihre passende Routine, schaffen Sie einen eigenen Arbeitsbereich und vergessen Sie nicht: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren mit Ihrem Team und Ihrer Führungskraft.

Siehe auch: Die besten Apps für Notizen zur Steigerung der Produktivität

Tim Reitsma

Tim verfügt über umfassende Erfahrung im Personalwesen, in den Bereichen Unternehmenskultur, Führung, Geschäftsstrategie und Betrieb mit Schwerpunkt auf dem Aufbau großartiger Teams, die mit Begeisterung für ihr Handwerk und ihre Organisation arbeiten.