Manchmal braucht es nur eine ruhige Ecke und einen Notizblock, um sinnvolle Arbeit zu erledigen. In anderen Fällen profitieren Sie von kollaborativen Tools wie interaktiven Whiteboards und Videokonferenzsoftware.
Moderne Bürotechnologien unterstützen Mitarbeitende genau mit dem, was sie im Moment zur Steigerung ihrer Produktivität benötigen, und sorgen zudem für Sicherheit und Gesundheit. Nutzen Sie diesen Leitfaden, um die Möglichkeiten zu entdecken.
Was ist Bürotechnologie?
Bürotechnologie bezieht sich auf die Hard- und Software, die in einem Unternehmen eingesetzt wird, um Produktivität, Kommunikation und Effizienz zu steigern. Sie umfasst eine breite Palette von Geräten und Systemen, die zusammenarbeiten, um den reibungslosen Ablauf des Geschäftsalltags zu ermöglichen.
Durch den Einsatz von Büromanagement-Tools können Unternehmen die neueste Technologie einführen und gleichzeitig einen strukturierten und organisierten Workflow aufrechterhalten.
Die wichtigsten Arten von Bürotechnologie
Heutzutage muss Bürotechnologie oft Arbeitskräfte unterstützen, die sowohl im Büro als auch remote tätig sind, was zu einer Zunahme von Tools wie Software zur Buchung flexibler Arbeitsplätze geführt hat.
Im Folgenden habe ich Bürotechnologien – sowohl Hardware als auch Software – in die geläufigsten Kategorien unterteilt:
Hardware
- Computer: Desktop-PCs, Laptops und Tablets.
- Drucker, Scanner, Kopierer: Geräte zur Bearbeitung von Dokumenten, zum Drucken und Scannen von Papierunterlagen.
- Telekommunikationsausrüstung: Telefone, VoIP-Systeme, Videokonferenz-Tools usw.
- Netzwerkinfrastruktur: Server, Router und drahtlose Systeme für den Internetzugang und die Datenfreigabe.
- Smarte/IoT-Technologien: Smarte Büroausstattung wie adaptive Beleuchtung, Temperaturregulierung und Sensoren zur Überwachung von Bewegungen und Raumnutzung.
Software
- Office-Produktivitätstools: Textverarbeitung, Tabellenkalkulationen, Präsentationssoftware (z. B. Microsoft Office, Google Workspace).
- Kommunikationssoftware: E-Mail, Instant Messaging und Tools für die Zusammenarbeit (z. B. Slack, Miro).
- Software für Büroflächenmanagement: Systeme wie Software zur flexiblen Arbeitsplatzbuchung, Raumreservierungssysteme und Besuchermanagementsoftware.
- Projektmanagement-Software: Tools zur Organisation und Nachverfolgung von Aufgaben (z. B. Trello, Asana).
- Enterprise-Systeme: Kundenbeziehungsmanagement (CRM), Unternehmensressourcenplanung (ERP) und HR-Systeme.
9 unverzichtbare moderne Bürotechnologien
Auch wenn meiner Meinung nach eine gute Kaffeemaschine das wichtigste Büro-Tool ist, finden Sie hier weitere Technologien, die Ihnen helfen, einen produktiven, kollaborativen, effizienten, sicheren und smarten Büroraum zu gestalten.
1. Smarte Besprechungsräume
Smarte Besprechungsräume ermöglichen effiziente Terminplanung, hochwertige Kommunikation und interaktive Ideenfindung und fördern so die Zusammenarbeit von Teams – sowohl vor Ort als auch remote.
Einige Beispiele sind:
- Ausstattung von Konferenzräumen: Smarte Displays, große Monitore, Videokonferenzsysteme, hochwertige Mikrofone und Lautsprecher für virtuelle Treffen.
- Interaktive Whiteboards: Smarte oder digitale Whiteboards für die Zusammenarbeit in Echtzeit bei Meetings oder Brainstormings.
- Raumbuchungssysteme: Digitale Anzeigen zur Reservierung vor Besprechungsräumen sowie Integration mit Online-Kalendern (z. B. Google Calendar) zur Reservierung von Arbeitsbereichen.
2. Vereinheitlichte Kommunikationssysteme
Unverbundene Kommunikationslösungen können zu verpassten Nachrichten und Ineffizienzen führen, doch ein einheitliches System hält Teams überall miteinander verbunden.
Durch die Integration von Anrufen, Video und Zusammenarbeit in ein System können Unternehmen Arbeitsabläufe optimieren und die Produktivität steigern. Dies ist einer von vielen Vorteilen interner Kommunikationstools.
Beispiele sind:
- VoIP-Telefonsysteme: VoIP (Voice over Internet Protocol) ersetzt herkömmliche Festnetztelefone und integriert Sprachgespräche, Videokonferenzen und Messaging.
- Videokonferenz-Tools: Systeme wie Zoom, Microsoft Teams oder dedizierte Videokonferenz-Hardware ermöglichen virtuelle Meetings mit entfernten Mitarbeitenden oder Kund:innen.
- Zusammenarbeitsplattformen: Tools wie Slack, Microsoft Teams oder Google Workspace vereinfachen die interne Kommunikation, das Teilen von Dateien und das Projektmanagement.
3. Ergonomische Arbeitsplätze und Ausstattung
Sie werden mir sicher zustimmen, dass eine schlechte Arbeitsplatzgestaltung zu Unwohlsein, Ermüdung und geringerer Effizienz führt – ergonomische Möbel und hochwertige Monitore sorgen dafür, dass Mitarbeitende komfortabel und konzentriert bleiben.
Die Investition in die richtige Ausstattung steigert nicht nur die Produktivität, sondern unterstützt auch das langfristige Wohlbefinden.
Beispiele dafür sind:
- Steharbeitsplätze und verstellbare Arbeitsstationen: Ergonomische Möbel wie höhenverstellbare Schreibtische und Stühle fördern eine bessere Körperhaltung und Gesundheit.
- Doppel- oder Ultraweitbildmonitore: Zwei Monitore oder große Ultraweitbildschirme fördern Produktivität und erleichtern Multitasking.
4. Besucher-Management-System
Digitale Besucher-Management-Systeme unterstützen stark frequentierte Büros, vereinfachen den Check-in-Prozess, erhöhen die Sicherheit und minimieren Störungen – deshalb sind sie für moderne Büros unerlässlich.
Beispiele:
- Self-Service-Kioske: Digitale Check-in-Stationen, an denen sich Besucher:innen schnell anmelden und Gastgeber:innen benachrichtigen können.
- Automatischer Ausweisdruck: Sofortige Erstellung von Besucherausweisen zur einfachen Identifikation und Zugangskontrolle.
- Paketmanagement: Systeme, die Paketabgaben erfassen und Empfänger:innen benachrichtigen, wodurch Unterbrechungen am Empfang verringert werden.
- Besucherprotokolle & Berichte: Digitale Aufzeichnungen der Bürobesucher:innen für Sicherheits- und Compliance-Zwecke.
5. Bürosicherheit und Zutrittskontrolle
Die richtige Balance zwischen Sicherheit und Komfort ist im modernen Büro entscheidend. Fortschrittliche Überwachungsanlagen, intelligente Zutrittskontrolle und starke Cybersecurity schützen sowohl physische als auch digitale Werte – so haben Mitarbeitende ein sicheres Gefühl und Firmendaten bleiben geschützt.
Beispiele hierfür:
- Überwachungskameras: Hochwertige Videoüberwachungssysteme zur Sicherheitskontrolle.
- Zutrittskontrollsysteme: Zutrittssteuerung via Schlüsselkarte, biometrischer Erkennung oder Smartphone für den Zugang zu Büroflächen.
- Cybersecurity-Lösungen: Firewall-, Antivirus- und Verschlüsselungssoftware zum Schutz der digitalen Infrastruktur und sensibler Daten.
6. Intelligente Lichtsysteme
Veraltete Beleuchtung verschwendet Energie und beeinflusst die Konzentration negativ. Intelligente Lichtlösungen passen sich der Belegung und dem Tageslicht an – für ein komfortables, energieeffizientes Arbeitsumfeld.
Diese Systeme senken nicht nur die Kosten, sondern steigern auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Beispiele:
- Automatische Lichtsteuerung: Intelligente Lichtsysteme mit Bewegungssensoren schalten das Licht je nach Anwesenheit ein oder aus. Das spart Energie und senkt die Kosten.
- Tageslichtnutzung: Sensoren passen die Helligkeit der Innenbeleuchtung an das vorhandene Tageslicht an, um eine energieeffiziente Umgebung zu schaffen.
7. Intelligente Klimasteuerung (HVAC-Systeme)
Unangenehme Temperaturen am Arbeitsplatz beeinträchtigen die Produktivität und erhöhen die Energiekosten.
Intelligente HVAC-Systeme passen sich automatisch an Anwesenheit und Präferenzen an und sorgen so für ein angenehmes und kosteneffizientes Arbeitsumfeld. Beispiele:
- Verbundene Thermostate: Intelligente Thermostate, die die Temperatur im Büro überwachen und Heizungs-, Lüftungs- sowie Klimaanlagen für optimalen Komfort und Energieeinsparungen anpassen können.
- Zonensteuerung: Diese Systeme ermöglichen es, verschiedene Bereiche des Büros mit individuellen Temperatureinstellungen auszustatten, je nach Belegung oder besonderen Anforderungen.
Traumhaft!
8. Belegungssensoren und Flächennutzung
Untergenutzte Büroflächen und überfüllte Bereiche können die Effizienz und das Mitarbeitererlebnis beeinträchtigen.
Belegungssensoren und Hot-Desking-Lösungen liefern Echtzeitdaten, um die Nutzung von Arbeitsplätzen zu optimieren und flexible Arbeitsmodelle leichter verwalten zu können. Beispiele hierfür sind:
- Raum- und Schreibtischsensoren: Sensoren können die Belegung von Besprechungsräumen, Arbeitsplätzen und Gemeinschaftsflächen überwachen. Diese Daten helfen, die Flächennutzung zu optimieren, Überfüllung zu vermeiden und die Arbeitsplatzplanung zu verbessern.
- Hot-Desking-Lösungen: Vernetzte Systeme können Arbeitsplätze oder Schreibtische dynamisch entsprechend den Mitarbeiterbedürfnissen zuweisen und verwalten, was besonders für Unternehmen mit flexiblen und hybriden Arbeitsformen hilfreich ist. Gute Softwarelösungen für die Büroflächenverwaltung sind zum Beispiel OfficeSpace und Deskfound.
9. Integration mobiler Endgeräte
Da Mitarbeitende ihre eigenen Geräte für die Arbeit nutzen, können Sicherheit und Konnektivität zur Herausforderung werden.
BYOD-Unterstützung und Verwaltung mobiler Endgeräte sorgen für nahtlosen und sicheren Zugriff auf die Büro-IT und halten so die Produktivität hoch und sensible Informationen geschützt.
- Bring your own device (BYOD) Unterstützung: Systeme, mit denen sich die privaten Endgeräte der Mitarbeitenden sicher in die Unternehmens-IT einbinden lassen (z. B. mobiler und sicherer Zugang zu E-Mails und Cloud-Dateien).
- Mobile Device Management (MDM): Werkzeuge zur Verwaltung und Absicherung der dienstlich genutzten Mobilgeräte.
8 Schritte zur Auswahl und Einführung neuer Büro-Technologien
Im Zusammenspiel können Bürotechnologien Arbeitsumgebungen schaffen, in denen Menschen gerne arbeiten. Wer jedoch einfach irgendetwas einführt, kommt meist nicht weit.
Stattdessen lohnt sich bei der Auswahl und Einführung neuer Büro-Technologie eine durchdachte Herangehensweise.
1. Bedarf ermitteln
- Problembereiche identifizieren: Verstehen Sie die aktuellen Ineffizienzen oder Herausforderungen in Ihrem Arbeitsumfeld (z. B. Kommunikationsprobleme, langsame Prozesse oder veraltete Tools).
- Mitarbeiterbeteiligung: Holen Sie sich Feedback von Mitarbeitenden zu ihren täglichen Herausforderungen und zu Technologien, von denen sie glauben, dass sie helfen könnten.
- Unternehmensziele: Stimmen Sie die neue Technologie auf Ihre Geschäftsziele ab, sei es die Verbesserung der Zusammenarbeit, die Skalierung des Betriebs, die bessere Nutzung von Büroflächen oder die Implementierung flexibler Arbeitsweisen.
2. Lösungen recherchieren und vergleichen
- Schlüsselfunktionen festlegen: Ermitteln Sie auf Grundlage Ihres Bedarfs die Kernfunktionen (z. B. Cloud-Speicher, Automatisierung, Sicherheit).
- Anbietervergleich: Recherchieren Sie verschiedene Anbieter und vergleichen Sie deren Angebote hinsichtlich:
- Preis und Skalierbarkeit
- Benutzerfreundlichkeit
- Kundensupport und Service-Level-Agreements (SLA)
- Integration in Ihre bestehenden Systeme.
- Bewertungen lesen: Suchen Sie nach Nutzerfeedback, Praxisberichten oder unabhängigen Bewertungen, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Technologie zu prüfen.
3. Budget festlegen
- Gesamtkosten betrachten: Berücksichtigen Sie sowohl Anschaffungskosten als auch laufende Ausgaben wie Abonnements, Schulungen, Wartung und Upgrades.
- Return on Investment (ROI): Schätzen Sie ab, wie die Technologie im Laufe der Zeit Zeit spart, Kosten senkt oder den Umsatz steigert. Der Artikel von Dan George zur HR-Finanzkompetenz kann dabei helfen.
4. Stakeholder einbeziehen
- Gewinnen Sie Unterstützung: Präsentieren Sie Ihre Erkenntnisse wichtigen Stakeholdern (z. B. der Geschäftsleitung, Abteilungsleitern) und erläutern Sie die Vorteile, Kosten und Risiken.
- Kollaborative Entscheidungsfindung: Stellen Sie sicher, dass alle von der neuen Technologie betroffenen Abteilungen eingebunden werden – insbesondere IT, Personalwesen oder Finanzen.
5. Pilot-Test (wenn möglich)
- Führen Sie einen Testlauf durch: Wählen Sie, wenn möglich, eine kleine Gruppe von Mitarbeitenden, um die Technologie in einem realen Umfeld zu testen. Das hilft Ihnen bei der Einschätzung von:
- Benutzerfreundlichkeit bei der Einführung
- Kompatibilität mit bestehenden Arbeitsabläufen
- Tatsächliche vs. erwartete Vorteile
- Feedback einholen: Sammeln Sie während der Testphase Rückmeldungen von Nutzern zur Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit.
6. Implementierungsplanung
- Entwickeln Sie einen Rollout-Plan: Teilen Sie die Einführungsschritte in überschaubare Teilaufgaben wie:
- Installation und Einrichtung der Technologie
- Datenmigration, falls erforderlich
- Integration in bestehende Systeme.
- Anleitung und Onboarding: Stellen Sie umfassende Anleitungen bereit, damit Mitarbeitende sicher und effizient mit der neuen Technologie arbeiten können. Überlegen Sie, Benutzerhandbücher zu erstellen oder regelmäßige Q&A-Sitzungen abzuhalten.
- Kommunikation: Kommunizieren Sie klar den Rollout-Zeitplan, Erwartungen und alle Änderungen bei Abläufen oder Prozessen.
7. Einführung und Leistung überwachen
- Nutzung verfolgen: Überwachen Sie die Leistung der neuen Technologie und identifizieren Sie etwaige Herausforderungen.
- Feedback einholen: Bitten Sie regelmäßig um Rückmeldungen, um Probleme oder Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen.
- Erfolg messen: Vergleichen Sie die Leistungskennzahlen mit Ihren ursprünglichen Zielen (z. B. eingesparte Zeit, weniger Fehler, bessere Zusammenarbeit).
8. Evaluieren und optimieren
- Regelmäßige Überprüfungen: Bewerten Sie regelmäßig die Auswirkungen der Technologie auf Ihr Unternehmen. Sehen Sie die erwarteten Verbesserungen? Ist eine weitere Optimierung nötig?
- Erweitern und weiterentwickeln: Mit dem Wachstum Ihres Unternehmens oder technischen Fortschritten sollten Sie bereit sein, zu skalieren oder Upgrades vorzunehmen, um neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Neue Technologien im Anmarsch
Zum Abschluss möchte ich noch eine spannende Neuerung vorstellen und einige der neuesten Bürotechnologien von Organisationen wie Google präsentieren.
Project Starline

Googles Project Starline bietet 3D-Videokommunikationsplattformen, die ein realistisches Präsenzgefühl schaffen, ohne dass Brillen oder Headsets nötig sind. Diese Innovation macht virtuelle Meetings ansprechender und verringert die Ermüdung durch Videokonferenzen.
Logitech Spot

Geräte wie Logitechs Spot nutzen Millimeterwellen-Radartechnologie, um die Bürobelegung und Umweltfaktoren wie Temperatur und Luftqualität zu überwachen.
Diese winzigen Sensoren helfen, die Auslastung von Arbeitsplätzen zu optimieren und ein gesundes Büroumfeld zu erhalten, indem sie Echtzeitdaten zur Raumnutzung und zu den Bedingungen liefern.
Büro-Roboter

Die Roboter kommen! Roboter wie "OfficeMate" werden eingeführt, um bei praktischen Aufgaben zu unterstützen, soziale Interaktionen zu fördern und Gesundheit sowie Wohlbefinden im Büroalltag zu stärken.
Eine Pilotbewertung zeigte, dass Nutzer Potenzial in solchen Robotern sehen, Stress zu reduzieren und gesunde Gewohnheiten zu fördern.
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