Job Leveling bietet Ihnen eine klare Übersicht, wie Sie sich innerhalb Ihres Unternehmens weiterentwickeln können, indem es Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten definiert. Anstatt sich nur auf Jobtitel oder Gehälter zu konzentrieren, hilft Ihnen Job Leveling genau zu verstehen, wie Sie Ihre Fähigkeiten ausbauen, mehr Eigenverantwortung gewinnen und Ihre nächsten Karriereschritte planen können. In diesem Artikel erkläre ich, was Job Leveling ist, warum es wichtig ist und wie Sie es nutzen können, um eine erfüllendere Karriere zu gestalten.
Was ist Job Leveling?
Im Kern ist Job Leveling der Prozess, ein strukturiertes System zur Kategorisierung von Stellen innerhalb einer Organisation anhand ihres relativen Werts und ihrer Komplexität zu etablieren.
Es beinhaltet die Bewertung verschiedener Faktoren wie Aufgabenbereiche, benötigte Fähigkeiten und Qualifikationen, Entscheidungsbefugnisse sowie den Einflussbereich auf die Ziele und Vorgaben des Unternehmens.
Indem jede Stelle einer bestimmten Ebene oder Gehaltsgruppe zugeordnet wird, ermöglicht Job Leveling Organisationen einen systematischen und transparenten Ansatz zum Management von Jobrollen und Vergütung.
Ein typisches Job Leveling Framework besteht aus mehreren Stufen oder Graden, die jeweils eigene Kriterien aufweisen, um die passende Einordnung von Positionen zu bestimmen.
Diese Kriterien werden üblicherweise auf der Grundlage von Faktoren wie Stellenkomplexität, Verantwortungsgrad und der generellen Vergütungsphilosophie des Unternehmens definiert.
Das Rahmenwerk wird typischerweise von der Personalabteilung in Zusammenarbeit mit wichtigen Interessengruppen, wie Abteilungsleitern und Führungskräften, erstellt, um sicherzustellen, dass es mit den Geschäftszielen und Vorgaben des Unternehmens übereinstimmt.
Die Vorteile von Job Leveling
Die Einführung eines Job Leveling Frameworks bietet einer Organisation mehrere Vorteile.
Faire und gerechte Vergütungsstruktur
Zuallererst hilft Job Leveling dabei, eine faire und gerechte Vergütungsstruktur zu etablieren, indem sichergestellt wird, dass Positionen mit ähnlichem Wert und gleicher Komplexität derselben Stufe oder Gehaltsgruppe zugeordnet werden – unabhängig von Abteilung oder Funktion.
Dies hilft, potenzielle Gehaltsunterschiede zu minimieren und fördert Transparenz sowie Konsistenz in der Vergütung, was sich positiv auf die Mitarbeitermotivation und -bindung auswirken kann.
Es ist außerdem nützlich, um gerechte Entgeltstrukturen zu wahren, wenn eine globale Vergütungsstrategie entwickelt wird.
Klare Karrierepfade
Zweitens bietet Job Leveling einen klaren Karrierepfad für Mitarbeitende. Durch die Definition verschiedener Ebenen oder Gehaltsgruppen und der damit verbundenen Fähigkeiten und Kompetenzen, können Teammitglieder klar erkennen, wie sich ihre Aufgaben mit der Zeit entwickeln und welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen, um innerhalb des Unternehmens ihre Laufbahn voranzubringen.
Dies kann die Bindung und Entwicklung von Talenten fördern, da Mitarbeitende besser verstehen, woran sie arbeiten müssen, um in ihrer Karriere weiterzukommen.
Besseres Talentmanagement und Nachfolgeplanung
Schließlich kann Job Leveling die organisatorische Effektivität verbessern, indem es ein besseres Talentmanagement und eine gezieltere Nachfolgeplanung ermöglicht.
Mit einem klaren Verständnis von Wert und Komplexität verschiedener Stellen können Organisationen High Potentials leichter identifizieren und gezielte Weiterentwicklungschancen bieten, um sie auf zukünftige Führungsaufgaben vorzubereiten. Dies unterstützt auch dabei, eine Kultur zu schaffen, in der hohe Leistung belohnt wird.
So bauen Organisationen eine starke Führungskräfte-Pipeline auf und sichern die Kontinuität auf Schlüsselpositionen.
Beispiel für Job Leveling
Ein Beispiel für ein Job Leveling Framework für die Rolle eines Softwareingenieurs oder Technologen.
1. Technologie und Engineering
Berufseinsteiger/Associate Engineer
- Verantwortlichkeiten: Implementiert kleinere Features oder Bugfixes unter Anleitung erfahrenerer Ingenieure. Konzentriert sich auf das Kennenlernen des Codes und grundlegender Best Practices.
- Erforderliche Fähigkeiten: Grundlegendes Verständnis relevanter Programmiersprachen, Problemlösungsfähigkeiten und Lernbereitschaft.
- Typische Erfahrung: Frisch absolvierte Hochschulabsolventen oder Personen mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung.
Engineer/Softwareentwickler
- Verantwortlichkeiten: Arbeitet eigenständig an größeren Features oder Projekten. Beginnt, sich auf bestimmte Bereiche des Codebases oder Technologie-Stacks zu spezialisieren. Nimmt an Code-Reviews teil und beginnt möglicherweise damit, Junior-Entwickler zu betreuen.
- Erforderliche Fähigkeiten: Beherrscht mindestens eine Programmiersprache oder einen Technologie-Stack und hat ein gutes Verständnis des Softwareentwicklungszyklus.
- Typische Erfahrung: 2–5 Jahre Berufserfahrung.
Senior Engineer/Senior Softwareentwickler
- Verantwortlichkeiten: Leitet bedeutende Projekte oder Features von der Konzeption bis zur Auslieferung. Betreut und mentoriert Junior-Teammitglieder und ist in strategische technische Entscheidungen eingebunden. Kann auch beginnen, Einfluss auf Architekturentscheidungen zu nehmen.
- Erforderliche Fähigkeiten: Fachwissen in mehreren Technologien oder fundiertes Expertenwissen in einem bestimmten Bereich. Ausgeprägte Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten. Fähigkeit, effektiv zu mentorieren.
- Typische Erfahrung: 5–10 Jahre Berufserfahrung.
Principal Engineer/Architekt
- Verantwortlichkeiten: Legt die technische Richtung für das Team oder das Projekt fest. Verantwortlich für Entscheidungen auf hoher Architekturebene, oft unter Einbeziehung mehrerer Systeme oder Technologien. Arbeitet teamübergreifend, um technische Abstimmung sicherzustellen.
- Erforderliche Fähigkeiten: Tiefgehende technische Kompetenz in mehreren Domänen. Starke strategische Denk- und Planungsfähigkeiten. Hervorragende Problemlösungsfähigkeiten auf System- oder Organisationsebene.
- Typische Erfahrung: 10+ Jahre Berufserfahrung mit nachweislichen, signifikanten technischen Beiträgen.
Engineering Manager
- Verantwortlichkeiten: Führt ein Team von Ingenieur:innen mit Fokus auf Projektausführung, Teamentwicklung und Wachstum. Beteiligung an Einstellungsentscheidungen, Leistungsbeurteilungen und Budgetierung. Balanciert technische und Führungsaufgaben.
- Erforderliche Fähigkeiten: Starke Führungs- und Teamkompetenz. Gutes Verständnis für Technik und Softwareentwicklungsprozesse. Fähigkeit, Projekte und Stakeholder effektiv zu managen.
- Typische Erfahrung: Variiert stark, erfordert aber üblicherweise umfassende Erfahrung als Senior Engineer oder Entwickler, bevor der Wechsel in eine Führungsrolle erfolgt.
Director of Engineering
- Verantwortlichkeiten: Verantwortlich für mehrere Teams oder die gesamte Technikabteilung. Legt die Engineering-Strategie, Ziele und Prioritäten fest. Verantwortlich für die Performance, Kultur und Entwicklung der Abteilung. Arbeitet eng mit anderen Abteilungen und der Geschäftsleitung zusammen.
- Erforderliche Fähigkeiten: Ausgeprägte Führungs- und strategische Planungskompetenz. Hervorragende Kommunikations- und Sozialkompetenzen. Tiefgehendes Verständnis von Engineering-Praktiken und Branchentrends.
- Typische Erfahrung: Umfassende Erfahrung in Technik und Management, meist 15+ Jahre, mit erfolgreichem Nachweis von Führungsqualitäten.
Vice President of Engineering
- Verantwortlichkeiten: Legt die übergeordnete technische Vision und Strategie des Unternehmens fest. Sorgt für eine Ausrichtung an den Unternehmenszielen. Überwacht sämtliche Technikaktivitäten von der Produktentwicklung bis zu Infrastruktur und Betrieb. Teil des Führungsteams, das an unternehmensweiten Strategien und Entscheidungen beteiligt ist.
- Erforderliche Fähigkeiten: Herausragende Führungs- und strategische Denkfähigkeiten. Breites technisches Wissen und ein tiefgehendes Verständnis für das Geschäft. Ausgezeichnete Kommunikations- und Verhandlungskompetenzen.
- Typische Erfahrung: Erfordert in der Regel jahrzehntelange Erfahrung in Technik und Führungspositionen, mit weitreichender Erfahrung auf Direktorenebene oder höher.
So erstellen Sie ein Job-Leveling-Framework

Die Erstellung eines Job-Leveling-Frameworks erfordert einen strukturierten Ansatz und die sorgfältige Berücksichtigung verschiedener Faktoren.
Ich habe mehrere Kunden dabei unterstützt, ausführliche Dokumente zu entwerfen, die als Master-Guide für Job-Leveling dienen.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung eines ähnlichen Job-Leveling-Frameworks für Ihr Unternehmen.
1. Definieren Sie Zweck und Umfang
Der erste Schritt besteht darin, den Zweck und den Anwendungsbereich des Job Leveling Frameworks klar zu definieren. Welche konkreten Ziele möchten Sie erreichen?
Stimmen Sie das Framework auf die Vergütungsphilosophie und die Geschäftsziele Ihres Unternehmens ab. Dies gibt Ihrem Vorgehen eine klare Richtung und stellt sicher, dass das Framework seinen vorgesehenen Zweck erfüllt.
Dies ist äußerst wichtig, denn sobald Ihr Leveling Framework implementiert ist, nutzen Sie es in allen Phasen der Mitarbeiterreise; also beispielsweise bei der Einstellung, bei Leistungsbeurteilungen und bei Vergütungsüberprüfungen.
2. Durchführung einer Arbeitsplatzanalyse
Der nächste Schritt besteht darin, eine gründliche Arbeitsplatzanalyse durchzuführen, um Informationen zu den Funktionen zu sammeln, die in das Job Leveling Framework aufgenommen werden.
Das bedeutet, Stellenbeschreibungen zu prüfen, Interviews mit Mitarbeitenden und Führungskräften zu führen sowie Arbeitsaufgaben und Verantwortlichkeiten zu beobachten.
Ziel ist es, die wichtigsten Faktoren zu verstehen, die Arbeitsplätze im Hinblick auf ihren Wert und ihre Komplexität unterscheiden. Diese Analyse bildet die Grundlage für Ihr Job Leveling Framework.
Bei einem Softwareunternehmen könnte die Arbeitsplatzanalyse beispielsweise darin bestehen, Stellenbeschreibungen für Positionen wie Softwareentwickler, Projektmanager, Qualitätssicherungsanalyst und Produktmanager zu prüfen und Interviews mit Mitarbeitenden und Führungskräften zu führen, um die wichtigsten Aufgaben, Kompetenzen, Qualifikationen und den Einfluss auf die Unternehmensziele jeder Funktion zu erfassen.
3. Schlüssel-Kriterien festlegen
Auf Grundlage der Arbeitsplatzanalyse ermitteln Sie die wichtigsten Kriterien, mit denen die Arbeitsplätze innerhalb des Frameworks bewertet und voneinander abgegrenzt werden.
Diese Kriterien könnten Aspekte wie Aufgabeninhalt, erforderliche Fähigkeiten und Qualifikationen, Entscheidungsbefugnis oder Einfluss auf die Unternehmensziele und -ergebnisse umfassen.
Wählen Sie Kriterien, die relevant, messbar und auf die Vergütungsphilosophie Ihres Unternehmens abgestimmt sind. Eine Vergütungsstrategie ist ein von der Organisation entwickelter Plan, der festlegt, wie Mitarbeitende entlohnt werden. Diese Strategie berücksichtigt die Unternehmensziele, das Budget und die Wettbewerbsposition am Arbeitsmarkt.
Wenn Ihr Unternehmen beispielsweise Wert auf leistungsorientierte Vergütung legt, sollten Sie in Ihrem Framework durchaus leistungsbezogene Kriterien aufnehmen. Indem Sie Ihre Job Leveling Kriterien mit Ihrer Vergütungsphilosophie abstimmen, stellen Sie sicher, dass das Framework Ihre Vergütungsstrategie unterstützt und zur Erreichung Ihrer Geschäftsziele beiträgt.
4. Ebenen oder Gehaltsgruppen festlegen
Sind die Hauptkriterien identifiziert, legen Sie Job-Ebenen oder Gehaltsgruppen fest, die die unterschiedlichen Komplexitäts- und Wertstufen der Positionen widerspiegeln.
Dies kann ein einfaches numerisches oder alphabetisches System sein (z.B. Level 1, Level 2, Level 3 usw.) oder ein beschreibendes System (z.B. Einstiegsebene, mittlere Ebene, Senior Ebene usw.).
Die Anzahl der Ebenen oder Gruppen hängt von der Größe, Struktur und Komplexität der Jobrollen in Ihrem Unternehmen ab.
Die Job-Ebenen könnten beispielsweise mit einem numerischen System Level 1, Level 2, Level 3 usw. sein, wobei Level 1 die Einstiegspositionen darstellt und Level 3 für leitende beziehungsweise Führungspositionen steht.
Alternativ kann ein beschreibendes System wie Einstiegsebene, mittlere Ebene und Senior Ebene genutzt werden, um die verschiedenen Funktionsstufen im Unternehmen zu bezeichnen.
5. Stellen den Ebenen oder Gruppen zuordnen
Nutzen Sie die zuvor festgelegten Kriterien, um jede Stelle im Unternehmen der passenden Ebene oder Gruppe innerhalb des Frameworks zuzuweisen.
Dazu kann es notwendig sein, Positionen miteinander zu vergleichen und zu bewerten, um deren relativen Wert und deren Komplexität festzustellen. Die Zuordnung basiert in der Regel auf dem Gesamtwert einer Stelle für das Unternehmen.
Entscheidend ist dabei nicht zwingend der konkrete Jobtitel, die Rolle oder die Abteilung. Beispielsweise kann ein Senior Recruiter derselben Ebene zugewiesen werden wie ein Senior Softwareentwickler, wenn beide eine vergleichbare Jobkomplexität und Bedeutung für das Unternehmen besitzen.
Andererseits könnten ein Senior Python-Entwickler, ein Senior Ruby-Entwickler und ein Senior QA-Engineer unterschiedlichen Ebenen oder Gruppen zugeordnet werden, wenn ihre Jobs in der Komplexität und im Wert für das Unternehmen variieren.
Wenn ich mit Kunden Kriterien für Stellenwert und -komplexität entwickle, empfehle ich häufig die Berücksichtigung des erforderlichen Ausbildungs- und Erfahrungsniveaus, der Entscheidungsbefugnisse und des Einflusses auf den Unternehmensumsatz. Daraufhin bewerte ich jede Position anhand dieser Kriterien und ordne sie einer passenden Ebene oder Gruppe im Framework zu.
Es ist wichtig sicherzustellen, dass der Prozess transparent, konsistent, fair und unter Beteiligung relevanter Interessengruppen wie Abteilungsleitern und Führungskräften abläuft.
6. Das Framework dokumentieren und kommunizieren
Sobald das Job-Leveling-Framework festgelegt ist, sollte es klar und prägnant dokumentiert werden. Das bedeutet, schriftliche Leitfäden oder Handbücher zu erstellen, in denen die Kriterien, Ebenen/Graden und der Prozess zur Bewertung und Zuordnung von Positionen dargelegt werden.
Kommunizieren Sie das Framework an alle relevanten Stakeholder, einschließlich Mitarbeitenden, Führungskräften, Personalverantwortlichen und auch potenziellen neuen Mitarbeitenden. Dies kann durch Schulungen, Workshops oder schriftliche Mitteilungen erfolgen (mehr dazu unten).
7. Regelmäßig überprüfen und aktualisieren
Jobprofile und organisatorische Anforderungen können sich im Laufe der Zeit ändern, daher ist es wichtig, das Job-Leveling-Framework regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren (empfohlen: einmal jährlich).
Führen Sie regelmäßige Arbeitsplatzanalysen durch, bewerten Sie die Effektivität des Frameworks in Bezug auf die Zielerreichung und nehmen Sie bei Bedarf Anpassungen vor.
Um die Effektivität des Job-Leveling-Frameworks zu beurteilen, können Unternehmen periodische Arbeitsplatzanalysen durchführen, Feedback relevanter Mitarbeitenden einholen und Ergebnisse wie Mitarbeiterbindung, Engagement und Leistung messen.
Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen stellen sicher, dass das Framework im Einklang mit den Organisationszielen bleibt und Veränderungen von Stellenprofilen und Marktbedingungen widerspiegelt.
Beziehen Sie relevante Stakeholder in diesen Prozess ein, um sicherzustellen, dass das Framework aktuell und an die Ziele Ihrer Organisation angepasst bleibt.
Wo und wie sollte das Job-Leveling-Framework kommuniziert werden?
Sobald das Job-Leveling-Framework festgelegt ist, ist es wichtig, es mit relevanten Stakeholdern zu teilen, um eine effektive Umsetzung zu gewährleisten.
Hier einige Vorschläge, wo und wie Sie das Framework kommunizieren können:
Interne Kommunikationskanäle
Nutzen Sie interne Kommunikationskanäle wie Intranet-Portale, E-Mail-Newsletter und unternehmensweite Bekanntmachungen, um das Job-Leveling-Framework an Mitarbeitende zu kommunizieren. Stellen Sie dabei klare und präzise Informationen zu Zweck, Kriterien und Prozessen bereit und gehen Sie auf Fragen oder Bedenken der Mitarbeitenden ein.
Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen
Organisieren Sie Schulungen und Weiterbildungen für Personalverantwortliche, Führungskräfte und Mitarbeitende, um ihnen das Job-Leveling-Framework näherzubringen. Vermitteln Sie detaillierte Informationen dazu, wie das Framework funktioniert, wie Stellen bewertet und Ebenen/Grade zugewiesen werden und wie dies Vergütungsentscheidungen beeinflusst. Ermöglichen Sie interaktive Diskussionen und Fragerunden, damit das Framework von allen verstanden wird.
Leistungs- und Vergütungsgespräche
Integrieren Sie das Job-Leveling-Framework in Leistungs- und Vergütungsgespräche mit Mitarbeitenden. Nutzen Sie das Framework als Referenzpunkt zur Bewertung der Arbeitsleistung und als Basis für Anpassungen der Vergütung. So verstehen Mitarbeitende, nach welchen Maßstäben sie bewertet und vergütet werden.
Self-Service-Portale für Mitarbeitende
Mitarbeitende sollten genau wissen, auf welchem Level sie sich befinden. Wenn Ihr Unternehmen ein Self-Service-Portal für Mitarbeitende anbietet, sollten Sie das Job-Leveling-Framework dort integrieren, damit alle Informationen zu Level/Grad und Auswirkungen auf die Vergütung transparent zugänglich sind. Dies versetzt Mitarbeitende in die Lage, ihre berufliche Entwicklung und Gehaltsentscheidungen aktiv mitzugestalten.
Recruiting- und Onboarding-Prozess
Potenziellen und neuen Mitarbeitenden sollte die Stellenstruktur von Anfang an transparent vermittelt werden, um Missverständnisse zu vermeiden.
Informieren Sie Kandidaten im Bewerbungsprozess über das Job-Leveling-Framework und wie Stellen im Unternehmen bewertet und vergütet werden (beispielsweise veröffentlicht KPMG eine grobe Übersicht auf ihrer Website).
Geben Sie neuen Mitarbeitenden im Onboarding-Prozess einen Überblick über das Framework und erläutern Sie die Auswirkungen auf Karriereentwicklung und Vergütung. So stellen Sie sicher, dass neue Teammitglieder von Beginn an informiert sind und ihre Erwartungen anpassen können.
Performance-Management-Tools
Integrieren Sie das Job-Leveling-Framework in die Performance-Management-Tools Ihres Unternehmens, beispielsweise in Beurteilungsformulare, Leistungskriterien und Prozesse zur Zielvereinbarung.
Dies wird Managern und Mitarbeitenden dabei helfen, zu verstehen, wie ihr Joblevel oder ihre Einstufung mit den Leistungserwartungen und Vergütungsentscheidungen verknüpft ist, und sicherstellen, dass das Rahmenwerk einheitlich in der gesamten Organisation angewendet wird.
Mitarbeiterhandbuch oder Richtlinien
Nehmen Sie Informationen zum Job-Leveling-Rahmenwerk in das Mitarbeiterhandbuch oder die Richtlinien Ihres Unternehmens auf. Dies dient den Mitarbeitenden als Nachschlagewerk, um die Kriterien, den Ablauf und die Auswirkungen des Rahmenwerks auf ihre berufliche Weiterentwicklung und Vergütung zu verstehen.
Unabhängig von der wirtschaftlichen Lage ist das Finden und Halten von Talenten fast immer eine große Herausforderung.
Ein klar definiertes Job-Leveling-Rahmenwerk kann einen großen Unterschied in Bezug auf die wahrgenommene Fairness, Transparenz und Aufstiegsmöglichkeiten eines Unternehmens machen.
Durch ein systematisches Vorgehen bei der Erstellung eines Job-Leveling-Rahmenwerks können Organisationen Jobs effektiv nach ihrem Wert und ihrer Komplexität bewerten und differenzieren und sicherstellen, dass Vergütungsentscheidungen mit den Zielen und Vorgaben der Organisation übereinstimmen.
Eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Rahmenwerks stellt sicher, dass es weiterhin den sich verändernden Bedürfnissen der Organisation gerecht wird.
Meiner Erfahrung nach versäumen es zu viele Organisationen, ein korrektes Job-Leveling-Rahmenwerk zu implementieren, oder sie übernehmen eines von einem anderen Unternehmen, das eine völlig andere Kultur und Organisationsstruktur hat.
Um alle möglichen Probleme zu vermeiden, die von demotivierten Mitarbeitenden bis hin zu Streitigkeiten bezüglich Vergütung und Beförderungen reichen, empfiehlt es sich, eine Prüfung der aktuellen Joblevel-Struktur durchzuführen und anschließend ein maßgeschneidertes Rahmenwerk zu implementieren.
Ich weiß, dass bestimmte Vergütungsmanagement-Tools beim Job-Leveling und der Erstellung von Jobarchitekturen helfen können, falls Sie den Einsatz von Software in Betracht ziehen.
