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Von der Umstellung auf Remote-Arbeit bis hin zur Einführung der fortschrittlichsten technologischen Werkzeuge, die die Welt je gesehen hat, ist es für HR-Fachleute heute wichtiger denn je, sich kontinuierlich weiterzubilden und den Wandel in der neuen Arbeitswelt aktiv mitzugestalten.

Im Folgenden führen wir Sie durch 30 zentrale Kompetenzen im Bereich Human Resources, die Sie ausbauen sollten, um in Ihrer Karriere voranzukommen und Ihrem Unternehmen einen größeren Mehrwert zu bieten.

24 Schlüsselfähigkeiten für HR-Fachkräfte 

24 skills for HR professionals infographic

1. Kommunikationsfähigkeiten

Eines der wichtigsten Kompetenzen für HR-Fachkräfte ist eine effektive Kommunikation.

Lesen Sie weiter – und führen Sie weiterhin intelligenter

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Als HR-Expertin oder -Experte müssen Sie in der Lage sein, Botschaften klar zu vermitteln – sei es bei einer unternehmensweiten Versammlung oder beim Verfassen einer E-Mail.

Sie müssen Interviews durchführen, mit Teammitgliedern auf allen Ebenen des Unternehmens interagieren, Informationen Kollegen und möglicherweise auch der Öffentlichkeit präsentieren, Arbeitsbeziehungen steuern und ehrliche Gespräche mit gegenwärtigen und potenziellen Mitarbeitenden führen.

Der Besuch eines Kommunikationskurses kann Ihnen helfen, Ihre mündliche und schriftliche Kommunikation zu verbessern.

2.  Aktives Zuhören

Um eine vertrauenswürdige HR-Fachkraft zu sein, reicht es nicht, gut sprechen zu können – Sie müssen auch ein guter Zuhörer sein und die Fähigkeit des aktiven Zuhörens einsetzen.

Aktives Zuhören bedeutet, präsent zu sein und zu verstehen zu wollen, anstatt nur darauf zu warten, selbst etwas zu sagen oder den eigenen Standpunkt zu vertreten.

Dies hilft beiden Parteien, Neues zu lernen, Beziehungen aufzubauen und Vertrauen zu schaffen.

3. Coaching-Fähigkeiten

Kolligen hinsichtlich verschiedenster geschäftlicher Herausforderungen zu beraten und zu coachen, gehört zum Alltag.

An einem gewöhnlichen Arbeitstag kann es sein, dass Sie diese Rolle für ein sehr diverses Publikum einnehmen: Von neuen Mitarbeitern über Linienmanager bis hin zu Führungskräften.

Ein effektiver Coach zu sein heißt nicht nur „Ratschläge zu geben“ oder Ihrem Coachee Lösungen vorzugeben, sondern auch offene, erkundende Fragen zu stellen und sie zu befähigen, eigene Erkenntnisse und Lösungen zu entwickeln.

Richtig angewandt, trägt Coaching dazu bei, großartige Führungskräfte im Unternehmen aufzubauen und ist daher eine wertvolle Fähigkeit. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie richtig coachen können.

4. Datenanalyse und Reporting

Laut Harvard Business Review betrachten über 70 % der Führungskräfte People Analytics als zentrale Priorität in ihrem Unternehmen. Kompetenzen in diesem Bereich machen Sie zu einem informierteren und glaubwürdigeren HR-Professional.

Es mangelt nicht an People-Analytics-Tools, die Unternehmen dabei helfen, Einblicke in ihre HR-Kennzahlen und Daten zu gewinnen. Selbst das Beherrschen von Excel-Tabellen kann hier von Vorteil sein.

Der Schlüssel liegt darin, relevante Daten so darzustellen, dass sie verständlich und nutzbar sind. Berichte zu erstellen ist das eine – aus den Daten eine überzeugende Geschichte zu machen, ist etwas anderes. HR-Analytics-Kurse können hier unterstützen.

5. Wirtschaftliches Verständnis

Laut dem HR-Trendbericht 2023 von Maclean „hat sich die Rolle von HR als strategischer Partner seit 2020 stetig weiterentwickelt“.

Doch um einen Platz am Tisch zu erhalten, müssen HR-Fachkräfte die Sprache der Geschäftsleitung sprechen und sich mit den Betriebsmodellen, Finanzen und der Gesamtleistung der eigenen Organisation auskennen.

Dies positioniert HR als strategischen Partner und hilft dabei, HR-Prozesse, Richtlinien und Initiativen zu schaffen, die auf die Unternehmensziele abgestimmt sind und das Unternehmen voranbringen.

6. Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion 

Es ist kein Geheimnis, dass Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion heutzutage sowohl für Unternehmen als auch für HR-Teams ganz oben auf der Agenda stehen.

Dieser Bereich ist für jede Führungskraft wichtig, doch HR spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, DEI (Diversity, Equity, Inclusion) im Unternehmen voranzubringen.

Eine DEI-Zertifizierung kann Ihnen helfen, sich tiefergehend mit den Themen Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion zu beschäftigen.

7. Konfliktmanagement

Eine Hauptaufgabe der Personalabteilung ist es, Geschäftsvertreter zu sein. Das bedeutet, auch die unangenehmen Gespräche führen zu müssen – die Durchsetzung von Richtlinien für Konsistenz, das Ablehnen von Anträgen oder sogar die Durchführung einer Kündigung.

Eine solche Nachricht einfühlsam, ruhig und direkt zu überbringen, braucht Übung.

Sie müssen an einem Tag zwischen widersprechenden Kollegen vermitteln und am nächsten eine Gruppe von Führungskräften zu einer einvernehmlichen Entscheidung führen. 

Dafür sind ausgezeichnete Kommunikations- und zwischenmenschliche Fähigkeiten, aktives Zuhören, Empathie und Überzeugungskraft notwendig.

Gut gemanagtes Konfliktmanagement stärkt das Vertrauen im Team, schafft eine Atmosphäre des Vertrauens, fördert ehrliches Feedback und treibt hohe Leistungsbereitschaft an.

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8. Emotionale Intelligenz


Emotionale Intelligenz (EQ) bedeutet, die eigenen emotionalen Bedürfnisse und die anderer erkennen, einschätzen und angemessen darauf reagieren zu können. 

Dazu gehört auch, mit sich selbst und anderen konstruktiv umzugehen. Diese Fähigkeit ist für Führungskräfte und HR-Teams unverzichtbar, um Teams zu managen, zu motivieren und zu führen.

9. Empathie

Empathie – also die Fähigkeit, sich emotional in eine andere Person hineinzuversetzen – ist ein Bestandteil von EQ. Es wird wohl noch lange dauern (wenn überhaupt), bis KI in der Lage ist, die Gefühle eines anderen Menschen wirklich zu verstehen und nachzuempfinden.

Es ist unsere Aufgabe, das „Menschliche“ in „Human Resources“ zu bewahren und unser Miteinander zu leben und mit unseren Kolleginnen und Kollegen mitzufühlen, ganz unabhängig von den Herausforderungen, vor denen wir stehen. 

10. HRIS-Kompetenz

Das HRIS (Human Resource Information System) ist ein zentrales Werkzeug im Workforce Management. 

Neben der Verwaltung von Mitarbeiterdaten und sensiblen Informationen können nahezu alle personalbezogenen Geschäftsvorgänge – etwa Performance-Management, die Administration von Benefits oder die Lohnabrechnung – innerhalb des HRIS abgebildet werden.

Daher ist es unerlässlich, dass das HRIS gut gepflegt und mit aktuellen Daten ausgestattet ist und ein Experte im Team vorhanden ist, der das System verwaltet. Erwägen Sie eine HRIS-Zertifizierung, um Ihre technischen Kompetenzen zu erweitern.

11. Veränderungsmanagement

Im Leben wie im Beruf ist Veränderung die einzige Konstante. Indem das HR Vorbild in Sachen Wandel ist, kann es zum Erfolg von Veränderungsinitiativen beitragen und so ein wichtiger Geschäftspartner bei der Weiterentwicklung des Unternehmens sein.

Dies umfasst das Erstellen von Projektplänen für Veränderungsinitiativen, die Planung von Bedarfsanalysen zur zielgerichteten Kommunikation wichtiger Informationen an Interessengruppen, die Kommunikation der Veränderungen an Beschäftigte und die Unterstützung der emotionalen Verfassung des Teams.

Der Artikel von Liz Lockhart Wie wird man eine Führungskraft für Veränderungen ist hierzu eine hervorragende Ressource.

12. Networking

Netzwerken ist eine wichtige Fähigkeit für HR-Fachleute, da es die Tür zu Beziehungen zu anderen Experten öffnet und hilft, über Trends in der HR-Technologie auf dem Laufenden zu bleiben. 

Networking findet nicht nur außerhalb des eigenen Unternehmens statt, sondern auch intern. So können Beziehungen aufgebaut und das eigene Verständnis für das Geschäft vertieft werden.

Auch wenn Networking nicht als klassische „HR-Fähigkeit“ gilt, ist es dennoch eine wichtige Fähigkeit und ein Wettbewerbsvorteil, um sich beruflich schneller weiterzuentwickeln.

13. Strategische Planung

Strategische Planung ist entscheidend, um Personalmanagement mit der gesamten Unternehmensstrategie in Einklang zu bringen und sicherzustellen, dass der Personalbestand des Unternehmens aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen ist. 

Dieser Ansatz ermöglicht ein effektives Talentmanagement, eine gezielte Personalplanung und unterstützt das Unternehmenswachstum sowie die Anpassung an Marktveränderungen – und trägt so maßgeblich zum langfristigen Erfolg bei.

14. Management-Kompetenzen

Wer als HR-Manager oder Berater für Führungskräfte erfolgreich sein will, muss über Managementkompetenzen verfügen.

Zu den wichtigsten Managementfähigkeiten zählen Ressourcenallokation, Delegation, das Erstellen von Projektplänen, Finanz-Knowhow und Prozessoptimierung. Der Artikel von Liz Lockhart über Mitarbeiterführung ist hierfür eine hervorragende Ressource.

15. Führungskompetenzen

Ja, Führung und Management sind verschieden. Während Management einen eher anleitenden Charakter hat, ist Führung die Fähigkeit, andere für ein bestimmtes Ziel zu inspirieren und zu beeinflussen. 

Jeder kann eine Führungskraft sein, unabhängig von der Berufsbezeichnung. Es geht darum, andere zu verstehen, ihre Motivation und Fähigkeiten zu erkennen und dann ihr Bestes aus ihnen herauszuholen.

Starke Führung spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung von Mitarbeiterengagement, Motivation und Bindung.

16. Projektmanagement

Als strategischer Partner des Unternehmens werden Sie komplexe Initiativen leiten und starke Projektmanagement-Kompetenzen werden von Vorteil sein.

Dazu gehören Projektplanung, Terminierung, Budgetverwaltung, Entwicklung von Dokumentationen, Aufgabenmanagement und Priorisierung.

Diese Projektmanagement-Zertifizierungen sind ein guter Startpunkt.

17. Teamarbeit

Als strategischer Partner werden Sie in bereichsübergreifenden Teams tätig sein, um Wissen zu teilen, Ressourcen zu bündeln und Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln anzugehen.

Es ist auch wichtig, dass Sie die Teamarbeit in der gesamten Organisation fördern, indem Sie dazu beitragen, Abteilungsgrenzen abzubauen und Menschen durch die Initiierung von Mentoring-Programmen und Mitarbeitergruppen zusammenbringen.

18. Überzeugungskraft

Fähigkeiten wie Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen sind für HR-Führungskräfte unerlässlich, um Stakeholder und Mitarbeitende auf gemeinsame Ziele auszurichten. 

Diese Fähigkeiten helfen beim Umgang mit Führungskräften, um organisatorische Veränderungen zu unterstützen und die Einhaltung bewährter Praktiken sicherzustellen.

19. Vertraulichkeit

Als HR-Fachkraft wird Ihnen anvertraut, mit sensiblen Informationen umzugehen und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen zu gewährleisten. 

Die Beherrschung der Wahrung von Vertraulichkeit gewährleistet die Integrität von HR-Prozessen, schützt die Privatsphäre der Beschäftigten und schafft ein sicheres sowie respektvolles Arbeitsumfeld. 

Diese Fähigkeit ist entscheidend für den Aufbau und die Aufrechterhaltung von Vertrauen, verhindert Datenpannen und die Nichteinhaltung rechtlicher und ethischer Standards und stärkt letztlich die Glaubwürdigkeit der HR-Abteilung im Unternehmen.

20. Verwaltung

Obwohl HR-Technologie und Automatisierung die Verwaltungsaufgaben von HR-Fachkräften verringert und mehr Zeit für strategische Tätigkeiten geschaffen haben, bleibt die Verwaltung ein Teil der Arbeit.

Starke organisatorische Fähigkeiten im HR-Bereich tragen zur betrieblichen Effizienz, Genauigkeit und Einhaltung der Vorschriften sowie zur Bereitstellung zeitnaher Unterstützung und Dienstleistungen für Mitarbeitende bei, was für die Funktionalität und den Erfolg des Personalmanagements unerlässlich ist.

21. Entscheidungsfindung 

Kritisch und objektiv Entscheidungen treffen zu können, ist eine wichtige Fähigkeit für HR-Fachleute. 

Da wir stark in den Recruiting-Prozess und Untersuchungen am Arbeitsplatz involviert sind, führt die Fähigkeit, Vorurteile aus unserem eigenen Denken und dem anderer zu minimieren, zu besseren Entscheidungen und zu einer fairen sowie ethischen Personalführung.

22. Anpassungsfähigkeit

Arbeiten im HR-Bereich bedeutet, flexibel zu sein und sich auf Veränderungen am Arbeitsplatz einzustellen, insbesondere in Start-ups und kleinen sowie mittleren Unternehmen.

Anpassungsfähigkeit fördert die Widerstandsfähigkeit, ermutigt zu Innovationen und sorgt für die kontinuierliche Ausrichtung an den Unternehmenszielen – selbst bei inneren und äußeren Veränderungen. So bleibt die HR-Arbeit stets relevant und wirkungsvoll.

23. Problemlösungsvermögen

Oft werden Mitarbeitende mit ihren Problemen auf Sie zukommen. Daher sind Problemlösungsfähigkeiten im HR-Bereich unerlässlich, um Anliegen effizient zu erkennen, zu analysieren und zu beheben.

„Was dem Outsourcing nach wie vor entzogen bleibt, ist die Wirkung von kreativem Problemlösen und authentischen Verbindungen mit den Menschen“, sagt Keri Ohlrich, CEO der Abbracci Group und Autorin von „The Way of the HR Warrior“. „Die Fähigkeit, Herausforderungen kreativ zu begegnen, ist ein Vorteil, der nicht ersetzbar ist.“

Problemlösungsvermögen ist wichtig, um Mitarbeiterkonflikte zu bewältigen, sich an organisatorische Veränderungen anzupassen und wirksame HR-Lösungen zu implementieren.

24. Lernen und Entwicklung

Ein guter Lerner zu sein, ist die Grundlage für die Entwicklung neuer Fähigkeiten, die Sie in Ihrer Rolle unterstützen. 

Da Lernen und Entwicklung zudem eine HR-Funktion ist, sollten Sie, sofern Sie sich dafür interessieren, Expertise in Moderation, Bedarfsanalyse für Schulungen und der Gestaltung von Trainingsprogrammen entwickeln.

Der Erwerb einer speziellen Zertifizierung im Bereich Lernen und Entwicklung ist hierfür ein guter Anfang.

6 HR-Fähigkeiten für das KI-Zeitalter

In naher Zukunft wird von HR-Profis erwartet, dass sie eine Belegschaft aus Menschen und künstlicher Intelligenz (KI) managen.

Das bedeutet, dass wir der Zeit voraus sein müssen, um diese zukünftige Belegschaft effektiv und effizient zu führen.

Um mit dem Fortschritt Schritt zu halten und einen Vorsprung zu bewahren, ist es für HR jetzt wichtiger denn je, ihre KI-Kenntnisse und ihr Know-how zu vertiefen.

Es geht nicht nur darum, wie man Co-Pilot, ChatGPT, Gemini usw. nutzt, sondern auch darum, ein tiefgehendes Verständnis und die Fähigkeiten bezüglich KI-Modelle zu besitzen. 

Um zu helfen, habe ich einige Fähigkeiten für HR zusammengefasst, die im KI- und HR-Zeitalter notwendig sind.

1. Technische Aspekte von KI

KI ist ein großartiges Werkzeug, das die Arbeitswelt revolutioniert. Um jedoch das Beste aus der KI herauszuholen, sollten HR-Fachleute auch verstehen, was KI ist und deren technische Feinheiten kennen, z. B. Konzepte wie „Halluzinationen“, „Maschinelles Lernen vs. Deep Learning“ und „Überwachtes Lernen“.

„Unüberwachtes und teilüberwachtes Lernen“ sowie „Natural Language Processing“ werden im täglichen KI-Sprachgebrauch genutzt.

Diese KI-Begriffe sind wichtig für HR, damit sie ein gewisses Verständnis davon haben, wie KI funktioniert und welche verschiedenen Arten von KI es gibt.

2. Ethik in der KI

KI beginnt bereits, Anzeichen von Voreingenommenheit zu zeigen. Das passiert, wenn das KI-System schädliche Stereotype verstärkt. 

Menschliche Vorurteile sind gut bekannt und werden umfassend erforscht, aber nun zeigt sich, dass diese auch in KI-Systeme übergehen. Passiert das, können bestimmte Gruppen – etwa nach Geschlecht, Alter, Herkunft usw. – unfair behandelt oder von Chancen ausgeschlossen werden.

HR-Fachleute müssen sich möglicher KI-Voreingenommenheit bewusst sein, insbesondere wenn KI genutzt wird, um HR-Prozesse und -Abläufe zu automatisieren oder Entscheidungen zu treffen.

KI sollte die HR unterstützend begleiten, um effizientere und effektivere Prozesse zu schaffen, bei denen die Mitarbeitenden darauf vertrauen können, dass diese gemäß den Richtlinien transparent und fair sind.

3. Datenkompetenz 

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, sind starke analytische Fähigkeiten und Berichterstattungskompetenzen für jeden HR-Profi wichtig.

Das gilt auch für KI. KI ist ein hervorragendes Werkzeug, um große Datensätze zu sammeln und zu analysieren, aber dazu müssen Sie geübt im Extrahieren und Ableiten von Erkenntnissen aus diesen Daten sein.

KI kann viel Vorarbeit leisten, aber am Ende ist es Aufgabe der HR-Fachleute, durch ihre Kenntnisse der Organisation und Dateneinsichten Trends aus den Datensätzen abzuleiten.

4. KI-Updates und Neuigkeiten

Immer über die neuesten Entwicklungen und Fortschritte im Bereich KI informiert zu sein, ist entscheidend. KI als Konzept entwickelt sich ständig weiter, insbesondere da die großen KI-Akteure (Google, OpenAI, Meta usw.) miteinander konkurrieren, um das jeweils fortschrittlichste und schnellste KI-Modell auf den Markt zu bringen.

Die einfachste Möglichkeit, wie ich immer auf dem Laufenden bleibe, ist es, einen News-Alert für KI-bezogene Themen über Google Alerts einzurichten. Sobald Sie das gemacht haben, erhalten Sie eine E-Mail, wann immer es neue Ergebnisse zu Ihren Suchbegriffen (in diesem Fall KI) gibt.

Es gibt auch einige nützliche KI-bezogene Newsletter. Zu den bekannten zählen:

Wer über reines Grundlagenwissen hinausgehen möchte, kann auch die neuesten wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen über Plattformen wie Google Scholar und arXiv einsehen. 

Bei der Vielzahl an KI-Neuigkeiten kann es schnell überwältigend erscheinen, auf dem neusten Stand zu bleiben – mit der richtigen Strategie und dem Zugang zu kompakten Informationshäppchen zu jeder Zeit wird es deutlich einfacher.  

Die Idee ist hier nicht, jede Meldung und Publikation zu lesen, sondern einen Eindruck davon zu gewinnen, was die Vordenker über KI sagen und wohin die Entwicklung geht.

5. Menschzentrierte Design-Prinzipien

Für Fachkräfte im Personalwesen stehen unsere Mitarbeitenden im Mittelpunkt, und ihre Bedürfnisse sollten zentral sein, wenn wir Prozesse und Verfahren gestalten. Deshalb sollten menschzentrierte Designprinzipien berücksichtigt werden, wenn KI-Tools für HR-Lösungen eingeführt werden.

Bei einer kürzlich von mir besuchten Veranstaltung zum Einsatz von KI im Personalwesen schilderten Referenten, wie sie erfolgreich KI-Lösungen in HR-Prozesse und -Verfahren implementiert haben.

Ein wiederkehrendes Thema war, dass sie nicht „automatisiert haben, nur um der Automatisierung willen“.

Sie starteten die KI-Reise, indem sie zunächst prüften, welche Prozesse bereits vorhanden waren. Nachdem sie diese erfasst hatten, folgten sie dem folgenden Ablauf:

Eliminieren


Vereinfachen


Automatisieren
Alle unwirksamen und ineffizienten Prozesse entfernen.Manuelle Prozesse, wo möglich (und sinnvoll), mit KI-Tools automatisieren.Manuelle Prozesse, wo möglich (und nur dort, wo es sinnvoll ist), mit KI-Tools automatisieren.

Wir sollten KI nicht nutzen, nur um fortschrittlich zu erscheinen.

KI ist ein Werkzeug und sollte nur dann eingesetzt werden, wenn es für uns selbst und unsere Mitarbeitenden sinnvoll ist.

6. Prompt Engineering 

Vielleicht haben Sie die Stellenbezeichnung „Prompt Engineer“ schon öfter bei großen Unternehmen gesehen. Ein Prompt Engineer ist spezialisiert darauf, textbasierte Eingabeaufforderungen (Prompts) für generative KI-Modelle wie Chat-GPT, Bard, Co-Pilot usw. zu entwerfen und zu optimieren.

Prompts sind Anweisungen, die wir als Nutzer den KI-Systemen geben, um sie zu gewünschten Ergebnissen zu führen. Je nachdem, wie Sie Ihre Prompts formulieren, erhalten Sie unterschiedliche Ergebnisse von der KI. Zwei Beispiele verdeutlichen dies unten:

Schlechter PromptGuter Prompt
„Schreibe ein Gedicht“„Schreibe ein 75-Wörter-Gedicht im Stil des irischen Dichters Oscar Wilde über den Wechsel der Jahreszeiten.“
Dies ist zu vage und gibt nicht an, worum es im Gedicht gehen oder wie lang es sein soll. Ohne genaue Anleitung kann das Ergebnis zufällig oder unsinnig sein.Dieser Prompt ist spezifisch, klar und gibt der KI eine klar definierte Aufgabe.
Gute Prompts sind spezifisch und setzen klare Rahmenbedingungen.

Prompt Engineering ist sowohl eine Kunst als auch eine Wissenschaft, die sich durch Ausprobieren immer mehr verbessert.

Formulierungen wie „Erzähl mir keine Lügen …“, „Schreibe im Stil eines Captain’s Log …“ oder „Handle als mein Job Coach und …“ können die Genauigkeit erhöhen und liefern relevantere Ergebnisse durch das verwendete KI-Modell.

Wenn Sie diese Fähigkeit beherrschen, können Sie das Beste aus jedem generativen KI-Modell herausholen und sich einen klaren Vorteil verschaffen.

KI steckt immer noch in den Kinderschuhen; deshalb gibt es noch viel, was wir nicht über KI und ihre Funktionsweise wissen.

Der ausgezeichnete Artikel von Liz Lockhart Lance über ChatGPT-Prompts für KI ist ein großartiger Einstiegspunkt.

Entwicklung Ihrer Kompetenzen im Personalwesen

Es zahlt sich aus, in sich selbst zu investieren und das eigene Repertoire an fachlichen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten zu erweitern.

  • Professionelle Zertifizierungen: Eine HR-Zertifizierung ist eine hervorragende Möglichkeit, Fertigkeiten und Wissen zu erwerben, neue Karrierewege auszuprobieren und sich mit der weiteren Community zu vernetzen. Es gibt sogar HR-Zertifikate für Einsteiger.
  • Networking und Branchenevents: Das Mitwirken in HR-Communitys und der Besuch von Branchenevents wie HR-Konferenzen eignen sich hervorragend zum Ideenaustausch, Lernen von Kolleginnen und Kollegen und zum Dranbleiben an neuen Herausforderungen und Lösungen im HR-Bereich.
  • Mentoring und Coaching: Mentoring durch erfahrene HR-Führungskräfte oder gezieltes Coaching bieten individuelle Unterstützung und Einblicke in die persönliche Kompetenzentwicklung (einschließlich, wie man selbst mentort und coacht).
  • Bereichsübergreifende Zusammenarbeit: Die enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen in funktionsübergreifenden Projekten hilft dabei, verschiedene Geschäftsbereiche und Herausforderungen besser zu verstehen, den eigenen Horizont zu erweitern und besser strategisch beitragen zu können.
Alana Fallis

Alana ist Head of People beim Remote-Tech-Start-up Quantum Metric und bringt über ein Jahrzehnt wirkungsvoller HR-Führungserfahrung in den USA und international mit. Ihre Fachkenntnisse umfassen Mitarbeiterbeziehungen, operative und rechtliche Personalarbeit, HR-Kennzahlen sowie Mitarbeiterengagement. Außerdem ist Alana zertifizierter Brain-Based Coach vom NeuroLeadership Institute und hat kürzlich ein Malbuch für Erwachsene namens "Intrusive Thoughts in the Workplace" veröffentlicht, das kunsttherapeutische Illustrationen von den lustigen und nervigen Seiten des Arbeitslebens enthält.

Cillian Dore

Cillian verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Personalwesen und war in verschiedenen Branchen und HR-Fachbereichen tätig. Derzeit arbeitet er bei einem Fortune-500-Unternehmen als Human Resources Business Partner. Er brennt für alles rund um HR und setzt sich für bessere Arbeitsplätze für alle ein.