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Retail Performance Management (RPM) ist der Prozess, die Leistung der Mitarbeitenden im Einzelhandel zu bewerten und zu verbessern, um die Unternehmensziele zu erreichen, den Umsatz zu steigern und den Kundenservice zu optimieren. Im Mittelpunkt stehen Strategien, die Mitarbeitende befähigen, ihr Bestes zu geben, wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Unternehmensziele kontinuierlich erfüllt werden.

Am besten gelingt dies mit einem Performance-Management-Tool, insbesondere wenn Sie die Leistung mehrerer Filialen managen müssen. 

Herausforderungen beim Retail Performance Management

Filialleiter stehen im Einzelhandel häufig vor besonderen Herausforderungen, darunter:

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  • Hohe Fluktuation bei den Mitarbeitenden
  • Uneinheitliche Leistung zwischen den Schichten
  • Starker Druck, Umsatzziele zu erreichen

Diese Herausforderungen zeigen die Notwendigkeit eines effektiven RPM, um eine widerstandsfähige und leistungsstarke Belegschaft aufzubauen.

11-Schritte-Strategie für effektives Retail Performance Management

1. Klare Erwartungen von Anfang an festlegen

Die Definition von Aufgabenbereichen, Leistungsstandards und Zielen während des Onboardings bildet die Grundlage für den künftigen Erfolg. Mitarbeitende benötigen Klarheit, um in ihrer Rolle zu glänzen.

Beispiel: Target legt während des Onboardings großen Wert auf Klarheit der jeweiligen Rollen, indem detaillierte Schulungsmodule, Möglichkeiten zum Job-Shadowing und rollenbezogene Leistungs-Checklisten bereitgestellt werden. Nach Abschluss des Onboardings kennen die Mitarbeitenden ihre Aufgaben genau und wissen, wie der Erfolg gemessen wird – dies garantiert eine Ausrichtung schon von Anfang an.

Sie könnten nachträglich auch eine Onboarding-Umfrage durchführen, um den Erfolg Ihres Onboarding-Prozesses besser einschätzen zu können.

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2. Wichtige Leistungskennzahlen (KPIs) verfolgen

Überwachen Sie regelmäßig KPIs wie Umsatzzahlen, Kundenzufriedenheitswerte und Erledigungsquoten mithilfe von besten Praktiken im Enterprise Performance Management. Typische KPIs im Einzelhandel umfassen:

  • Lagerumschlag
  • Kundenbindung
  • Kundenzufriedenheitswerte
  • Konversionsrate
  • Durchschnittlicher Transaktionswert. 

Statistik: Über 70 % der Unternehmen, die KPIs richtig nutzen, verzeichnen Leistungssteigerungen.

3. Regelmäßiges Feedback geben

Feedback sollte regelmäßig, zeitnah und umsetzbar sein, um Probleme frühzeitig anzugehen und positives Verhalten zu stärken. Gerade wenn es darum geht, Mitarbeitende an der Verkaufsfront zu binden, sind Feedback-Momente besonders wichtig.

Beispiel: Bei Walmart werden wöchentliche Check-ins genutzt, um strukturierte Gespräche über den Fortschritt bei den Zielen, Anerkennung für Erfolge und einen Fokus auf umsetzbare Verbesserungen zu führen. Diese regelmäßigen Interaktionen schaffen Vertrauen und erhalten die Leistungsdynamik.

4. Kontinuierliche Weiterbildung anbieten

Schulungen sind ein Schlüsselfaktor, um Mitarbeitende an der Verkaufsfront zu binden. Stetige Weiterbildung vermittelt Mitarbeitenden die nötigen Fähigkeiten, um erfolgreich zu bleiben und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Studie: Der LinkedIn Workplace Learning Report 2024 zeigt, dass 90 % der Unternehmen sich wegen der Mitarbeiterbindung Sorgen machen. Die wichtigste Strategie dagegen ist Weiterbildung. Weitere Studien zeigen, dass mehr als drei Viertel der Mitarbeitenden länger im Unternehmen bleiben, wenn sie Lernmöglichkeiten bekommen. 

5. Offene Kommunikation fördern

Fördern Sie eine offene Gesprächskultur, in der Mitarbeitende sich trauen, Sorgen zu äußern oder Unterstützung zu suchen. Das schafft Vertrauen und Engagement. Sie können auch 360-Grad-Feedback-Tools nutzen, um regelmäßig Feedback zu sammeln – auch anonym.

Beispiel: Die offene Kommunikationskultur bei Best Buy umfasst regelmäßige Team-Meetings und anonyme Feedback-Kanäle, wodurch sichergestellt wird, dass Mitarbeitende Bedenken äußern oder Vorschläge machen können, ohne zu zögern.

6. Individuelle Ziele an Unternehmensziele ausrichten

Wenn die Ziele der Mitarbeitenden mit den Unternehmenszielen übereinstimmen, fördert das sowohl den persönlichen als auch den geschäftlichen Erfolg. Dadurch wird es für die Mitarbeitenden leichter, ihre Energie in Unternehmensziele zu investieren – in Kombination mit regelmäßigem beidseitigem Feedback kann das Engagement erheblich steigern. 

Beispiel: Bei Apple nehmen Mitarbeitende an vierteljährlichen Leistungsbeurteilungen teil, die gleichzeitig als Ziel-Workshops dienen. Hierbei werden persönliche Ziele direkt an die Verkaufsziele auf Filialebene angepasst. Diese Ausrichtung schafft ein Gefühl von gemeinsamem Zweck und Motivation.

7. Gute Leistungen anerkennen und belohnen

Die Anerkennung von Erfolgen steigert Moral und Motivation. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Anreizprogramme zu entwickeln, die Top-Performer belohnen und eine Kultur schaffen, in der das Setzen von Zielen sowohl realistisch als auch ambitioniert ist. 

Beispiel: Das Prämienprogramm von Sephora beinhaltet monatliche Lobeshymnen und greifbare Anreize wie Geschenkkarten oder zusätzliche bezahlte Freizeit, wodurch eine Kultur der Wertschätzung entsteht.

8. Minderleistung zügig adressieren

Lassen Sie Leistungsschwächen nicht schleifen. Entwickeln Sie strukturierte Leistungsverbesserungspläne für Mitarbeitende, die Unterstützung benötigen.

Beispiel: Die Verbesserungspläne bei Home Depot beinhalten Einzelcoachings, SMART-Zielsetzung und Nachbesprechungen alle zwei Wochen, um sicherzustellen, dass Fortschritte erzielt werden.

9. Teamzusammenarbeit fördern

Ermutigen Sie Teamarbeit, um ein zusammenhängendes und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Kollaborierende Teams übertreffen häufig die Einzelleistung.

Beispiel: Bei Costco wird Teamarbeit durch Cross-Training-Initiativen gefördert: Die Mitarbeitenden lernen verschiedene Rollen kennen, was Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit stärkt.

10. Technologie zur Effizienzsteigerung nutzen

Nutzen Sie Mitarbeitenden-Management-Tools, um Leistung zu verfolgen, die Einsatzplanung zu optimieren und Kundenfeedback in Echtzeit zu sammeln. Es gibt zahlreiche technische Möglichkeiten – sei es zur Optimierung der Einsatzzeiten, damit Ihre besten Mitarbeitenden in Stoßzeiten arbeiten, oder zur Empfehlung persönlicher Weiterbildungen, um gezielt Kompetenzen zu fördern. 

Beispiel: Macy’s nutzt Software, um den Mitarbeitendeneinsatz zu optimieren – so ist zu Hauptzeiten immer genug Personal vor Ort und Leistungskennzahlen werden nahtlos erfasst.

11. Regelmäßig überprüfen und anpassen

Eine kontinuierliche Bewertung stellt sicher, dass Ihre Leistungsmanagement-Strategie mit den sich wandelnden Zielen des Unternehmens und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden im Einklang bleibt.

Erkenntnis: Leistungsstarke Unternehmen passen ihre Performance-Management-Prozesse vierteljährlich oder halbjährlich an. Nur 7% der HR-Fachleute erwarten bis Ende dieses Jahres keine Änderungen an den Prozessen des Leistungsmanagements, wie Daten von Bridge LMS zeigen.

Wie geht es weiter?

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David Rice

David Rice ist ein erfahrener Journalist und Redakteur, der sich auf Themen rund um Personalwesen und Führung spezialisiert hat. Im Lauf seiner Karriere widmete er sich verschiedenen Branchen für Print- und Digitalmedien in den USA und Großbritannien.