Als HR-Fachkraft haben Sie möglicherweise wenig bis gar keine Erfahrung im Rechnungswesen oder in der Finanzbuchhaltung, was Sie sich fragen lässt, ob eine Gehaltsabrechnungsintegration mehr Aufwand als Nutzen mit sich bringt.
Aber hier ist die Wahrheit: Ohne Integrationen jonglieren Sie wahrscheinlich mit voneinander getrennten Systemen – Sie übertragen Stunden, Steuerdaten, Sozialleistungen und Abzüge manuell zwischen verschiedenen Tools. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erhöht auch das Risiko teurer Fehler bei der Lohnabrechnung und von Problemen mit der Compliance.
Für HR-Fachkräfte geht es darum, die manuelle Arbeit bei der Gehaltsabrechnung zu reduzieren, da es sonst unübersichtlich wird. Je mehr Automatisierung und Workflow-Integration möglich ist, desto besser.
In diesem Artikel erkläre ich, was Gehaltsabrechnungsintegration bedeutet, und zeige auf, warum die Integration von HR-bezogenen Anwendungen mit Lohnabrechnungssoftware Ihrem Unternehmen einen bedeutenden Vorteil verschafft.
Psst. Dieser Artikel ergibt nur Sinn, wenn Sie bereits die Grundlagen verstanden haben. Beginnen Sie damit, zu verstehen, wie Gehaltsabrechnungssoftware funktioniert.
Was ist eine Gehaltsabrechnungsintegration?
Gehaltsabrechnungsintegration ist der Prozess, verschiedene Softwareanwendungen und Systeme miteinander zu verbinden, die unterschiedliche Aspekte der Vergütungsverwaltung abdecken, wie Zeiterfassung, Personalmanagement, Buchhaltung und Spesenabrechnung.
Das Ziel ist es, einen nahtlosen Fluss von Gehaltsdaten zwischen Gehaltsabrechnungssoftware-Systemen und anderer zentraler HR-Software zu schaffen, um manuelle Dateneingaben zu reduzieren, die Genauigkeit zu erhöhen und die Lohnabrechnungsprozesse zu optimieren.
Gehaltsabrechnungstools sollten zum Beispiel mit Spesenmanagement-Software-Funktionalitäten integrierbar sein oder sich entsprechend erweitern lassen, sodass Sie Mitarbeitern auch Kosten für Verpflegung, Reisen oder Arbeitsmittel direkt erstatten können.
Ein integriertes Abrechnungssystem bietet Vorteile wie geringere Lohnkosten, Zeitersparnis, höhere Datenintegrität, bessere HR-Berichtssysteme, mehr Sicherheit und eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeitenden.
Denken Sie nicht nur an Ihre heutigen Anforderungen – schauen Sie nach vorn und stellen Sie sicher, dass das System mit dem Wachstum Ihres Unternehmens mehr Mitarbeitende, komplexere Workflows und zusätzliche Integrationen bewältigen kann.Aber hier ist die Wahrheit: Ohne Integration jonglieren Sie wahrscheinlich mit getrennten Systemen und übertragen Stunden, Steuerdaten, Sozialleistungen und Abzüge manuell. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erhöht das Risiko von teuren Fehlern und Problemen mit der Compliance.
Die Integration von Abrechnungssystemen bringt einer Organisation zahlreiche Vorteile. Es mangelt nicht an Gehaltsabrechnungslösungen am Markt, aber im Allgemeinen helfen die besten Systeme Ihnen dabei, Ihre Leistung in einigen Schlüsselbereichen zu verbessern oder aufrechtzuerhalten.
Hier sind die wichtigsten Vorteile, wenn Sie Gehaltsabrechnungssysteme mit zentralen HR-Systemen verbinden:
- Flexibilität: Ermöglicht die Auswahl der besten Tools für verschiedene Funktionen, anstatt an die Suite eines einzigen Anbieters gebunden zu sein.
- Effizienz: Automatisiert den Datenfluss zwischen Systemen, reduziert manuelle Dateneingaben und sorgt für Genauigkeit und Transparenz.
- Compliance: Verbessert die Datenqualität, unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und hilft, Lohnsteuern effektiv zu verwalten.
- Mitarbeitererlebnis: Stellt sicher, dass Mitarbeiter korrekt und pünktlich bezahlt werden, was die allgemeine Zufriedenheit und die Moral verbessert.
- Mehrwert: Sie investieren in teure Technologielösungen, um operative Probleme zu lösen und die Arbeit zu erleichtern. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kosten für Payroll-Software durch eingesparte Zeit und vermiedene Fehler ausgeglichen werden.
- Arbeitskosten: Eine bessere Nachverfolgung der Arbeitskosten durch detaillierte Gehaltsberichte und Analysen hilft dabei, HR-Strategien an Unternehmenszielen auszurichten. Dies ermöglicht fundierte Entscheidungen und optimiert die Budgetzuteilung, wodurch unnötige Ausgaben minimiert werden.
Arten der Lohn- und Gehaltsintegration
Bei der Integration von Lohn- und Gehaltssystemen mit anderen Plattformen gibt es zwei Hauptarten der Integration: 180 (Einweg-Synchronisierung) und 360 (bidirektionale Synchronisierung).
Diese Integrationen bestimmen, wie die Daten zwischen dem Lohn- und Gehaltssystem und anderen Geschäftsanwendungen wie Plattformen zur Gehaltsanalyse, KI-Tools für personalisierte Vergütung oder Finanzmodellierungsplattformen fließen.
180 (Einweg-Synchronisierung)-Integration
Eine 180-Integration, auch als Einweg-Synchronisierung bezeichnet, beschreibt einen Datenfluss, bei dem Informationen in nur eine Richtung von einem System zum anderen übertragen werden.
In diesem Fall schiebt das Lohn- und Gehaltssystem Daten in andere Plattformen, während die anderen Systeme keine Daten zurück ins Lohn- und Gehaltssystem senden können. Diese Art der Integration wird häufig genutzt, wenn Unternehmen eine Plattform mit Lohndaten aktualisieren müssen, aber kein Feedback oder Aktualisierungen von externen Systemen erforderlich sind.
Anwendungsfälle für Kunden bei 180-Integrationen:
- Plattformen zur Gehaltsanalyse: Ein Lohn- und Gehaltssystem kann Gehalts- und Leistungsdaten von Mitarbeitern an eine Gehaltsanalyseplattform übermitteln, um HR-Fachkräften Analysen zu Vergütungstrends, Markt-Benchmarks und interner Lohngerechtigkeit zu ermöglichen. Die Plattform für Gehaltsanalysen aktualisiert das Lohn- und Gehaltssystem jedoch nicht mit neuen Vergütungsempfehlungen.
- Finanzmodellierungsplattformen für Budgetierung und Planung: Ein Lohn- und Gehaltssystem kann Lohnkosten (Gehälter, Boni, Steuern) an eine Finanzmodellierungsplattform senden, um die Budgetierung und Prognose zu unterstützen. Das Finanztool nutzt diese Daten zur Vorhersage zukünftiger Lohnkosten, sendet jedoch keine Anpassungen zurück an das Lohn- und Gehaltssystem.
360 (Bidirektionale Synchronisierung)-Integration
Eine 360-Integration bzw. bidirektionale Synchronisierung erlaubt den Datenfluss in beide Richtungen zwischen dem Lohn- und Gehaltssystem und anderen Geschäftsanwendungen. Das bedeutet, dass das Lohn- und Gehaltssystem nicht nur Daten empfangen, sondern auch aktualisierte Informationen an die angebundenen Systeme zurücksenden kann.
Diese wechselseitige Synchronisierung stellt sicher, dass die Daten über alle Plattformen hinweg konsistent bleiben und eignet sich ideal für dynamische Umgebungen, in denen Datenübertragungen über mehrere Systeme hinweg geteilt werden müssen.
Anwendungsfälle für Kunden bei 360-Integrationen:
- KI-Tools für personalisierte Vergütungsempfehlungen: KI im Lohn- und Gehaltswesen und KI-gestützte Vergütungswerkzeuge können Mitarbeiterleistungen, Markttrends und interne Gerechtigkeit analysieren, um personalisierte Vergütungsempfehlungen zu generieren. Eine 360-Integration stellt sicher, dass Änderungen wie Gehaltsanpassungen oder Boni, die im KI-Tool vorgenommen werden, automatisch ins Lohn- und Gehaltssystem übertragen werden, sodass die Gehaltsdaten stets aktuell sind.
- Plattformen für Gehaltsanalyse und -planung: Diese Plattformen analysieren nicht nur Vergütungstrends, sondern ermöglichen auch Anpassungen auf Grundlage strategischer Ziele, Leistungsbewertungen oder Marktentwicklungen. Eine 360-Integration erlaubt es Vergütungsmanagern, sowohl die Analyseplattform als auch das Lohn- und Gehaltssystem gleichzeitig zu aktualisieren, sodass Gehaltserhöhungen, Leistungsänderungen oder neue Boni in beiden Systemen in Echtzeit abgebildet werden.
- Finanzmodellierungsplattformen für Budgetierung und Planung: Bei einer 360-Integration kann ein Finanzmodellierungstool, das lohnbezogene Ausgaben überwacht, Budgetaktualisierungen zurück ins Lohn- und Gehaltssystem übertragen. Wird beispielsweise eine Budgetanpassung im Rahmen der Gehaltsplanung vorgenommen, kann das aktualisierte Budget automatisch die Lohnzuweisungen anpassen, sodass künftige Lohnläufe immer auf dem neuesten Finanzplan basieren.
Die Herausforderung bei der Integration von Lohn- und Gehaltssystemen
Die gute Nachricht ist, dass die meisten Payroll-Anbieter mittlerweile mit den meisten wichtigen HR-Softwarelösungen ziemlich nahtlos integriert werden können.
Die Integration einer automatisierten Lohn- und Gehaltsabrechnungsplattform mit Ihrem HR-System gewährleistet nahtlose Abläufe vom Recruiting über die Vergütung bis hin zum Offboarding.
Eine 360°-Integration erfordert heutzutage oft nur minimale Beteiligung durch den Benutzer, da die Verarbeitung meist von einem Anbieter übernommen wird und Aktualisierungen direkt an den Anbieter der Lohn- und Gehaltsabrechnungslösung gesendet werden.
Es gibt allerdings einige Herausforderungen bei einer Lohnintegration. Werfen wir einen Blick auf einige davon.
Schwierigkeiten beim Zugriff auf Sandbox-Umgebungen von Anbietern
Eine der wichtigsten Herausforderungen bei der Implementierung von Lohnschnittstellen ist der begrenzte Zugang zu Sandbox-Umgebungen seitens der Anbieter. Eine Sandbox-Umgebung ermöglicht es Unternehmen, Schnittstellen zu testen und zu validieren, bevor sie live gehen, und stellt so sicher, dass Daten korrekt und fehlerfrei übertragen werden.
Viele Anbieter von Lohnsoftware bieten jedoch nur eingeschränkten oder unzureichenden Sandbox-Zugang an, was es Unternehmen erschwert, die Integration gründlich zu testen. Ohne eine ordnungsgemäße Testphase steigt das Risiko, bei der Live-Einführung auf Fehler oder Störungen zu stoßen, was zu Unterbrechungen der Lohn- und Gehaltsabrechnung führen kann.
Zersplitterung im Markt für Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftware
Der Markt für Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftware ist stark fragmentiert, da zahlreiche Anbieter verschiedene Systeme anbieten, die oftmals nicht miteinander kompatibel sind. Diese Fragmentierung kann Integrationsprobleme verursachen, da Unternehmen häufig mit mehreren Plattformen für Lohnabrechnung, Vergütungsmanagement, HR und Finanzen arbeiten müssen.
Das Fehlen von standardisierten Protokollen oder universellen Integrationsrahmen bedeutet für Unternehmen, dass sie auf maßgeschneiderte Lösungen oder Drittanbieter-Middleware zurückgreifen müssen, was kostspielig und zeitaufwändig in der Implementierung und Wartung sein kann.
Die Vielfalt an Funktionen, Leistungsmerkmalen und Datenformaten auf den verschiedenen Plattformen fügt dem Integrationsprozess eine zusätzliche Komplexität hinzu, da die Funktionen eines Systems möglicherweise nicht reibungslos mit den Funktionen einer Lohnsoftware zusammenarbeiten.
Hoher Ressourcenaufwand für Implementierung und Wartung
Die Integration von Lohnabrechnungssystemen in eine bestehende Infrastruktur kann beträchtliche Ressourcen sowohl hinsichtlich Zeit als auch Personal erfordern. Die Umsetzung einer Integration benötigt häufig dedizierte Teams für Konfiguration, Anpassung und Fehlersuche, die HR-, IT- und Finanzabteilungen umfassen können.
Nach erfolgter Integration ist eine fortlaufende Wartung notwendig, um einen konsistenten und korrekten Datenbestand in allen Systemen zu gewährleisten. Im Lauf der Zeit – etwa durch Software-Updates, Sicherheitspatches oder sich verändernde Geschäftsanforderungen – kann die Pflege dieser Integrationen ressourcenintensiv werden, besonders in Umgebungen, in denen Aktualisierungen nicht automatisch synchronisiert oder auf allen Plattformen kompatibel sind.
Integrationsansätze
Um diese Herausforderungen zu meistern, greifen Unternehmen meist auf unterschiedliche Integrationsansätze zurück, wie dateibasierte Integrationen und unterstützte Integrationen. Jeder Ansatz bietet eigene Vorteile, Einschränkungen und verbundene Risiken.
Dateibasierte Integrationen
Dateibasierte Integrationen bedeuten den Datenaustausch zwischen Systemen mithilfe von Dateiformaten wie CSV, XML oder Flachdateien. Diese Dateien werden in der Regel aus einem System (z. B. Lohnabrechnung) exportiert und in ein anderes System (z. B. Vergütungsmanagement oder Finanzplanung) eingespielt.
Vorteile:
- Einfachheit: Dateibasierte Integrationen lassen sich relativ einfach einrichten und erfordern keine komplexen APIs oder Echtzeit-Kommunikation zwischen den Systemen.
- Niedrige Kosten: Diese Integrationen sind meist kostengünstiger, da sie oftmals keine individuelle Softwareentwicklung oder umfangreiche technische Unterstützung benötigen.
- Flexibilität: Die Dateiformate werden von den meisten Systemen unterstützt, sodass der Datenaustausch zwischen verschiedenen Plattformen erleichtert wird.
Einschränkungen:
- Manueller Aufwand: Dateibasierte Integrationen erfordern oft manuelles Eingreifen, um sicherzustellen, dass Dateien korrekt hochgeladen und formatiert sind. Das erhöht das Risiko menschlicher Fehler und führt zu Verzögerungen bei der Datensynchronisation.
- Keine Echtzeitdaten: Im Gegensatz zu API-basierten Integrationen bieten dateibasierte keine Synchronisation in Echtzeit, was dazu führen kann, dass veraltete Informationen in nachgelagerten Prozessen genutzt werden.
- Skalierbarkeitsprobleme: Mit zunehmendem Unternehmenswachstum und wachsendem Umfang der Lohnabrechnungsdaten geraten dateibasierte Integrationen schnell an ihre Leistungsgrenzen.
Unterstützte Integrationen und Auslagerung von Lohnschnittstellen
Unterstützte Integrationen setzen häufig auf Drittanbieter oder Middleware, um Lohnabrechnungssysteme mit HR-, Benefits- oder Finanztools zu verbinden.
Diese Setups sind fortschrittlicher und beinhalten typischerweise das Auslagern von Integrationsaufgaben an Fachleute oder Lohnabrechnungsdienstleister, die auf Datenzuordnung, Konfiguration und laufenden Support spezialisiert sind.
Durch das Outsourcing von Lohnabrechnungsfunktionen und -integrationen können Unternehmen die Effizienz steigern, kostspielige Fehler reduzieren und eine reibungslosere Implementierung sicherstellen.
Dieser Ansatz ist besonders wertvoll für Organisationen, die große Mengen an Mitarbeiterdaten verwalten – er bietet sichere, skalierbare Lösungen mit besserer Zugänglichkeit und stärkerem Datenschutz über verschiedene Systeme hinweg.
Prozess:
- Der unterstützte Integrationsprozess beginnt in der Regel mit der Zuordnung von Datenfeldern zwischen den Systemen, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt von einer Plattform zur anderen übertragen werden.
- Anschließend werden Drittanbieterdienste oder Integrationsplattformen (wie MuleSoft, Dell Boomi oder Zapier) verwendet, um den Datenaustausch zwischen Lohnabrechnung und anderen Plattformen wie HR- oder Finanztools zu erleichtern.
- Ein Team von Fachleuten (intern oder externe Berater) kann erforderlich sein, um die Integration zu konfigurieren, zu testen und zu warten.
Sicherheitsrisiken:
- Datenoffenlegung: Unterstützte Integrationen beinhalten häufig das Senden von Daten über Dienste von Drittanbietern, was das Risiko von Datenpannen oder Offenlegungen erhöht – besonders, wenn sensible Lohnabrechnungsdaten betroffen sind.
- Compliance-Bedenken: Lohnabrechnungsdaten unterliegen strengen regulatorischen Standards wie der DSGVO oder HIPAA. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Integrationswerkzeuge von Drittanbietern diesen Standards entsprechen, um rechtliche und finanzielle Konsequenzen zu vermeiden.
- Abhängigkeit von Anbietern: Die Abhängigkeit von Drittanbietern für die Integration kann zu einem Single Point of Failure führen. Kommt es beim Anbieter zu Ausfallzeiten, Serviceproblemen oder Sicherheitslücken, kann dies den Lohnabrechnungsprozess stören.
Lösungen für Integrationen
Bei der Auswahl von Lösungen für interne Integrationen sind zwei der häufigsten Ansätze iPaaS (Integration Platform as a Service) und RPA (Robotic Process Automation). Beide bieten je nach Komplexität und Umfang der Integration spezifische Vorteile.
iPaaS (Integration Platform as a Service):
iPaaS ist eine cloudbasierte Plattform, die die Integration verschiedener Softwaresysteme, Datenbanken und Anwendungen innerhalb eines Unternehmens ermöglicht. Sie stellt eine einheitliche Oberfläche bereit, um unterschiedliche interne und externe Systeme zu verbinden.
Zentrale Vorteile von iPaaS:
- Zentralisiertes Management: Mit iPaaS lassen sich Integrationen zentral verwalten und Cloud- und On-Premise-Anwendungen nahtlos verbinden.
- Skalierbarkeit: iPaaS ist ideal für komplexe Integrationen und große Umgebungen geeignet und unterstützt mehrere Integrationen gleichzeitig.
- Flexibilität: iPaaS-Plattformen bieten in der Regel vorgefertigte Konnektoren für eine Vielzahl von Anwendungen, was die Integration verschiedener Systeme wie CRM, ERP und HR-Systeme erleichtert.
- Echtzeit-Datensynchronisation: iPaaS-Plattformen ermöglichen den Echtzeitaustausch von Daten, was für Geschäftsprozesse, die auf aktuelle Informationen in verschiedenen Systemen angewiesen sind, unerlässlich ist.
Beispiel: Ein Einzelhandelsunternehmen könnte iPaaS nutzen, um sein Warenwirtschaftssystem mit dem Bestellmanagement und dem CRM-System zu verbinden. iPaaS ermöglicht den nahtlosen Echtzeitdatenfluss, sodass genaue Lagerbestände und Kundendaten sichergestellt sind.
RPA (Robotic Process Automation):
RPA verwendet Software-Roboter (Bots), um wiederkehrende und regelbasierte Aufgaben zu automatisieren, für deren Durchführung menschliches Eingreifen erforderlich ist. RPA konzentriert sich nicht primär auf die Datenintegration, sondern automatisiert manuelle Prozesse wie Dateneingabe, Informationsübertragung oder Systemaktualisierungen.
Zentrale Vorteile von RPA:
- Automatisierung von Aufgaben: RPA eignet sich hervorragend zur Automatisierung manueller, zeitaufwändiger Aufgaben wie Datenextraktion und -übertragung und reduziert den Bedarf an menschlichem Eingreifen sowie das Fehlerrisiko.
- Keine großen Änderungen an bestehenden Systemen: RPA kann mit Altsystemen arbeiten, ohne dass größere Anpassungen oder Integrationen erforderlich sind – ideal zur Automatisierung von Workflows in Umgebungen mit älteren Systemen.
- Kostenreduktion: Durch die Automatisierung manueller Prozesse können Unternehmen ihre Betriebskosten senken und die Effizienz steigern.
Beispiel: In einer Finanzabteilung könnte RPA eingesetzt werden, um Daten aus Rechnungen automatisch zu extrahieren und in eine Buchhaltungssoftware einzugeben. Auch wenn dabei keine direkte Systemintegration stattfindet, steigt die Effizienz und Fehler werden reduziert.
Sicherheitsmaßnahmen bei API-basierten Integrationen
Beim Umgang mit sensiblen Daten zwischen integrierten Systemen hat Sicherheit höchste Priorität. Hier sind zentrale Sicherheitsmaßnahmen für API-basierte Integrationen:
- Verschlüsselung: APIs verwenden Transport Layer Security (TLS), um Daten während der Übertragung zu verschlüsseln und so sicherzustellen, dass sensible Informationen zwischen den Systemen geschützt bleiben. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stellt sicher, dass Daten sowohl im Ruhezustand als auch während der Übertragung verschlüsselt sind.
- Authentifizierung und Autorisierung: APIs stützen sich auf Authentifizierungsprotokolle wie OAuth oder API-Schlüssel, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Anwendungen auf Daten zugreifen können. Autorisierungsschichten wie rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) sorgen dafür, dass Nutzer und Anwendungen nur auf diejenigen Daten zugreifen, die sie benötigen.
- Datenintegrität: Zur Sicherstellung, dass Daten bei der Übertragung nicht manipuliert werden, können APIs Hash-Algorithmen und digitale Signaturen verwenden. Das bietet eine Verifizierungsebene, damit die erhaltenen Daten exakt den gesendeten entsprechen.
- Ratenbegrenzung und Drosselung: APIs können Ratenlimitierungen durchsetzen, um die Anzahl der Anfragen in einem bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Dadurch werden das Überladen von Systemen und die Abwehr von Denial-of-Service-(DoS)-Angriffen unterstützt.
Vorteile der Echtzeit-Synchronisierung bei API-Integrationen
- Direkte Datenaktualisierungen: Echtzeit-Synchronisierung stellt sicher, dass Daten über alle Systeme hinweg stets aktuell sind – wichtig für dynamische Umgebungen wie Lohnabrechnung, Kundenservice und Bestandsmanagement. Wenn sich beispielsweise etwas in der Lohnabrechnung ändert, wird die Vergütung der Mitarbeitenden sofort in allen relevanten Systemen aktualisiert.
- Verbesserte Entscheidungsfindung: Mit Echtzeitdaten können Organisationen schnellere und fundiertere Entscheidungen treffen.
- Bessere Nutzererfahrung: Echtzeit-Synchronisierung sorgt dafür, dass Kund:innen stets die aktuellsten Informationen erhalten.
Systeme zur Integration mit der Lohnabrechnung
Welche Integrationen machen das Lohnmanagement also effizienter, genauer und weniger zeitaufwändig? So können Sie dank der Anbindung verschiedener HR-Apps mehr Zeit auf strategische Aufgaben verwenden, anstatt auf manuelle Verwaltungsarbeit.
Das Personalmanagement wird verbessert, indem Mitarbeiterdaten in Echtzeit zwischen Ihren HR-Software-Listen—Lohnabrechnung und ERP-Systemen usw.—synchronisiert werden.
Schauen wir uns anhand einiger Beispiele an, wie das praktisch funktioniert.
Bewerbermanagement-Systeme (ATS)
Wenn Sie Ihr ATS mit Ihrer Lohnabrechnungssoftware integrieren, werden die Daten neuer Mitarbeitender nach ihrem Onboarding automatisch und nahtlos in das Lohnsystem übernommen. Das verschlankt den Prozess, reduziert Verwaltungsaufwand und stellt sicher, dass neue Mitarbeitende ab dem ersten Tag pünktlich bezahlt werden.
Zeiterfassung und Schichtplanungssoftware
Betreiben Sie ein Unternehmen mit Voll- und Teilzeitkräften, etwa ein Restaurant oder einen Laden, nutzen Sie wahrscheinlich Zeiterfassungs- oder Schichtplanungssoftware, um Arbeitszeiten und Schichten zu verwalten (mehr zu den Vorteilen von Schichtplanungssoftware hier).
Durch die Integration dieser Software in Ihr Lohnabrechnungssystem können gearbeitete Stunden automatisch mit den Lohnabrechnungsberechnungen abgeglichen werden. Das spart nicht nur viele Stunden manueller Dateneingabe, sondern minimiert auch Fehler und sichert eine korrekte und pünktliche Bezahlung der Beschäftigten.
HRIS/HRMS/HCM-Systeme für Personaldaten
Angenommen, Sie sind ein mittelständisches Technologieunternehmen, in dem die meisten Personaldaten im HRIS gespeichert werden. Wenn Sie Mitarbeiterdaten wie eine Beförderung oder eine Leistungsänderung im HRIS aktualisieren, wird die Information sofort mit der Lohnsoftware synchronisiert.
Durch diese Integration werden die Datenqualität und die Effizienz der Abläufe verbessert, und Mitarbeitende können ihre Informationen selbstständig über ein Self-Service-Portal aktualisieren. Das spart der Personalabteilung manuelle Pflegearbeit.
Integration der Lohnabrechnung mit Buchhaltungssoftware
Stellen Sie sich eine ausgelastete Finanzabteilung in einem wachsenden Unternehmen vor. Sie ist für Budgetierung und Prognosen auf die Lohnabrechnungsdaten angewiesen.
Durch die Integration Ihrer Lohnabrechnungssoftware mit dem HR-Buchhaltungssystem fließen Lohnkosten automatisch in Ihre Finanzberichte ein. Diese nahtlose Integration entlastet das Finanzteam von manuellen Datenübertragungen und ermöglicht eine präzisere Finanzplanung und -analyse.
Spesenabrechnung und Rückerstattungen
Mit dem Wachstum eines Startups steigen auch die Spesenanträge der Mitarbeitenden. Die Integration von Spesenabrechnungssoftware in Ihre Lohnabrechnung sorgt dafür, dass genehmigte Spesen und Rückerstattungen automatisch zur Lohnabrechnung hinzugefügt werden.
Der Erstattungsprozess wird so vereinfacht und Mitarbeitende schnell und korrekt entschädigt, wodurch der Verwaltungsaufwand reduziert wird.
Benefits-Management
Die Verwaltung von Mitarbeiterleistungen wird mit der Integration der Lohnbuchhaltung einfacher. Bei der Anbindung an Benefit-Plattformen aktualisieren Lohnabrechnungssysteme automatisch Abzüge für Krankenversicherungen, FSAs und andere Zusatzleistungen.
Zudem werden Altersvorsorgekonten wie 401(k)s synchronisiert, sodass Mitarbeitende ihre Beiträge leichter nachverfolgen und langfristig planen können. Das erhöht die Genauigkeit, reduziert Verwaltungsaufwand und unterstützt das gesamte finanzielle Wohlbefinden.
Optimieren Sie Ihr Unternehmen mit einem integrierten System
Die Integration der Lohnbuchhaltung ist für jedes Unternehmen sinnvoll – ob Sie ein multinationaler Konzern mit globaler Lohnabrechnung sind oder ein kleines Unternehmen, das mit traditionellen Stundenzetteln selbst die Löhne verarbeitet.
Dadurch entfällt die manuelle Dateneingabe, Fehler werden reduziert und die Einhaltung steuerlicher Vorschriften gewährleistet – auch in besonderen Fällen wie der korrekten Bearbeitung von Lohnpfändungen. Das verbessert nicht nur die gesamte Mitarbeitererfahrung, sondern minimiert auch rechtliche Risiken im Zusammenhang mit Lohnabzügen.
Darüber hinaus können sich Personal- und Finanzteams auf strategische Aufgaben konzentrieren, anstatt auf wiederkehrende Verwaltungsarbeiten rund um die Lohnabrechnung.
Wenn Sie Prozesse verschlanken möchten: Mit dieser Checkliste läuft Ihre Lohnabrechnung reibungslos.
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