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Um Ihren Onboarding-Prozess zu optimieren, sollten Sie eine klare, strukturierte und konsistente Erfahrung schaffen, die neue Mitarbeitende schnell und effizient integriert. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen, wie Sie typische Onboarding-Probleme – wie verstreute Unterlagen und Verwirrung – eliminieren, damit Sie von Anfang an die Bindung, das Engagement und die Produktivität steigern können.

Überprüfung Ihres aktuellen Prozesses

Die Überprüfung Ihres aktuellen Onboarding-Prozesses ist entscheidend für eine Straffung, denn dadurch können Sie Lücken, Ineffizienzen und Verbesserungsmöglichkeiten erkennen. 

Hier sind einige Tipps und Best Practices zur Überprüfung Ihres Onboarding-Prozesses:

Lesen Sie weiter – und führen Sie weiterhin intelligenter

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  1. Führen Sie Mitarbeiterumfragen durch: Machen Sie Onboarding-Umfragen, um Rückmeldungen von neuen Mitarbeitenden zu erhalten – so können Sie das Onboarding-Erlebnis für künftige Neueinstellungen optimieren.
  2. Prozess abbilden: Dokumentieren Sie jeden Schritt des Onboarding-Prozesses – von der Versendung des Angebots bis zum Ende der Probezeit. So erkennen Sie fehlende Schritte und können über Optimierungen wie Automatisierung nachdenken.
  3. Kernkennzahlen analysieren: Bewerten Sie Bindungsraten, die Zeit bis zur Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheitswerte, um Einblicke in die Wirksamkeit des Prozesses zu erhalten.
  4. Mit Branchenstandards vergleichen: Vergleichen Sie Ihren Prozess mit Best Practices oder Ansätzen von Mitbewerbern, um mögliche Lücken oder Innovationspotenziale zu identifizieren.

Häufige Herausforderungen beim Onboarding neuer Mitarbeitender

Auch wenn Onboarding-Prozesse nie ganz identisch sind, gibt es einige typische Herausforderungen, die Unternehmen, denen Onboarding wichtig ist, beseitigen möchten.

  • Fehlende Standardisierung: Ein gewisses Maß an Individualisierung ist nötig, aber generell können inkonsistente Prozesse zu Verwirrung und ungleichen Onboarding-Erfahrungen zwischen Teams oder Abteilungen führen.
  • Zeitmangel: Besonders in ohnehin stark ausgelasteten Arbeitsumgebungen kann der zusätzliche Aufwand für das Onboarding dazu führen, dass diesem Prozess nicht genug Sorgfalt geschenkt wird.
  • Überfrachtung mit Informationen: Neue Mitarbeitende gleich zu Beginn mit zu vielen Informationen zu überhäufen, kann zu Verwirrung und einer schlechteren Behaltensleistung wichtiger Details führen.
  • Verzögerter Zugang zu Tools und Ressourcen: Technische oder logistische Probleme bei der Bereitstellung notwendiger Werkzeuge, Ausstattungen oder Systemzugänge können die Produktivität hemmen.
  • Unklare Rollen und Erwartungen: Wenn Verantwortlichkeiten und Leistungserwartungen nicht klar definiert sind und die eigene Rolle nicht im Zusammenhang des organisatorischen Erfolgs erläutert wird, fällt es neuen Mitarbeitenden (und auch bestehenden) schwer, den gewünschten Beitrag zu leisten.
  • Zu geringe Gewichtung der Unternehmenskultur: Werden zentrale Werte, Leitbilder und die Unternehmenskultur nicht vermittelt, resultiert dies leicht in einer weniger fokussierten oder engagierten Belegschaft.
  • Ineffiziente Kommunikation: Eine schlechte Abstimmung zwischen HR, Vorgesetzten und Teams kann dazu führen, dass Schritte verpasst werden oder sich das Onboarding verzögert.
  • Fehlende Personalisierung: Ein "One-Size-Fits-All"-Vorgehen beim Onboarding ignoriert die individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen einzelner Neueinstellungen.
  • Unzureichende Feedbackmechanismen: Ohne Rückmeldungen von neuen Mitarbeitenden versäumen Unternehmen die Chance, ihren Onboarding-Prozess zu optimieren.
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5 Strategien zur Optimierung des Onboarding-Prozesses

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen finden Sie im Folgenden bewährte Strategien, mit denen Sie das Onboarding effizienter und wirkungsvoller gestalten und Ihre Onboarding-Rendite maximieren können.

1. Die Preboarding-Phase verbessern

Der Onboarding-Prozess beginnt unmittelbar nach Annahme des Angebots, und ein starkes Preboarding legt den Grundstein für den späteren Erfolg.

Auch wenn Sie nicht überfordern möchten, können Sie neue Mitarbeitende bereits vor dem ersten Arbeitstag einbinden, indem Sie ihnen wichtige Informationen, Zugang zu Ressourcen und Unternehmensmaterial sowie erforderliche Unterlagen für neue Mitarbeitende (Formulare W-4 und I-9) bereitstellen.

„Wir veranstalten vorab Zoom-Meetings, um neue Kolleg:innen wichtigen Personen vorzustellen und die Nervosität am ersten Tag zu reduzieren“, sagt Sasha Robinson, VP People bei Trainual, „und jede:r Kandidat:in hat bereits unsere Pre-Hire-Trainingsinhalte in unserer App absolviert – sie haben Videos angesehen, um unsere Mission, Vision und alle Mitglieder des Führungsteams kennenzulernen.“

Dadurch bleibt während der Einführung mehr Zeit, um sich auf das Kennenlernen der Organisation und die neue Rolle innerhalb dieser zu konzentrieren.

Profi-Tipp: Ein Fragebogen für neue Mitarbeiter sammelt wichtige Informationen von neuen Mitarbeitenden, wie persönliche Daten, bisherige Berufserfahrung und andere relevante Angaben, die für die Personalunterlagen benötigt werden.

Sie können dies jedoch auch als Gelegenheit nutzen, um einige interessante Details, wie Essensvorlieben, zu erfragen, die dabei helfen können, den Onboarding-Plan für Ihre neuen Mitarbeitenden zu personalisieren.

2. Aufgabenmanagement automatisieren

„Automatisierung ist die Nummer 1, wenn es darum geht, die operative Effizienz in Organisationen zu steigern“, sagt Reid Walsh, CHRO bei NEOGOV. „Eine Onboarding-Lösung kann neuen Mitarbeitenden 24/7 Zugang zu einem Online-Portal bieten, auf dem sie Unterlagen digital ausfüllen/einreichen, ihre Checkliste abarbeiten und auf Ressourcen zugreifen können, die sie beim Einarbeiten unterstützen.“

Onboarding-Automatisierung entlastet HR und Führungskräfte, minimiert Verzögerungen und stellt sicher, dass jeder Schritt konsequent erledigt wird.

Die eingesparte Zeit kann genutzt werden, um sich auf wertschöpfende Aktivitäten wie den Aufbau von Beziehungen zu konzentrieren, anstatt sich mit sich wiederholenden Aufgaben zu beschäftigen.

3. Einen strukturierten Onboarding-Plan erstellen

Die Entwicklung eines standardisierten Onboarding-Rahmens, der die wichtigsten Aktivitäten und Meilensteine beschreibt, stellt sicher, dass alle genau wissen, was wann von ihnen verlangt wird und dass nichts vergessen wird. 

Zu den aufzunehmenden Punkten gehören: klare und messbare Ziele, Schulungspläne sowie alle Ressourcen, die neue Mitarbeitende für einen produktiven Start benötigen.

„Der erste Schritt besteht darin, ein Job-Audit durchzuführen, um festzustellen, welche Aufgaben der neue Mitarbeitende tatsächlich ausführen wird, anstatt sich auf überholte Aufgaben oder das „das war schon immer so“ zu verlassen“, sagt Lindsay Mastrogiovanni, CEO von ConsciousHR. „Ist es Ihre erste Einstellung, beginnen Sie damit, die Aufgaben aufzulisten, für die Ihnen Zeit oder Fachkenntnisse fehlen. Das hilft, die Rolle zu klären und ein gezieltes Onboarding sicherzustellen.“

Wir empfehlen, einen 30-60-90-Tage-Onboarding-Plan für jede Rolle und Person zu erstellen, inklusive Standardisierungen, z.B. eine Willkommenspräsentation, die die Mission und Werte abdeckt und für alle Rollen relevant ist.

Zuletzt an dieser Stelle hebt People-Ops-Beraterin Rita Wittek hervor: "Vereinfachen Sie die Kommunikation zwischen Führungskräften, HR und IT, indem Sie die Prozesse in einem Tool oder einer Checkliste zentralisieren und klare Verantwortlichkeiten für Onboarding-Aufgaben zuweisen, um Verwirrung und Verzögerungen zu vermeiden.“

4. Onboarding-Analysen und Berichte nutzen

Nutzen Sie Tools wie Onboarding-Software, HRMS oder ein Learning Management System zur Messung des Onboarding-Erfolgs anhand von Kennzahlen wie der Zeit bis zur Produktivität, dem Abschluss von Aufgaben und Mitarbeitendenfeedback.

Diese Erkenntnisse, kombiniert mit Daten aus Check-ins und Umfragen, helfen dabei, Engpässe und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und datenbasierte Entscheidungen zur Optimierung des Prozesses zu treffen.

5. Fokus auf Unternehmenskultur und Gemeinschaft

Bisher habe ich viel über Technik und Prozesse gesprochen, aber der Erfolg neuer Mitarbeitender basiert auch auf Beziehungen, die durch Willkommensaktivitäten, Teamvorstellungen, Patenprogramme und Mentoring entstehen.

„Eine wichtige Rolle spielt die Vermittlung der 'Kultur', also der Regeln, die nirgendwo niedergeschrieben sind, den Einstieg für neue Mitarbeitende aber deutlich erleichtern“, sagt HR-Beraterin Maggie Michaels DeCan. „Neue Kolleg:innen in den ersten 30 Tagen mit einer Ansprechperson zusammenzubringen, kann bei der Eingewöhnung sehr helfen.“

Onboarding zu optimieren ist ein schneller Gewinn

Einfache Investitionen in Preboarding, Automatisierung, Analysen und klare Zielsetzungen können den Onboarding-Prozess verschlanken und sicherstellen, dass Mitarbeitende sich von Anfang an unterstützt und eingebunden fühlen.

Eine durchdachte Onboarding-Strategie verbessert Bindung und Engagement und fördert damit auf lange Sicht das Wachstum der Organisation.

Wenn Sie Tipps dazu brauchen, wie Sie die beste Onboarding-Software auswählen, helfen wir Ihnen ebenfalls gern weiter.

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Finn Bartram

Finn ist Redakteur bei People Managing People. Er setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Organisationen zu gestalten, in denen Menschen sich kontinuierlich weiterentwickeln und wirklich gerne zur Arbeit kommen. Ist er nicht am Schreibtisch, treibt er Sport oder genießt die Natur.