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Personalplanung beinhaltet die Analyse der aktuellen Fähigkeiten Ihres Teams, das Erkennen von Talentlücken und die Entwicklung einer Strategie, um die richtigen Personen zur richtigen Zeit in die passenden Rollen zu bringen. Wenn Sie Ihre Belegschaft proaktiv steuern, können Sie klügere Einstellungs- und Entwicklungsentscheidungen treffen, die Produktivität steigern und Ihrem Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen. In diesem Artikel erkläre ich, wie ich an die Personalplanung herangehe und teile praktische Tipps, die Sie sofort anwenden können.

Was ist Personalplanung?

Personalplanung (Workforce Planning, WP) ist ein strategischer Prozess, den Organisationen nutzen, um sicherzustellen, dass ihre Belegschaft auf ihre Ziele und Vorgaben ausgerichtet ist. Dabei werden die aktuelle Belegschaft analysiert, der zukünftige Personalbedarf prognostiziert, der Markt betrachtet und Strategien entwickelt, damit die benötigten Talente zur Erreichung der Unternehmensziele zur Verfügung stehen.

Laut Harvard Business Review:  

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„Personalplanung ist mehr als nur Budgetierung, Anwerbung und Einstellung von Talenten. Es geht darum, die gesamte Belegschaft zu unterstützen – einen intelligenten Rückkopplungsmechanismus zwischen Ihren aktuellen und zukünftigen Geschäftsinteressen sowie dem Erwerb, der Bindung und der Entwicklung der Mitarbeitenden zu schaffen, die diese Interessen vorantreiben.“

Auch wenn man dies als eine Art einfache Lückenanalyse auffassen könnte, ist die erfolgreiche Umsetzung von Personalplanung deutlich komplexer.

Sie benötigen ein umfassendes Verständnis Ihrer Unternehmensziele und Vorgaben, Ihrer aktuellen Talentkapazitäten, der zukünftigen Anforderungen an Humankapital in Ihrer Organisation sowie Ihres Geschäftsumfelds.

Das Zusammenspiel dieser Elemente bildet Ihren strategischen Plan, um zukünftigen Personalbedarf zu decken.

Vorteile der strategischen Personalplanung

Vorteile der Personalplanung, z.B. bessere Ausrichtung auf Geschäftsziele und gesteigerte Produktivität und Performance.

Bevor wir darauf eingehen, wie Sie Ihre Personalplanung angehen können, werfen wir zuerst einen Blick darauf, warum es so wichtig ist, die Personalplanung als Teil Ihres strategischen Talentmanagements zu betrachten.

Bessere Ausrichtung auf Geschäftsziele

Der Hauptvorteil und letztlich der Zweck der Personalplanung ist es, sicherzustellen, dass die Belegschaft eines Unternehmens mit den strategischen Zielsetzungen in Einklang steht. 

Das alte Sprichwort „Unsere Mitarbeitenden sind unser wichtigstes Kapital“ mag abgedroschen klingen, ist aber immer noch grundlegend wahr. 

Allerdings ist selbst das talentierteste Team kein Asset, wenn es nicht strategisch auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet ist. Eine Fußballmannschaft würde wohl kaum einen Verteidiger verpflichten, wenn sie die ganze Saison kein Tor erzielt hat!

Bessere Entscheidungsfindung

Personalplanung liefert Organisationen eine Fülle wertvoller Daten. So werden datenbasierte Entscheidungen in Bezug auf Talentgewinnung, -entwicklung und -einsatz ermöglicht. 

Dies ermöglicht Führungskräften, Ressourcen effizient zuzuweisen und die Belegschaft auf die tatsächlichen strategischen Prioritäten des Unternehmens abzustimmen.

Gesteigerte Produktivität und Performance

Personalplanung stellt sicher, dass Mitarbeitende mit den erforderlichen Fähigkeiten ausgestattet sind, um ihre Arbeit effektiv zu erledigen. Das führt zu höherer Produktivität, besserer Arbeitsqualität und einer insgesamt verbesserten Organisationsperformance.

Effektives Talentmanagement

Personalplanung ermöglicht es Organisationen, ihren Talentpool strategisch zu steuern. 

Personalplanung, Leistungsmanagement, Talentbewertungen und Nachfolgeplanung sollten Hand in Hand arbeiten, um Mitarbeitende mit hohem Potenzial zu identifizieren, Nachfolgepläne zu entwickeln und die Fähigkeiten Ihrer Belegschaft für die Zukunft auszubauen. 

Das fördert die Entwicklung der Mitarbeitenden, verbessert die Bindungsquote und erhöht das Engagement der Teams.

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Kostenoptimierung

Eine präzise Einschätzung des zukünftigen Personalbedarfs ermöglicht es Organisationen, ihre Personalstärke zu optimieren und Über- oder Unterbesetzungen zu vermeiden. Das führt zu Kosteneinsparungen durch die Reduzierung unnötiger Rekrutierungs-, Trainings- und Kündigungskosten und bewahrt die Produktivität, indem Personalengpässe verhindert werden.

Erhöhte Agilität und Anpassungsfähigkeit 

Ein tiefgehendes Verständnis zukünftiger Talentbedarfe ermöglicht es Organisationen, ihre Personalstrategien schnell anzupassen, Talente mit den erforderlichen Fähigkeiten auszubilden oder einzustellen und aufkommende Herausforderungen oder Chancen proaktiv, statt reaktiv anzugehen. Dies ist entscheidend, um das Risiko für die Organisation zu reduzieren/abzumildern und Resilienz aufzubauen.

Beispiel für Personalplanung 

Um dies etwas anschaulicher zu machen, gebe ich Ihnen ein Beispiel für eine Situation, in der die Personalplanung entscheidend dazu beigetragen hat, eine Organisation, die ich unterstützt habe, voranzubringen.

Ich habe einmal als HR Business Partner in einer großen Organisation gearbeitet und hatte ein Callcenter in meinem Verantwortungsbereich. Ein Führungswechsel führte dazu, dass an dieses Callcenter höhere Erwartungen gestellt wurden. 

Das neue Führungsteam erwartete einen höheren Servicelevel und gleichzeitig kürzere Wartezeiten sowie geringere Abbruchraten bei Anrufen. Außerdem wurden mehr Resilienz erwartet, zum Beispiel durch die Minderung der Auswirkungen schwerer Wetterereignisse und Flexibilität basierend auf einem variierenden Anrufvolumen. 

Durch unseren Personalplanungsprozess waren wir in der Lage, eine Strategie zu entwickeln, die die Funktionsweise der Organisation grundlegend veränderte.  

Höhere Erwartungen erforderten eine Aufstockung des Personals. Allerdings war der Talentpool in der Region Neuengland, in der wir tätig waren, weitestgehend ausgeschöpft. 

Statt nur lokal Personal zu suchen, haben wir daher Remote-Einstellungszentren im Südosten und Südwesten der USA eingerichtet.

Dies ermöglichte es uns nicht nur, neue Talentmärkte zu erschließen, sondern erhöhte auch unsere Widerstandsfähigkeit, da wir so Abdeckung bieten konnten, wenn z. B. die berühmten Nor’easter in Neuengland auftraten oder andere Ereignisse das örtliche Geschäft beeinträchtigten.

Die Remote-Einstellungszentren befanden sich zudem in Regionen mit niedrigeren Lebenshaltungskosten und günstigeren Arbeitskräften. Dadurch konnten wir unser Servicelevel erhöhen, ohne die Personalkosten signifikant zu steigern.

Ohne den Personalplanungsprozess hätten wir wahrscheinlich weiterhin unsere normale Einstellungsstrategie verfolgt, wären nicht vorangekommen und hätten die Erwartungen unseres Führungsteams kaum erfüllen können.

5-Schritte-Personalplanungsprozess

5 Schritte für einen effektiven Personalplanungsprozess

Schritt 1: Überprüfung der Unternehmensstrategie und Vorgehensweise

Ihre Unternehmensstrategie ist der Nordstern für alles, was Sie aus der Perspektive des strategischen Personalmanagements tun, und die strategische Personalplanung bildet da keine Ausnahme.  

Mehr noch, diese Regel gilt im Zehnfachen. Ohne ein tiefes Verständnis der Ausrichtung Ihres Unternehmens ist es unmöglich, eine effektive Personalplanung durchzuführen

Meine Empfehlung ist, Ihre mehrjährige strategische Roadmap zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich alle beteiligten Führungskräfte bezüglich der Unternehmensziele, auf die Sie hinarbeiten, einig sind.  

Falls Ihre Strategie unklar ist, halten Sie mit der Personalplanung inne und führen Sie zuerst einen Strategieentwicklungsprozess durch.

Schritt 2: Analyse Ihrer aktuellen Belegschaft und Prognose des zukünftigen Bedarfs  

Wie zuvor erwähnt, ermöglicht die Personalplanung datenbasierte Entscheidungen. Das bedeutet, Sie benötigen fundierte Einblicke sowohl in die Fähigkeiten Ihrer aktuellen Belegschaft als auch in zukünftige Bedarfe.  

Die zu erhebenden Daten müssen auf die strategischen Geschäftsanforderungen und die Ausrichtung Ihres Unternehmens abgestimmt werden, aber letztlich suchen Sie nach Erkenntnissen über die Zusammensetzung und Kompetenzen Ihrer derzeitigen Belegschaft.

Konzentrieren Sie sich auf Qualifikationslücken, auf Bereiche, in denen Sie über- oder unterbesetzt sind, auf für Ihr Geschäft kritische Rollen sowie auf weitere zentrale Risiken.

Anhand der strategischen Ziele Ihres Unternehmens und erwarteter Veränderungen im Geschäftsumfeld können Sie den zukünftigen Bedarf an verschiedenen Mitarbeiterkategorien, Fähigkeiten/Kompetenzen und die benötigte Anzahl an Talenten prognostizieren.

Fragen, die Sie sich stellen sollten, sind unter anderem:

  • Wo rechnen Sie mit Wachstum oder Rückgang in Ihrer Organisation?
  • Wie wirkt sich dies auf den Personalbestand/die Anzahl Ihrer Mitarbeitenden aus?
  • Gibt es Veränderungen der Marktbedingungen, die Einfluss auf Ihre Arbeit und die benötigten Talente haben? 
  • Wie wirken sich technologische Fortschritte (z. B. künstliche Intelligenz) auf die Arbeit Ihrer Kolleginnen und Kollegen aus? Werden sie neue Kompetenzen benötigen, um mit diesen Neuerungen zu arbeiten?  

Basierend auf all diesen Überlegungen kann Ihr Führungsteam Modelle entwickeln, um die zukünftige Nachfrage nach verschiedenen Jobrollen und Qualifikationen abzuschätzen.

Schritt 3: Gap-Analyse

Dieser Schritt ist so einfach, wie er klingt: Sie führen eine Skills Gap Analyse durch, indem Sie Ihre zukünftigen Anforderungen mit den aktuellen Fähigkeiten Ihrer Belegschaft vergleichen. 

Im Wesentlichen vergleichen Sie die prognostizierte Nachfrage mit dem erwarteten Angebot, um Lücken bei Kompetenzen, Fähigkeiten oder der Größe der Belegschaft zu identifizieren.

Das liefert Ihnen wichtige Informationen darüber, wo Sie Zeit, Energie und Geld investieren müssen, um in der Zukunft erfolgreich zu sein. 

Dies ist auch eine Gelegenheit, potenzielle Risiken oder Einschränkungen zu erkennen und Bereiche hervorzuheben, die während des Entscheidungsprozesses besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Schritt 4: Talentauswahl bewerten und Strategien entwickeln 

Bei der Planung Ihres zukünftigen Talentbedarfs sollten Sie sowohl die interne als auch die externe Verfügbarkeit von Talenten betrachten.  

Ihre aktuellen Mitarbeitenden verfügen über ein einzigartiges Set an Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, das Sie entweder durch Upskilling der Belegschaft erweitern oder durch zusätzliches Personal ergänzen müssen.

Dies kann Rekrutierung, Trainings- und Entwicklungsprogramme, Nachfolgeplanung, Umstrukturierung der Belegschaft oder Outsourcing umfassen.

Es ist wichtig, externe Arbeitsmärkte zu verstehen, um den benötigten Talentbedarf decken zu können. Einige Fragen, die Sie sich dazu stellen sollten:

  • Benötigen Sie spezielle oder seltene Talente, die schwer zu rekrutieren sind? 
  • Können Sie in Ihrer geografischen Region genügend Talente mit den gewünschten Qualifikationen einstellen?
  • Gibt es Rollen, die besser durch einen selbstständigen Dienstleister statt durch einen Angestellten abgedeckt werden könnten?
  • Gibt es saisonale Arbeitsspitzen, die Ihre Fähigkeit beeinflussen könnten, Talente einzustellen? 
  • Verlangt der Markt für die von Ihrer Organisation durchgeführten Tätigkeiten einen Aufschlag bei der Vergütung? 

Diese Erkenntnisse helfen Ihnen, Ihren Talentbedarf effektiv zu planen. Möglicherweise müssen Sie zusätzliche Vergütungen einplanen, den geografischen Einstellungsradius erweitern, um auf zusätzliche Quellen zuzugreifen (z. B. Einstellung von Homeoffice-Talenten, Kandidaten mit arbeitsbasierten Einwanderungsvisa oder Auftragnehmern), oder eine fortschrittlichere Talentsourcing-Software nutzen, um mit Ihren Stellenanzeigen eine größere Reichweite zu erzielen.

Schritt 5: Roadmap entwickeln, umsetzen und optimieren 

Sobald Ihre Strategien festgelegt sind, ist es an der Zeit, eine strategische Roadmap zu entwickeln, um Ihre Kompetenzlücken zu schließen. Diese kann sich auf Lernen und Entwicklung, Organisationsdesign, Nachfolgeplanung, Rekrutierung oder eine Kombination dieser Bereiche stützen.  

Sobald Sie die entwickelten Strategien umsetzen, sollten Sie deren Effektivität kontinuierlich überwachen und bewerten. Dies kann das Verfolgen von KPIs und anderen wichtigen Kennzahlen beinhalten, die Anpassung von Strategien je nach Bedarf und die Sicherstellung, dass die Mitarbeitenden weiterhin auf die sich verändernden Geschäftsanforderungen abgestimmt sind.

Darüber hinaus ist es wichtig, den Erfolg Ihres Workforce-Planning-Prozesses zu bewerten. Was lief gut? Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Es ist hilfreich, eine retrospektive Diskussion mit allen Beteiligten zu führen, um aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und die nächste Iteration noch erfolgreicher zu gestalten.

Diese Erkenntnisse helfen Ihnen, Ihren Talentbedarf effektiv zu planen. Sie müssen möglicherweise zusätzliche Vergütungen einplanen oder den geografischen Einstellungsradius erweitern, um auf zusätzliche Quellen zuzugreifen (z. B. das Einstellen von Homeoffice-Talenten oder potenziell Kandidaten mit arbeitsbasierten Einwanderungsvisa). 

Tools und Ressourcen zur Unterstützung der Workforce-Planung 

Es gibt zahlreiche Kurse zur Workforce-Planung sowie Tools, die Sie auf Ihrem Workforce-Planning-Weg unterstützen können. Die benötigten Tools variieren stark, je nach Größe, Komplexität und Geschäftsplan Ihrer Organisation.

Workforce-Planning-Software 

Abhängig von Ihrem Bedarf kann spezialisierte Workforce-Planning-Software die beste Lösung sein, um Ihre Anforderungen zu unterstützen.  

Diese Arten von Anwendungen können Sie bei Ihrer Personalbedarfsplanung unterstützen, indem sie Ihnen einen Überblick über Ihre gesamte Belegschaft verschaffen, Berichte sowie Daten- und Analysetools bereitstellen und sogar „Was-wäre-wenn“-Szenarien modellieren, um die Auswirkungen Ihrer personalbezogenen Entscheidungen zu testen.

HR-Analyse-/Business-Intelligence-(BI)-Software 

Umfassende HR-Analysen sind entscheidend für eine erfolgreiche Personalbedarfsplanung. Über Ihr HRIS und weitere Datenquellen verfügen Sie wahrscheinlich über sehr aussagekräftige Daten zu Mitarbeitenden und Belegschaft. 

Ohne die Möglichkeit, diese Daten nach Ihren Vorgaben auszuwerten und zu strukturieren, werden Sie jedoch niemals die nötigen Einblicke gewinnen, um fundierte Entscheidungen zur Personalplanung treffen zu können. 

Zum Glück gibt es zahlreiche BI-Tools, die Sie für die Datenvisualisierung und -analyse nutzen können, darunter Tableau und Power BI.

Talent-Marktplatz

Talent-Marktplatz-Software verschafft Ihnen ebenfalls einen umfassenden Zugriff auf Daten zu Kompetenzen und Fähigkeiten Ihrer Mitarbeitenden.   

Auch wenn das primäre Ziel eines Talent-Marktplatzes darin besteht, Mitarbeitende gezielt anhand ihrer Kompetenzen, Fähigkeiten und Werte mit Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zu verbinden, so sind die durch diese Tools gesammelten Kompetenz-/Fähigkeitsdaten äußerst wertvoll für den Personalplanungsprozess.

Sie ermöglichen es Ihnen, die Fähigkeiten Ihrer aktuellen Belegschaft sowie deren Entwicklungswünsche zu erkennen, wodurch Sie den zukünftigen Qualifikationsbedarf Ihrer Organisation gezielt beurteilen können.  

So kann Ihr Unternehmen fundierte Entscheidungen darüber treffen, in welche Lern- und Entwicklungsbereiche investiert werden sollte, welche Kompetenzen Sie durch Neueinstellungen abdecken und erhalten gleichzeitig Unterstützung im Bereich Mitarbeiterbindung und -engagement

Wichtige organisatorische Informationen

Neben den formellen Tools, die Sie für die Personalbedarfsplanung einsetzen, gibt es noch weitere wichtige organisatorische Informationen, die Sie im Planungsprozess griffbereit haben sollten. 

  • Geschäftsstrategische Dokumentation. Die Personalplanung ist eng mit der Umsetzung der Unternehmensstrategie verknüpft und dient als Leitstern. Sie sollten daher ein tiefes Verständnis Ihrer Unternehmensstrategie besitzen und die entsprechenden Strategieunterlagen immer zur Hand haben, um diese während des Prozesses zu Rate zu ziehen.  
  • Talent-Reviews und Nachfolgeplanung. Talent-Review- und Nachfolgeplanungsprozesse sind eng verwandt mit der Personalplanung und liefern wertvolle Einblicke darüber, welche Kompetenzen heute vorhanden sind, welche morgen benötigt werden und wie Sie gezielt Talente entwickeln, um Lücken – besonders in kritischen Positionen – zu schließen (die insbesondere im Rahmen der Nachfolgeplanung identifiziert wurden). Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die Talentausrichtung im Personalplanungsprozess und wird durch Tools sowie das von Ihnen gewählte Format – etwa ein 9-Box-Talent-Review oder einen anderen Ansatz – erheblich unterstützt.   
  • Vergütung und Finanzen. Ihre Mitarbeitenden-Vergütungs- und Finanzdaten sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Personalplanungsdiskussion. Schließlich können Erweiterungen oder Verkleinerungen der Belegschaft erhebliche Auswirkungen auf die Finanzen Ihres Unternehmens haben.

Best Practices für die Personalbedarfsplanung

Daten stehen am Anfang

Daten sind eine grundlegende Voraussetzung für eine fundierte Personalplanung – und ohne Zugriff auf diese Daten verlaufen alle Bemühungen in diesem Bereich im Sande.

Harvard Business Review berichtet: „Die Unfähigkeit, operative, Personal- und Finanzdaten mit den Geschäftsergebnissen zu verknüpfen, beeinträchtigt laut 49 % der Führungskräfte in einer globalen Umfrage von Workday (2022) die Agilität von Unternehmen. Nur 12 % dieser Führungskräfte geben an, dass die Daten ihres Unternehmens denen, die sie benötigen, vollständig zur Verfügung stehen.“ 

Legen Sie eine solide HR-Analysestrategie fest, bevor Sie mit der Personalplanung beginnen. Das werden Sie mir später danken!

Tipp: Einige KI-Tools für die Personalplanung liefern wertvolle prädiktive Erkenntnisse. Es gibt zahlreiche Anwendungen und Anwendungsfälle für Künstliche Intelligenz in der Personalbedarfsplanung.

Holen Sie die richtigen Personen an einen Tisch

Personalbedarfsplanung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, an der verschiedene Interessengruppen im Unternehmen beteiligt sind.  

  • Führungsebene. Dies ist eine Aktivität, die meiner Meinung nach unternehmensgesteuert und von HR unterstützt werden sollte. Deshalb ist es unerlässlich, dass Ihr Führungsteam in den Prozess eingebunden ist, um strategische Orientierung zu bieten und sicherzustellen, dass der Prozess mit Ihrer gesamten Geschäftsstrategie im Einklang steht. 
  • HR-Team. Ihr HR-Team sollte für die Gestaltung und Begleitung des Prozesses verantwortlich sein, Unterstützung durch die HR-Tool-Liste bieten und Expertise in Talentmanagement, Lernen und Entwicklung sowie der Entwicklung weiterer Personalstrategien einbringen.  
  • Finanzen. Die Finanzabteilung kann bei der Analyse der Kostenfolgen verschiedener Prognoseszenarien, der Budgetierung Ihrer Personalstrategien (Recruiting, Lernen und Entwicklung, Organisationsgestaltung usw.) und der Bewertung des ROI Ihrer Workforce-Planning-Initiativen unterstützen.
  • Teamleiter:innen an der Basis. Meiner Meinung nach ist es wichtig, auch die Teamleiter:innen einzubeziehen. Schließlich stehen sie der Arbeit am nächsten und verfügen über ein tiefes Wissen über die Fähigkeiten, Stärken/Entwicklungspotenziale, Arbeitsbelastung, den Personalbedarf und andere operative Anforderungen ihrer Teams.  

Brauchen Sie Hilfe? Ein Freund kann helfen 

Personalplanung ist ein äußerst tiefgreifender Prozess und erfordert beträchtliche Zeit, Mühe und Energie, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. 

Wenn Sie mit dem Personalplanungsprozess wenig Erfahrung haben, kann es Ihnen helfen, eine Beratungsfirma zu beauftragen, die Sie durch den Ablauf begleitet.

Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Beratungsunternehmen in der Regel Zugang zu einer Fülle globaler Markttrends, Recherchen und Analysen haben, die Ihnen Einblicke in den externen Arbeitsmarkt liefern können, die Ihnen sonst nicht zur Verfügung stünden.

Sie könnten auch in Erwägung ziehen, eine dieser Zertifizierungen im Bereich Workforce Management zu absolvieren.

Change Management 

Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung eines hochwertigen Change-Management-Plans. Ihre Strategien können erhebliche Veränderungen für Ihre Organisation und die Mitarbeitenden bedeuten. 

Denken Sie daran: Daten sind entscheidend

Es ist unerlässlich, dass Ihre Führungskräfte als Change Leader auftreten und Ihre Kolleginnen und Kollegen auf dem richtigen Weg begleiten, um deren Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Personalplanung ist ein unverzichtbarer Prozess sowohl für Organisationen als auch deren Führungskräfte/HR-Teams. Auch wenn die Aufgabe herausfordernd erscheinen mag, muss sie das nicht sein. 

Dies kann und sollte als ein normaler Teil Ihres strategischen Planungsprozesses betrachtet werden. Schließlich – was wäre das für ein Plan, wenn Sie keine mitarbeiterbezogene Strategie hätten, um diesen umzusetzen? 

Der beste Ratschlag, den ich Ihnen geben kann, ist, die Bedeutung hochwertiger Daten und Analysen nicht zu unterschätzen.

Nur mit aussagekräftigen Daten lassen sich auch aussagekräftige Erkenntnisse gewinnen. Wenn Sie also irgendwo anfangen müssen, dann damit, wie Sie die richtigen Daten zusammenstellen, die Ihre Geschäftsstrategie unterstützen.

Der HR-Metriken-Artikel von Liam Reese ist hierfür ein großartiger Einstieg.

Häufig gestellte Fragen

Alex Link

Alex ist HR-Direktor in einer Fortune-4-Organisation und engagiert sich leidenschaftlich für die Entwicklung der Führungskräfte von morgen. Er hat einen Master of Science in Human Resources und Arbeitsbeziehungen sowie umfassende Erfahrung in HR, Leadership Development, Talent Management, Learning and Development und mehr. Wenn er nicht gerade anderen hilft, ihre beruflichen Ziele zu erreichen, spielt er gern Gitarre, liest Science-Fiction- und Fantasy-Romane, entspannt mit seiner Frau oder spielt mit seinen zwei kleinen Kindern.