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In einem wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt ist ein effektives Vergütungsmanagement entscheidend, um die benötigten Talente zu gewinnen und zu halten.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, die Betriebskosten im Griff zu behalten und ein „Überbezahlen von Talenten“ zu vermeiden.

Mir wird dieses Thema oft gestellt. Daher erläutere ich in diesem Leitfaden, was Vergütungsmanagement ist, und gebe einen Überblick, wie Sie eine effektive Vergütungsstrategie für Ihre Organisation entwickeln können.

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Was ist Vergütungsmanagement?

Vergütungsmanagement ist der systematische Ansatz, den eine Organisation verwendet, um Vergütungspakete für Mitarbeitende zu entwerfen, umzusetzen und zu verwalten.

Dazu gehören Gehälter, Boni, verpflichtende und freiwillige Zusatzleistungen sowie jede andere Form der Vergütung, die Mitarbeitenden als Gegenleistung für ihre Arbeit geboten wird.

Die Hauptziele des Vergütungsmanagements sind es, Mitarbeitende zu gewinnen, zu motivieren und zu halten und dabei Fairness, Wettbewerbsfähigkeit und die Ausrichtung an den strategischen Zielen der Organisation sicherzustellen.

Warum ist Vergütungsmanagement wichtig?

Vergütungsmanagement ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer gesamten Talentmanagement-Strategie, da es eine große Rolle spielt, das richtige Personal zu finden, zu binden und gleichzeitig profitabel zu bleiben.

Auch wenn es nicht das alleinige Heilmittel ist, bleibt Vergütung dennoch ein bedeutender Faktor für die Bindung von Mitarbeitenden und die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Stelle.

Ein effektives Vergütungsmanagementsystem hat folgende Auswirkungen:

  • Bessere Personalgewinnung—Sie gewinnen und halten eher die Talente, die Sie suchen
  • Mehr Lohngerechtigkeit im gesamten Unternehmen
  • Konstante und verlässliche Budgetierung und Planung
  • Hilft dabei, den Wandel der Aufgaben im Blick zu behalten und das gesamte Talentmanagement zu unterstützen
  • Einhaltung von vergütungsbezogenen Gesetzen und Vorschriften.

Wie viel Unternehmen insgesamt für Vergütung ausgeben, variiert je nach Branche, Standort und Strategie. Die meisten Organisationen steuern jedoch einen Anteil von etwa 10-30 % des Gesamtumsatzes an – ein erheblicher Investitionsposten.

Es ist eine so wichtige Funktion, dass sich manche HR-Fachleute darauf spezialisieren, und es gibt eine Vielzahl an Vergütungskursen für Interessierte.

Welche Hauptarten von Vergütung gibt es? 

Vergütung bedeutet weit mehr als nur das Gehalt der Mitarbeitenden. Es gibt zwei Hauptkategorien von Vergütung: monetäre und nicht-monetäre Leistungen.

Vergütung, zuweilen auch direkte Vergütung genannt, ist monetärer Natur und umfasst: 

  • Grundgehalt: Das ist das Basisgehalt oder der Stundenlohn, der Mitarbeitenden gezahlt wird.
  • Boni und Anreize: Zusätzliche Vergütungsformen zur Belohnung von Leistung oder besonderen Erfolgen.
  • Aktienbasierte Vergütung: Üblicherweise in Start-ups oder Technologieunternehmen angeboten, etwa in Form von Aktienoptionen oder Unternehmensanteilen.

Gesamtvergütung, auch indirekte Vergütung genannt, ist nicht-monetärer Natur und umfasst:

  • Leistungspakete: Nicht-finanzielle Vergütung wie Krankenversicherung, Altersvorsorge, Kinderbetreuung, Homeoffice und bezahlte Freistellung.

Weitere Vergütungsarten: 

  • Gewinnbeteiligung: Verteilung eines Teils des Unternehmensgewinns an die Mitarbeitenden.
  • Provision: Vergütung auf Basis von Verkaufsleistungen oder Zielerreichung.
  • Überstundenvergütung: Zusätzliche Bezahlung für Arbeitsstunden über die reguläre Wochenarbeitszeit hinaus.
  • Erschwerniszulage: Extra-Zahlung für gefährliche oder risikoreiche Tätigkeiten.
  • Umzugsunterstützung: Finanzielle Hilfe für Umzugskosten, wenn für eine Stelle ein Arbeitsplatzwechsel erforderlich ist.
  • Aktienoptionen: Die Möglichkeit, Firmenanteile zu einem vergünstigten Preis zu erwerben.
  • Kostenerstattung für Weiterbildung: Vergütung von Bildungsausgaben wie Studiengebühren und Fachliteratur.
  • Reisekostenzuschüsse: Vergütung von dienstlich bedingten Reiseausgaben, z. B. für Unterkunft, Verpflegung und Transport.

Ein Gesamtvergütungspaket ist die Summe all dieser Bestandteile. Die neuesten BLS-Daten deuten darauf hin, dass im privaten Sektor die Geldvergütung im Durchschnitt 70 % der Gesamtvergütung ausmacht und der nicht-monetäre Anteil die restlichen 30 %.

Vergütungsbericht

Einige Organisationen geben ihren Mitarbeitenden Vergütungsberichte heraus, die etwa so aussehen:

Bruttovergütung (vor Steuern)
VergütungsbestandteilMonatlicher Wert (USD)Jährlicher Wert (USD)
Grundgehalt4,80057,600
Überstunden/Boni5006,000
Arbeitgeber-bezahlte Krankenversicherung90010,800
Arbeitgeberbeiträge zur Altersvorsorge4004,800
Bezahlter Urlaub (Ferien, Krankheit, Feiertage)7008,400
Sonstige Leistungen (Lebens-/Invaliditätsversicherung)2002,400
Steuern & Abzüge (vom Bruttolohn)
AbzugsartMonatlicher Abzug (USD)Jährlicher Abzug (USD)
Bundeseinkommensteuer (~12%)636.007,632.00
Staatliche Einkommensteuer (~5%)265.003,180.00
Sozialversicherung (6,2%)328.603,943.20
Medicare (1,45%)76.85922.20
Weitere Abzüge (401k, etc.)200.002,400.00
Nettolohn (Auszahlungsbetrag)
MonatlichJährlich
Nettolohn (nach Steuern/Abzügen)$3,793.55$45,522.60

Wie wird die Vergütung festgelegt?

Die Vergütung einer Person wird auf Grundlage mehrerer Faktoren bestimmt, die als Teil eines Vergütungsüberprüfungsprozesses abgewogen werden.

Zu diesen Faktoren zählen in der Regel verfügbare Ressourcen, Marktanalysen, Unternehmensstrategie, individuelle Leistung, Stellenbewertung und rechtliche Vorgaben.

Hier eine detaillierte Aufschlüsselung, wie die Vergütung bestimmt wird:

1. Marktanalyse

  • Benchmarking: Organisationen vergleichen ihre Gehälter und Vergütungspakete mit denen von Mitbewerbern bzw. ähnlichen Unternehmen in der gleichen Branche. Das stellt sicher, dass ihre Vergütungen wettbewerbsfähig und für potenzielle Mitarbeitende attraktiv sind.

2. Stellenbewertung

  • Stellenbeschreibung: Eine klare und detaillierte Stellenbeschreibung legt die Verantwortlichkeiten, erforderlichen Fähigkeiten und Qualifikationen der Position fest.
  • Stellenwert: Der Wert einer Position für das Unternehmen wird anhand ihrer Komplexität, erforderlichen Kompetenzen und des Einflusses auf das Unternehmen eingeschätzt. Stellen werden oft in einer Hierarchie bewertet oder eingestuft.
  • Interne Vergleichbarkeit: Sicherstellung von Fairness in der Vergütung zwischen verschiedenen Positionen im Unternehmen, bezogen auf den jeweiligen relativen Wert jeder Stelle.

3. Individuelle Leistung

  • Hohe Leistung: Leistungsabhängige Vergütung belohnt Mitarbeitende basierend auf ihrem Verhalten und dem Erreichen von Zielvorgaben. Dies kann in Form von Boni und Gehaltserhöhungen erfolgen.

4. Unternehmensstrategie und Budget

  • Vergütungsphilosophie: Unternehmen entwickeln eine Vergütungsphilosophie, die mit ihren strategischen Zielen, ihrer Unternehmenskultur und den Werten übereinstimmt. Diese Philosophie definiert Ansätze bei Gehaltsstrukturen, Leistungsplanung und internationaler Vergütung, sofern zutreffend.
  • Budgetbeschränkungen: Die finanzielle Situation einer Organisation beeinflusst Vergütungsentscheidungen zwangsläufig. Auch die allgemeine Wirtschaftslage und die finanzielle Performance werden berücksichtigt.

5. Qualifikationen und Erfahrung

  • Bildung und Nachweise: Höhere Bildungsabschlüsse, Zertifizierungen und spezielle Weiterbildungen können zu einer höheren Vergütung führen.
  • Berufserfahrung: Die Anzahl der Jahre, die eine Person in einem bestimmten Bereich oder einer bestimmten Funktion tätig ist, beeinflusst das Gehalt. Mit zunehmender Erfahrung wächst in der Regel auch das Einkommen.

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6. Standort

  • Geografische Faktoren: Die Lebenshaltungskosten und die Bedingungen auf dem lokalen Markt können die Vergütung erheblich beeinflussen. Die Gehälter können in Regionen mit hohen Lebenshaltungskosten höher ausfallen.

7. Gesetzgebung und Compliance

  • Gesetzliche Anforderungen: Die Einhaltung von Mindestlohngesetzen, Überstundenregelungen und anderen arbeitsrechtlichen Vorschriften ist unerlässlich. Organisationen müssen sicherstellen, dass ihre Vergütungspraktiken allen gesetzlichen Standards entsprechen.

8. Zusatzleistungen und Anreize

  • Gesamtes Vergütungspaket: Zusätzlich zum Grundgehalt berücksichtigen Organisationen Leistungen (Krankenversicherung, Altersvorsorge usw.) und Anreize (Boni, Aktienoptionen usw.) als Teil der Gesamtvergütung.
  • Kurzfristige und langfristige Anreize: Boni, Provisionen und Aktienoptionen können genutzt werden, um Mitarbeitende zu belohnen und ihre Interessen mit den Zielen der Organisation in Einklang zu bringen.
  • Kostenerfordernisse: Genehmigung des Budgets und Verständnis von Ausgabenmanagementsystemen für berufliche Kosten einschließlich Reisen, Unterkunft, Verpflegung oder Kundengeschenke.

9. Kollektivverhandlungen

  • Tarifverträge: In tarifgebundenen Unternehmen wird die Vergütung oft durch Kollektivvereinbarungen festgelegt, die Löhne und Zusatzleistungen für Mitarbeitende regeln.

So erstellen Sie eine effektive Vergütungsmanagement-Strategie 

Die Entwicklung einer Vergütungsstrategie erfordert viel Aufwand und ist nie vollständig abgeschlossen. Die Aufgabe selbst lässt sich grob in diese 4 Phasen unterteilen:

Phase 1: Planung und Strategieentwicklung

Die Grundlage des Vergütungsmanagements in einer Organisation ist die Vergütungsphilosophie

Dies ist ein schriftliches Dokument, das festlegt, wie eine Organisation das Vergütungsmanagement angeht. Sie sollten festlegen:

  • Ihre Werte in Bezug auf Vergütung
  • Wer für was verantwortlich ist
  • Gehälter im Vergleich zum Marktdurchschnitt
  • Wie oft das Vergütungspaket überprüft wird.

Phase 2: Entwicklung von Vergütungsstrukturen

Sobald Sie Ihre Vergütungsphilosophie festgelegt haben, können Sie eine konsistente Gehaltsstruktur aufbauen.

Dies beinhaltet:

  • Durchführung einer Jobstrukturierung, um Rollen anhand ihres relativen Werts innerhalb Ihrer Organisation zu bestimmen.
  • Erstellung detaillierter Stellenbeschreibungen als Grundlage für den internen und externen Stellenvergleich.
  • Marktforschung und Gehaltsbenchmarking, um zu beurteilen, wie wettbewerbsfähig Ihre Vergütung im Vergleich zur Branche ist.
  • Festlegung von Gehaltsbändern und -spannen anhand der Daten aus Arbeitsplatzanalysen und Marktforschung.

Phase 3: Umsetzung und Administration

Sobald Sie Ihren neuen Vergütungsplan entwickelt haben, ist es an der Zeit, ihn in der gesamten Organisation einzuführen.

Mein Ratschlag ist, offen und transparent zu kommunizieren, warum Sie bestimmte Vergütungspakete ausgewählt haben und welche Änderungen Sie vornehmen.

Dies ist besonders wichtig, wenn Sie leistungsbasierte Vergütungsmodelle einführen.

Phase 4: Überwachung und Evaluierung

Märkte verändern sich und ebenso die Geschäftsstrategie. 

Überprüfen Sie Ihre Vergütungsstrategie regelmäßig auf Wirksamkeit und passen Sie sie auf Basis von Marktgegebenheiten und der relativen Bedeutung von Rollen in Ihrem Unternehmen an.

Sie können auch Feedback von Mitarbeitenden durch Methoden wie Mitarbeiterbefragungen und Bleibe-Interviews einholen.

Wichtige Fragen zur Entwicklung der Strategie

Hier sind einige zentrale Fragen, die Sie bei Vergütungsentscheidungen stellen sollten.

  • Was sind unsere organisatorischen Ziele und wie kann die Vergütung diese Ziele unterstützen?
  • Was ist unsere Vergütungsphilosophie und wie passt sie zu unserer Unternehmenskultur und unseren Werten?
  • Welche Mischung aus Grundgehalt, Boni, Zusatzleistungen und weiteren Anreizen ist für unsere Belegschaft am effektivsten?
  • Wie werden wir den Vergütungsplan im Laufe der Zeit angesichts von Marktveränderungen und Unternehmenswachstum steuern und anpassen?
  • Welche gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen müssen wir in unseren Vergütungspraktiken einhalten?
  • Wie transparent werden wir hinsichtlich unserer Vergütungsstrukturen und -entscheidungen sein?

Herausforderungen beim Vergütungsmanagement

Vergütungsmanagement kann herausfordernd sein, insbesondere wenn Ihr Unternehmen wächst und/oder Sie in mehreren Regionen tätig sind. Die Komplexität ergibt sich durch verschiedene Faktoren:

Wettbewerbsfähigkeit am Markt

Am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben und dabei Budgetrestriktionen zu beachten, kann schwierig sein. Unternehmen müssen attraktive Vergütungspakete anbieten und gleichzeitig die finanzielle Stabilität aufrechterhalten. 

Die gute Nachricht: Es gibt Vergütungsarten wie Boni, Gewinnbeteiligung und Unternehmensanteile, die helfen, Vergütung mit der finanziellen Leistung zu verknüpfen und Risiken zu minimieren. 

Leistungsorientierte Vergütung

In diesem Zusammenhang ist es eine Herausforderung, leistungsorientierte Vergütungssysteme zu entwickeln und umzusetzen, die die Beiträge der Mitarbeitenden genau widerspiegeln, ohne Ungerechtigkeiten zu schaffen.

Die Kopplung der Vergütung an Ergebnisse wird oft als „Heiliger Gral“ der Vergütung betrachtet, aber solche Systeme sind oft komplex zu managen, schwer zu erklären und schwierig, dauerhaft fair und konsistent zu halten.

Leistungen können auf drei Hauptarten belohnt werden. 

Anstrengungsbasierte Belohnungen, wie Überstundenzuschläge oder Boni, sind greifbar und flexibel, können aber dazu führen, dass Zeitaufwand über tatsächliche Produktivität gestellt wird. 

Ergebnisbasierte Belohnungen, etwa Provisionen, Aktienoptionen oder Beförderungen, verknüpfen die Vergütung direkt mit den Ergebnissen und dem Unternehmenserfolg, können jedoch Führungskräfte unverhältnismäßig belohnen oder Teamleistungen übersehen. 

Belohnungen auf Basis von Leistungsbeurteilungen, z. B. Boni oder Gehaltserhöhungen, die an die Bewertung geknüpft sind, können motivierend wirken, sich aber zu sehr auf subjektive Meinungen von Führungskräften stützen.

Ein gut strukturiertes Konzept kombiniert in der Regel diese Methoden, um Einfachheit, Fairness und die Ausrichtung an den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen. 

Der Schlüssel ist, ein System zu gestalten, das transparent, leicht verständlich und konsequent angewendet wird, um Unmut oder wahrgenommene Voreingenommenheit zu vermeiden.

Einhaltung rechtlicher Vorgaben

Viele Aspekte der Vergütung werden durch nationale oder regionale Gesetzgebung beeinflusst, daher ist es entscheidend, dass im Team klare Zuständigkeiten für die Einhaltung festgelegt werden.

Wie geografisch divers Ihr Unternehmen aufgestellt ist, bestimmt, wie komplex dies wird.

Meine Empfehlung lautet, für jede Beschäftigtengruppe eine verantwortliche Person für die Einhaltung zu benennen, z. B. Ihre HR-Manager:in, Finanzleitung oder Lohnbuchhalter:in.

Wer genau das übernimmt, hängt von Ihrem Unternehmen ab. Aber wie ich noch erläutern werde, sollten Sie sowohl die Einhaltung der Vergütungsvorschriften als auch der steuerlichen und regulatorischen Anforderungen bedenken, sodass meist eine Zusammenarbeit von Finanz- und HR-Teams erforderlich ist.

Worauf müssen sie achten?

Die Einhaltung der Rechtsvorschriften in Bezug auf Vergütung kann folgende Punkte umfassen:

  • Mindestlöhne
  • Gleichbezahlungsregeln (gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit)
  • Mutterschafts- und Vaterschaftsgeld
  • Krankengeld
  • Länder, die zusätzliches Urlaubsgeld oder sogar ein 13. Monatsgehalt zu Weihnachten vorschreiben (ja, wirklich – und in manchen Ländern sogar ein 14. Monatsgehalt)
  • Verpflichtende Inflationsausgleichszahlungen.

Glücklicherweise werden diese Änderungen in Ländern meist recht gut kommuniziert und wenn Sie mit nationalen Gesetzgebenden auf dem Laufenden bleiben, sind Sie auch bei Änderungen compliant.

Die Einhaltung steuerlicher Regelungen ist genauso kompliziert, wenn nicht komplexer, da Änderungen hier meist häufiger vorkommen.

Der Vorteil hier: Die meisten Unternehmen arbeiten mit einer anerkannten Lohnbuchhaltungssoftware oder einem Abrechnungsdienstleister, sodass Sie bei Gesetzesänderungen auf dem neuesten Stand bleiben.

Kommunikation und Transparenz

Eine klare Employer Value Proposition (EVP, Arbeitgeberversprechen) ist hier entscheidend, und Ihre Vergütungsstrategie ist ein wesentlicher Bestandteil davon.

Meiner Meinung nach neigen viele Unternehmen dazu, dieses Thema zu verkomplizieren. Ich empfehle, es einfach zu halten und sich auf zwei Schlüsselelemente für einen Mitarbeitenden zu konzentrieren: Was bekommt er (Gehalt und Zusatzleistungen) und was wird im Gegenzug von ihm erwartet.

Vergessen Sie nicht, alles zu berücksichtigen, was Mitarbeitende erhalten, einschließlich Schulungen, Entwicklungsmöglichkeiten, persönliche Weiterentwicklung, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitszufriedenheit, persönlicher Wert, Zugehörigkeitsgefühl, Mission, Werte usw.

Es geht nicht nur um die Gehaltskomponenten, daher sollten Sie klar und auf bestmögliche Weise kommunizieren, was darüber hinaus geboten wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist: Welche Art von Menschen stellen Sie ein?

Wenn Sie Menschen ansprechen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, könnte berufliche Entwicklung entscheidend sein. 

Wenn Sie Personen mit sehr viel Erfahrung einstellen, sind vielleicht Vergütung und Flexibilität wichtiger.

Globalisierung

Global zu agieren macht das Vergütungsmanagement komplizierter, aber es gibt einige Schlüsselaspekte neben den regulatorischen und Compliance-Fragen, die oben bereits erwähnt wurden.

Lebenshaltungskosten und Inflation

Verschiedene Länder haben zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche wirtschaftliche Bedingungen, daher sollten Sie dies in Ihrer Vergütungsstrategie berücksichtigen.

Wenn Ihr Unternehmen stark globalisiert ist, müssen Sie andernfalls damit rechnen, nicht in allen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben – auch das muss in Ihre Vergütungsüberprüfungen einfließen.

Es gibt keine Pauschallösung

Aufgrund regulatorischer Vorgaben, steuerlicher Unterschiede oder einfach lokaler Gepflogenheiten sieht Vergütung in verschiedenen Ländern oder Bundesstaaten unterschiedlich aus.

Länder besteuern Boni, Renten und Aktienoptionen oft sehr unterschiedlich. Daher ist es entscheidend, flexibel zu sein, um den individuellen Nutzen zu maximieren und effiziente sowie wirkungsvolle Vergütungspakete zu bieten.

Best Practices für Vergütungsmanagement

1. Entwicklung einer klaren Vergütungsstrategie

  • Abgestimmt auf Unternehmensziele: Stellen Sie sicher, dass die Vergütungsphilosophie mit der Mission, den Werten und den strategischen Zielen des Unternehmens übereinstimmt.
  • Transparenz: Kommunizieren Sie die Vergütungsphilosophie an alle Mitarbeitenden und potenziellen Kandidaten. Erklären Sie, wie Gehaltsentscheidungen getroffen werden und welche Grundsätze diese leiten. 
  • Feedback: Bieten Sie Möglichkeiten, wie Mitarbeitende Feedback zu den Vergütungspraktiken geben können, und gehen Sie auf deren Anliegen ein.

2. Regelmäßige Marktanalysen durchführen

  • Benchmarking: Ein regelmäßiger Vergleich der Vergütungspakete mit den Branchenstandards hilft, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

3. Einführung eines robusten Systems zur Arbeitsbewertung

  • Stellenbeschreibungen: Pflegen Sie genaue und ausführliche Stellenbeschreibungen, um ein klares Verständnis der jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu gewährleisten.
  • Beurteilung des Stellenwerts: Bewerten Sie den relativen Wert jeder Position basierend auf Kriterien wie erforderlichen Fähigkeiten, Verantwortlichkeiten und Einfluss auf das Unternehmen.

4. Gewährleistung von Fairness und Gerechtigkeit

  • Interne Gerechtigkeit: Etablieren Sie faire Vergütungspraktiken, die sicherstellen, dass Mitarbeitende in ähnlichen Funktionen mit vergleichbarer Leistung auch vergleichbar bezahlt werden.
  • Regelmäßige Überprüfungen: Führen Sie regelmäßige Überprüfungen durch, um mögliche Ungleichheiten oder Vergütungsdifferenzen aufzudecken und zu beheben.

5. Leistungsmanagement nutzen

  • Leistungsbeurteilungen: Führen Sie ein konsistentes und objektives Leistungsbeurteilungssystem ein, um die Vergütung an die individuelle Leistung zu koppeln.
  • Leistungsbezogene Erhöhungen und Boni: Nutzen Sie Leistungsdaten, um Gehaltserhöhungen, Boni und andere leistungsbezogene Prämien festzulegen.

6. Umfassende Zusatzleistungen bieten

  • Ganzheitlicher Vergütungsansatz: Berücksichtigen Sie das gesamte Spektrum der Vergütung, einschließlich Gehälter, Zusatzleistungen, Boni und weiterer Anreize.
  • Wettbewerbsfähige Zusatzleistungen: Bieten Sie wettbewerbsfähige Mitarbeitervorteile, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht werden, zum Beispiel Krankenversicherung, Altersvorsorge und Gesundheitsprogramme.
  • Einhaltung von Gesetzen: Bleiben Sie über Arbeitsgesetze, Mindestlohnvorschriften, Überstundengesetze und andere gesetzliche Anforderungen informiert, um die Einhaltung sicherzustellen.
  • Regelmäßige Aktualisierungen: Aktualisieren Sie Ihre Vergütungspraktiken regelmäßig, um Gesetzesänderungen zu berücksichtigen.

9. Investieren Sie in Technologie und Tools

  • Vergütungsmanagement-Software: Nutzen Sie Vergütungsmanagement-Software, um Vergütungsprozesse zu optimieren, den Markt zu analysieren, Leistungen zu verfolgen und die Gehaltsabrechnung effizient zu verwalten.
  • Benchmarking-Unternehmen für Vergütung: Beauftragen Sie Benchmarking-Unternehmen für Vergütung, um den Markt zu analysieren und Strategien zu entwickeln.
  • Software-Integration: Die Funktionen von Gehaltsabrechnungssoftware beinhalten möglicherweise keine vollständige Vergütungssuite für Gehaltserhöhungen, Boni und Provisionen. Daher wählen Sie idealerweise eine Vergütungssoftware, die sich mit den bereits verwendeten Gehaltsabrechnungstools integrieren lässt.

10. Schulung und Entwicklung

  • Kontinuierliches Lernen: Stellen Sie sicher, dass HR-Mitarbeitende fortlaufend Schulungen zu Vergütungsmanagement, gesetzlicher Compliance und Branchenbest-Practices erhalten.
  • Schulung von Führungskräften: Schulen Sie Führungskräfte, um effektive Vergütungsgespräche führen zu können.

11. Robuste Lohn- und Gehaltsadministration

  • Integration mit der Gehaltsabrechnung: Stellen Sie eine robuste Lohn- und Gehaltsadministration sicher, die Vergütungspläne effektiv umsetzt, indem Mitarbeitendenvergütungen gemäß den definierten Vergütungsstrukturen verarbeitet und ausgezahlt werden.

Vergütungsmanagement-Software

Ich habe Technologie oben bereits kurz erwähnt, aber dieses Thema verdient seinen eigenen Abschnitt. 

Vergütungsmanagement-Software ist ein Spezialwerkzeug, das Unternehmen bei der Planung, Verwaltung und Steuerung der Mitarbeitendenvergütung unterstützt. 

Sie stellen eine zentrale Datenquelle für Vergütungsdaten dar und helfen Ihnen dabei, Ihre Vergütungsstrategie zu erstellen, zu überwachen und sie mit Marktdaten zu vergleichen.

Zentrale Funktionen sind:

  1. Gehaltsplanung: Unterstützt die Festlegung und Verwaltung der Gehaltsbudgets, die Planung von Gehaltserhöhungen und Anpassungen basierend auf Leistung und Marktdaten.
  2. Boni- und Anreizverwaltung: Automatisiert die Berechnung und Auszahlung von Boni und Anreizen anhand vorab festgelegter Kriterien wie individueller Leistung, Teamleistung oder Unternehmensprofitabilität.
  3. Aktienbasierte Vergütung: Verwaltet Aktienoptionen, Zuschüsse und andere aktienbasierte Vergütungen und stellt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Unternehmensrichtlinien sicher.
  4. Marktdatenintegration: Integriert Marktdaten, um sicherzustellen, dass die Gehälter innerhalb des Unternehmens wettbewerbsfähig und branchengerecht sind.
  5. Integration mit Leistungsmanagement: Verknüpft Vergütung mit Leistungsbeurteilungen und Feedback, sodass leistungsabhängige Vergütungsanpassungen und Prämien ermöglicht werden.
  6. Berichtwesen und Analysen: Berichts- und Analysefunktionen, um Vergütungstrends zu verfolgen, Ungleichheiten zu erkennen und datengestützte Entscheidungen zu treffen.
  7. Compliance und Auditing: Sichert die Einhaltung lokaler, bundesstaatlicher und nationaler Vergütungsgesetze und -vorschriften und unterstützt Prüfungsprozesse durch detaillierte Dokumentation aller vergütungsbezogenen Aktivitäten.
  8. Mitarbeiterselbstbedienung: Umfasst häufig Self-Service-Portale, in denen Mitarbeitende ihre Vergütungsdetails einsehen, ihr Gesamtvergütungspaket verstehen und relevante Dokumente abrufen können.
  9. Budgetverwaltung: Unterstützt die Erstellung und Verwaltung von Vergütungsbudgets, Überwachung von Ausgaben und Prognose künftiger Vergütungsbedarfe.
  10. Anpassbare Workflows: Ermöglicht die Anpassung von Arbeitsabläufen an die spezifischen Erfordernisse und Richtlinien des Unternehmens und gewährleistet so Flexibilität und Skalierbarkeit.

FAQ zum Vergütungsmanagement

Wie entscheiden Unternehmen, wie viel sie Mitarbeiter bezahlen?

Organisationen nutzen eine Kombination aus Marktvergleichen, internen Vergütungsstrukturen und Arbeitsplatzbewertungen zur Festlegung von Gehältern. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Rolle, Erfahrung, Fähigkeiten und Standort.

Was ist der Unterschied zwischen Grundgehalt und Gesamtvergütung?

Das Grundgehalt ist das feste Jahresgehalt oder der Stundenlohn. Die Gesamtvergütung umfasst das Grundgehalt zuzüglich Boni, Provisionen, Sozialleistungen, Rentenbeiträge, Unternehmensanteile und weitere Zusatzleistungen.

Wie oft sollte die Vergütung überprüft werden?

Die meisten Unternehmen überprüfen die Gehälter jährlich. Branchen mit starkem Wachstum oder Wettbewerbsdruck bewerten aber häufiger neu, um im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche Tools oder Software unterstützen das Vergütungsmanagement?

HRIS-Plattformen (z. B. Workday, ADP), Marktdaten-Tools (Payscale, Salary.com) und Planungssoftware für Vergütung erleichtern Gehaltsüberprüfungen, Budgetierung und Reporting.

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Liam Reese

Liam arbeitet seit 15 Jahren daran, skalierbare HR-Teams in Technologieunternehmen zu entwickeln. Ihn begeistert der Einfluss von Menschen auf ein Unternehmen und die Rolle, die das Personalwesen dabei spielt.