Nach all dem Aufwand, der in den Einstellungsprozess geflossen ist, haben Sie endlich die Richtige oder den Richtigen gefunden. Jetzt ist es Zeit, sie oder ihn einzuarbeiten.
Die Checkliste für neue Mitarbeitende, die ich hier aufgeführt habe, begleitet Sie vom ersten Arbeitstag der neuen Arbeitskraft bis zur 90-Tage-Kontrolle.
Ob Sie nun Mitarbeiter Nummer Eins oder den Hundertsten einstellen – diese Checkliste stellt sicher, dass Ihre neue Arbeitskraft den bestmöglichen Start erhält.
Was ist ein Onboarding-Prozess für Mitarbeitende?
Ein Onboarding-Prozess für Mitarbeitende ist ein systematischer Ansatz zur Integration neuer Arbeitskräfte in ein Unternehmen. Er umfasst die Schaffung eines strukturierten Ablaufs, der neuen Mitarbeitenden den reibungslosen Übergang in ihre Rolle und die Unternehmenskultur ermöglicht.
Der Onboarding-Prozess beinhaltet in der Regel mehrere Kernkomponenten, darunter:
- Einführung
- Schulung
- Zielvereinbarung
- Laufendes Feedback.
Warum ist eine Onboarding-Checkliste für neue Mitarbeitende wichtig?
Nach all dem Aufwand und den Ressourcen, die in das Einstellen neuer Mitarbeitender fließen, sorgt eine Checkliste für ein reibungsloses, organisiertes und umfassendes Onboarding.
Das ist relevant, denn wie eine Umfrage von BambooHR zeigt: „70 % der neuen Mitarbeitenden entscheiden innerhalb des ersten Monats, ob ein Job zu ihnen passt, und 29 % wissen es schon in der ersten Woche. Im Durchschnitt haben Unternehmen 44 Tage Zeit, die langfristige Bindung neuer Mitarbeitender zu beeinflussen.“
Der Einsatz von HR-Software für Hintergrundüberprüfungen als Bestandteil Ihrer Checkliste schützt Ihr Unternehmen vor möglichen Compliance-Problemen.
Vorteile einer Onboarding-Checkliste:
- Vereinfacht den Onboarding-Prozess: Eine Checkliste sorgt dafür, dass alle erforderlichen Schritte – von Verwaltung bis zu Vorstellungsrunden – effizient und lückenlos erfolgen.
- Verbessert das Mitarbeitendenerlebnis: Eine klar strukturierte Checkliste hilft neuen Mitarbeitenden, sich willkommen und gut informiert zu fühlen und steigert so deren Start-Engagement im Unternehmen.
- Stellt Einhaltung und Konsistenz sicher: Die Checkliste stellt sicher, dass alle rechtlichen und internen Vorgaben für jede neue Arbeitskraft gleichermaßen eingehalten werden – das verringert das Risiko, etwas zu übersehen.
Praxistipp: Stellen Sie sicher, dass Ihre Checkliste sämtliche Onboarding-Phasen abdeckt – von Aktivitäten am ersten Tag bis hin zu fortlaufenden Integrationsaufgaben. Aktualisieren Sie sie regelmäßig anhand des Feedbacks Ihrer neuen Mitarbeitenden und bei Änderungen der Unternehmensrichtlinien oder gesetzlichen Vorgaben.
Nutzen Sie außerdem gerne Onboarding-Software-Lösungen, die speziell für die Entwicklung eines wirkungsvollen Onboarding-Prozesses entworfen wurden.
Sie können auch unsere Checklisten-Vorlage für neue Mitarbeitende verwenden, um direkt loszulegen.
Die Checkliste für neue Mitarbeitende
Die Mühe des Einstellungsprozesses zahlt sich aus, wenn Sie eine neue Arbeitskraft ins Unternehmen holen – aber das Ziel ist damit noch nicht erreicht. Ihre Onboarding-Checkliste sollte Ihnen helfen, neue Mitarbeitende bestmöglich auf den Erfolg vorzubereiten und typische Stolpersteine zu vermeiden.
Ein häufiger Schwachpunkt im Onboarding-Prozess ist die Informationsflut. Neue Mitarbeitende erhalten oft auf einmal sehr viele Informationen über das Unternehmen, ihre Rolle, Richtlinien und Abläufe – was überwältigend wirken und die Aufnahme erschweren kann.
Dies kann zu Verwirrung und einer langsameren Eingewöhnung in die neue Rolle führen, was sich negativ auf Produktivität und Arbeitszufriedenheit auswirkt. Ziel sollte stattdessen ein nachhaltiger, stufenweiser Einstieg in die ersten 90 Tage sein, bei dem die Intensität langsam gesteigert wird.
Doch wo beginnt dieser Weg?
Checkliste für den ersten Tag
Ihre Checkliste startet mit dem Ablauf am ersten Tag. Dieser Tag ist sehr wichtig für die Erfahrung der neuen Arbeitskraft, denn er gibt den ersten Einblick in den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen.
Im Laufe der Zeit verschwimmen viele Arbeitstage, aber der erste Tag bleibt besonders im Gedächtnis. Schauen wir uns also an, welche Schritte Sie unternehmen sollten, damit er gelingt.
Willkommensrunde
Am ersten Tag gilt es, einen starken ersten Eindruck zu hinterlassen. Begrüßen Sie die neue Arbeitskraft herzlich und stellen Sie sie im Team vor. Eine kleine Geste – etwa ein gemeinsames Mittagessen oder eine Kaffeepause – hilft, das Eis zu brechen und dafür zu sorgen, dass sie sich direkt als Teil der Gruppe fühlt.
Ich erinnere mich an meinen ersten Bürojob. Ich war extrem nervös und kam aus einer völlig anderen Arbeitsumgebung aus meinen bisherigen Erfahrungen. Ich wurde mit einem "Buddy-Frühstück" empfangen, bei dem ich meinen zugewiesenen Mentor und einige Teammitglieder traf. Diese informelle Atmosphäre half dabei, meine Nervosität am ersten Tag zu verringern und förderte von Anfang an eine offene Kommunikation.
Einführung
Nach der Vorstellung ist es in der Regel üblich, eine Führung durch das Büro oder den Arbeitsplatz zu geben, wenn Sie sich vor Ort befinden. Zeigen Sie dem neuen Mitarbeiter wichtige Bereiche wie Toiletten, Aufenthaltsräume und Notausgänge. Das hilft ihm, sich in seiner neuen Umgebung leichter zurechtzufinden.
Wenn Sie virtuell arbeiten, geben Sie Tipps zur Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause und alle Informationen, die Sie zu bewährten Vorgehensweisen für die Ausstattung haben. Treffen Sie sich mit dem neuen Mitarbeiter, um zu besprechen, ob sie Unterstützung benötigen. Sie möchten helfen, einen Raum zu schaffen, in dem sie sich konzentrieren und mit ihrer Arbeit verbunden bleiben können.
Mitglieder der Unternehmensleitung bzw. des Führungsteams sollten bei der Mitarbeitereinführung unterstützen und sich an Aktivitäten wie den folgenden beteiligen:
- Unternehmenspräsentation halten
- Eine Führung durch das Gebäude oder die Einrichtung geben
- Ein spezielles Schulungsthema präsentieren
- Das neue Teammitglied auf einen Kaffee oder zum Mittagessen einladen
Die Einbindung von Führungskräften zeigt deren Engagement für das Personal, macht sie zugänglicher und trägt dazu bei, dass sich das neue Teammitglied zugehörig und einbezogen fühlt.
Planen Sie abschließend ein Einführungsgespräch mit der direkten Führungskraft ein. In diesem Meeting sollten die ersten Aufgaben besprochen werden, damit der neue Mitarbeiter klar versteht, was ihn am ersten Tag erwartet. Durch klare Erwartungen von Anfang an wird Missverständnissen vorgebeugt und der Grundstein für eine produktive Zusammenarbeit gelegt.
Arbeitsplatz einrichten
Nichts ist für einen neuen Mitarbeiter frustrierender, als an einen Arbeitsplatz zu kommen, an dem die Arbeitsmittel nicht bereitstehen. Sorgen Sie dafür, dass der Arbeitsplatz des neuen Mitarbeiters vollständig eingerichtet ist, bevor er ankommt. Dazu gehören die Einrichtung des Computers, Installation benötigter Software, Bereitstellung des E-Mail-Zugangs und das Einrichten des Telefons.
Stellen Sie zusätzlich zur Technik sicher, dass alle notwendigen Büromaterialien und Ausstattungen vorhanden sind. Ein gut vorbereiteter Arbeitsplatz signalisiert dem neuen Teammitglied, dass das Unternehmen seine Ankunft wertschätzt und ernsthaft daran interessiert ist, seinen Erfolg vom ersten Tag an zu fördern.
Im virtuellen Umfeld sollte dies bereits im Voraus erledigt sein, sodass das Equipment bei Entnahme aus dem Karton einsatzbereit ist und nur noch wenige klar beschriebene Schritte nötig sind, um sich in den neuen Konten anzumelden.
Überblick über die Aufgabenbereiche
Nachdem Sie sichergestellt haben, dass Ihr neuer Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz zurechtkommt, nehmen Sie sich Zeit, um die Aufgabenbereiche des neuen Mitarbeiters zu besprechen.
Dies sollte keine neuen Informationen für den Mitarbeiter enthalten, aber es ist sinnvoll, die Stellenbeschreibung erneut durchzugehen, Unklarheiten zu beseitigen und die wichtigsten Anfangsaufgaben zu erläutern. Das Festlegen erster Ziele und Erwartungen stellt sicher, dass der neue Mitarbeiter weiß, was von ihm erwartet wird und wie seine Rolle zum Team beiträgt.
Tipp: Ermutigen Sie den neuen Mitarbeiter, Fragen während dieses Gesprächs zu stellen. Es ist wichtig, dass sich der Mitarbeiter wohlfühlt, um Klärung zu bitten und seine Rolle im Unternehmen richtig zu verstehen.
Unternehmensrichtlinien und -verfahren
Der erste Tag ist auch der richtige Zeitpunkt, um den neuen Mitarbeiter mit den Unternehmensrichtlinien und -prozessen vertraut zu machen. Beginnen Sie damit, das Mitarbeiterhandbuch durchzugehen und heben Sie Schlüsselaspekte wie Anwesenheit, Dresscode und das Verfahren zur Urlaubsbeantragung hervor.
Erklären Sie, wie die Zeiterfassung funktioniert und welche Schritte bei Krankmeldungen oder Verspätung zu beachten sind. Dies hilft, Missverständnisse zu vermeiden und stellt sicher, dass der neue Mitarbeiter vollständig über die Erwartungen aus der Onboarding-Compliance-Perspektive informiert ist.
Falls Ihr Unternehmen eine Vielzahl von Richtlinien hat, sollten Sie ein kompaktes Mitarbeiterhandbuch für Neueinstellungen erstellen, um eine Informationsüberflutung während des Onboardings zu vermeiden.
(Für Unternehmen mit vielen Richtlinien kann Mitarbeiterhandbuch-Software außerdem eine äußerst wertvolle Ergänzung für Ihr HR-Tech-Stack sein!)
Onboarding-Checkliste für die erste Woche
Der erste Tag ist geschafft und nun ist es an der Zeit, zum Rest der ersten Woche überzugehen. Hoffentlich haben Sie einen guten ersten Eindruck hinterlassen und der Mitarbeiter ist motiviert, mit der Arbeit loszulegen.
Durchführen von aufgabenbezogenen Schulungen
Die erste Woche ist entscheidend, um den neuen Mitarbeiter mit dem notwendigen Wissen und den Fähigkeiten auszustatten, die er für seine Arbeit benötigt. Bieten Sie eine umfassende Schulung zu wichtigen Tools und Software an, die für die jeweilige Rolle erforderlich sind. Dazu können CRM-Systeme, Projektmanagementsoftware oder andere tägliche Arbeitsmittel gehören.
Die Zuweisung eines Mentors oder Ansprechpartners kann den Einarbeitungsprozess erheblich verbessern. Diese Person dient als direkte Anlaufstelle für den neuen Mitarbeitenden und hilft ihm, sowohl bei rollenbezogenen Aufgaben als auch beim Zurechtfinden in der Unternehmenskultur.
Beginnen Sie mit rollenbezogenen Schulungen, deren Komplexität schrittweise zunimmt. Dieser Ansatz unterstützt den neuen Mitarbeitenden dabei, Selbstvertrauen zu gewinnen, während er neue Fähigkeiten erlernt und anwendet.
Kommunikationskanäle einrichten
Stellen Sie sicher, dass der neue Mitarbeitende allen relevanten Team-Kommunikationsplattformen wie Slack, Microsoft Teams oder firmeninternen E-Mail-Gruppen hinzugefügt wird. Führen Sie ihn in die Kommunikations-Etikette des Unternehmens ein, einschließlich bewährter Verfahren beim Schreiben von Nachrichten, Reaktionszeiten auf E-Mails und bei Besprechungsabläufen.
Dieser Schritt ist entscheidend, damit der neue Mitarbeitende von Anfang an informiert bleibt und mit seinem Team verbunden ist.
Tipp: Erstellen Sie einen schnellen Leitfaden zu Kommunikationstools und -etikette, auf den der neue Mitarbeitende in den ersten Wochen zurückgreifen kann.
Einen Einblick in die Unternehmenskultur geben
Organisieren Sie informelle Treffen mit Teammitgliedern – sowohl aus dem eigenen Bereich als auch bereichsübergreifend. Das hilft, Beziehungen aufzubauen und sich im Unternehmensumfeld zurechtzufinden.
Erläutern Sie die Mission, Vision und Werte des Unternehmens und besprechen Sie, wie diese Grundsätze den Arbeitsalltag und Entscheidungsprozesse beeinflussen. Es ist ebenfalls hilfreich, neue Mitarbeitende zur Teilnahme an sozialen Firmenevents oder Teambuilding-Aktivitäten zu ermutigen, um ihnen das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken.
Untersuchungen der Brandon Hall Group zeigen, dass Unternehmen mit einem starken Onboarding-Prozess, der die Integration in die Unternehmenskultur fördert, die Bindungsrate neuer Mitarbeitender um 82 % steigern können.
„Es ist leicht, sich nur auf Aufgaben, Abläufe und Prozesse zu konzentrieren. Die frühe Integration neuer Mitarbeitender in die Unternehmenskultur verbindet sie mit ihrer Rolle, ihren Teams und dem gesamten Unternehmen. Sie bildet die gemeinsame Sprache, die alle Mitarbeitenden zusammenbringt und dafür sorgt, dass sich neue Mitarbeitende von Anfang an wohler fühlen.“ – Tamara Wilson von FLIR System
Checkliste für die ersten 30 Tage
Einer der größten Fehler, den Unternehmen machen, ist, die Onboarding-Erfahrung zu früh abzuflachen. Eine Studie von Aptitude Research aus dem Jahr 2022 zeigte, dass fast die Hälfte der untersuchten Unternehmen ihr Onboarding bereits nach zwei Wochen beendeten – deutlich weniger als die idealen 90 Tage.
Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie den Rückenwind während des ersten Monats aufrechterhalten.
Regelmäßige Feedback-Gespräche
Vereinbaren Sie wöchentliche oder zweiwöchentliche Einzelgespräche zwischen dem neuen Mitarbeitenden und dessen Führungskraft, um zu klären, wie das Ankommen erfolgt, Feedback zur bisherigen Leistung zu geben und eventuelle Anliegen zu besprechen.
Diese Check-ins bieten gleichzeitig die Gelegenheit, Ziele und Erwartungen anzupassen, wenn sich die neue Person in ihrer Rolle zunehmend wohlfühlt.
Zielvereinbarungen und Leistungskennzahlen
Setzen Sie mit dem neuen Mitarbeitenden sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele. Ein bewährter Ansatz ist es, Ziele nach dem SMART-Prinzip zu formulieren: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitlich gebunden. Besprechen Sie, wie die Leistung bewertet wird und stellen Sie den Prozess für Mitarbeitergespräche vor.
Das Festlegen klarer Ziele und das Verständnis der Leistungskennzahlen helfen neuen Mitarbeitenden, fokussiert und motiviert zu bleiben.
Tipp: Nutzen Sie die ersten 30 Tage, um realistische und erreichbare Ziele zu setzen, die das Selbstvertrauen des neuen Mitarbeitenden stärken und erste Erfolgserlebnisse ermöglichen.
Weiterbildung und Entwicklung
Bieten Sie zusätzliche Schulungsressourcen oder Kurse an, damit der neue Mitarbeitende seine Fähigkeiten weiterentwickeln kann.
Ermutigen Sie sie, Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens zu erkunden, beispielsweise durch die Teilnahme an Workshops, das Mitwirken in Interessengruppen oder die Übernahme kleiner Projekte außerhalb ihrer Hauptaufgabe.
60-Tage-Checkliste
Der 60-Tage-Punkt ist eine entscheidende Phase im Onboarding-Prozess, in der neue Mitarbeitende den Übergang vom Einarbeiten zur selbstständigeren, produktiveren Tätigkeit vollziehen sollten.
Der Fokus während dieses Abschnitts Ihres 30-60-90-Tage-Plans liegt darauf, das Verständnis für die eigenen Aufgaben zu vertiefen, Beziehungen im Team zu fördern und damit zu beginnen, sinnvolle Beiträge für das Unternehmen zu leisten.
Verständnis und Verantwortungsbereiche verfeinern
Überprüfen Sie die in den ersten 30 Tagen gesetzten Aufgaben und Ziele erneut. Bewerten Sie die Fortschritte und bieten Sie bei Bedarf zusätzliche Unterstützung an.
Wenn sich der oder die Neue besser eingewöhnt hat, ist es wichtig, offene Fragen zur Rolle weiter zu klären und zu präzisieren. So stellen Sie sicher, dass sämtliche Verantwortlichkeiten klar sind und wie die Arbeit zum größeren Ziel des Teams beiträgt.
Beginnen Sie, anspruchsvollere Projekte oder Aufgaben zu übertragen, die ein tieferes Verständnis der Rolle erfordern. Dies unterstützt die weitere Integration und stärkt die Fähigkeit, einen wirkungsvollen Beitrag zum Unternehmen zu leisten.
Teamintegration vertiefen
Beziehen Sie den oder die Neue verstärkt in kollaborative Projekte ein. Das fördert nicht nur stärkere Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen, sondern verdeutlicht auch, wie die eigene Arbeit ins Gesamtbild passt.
Kontinuierliches Lernen und Weiterentwicklung
Bieten Sie dem neuen Mitarbeitenden die Möglichkeit, an weiterführenden Fortbildungen oder Workshops teilzunehmen, die für die Rolle relevant sind. Dazu können vertiefte Einblicke in spezialisierte Tools, Führungstrainings oder branchenspezifisches Wissen gehören.
Wenn der oder die Neue mehr über das Unternehmen lernt, nutzen Sie die frische Perspektive, um bestehende Annahmen im Team herauszufordern.
Laden Sie das neue Teammitglied dazu ein, Wissen oder neue Erkenntnisse in einer Präsentation, einem geteilten Dokument oder in einem Teammeeting vorzustellen. Das festigt Gelerntes und zeigt die fortschreitende Expertise.
Leistung und Feedback
Vereinbaren Sie ein 60-Tage-Feedbackgespräch mit dem neuen Mitarbeitenden. Besprechen Sie die bisherigen Erfolge, heben Sie Leistungen hervor und identifizieren Sie Bereiche mit Entwicklungsbedarf. Diese Überprüfung sollte konstruktiv verlaufen und helfen, das volle Potenzial zu entfalten.
Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, sich frühzeitig Feedback von Kolleginnen und Kollegen einzuholen, die eng mit dem oder der Neuen zusammengearbeitet haben. Das liefert wertvolle Einblicke in den Integrationsprozess und die Arbeitsweise.
Engagement und Eigeninitiative fördern
Jetzt beginnt die Phase, in der neue Teammitglieder mehr Eigeninitiative zeigen sollten. Ein Anzeichen dafür ist, dass sie Verbesserungen an Prozessen vorschlagen, sich für neue Projekte freiwillig melden oder Lösungen für Herausforderungen im Team anbieten.
90-Tage-Review-Checkliste

Jetzt ist es an der Zeit, dass Ihr neuer Mitarbeitender aus dem Onboarding herauswächst. Es ist ein freudiger Anlass, aber bevor Sie ihn oder sie endgültig auf den neuen Aufgabenbereich loslassen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Onboarding-Phase gemeinsam Revue passieren zu lassen.
Leistungsbewertung
Führen Sie ein formelles Bewertungsgespräch durch, um die bisher erzielten Erfolge in den ersten 90 Tagen, Entwicklungspotenzial und den Gesamtfortschritt zu besprechen. Dieses Review bietet die Möglichkeit, positives Verhalten zu festigen und Probleme frühzeitig zu adressieren, bevor sie zur Gewohnheit werden.
Tipp: Verwenden Sie eine strukturierte Bewertungs-Vorlage, die wichtige Leistungskennzahlen, Zielerreichungen und Feedback von Kolleg:innen oder Mentor:innen abdeckt.
Feedback-Runde
Feedback vom neuen Mitarbeitenden zum Onboarding-Prozess einzuholen, ist genauso wichtig wie die Überprüfung seiner Leistung. Fragen Sie nach den Erfahrungen, etwaigen Herausforderungen und nach Verbesserungsvorschlägen für das Onboarding. Dieses Feedback liefert wertvolle Erkenntnisse, um Ihr zukünftiges Onboarding-Programm weiterzuentwickeln.
Langfristige Integration
Beschreiben Sie abschließend die nächsten Schritte für den nachhaltigen Erfolg des neuen Mitarbeitenden in seiner Rolle. Dazu gehört beispielsweise, neue Ziele zu setzen oder zusätzliche Verantwortungsbereiche zu übertragen.
Ermutigen Sie zur Teilnahme an bereichsübergreifenden Projekten oder Initiativen. Das fördert eine ganzheitliche Sicht auf das Unternehmen und hilft, ein Netzwerk über das eigene Team hinaus aufzubauen.
„Etwas, das wir bei Jostle machen und das enorm hilft, ist ein 15-minütiges Gespräch zwischen dem neuen Teammitglied und jeweils einer Person aus jedem Unternehmensbereich. Dabei lernt die neue Person (a) ca. 12 Kolleg:innen kennen, zu denen sie sonst nicht so leicht Kontakt hätte; (b) mehr über unser Geschäft und darüber, dass wir alle gemeinsam verantwortlich sind; und (c) sie beginnt zu verstehen, welche Rolle sie einnimmt und welchen Beitrag sie leistet.“ Bev Attfield bei Jostle
Erstellen Sie einen Einarbeitungs- und Entwicklungsplan
Ein zentraler Bestandteil des Onboardings ist es, neue Teammitglieder mit den Werkzeugen, Trainings und Ressourcen auszustatten, die sie für ihren Erfolg benötigen.
Laut Tamara Wilson von FLIR Systems gibt es sechs zentrale Schritte, um einen erfolgreichen Trainings- und Entwicklungsplan zu erstellen und für Ihr Team umzusetzen:
- Bedarf analysieren: Anforderungen des Teams, der Zielgruppe oder Lernenden erfassen
- Ziele festlegen: Gewünschte Ergebnisse oder Wirkungen definieren
- Trainingsplan entwerfen: Einen Ablaufplan erstellen
- Programm entwickeln: Das Trainingsprogramm aufbauen
- Engagement fördern: Die Beteiligung optimieren
- Erfolg bewerten: Die Wirkung des Trainings evaluieren
Weiterführende Lektüre: Die beste Mitarbeiterschulungs-Software
Die Integration eines Trainings- und Entwicklungsprogramms im Onboarding stattet neue Mitarbeitende mit den Kompetenzen und Kenntnissen aus, die sie für ihre Position brauchen – und beschleunigt so Produktivität und Sicherheit.
Für Führungskräfte zeigt sich damit, wie sie die Entwicklung und den Karriereweg der Person unterstützen können und welche Form von Kompetenzbewertungen sinnvoll sind, um die Ziele zu erreichen.
Darüber hinaus belegt es das Engagement des Unternehmens für berufliche Weiterentwicklung und hat einen positiven Einfluss auf Arbeitszufriedenheit und langjährige Bindung.
Checkliste für neue Mitarbeitende erhalten
Denken Sie daran: Mit dem Download der Checkliste für neue Mitarbeitende können Sie Schritt für Schritt alle Themen durchgehen.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Mitarbeitereinführung und Mitarbeiter-Onboarding?
Wer sollte am Mitarbeiter-Onboarding beteiligt sein?
Kann das Onboarding schon vor dem ersten Arbeitstag beginnen?
Wie entwickelt man einen Onboarding-Prozess von Grund auf neu?
Wie richtet man die Lohnabrechnung für neue Mitarbeiter ein?
Gestalten Sie ein besseres Onboarding-Erlebnis für neue Mitarbeitende
Welche weiteren wichtigen Schritte sollten in einer Onboarding-Checkliste für neue Mitarbeitende enthalten sein?
Wie umfangreich ist Ihr Einführungsprogramm für neue Mitarbeitende? Für diese Fragen gibt es keine Standardantworten. Holen Sie sich Rat bei anderen aus Ihrer Branche oder Ihrem Arbeitsfeld ein und nutzen Sie das Feedback Ihrer Mitarbeitenden, um das Onboarding-Erlebnis weiterzuentwickeln.
Arbeitgebende, die erstmals einstellen, profitieren von Personalkonferenzen, auf denen sie wirksame Strategien für die erste Einstellung erlernen.
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